Juncker-Vize fürchtet Kollaps der EU

Von | 14. November 2016

“Wir sind in die Falle der Identitätspolitik geraten. Wenn die wichtigsten Kräfte der Europäischen Konstruktion auf der nationalen, kulturellen oder ethnischen Identität beruhen, dann werden wir nicht überleben.Das erste Mal seit 30 Jahren glaube ich tatsächlich dass das europäische Projekt scheitern könnte.” (Frans Timmermans, Vizepräsident der EU-Kommission)

12 Gedanken zu „Juncker-Vize fürchtet Kollaps der EU

  1. Lisa

    Ja, wo soll denn bitte Identität sonst hergestellt werden als ethnisch/kulturell? zwar findet Heimat bei zunehmender Abhebung vom Heimatboden und der modernen Technologien immer mehr in den Köpfen, im Internet, in den eigenen Kreisen statt. Ein Arzt in Berlin hat heute mehr gemeinsam mti einem in Rio oder LA als beide mit dem Bodensatz der Gesellschaft, mit der sie ausser dem Pass und vielleicht noch enet ähnlichen Sprache nichts verbindet. Man kann schon übergeordnete Bündnisse aus praktischen/Taktischen Gründen herstellen – aber doch nicht mit diesem Wust an Vorschriften/Gesetzen und Ideologien befrachtet

  2. sokrates9

    Frans Timmermanns? Ist das der, der die Nationalitäten abschaffen möchte und somit mit dem Lastminute Patrioten Van Der Bellen im clintch liegt??

  3. Reini

    … es ist amüsant anzusehen, das Politiker den Kollaps fürchten den sie selbst produziert haben,…
    … keine Sorge Herr Junker, es hat noch kein Diktator oder Herrscher in Europa ein Großreich bei so vielen unterschiedlichen Kulturen und Völker halten können! … warum soll es die EU schaffen? …

  4. Christian Peter

    Die Frage ist nicht ob, sondern lediglich wann es passiert, schließlich ist die EU längst in Auflösung begriffen, und das nicht erst seit dem Ausstiegs Großbritanniens aus der EU.

  5. Christian Peter

    Möglicherweise kommt bereits in wenigen Monaten nach den Wahlen in Frankreich das Ende, sollte Marine Le Pen zur Präsidentin gewählt werden und das Wahlversprechen einlösen, Frankreich aus der EU und Währungsunion zu führen. Das unterscheidet Frankreichs Front National übrigens von der Bauernfängerpartei FPÖ, die von einem (dringend erforderlichen) Ausstieg Österreichs aus EU und Währungsunion nichts wissen möchte, um möglichst rasch Regierungsämter zu erhaschen und Kassa zu machen, wie einst die hochkorrupte Haider – FPÖ.

  6. Falke

    @Christian Peter
    Die FPÖ allein kann ohnehin nichts entscheiden, ebensowenig wie Marine Le Pen, es sei denn, sie erhält eine 2/3-Mehrheit. Ein Ausstieg aus der EU geht ausschließlich über Volksentscheid (wie in England); bekanntlich kann bei uns eine Volksabstimmung nur über ein vom Parlament gewähltes Gesetz erfolgen. Das würde die FPÖ ganz sicher tun, sofern sie im Parlament ein derartiges Gesetz durchbringen kann – was ihr aber allein nicht gelingen wird, weil keine andere Partei in Österreich so eine Volksabstimmung riskieren wird.

  7. Christian Peter

    @Falke

    Die FPÖ könnte alles tun, wäre bloß der Wille vorhanden. Man bräuchte eine Regierungsbeteiligung bloß von einem Referendum in der Frage der EU – Mitgliedschaft Österreichs abhängig machen, und dann den Austrittsprozess einzuleiten, wenn sich die Bevölkerung dafür entscheidet. Bloß werden das die Bauernfänger von der FPÖ nicht tun, Regierungsämter zu erhaschen ist diesen Wendehälsen wichtiger, als aus Österreich wieder ein freies und unabhängiges Land zu machen.

  8. astuga

    “Das erste Mal seit 30 Jahren glaube ich tatsächlich, dass das europäische Projekt scheitern könnte.”

    Na wollen wir`s hoffen.
    Besser das sog. europäische Projekt scheitert als Europa selbst geht daran zu Grunde.

  9. Johannes

    Die Strategien der jetzigen EU Führung können scheitern, das ist gar keine Frage. Wenn daran die Europäische Union zugrunde geht dann wohl nur deshalb weil Junker und Co. sich selbst so wichtig nehmen das sie beim Scheitern ihrer Ideen die Union lieber mitreißen als das sie loslassen und es anderen überlassen die es besser könnten.
    Auch das unterscheidet uns von Amerika, dort wird die Macht alle 4 Jahre sozusagen neu ausgeschrieben während bei uns Jahrzehnte die gleichen Leute die immer gleichen Fehler machen ohne das es Konsequenzen hätte.

  10. mariuslupus

    Dieser Herr mit äusserst merkwürdigen Ansichten sollte lieber schweigen. Eigentlich sollten ihm seine EU Berater zuflüstern, dass er gerade den Ast absägt, auf dem er sitzt. Wo bekommt so jemand noch so einen Posten ?
    Es ist schauderlich, dass sich ein Europäer über christliche Werte so abschätzig äussert. Wer sich so äussert, zeigt, dass er ausser Einbidung, über keine weitere Bildung, verfügt.
    Und Leute mit diesen Niveau behaupten dass sie Europäer sind, und dass Volk erträgt diese Art von ideologisch verblendeten Despoten.

  11. Christian Peter

    @Johannes

    ‘In den USA wird die Macht alle 4 Jahre neu ausgeschrieben’

    Vor allem handelt es sich bei den USA um einen (Bundes-) Staat, während es sich bei der EU de facto um eine Diktatur handelt, welche ohne Zustimmung der Bürger existiert und somit lediglich auf Zwang beruht. Als Österreichs Bürger 1995 über die Mitgliedschaft zur EU abstimmten, war die EU eine ganz andere als heute. Alle weiteren Integrationsschritte (Vertrag von Lissabon u.a.) erfolgten ohne Zustimmung der Bevölkerung, auch in vielen anderen Ländern Europas wurden die Bürger nicht befragt.

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