Kann die ÖVP doch noch überleben?

“……Die ÖVP hat über Jahre zur Schau gestellt, wie man eine Partei erfolgreich ruiniert: Man bestelle schwache Parteiobmänner, demontiere sie nach zwei bis drei Jahren wieder und ersetze sie durch noch schwächere Parteiobmänner…..” (hier)

9 comments

  1. Thomas Holzer

    Hoffentlich nicht! Erfreulicher Weise hat alles einmal ein Ende; warum soll dies bei der OEVP und allen anderen Parteien anders sein?!

  2. norbert bender

    Kollers Ansichten und Ratschläge sind pc, und genau wegen dieser erbärmlich feigen PC-Hörigkeit geht die ÖVP den Bach hinunter, und sie soll auch dort absaufen!

  3. Christian Peter

    ÖVP, ist das ein Brechmittel, Abführmittel oder etwas zum Rauchen ?

  4. gms

    norbert bender,

    “Kollers Ansichten und Ratschläge sind pc, und genau wegen dieser erbärmlich feigen PC-Hörigkeit geht die ÖVP den Bach hinunter, [..]”

    Meine Rede. Die rotzgrüne Journallie betreibt ein zweifach falsches Spiel. Auf der einen Seite veröffentlicht sie das Bild, das Volk dürste nach progressivem Zeitgeist und sozialistischen Segnungen, andererseits jubelt sie konstant jene Politiker hoch, die diesem linken Unzeitgeist hinterher hecheln.

    Während bei den Roten kommunikativ Disziplin geübt wird oder bei Zuwiderhandlung unbemerkt bleibt, lösen Inkohärenzen der Schwarzen im Anlaßfall das entsprechende mediale Echo aus, und zwar vorhersagbar wie Geschenke zu Weihnachten. Ob die ÖVP nun ein inhomogener Haufen ist und ob das eine oder andere Parteimitglied anderswo besser aufgehoben wäre, ist erst in zweiter Lesung bedeutsam — bestärkend für die Wirksamkeit der Erosion dieser Partei ist zweifelsfrei das Treiben PC-durchseuchter Medien.

    Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht — Umso leichter fällt der Journallie ihr Spiel, wenn Quertreiber in einer Partei wie der ÖVP einer Breite das Wort reden und damit artig den Job ihrer politischen Opponenten erledigen, deren Ziel wiederum eine dünnflüssige und vollständig homogenisierte Masse aus Wahlurnenfüllern ist. Die Volks(!)partei wird plattgedrückt, von innen ebenso wie von außen.

  5. Rennziege

    De mortuis nil nisi bene pflegt man an offenen und zugeschaufelten Gräbern zu sagen. Dem schließe ich mich an. Es ist auch wenig sinnvoll, den Verblichenen gute Ratschläge zwei Klafter tief nachzusenden, wie Andreas Koller in den “SN” das tut. Vorbei, finito.
    Mein alter Herr schwärmt bisweilen noch von Julius Raab und Leopold Figl, von Josef Klaus und Wolfgang Schüssel. Bis zur Abwahl Schüssels hat er stets die ÖVP gewählt. (O.K., ich geb’s ja zu; ich stamme aus einem konservativen, unverbissen katholischen Elternhaus, dem ich immens viel geistiges Futter verdanke, und die Schwarzen, so mein Erzeuger, verdienten damals noch dieses politische Kompliment.)

    Doch die ÖVP hat ihre Geschäftsgrundlage ohne Not für ein postenwahrendes Linsengericht aufgegeben, was ausschließlich der filzokratischen Bewahrung der Pfründen ihrer heutigen (menschlich wie charakterlich und hirnmäßig) nur noch zu belächelnden Funktionäre dient. Mit solchen peinlichen Mäntelchen-nach-dem-Wind-Hängern in der Geschäftsführung hätte jede Povinz-GmbH längst den Insolvenzverwalter auf dem Acker.
    Das Problem der ÖVP liegt weniger im vemuteten Zeitgeist als in ihrer schamlosen Abkehr vom kleinen Einmaleins der Wirtschaft. Sollen die Schwulen doch heiraten, von mir aus, wenn’s ihnen danach besser geht. Aber auch noch dem wirtschaftsfeindlichen und (auch für den sogenannten kleinen Mann schmerzhaften) Steuer- und Enteignungswahnsinn zuzustimmen — das führt den Krug einmal zu oft zum Brunnen.
    Und der ist nun irreparabel gebrochen. Ruhe in Frieden, durch eigene Blödheit verstorbene Lieblingspartei meines Vaters!

  6. oeconomicus

    Wen interessiert noch die ÖVP, jetzt ein Club der Interessensvertretung von einigen Beamten und Bauern? Vor zehn Jahren unter Wolfgang Schüssel machte sie noch mehr als 42 % und hat die SPÖ haushoch geschlagen.

  7. Christian Peter

    Parteiauflösung und Neustart mit neuem Namen und Personal – die einzig vertretbare Lösung für Österreich und einer von zahllosen Korruptionsskandalen gebeutelten Partei. Ein Weg, den übrigens auch die korrupte Schwesterpartei der ÖVP in Italien – Democrazia Cristiana, welche von 1945 – 1993 fast alle Ministerpräsidenten stellte, wegen einer Korruptionsaffäre beschreiten musste.

    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/die-democrazia-cristiana-in-italien-zerbrach-an-skandalen-aufloesung-einer-christlichen-grosspartei,10810590,97573554.html

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