Kanzler, Corona und Kartoffelsalat

(C.O.) Warum bescheinigen österreichische Geistesmenschen ihren Landsleuten regelmäßig, miese Charaktere zu sein? mehr hier

17 comments

  1. Herbert Manninger

    Ach Gott, unsere ,,Intellektuellen”, zu denen sich sogar unser Bundespräsident zählen will, sollten nicht ihre Selbstbeschreibung auf alle Österreicher hochrechnen.

  2. Selbstdenker

    Bei mittelmäßigen “Intellektuellen” verhält es sich wie mit mittelmäßigen “Managern”:

    Ihre “Entdeckungen” und “Lösungen”, die sie als ihre geistigen Schöpfungen darzustellen probieren, haben sie bei anderen (meist auf einem Kongress) aufgeschnappt. Es geht nicht darum, ob diese Ideen stimmig mit der Realität sind, sondern ob sie ins Wunschdenken dieser “intellektuellen Kapazunder” passen.

    Falls die Rechnung dann immer noch nicht aufgeht, wird eine möglichst abstrakte und damit schwer greifbare aber universell verantwortliche Einflussgröße eingebaut:

    Project Fear (siehe auch Gunnar Kaiser auf Youtube: die Methode Mausfeld) “passt” zu Österreich wie das metrische System zu den USA. Wie praktisch, wenn man eine unpassende Erklärung, die man sich angelacht hat, mit einer Verachtung der eigenen Landsleute verbinden kann um so das Unpassende passend zu machen.

  3. Otto Mosk

    mauscheln, denunzieren, vorschriften übererfüllend. da ist schon was dran, allerdings trifft das vorallem auf die Wiener zu.auch kratzt kurz am gesungheitsfaschismus und rasch gewöhnen sich die Menschen

  4. Kluftinger

    @ Otto Most
    Wie definieren sie “Gesundheitsfaschismus”?
    (aber klar, irgendwie muss man doch den Faschismus mit Kurz in Verbindung bringen, wäre doch gelacht…?)

  5. otto mosk

    @kluftinger
    warum soll ich ihn auch noch definieren? kurz und anschober haben ihn erfunden. und werden ihn bald auf klimawandelfaschismus ausweiten. sie setzten bewusst die angst ein, um agenden durchzusetzen, welche sich in normalen, demokratischen zeiten nie umsetzten lassen. paradoxerweise steigen sie durch diese harte knute noch in ihren beliebtheitswerten. das kann man nur mit der autoritätshörigkeit der österreicher, speziell der wiener, erklären.
    ich bin ein liberaler, freiheitlich denkender mensch und setzte in meinem leben auf eigenverantwortung.
    kurz schreit nach eben dieser, aber entmündigt die österreicher noch mehr…eine sehr gefährliche entwicklung.

  6. Cora

    Schalko, Schalko, woher kenne ich diesen Namen? Amadeus, Amadeus.
    Und “Widerspruch ist zwecklos” kommt mir auch so bekannt vor. War das nicht “Widerstand ist zwecklos”, Douglas Adams. Auch die Kartoffelsalat-Metapher ist nicht ganz unbekannt. Und diese Bernharsche Anpinkelung.
    ist der Herr ein Plagiator?

  7. Gerald

    Kluftinger
    Das hat Herr Kurz schon selbst zu verantworten. Seine Aussagen zu Beginn der Corana Angst Attacke:
    Jeder wird jemanden kennen, der an Corona verstorben ist, etc.
    Mit der unbegründeten Angst der Bevölkerung spielt kein seriöser Politiker. Um solche Aussagen zu rechtfertigen, hätte es mehr gesicherte Zahlen gebraucht, die wollte man bis heute gar nicht haben. Es gibt immer noch keine realistische Einschätzung der Zahl der tatsächlich Infizierten. Bei jeder Dorfwahl funktionieren Tests, Umfragen und Hochrechnungen. Es gibt auch keine gesicherte Zahl der wirklich an Covid 19 verstorbenen. Jeder angeblich an Corona verstorbenen Mensch hätte pathologisch untersucht werden müssen. Wurde nicht gemacht, warum wohl? Dann wäre das Kartenhaus sofort zusammengebrochen und die Retter des Volkes hätten sich nicht täglich bei ihren Selbstbeweihräucherungen feiern lassen können.
    Hätte man obiges sofort gemacht, wäre rasch ersichtlich gewesen, dass es sich keinesfalls um eine Krankheit handelt, die die getroffenen Maßnahmen rechtfertigt.
    Und Offenheit ist auch nicht des Kanzlers Stärke.

  8. astuga

    Wenn die geistig-kulturelle Elite Geld braucht (und das braucht sie immer, nicht bloß in Zeiten von Corona)
    dann schreit sie allerdings sofort nach Finanzierung durch den miesen Pöbel.

    Irgendeinen Lebenzweck muss der Pöbel ja haben.

  9. KLuftinger

    @ Gerald
    Ihre Argumentation hat einiges für sich, aber es dennoch keine Definition des Begriffes “Gesundheitsfaschismus”.
    Aber ich verstehe, wenn man nicht in fähig ist eine differenzierte Problembeschreibung zu formulieren, flüchtet man in vielseitig verwendbare (meist gehässige) Schlagworte .

  10. Der Realist

    @kluftinger
    Mit dem Begriff Faschismus sind die üblichen Verdächtigen in den letzten Jahren allerdings sehr leichtfertig umgegangen

  11. astuga

    Nur aus Spaß an der Freude, und ohne Anspruch auf Richtigkeit.
    Sog. “Gesundheitsfaschismus” analysiert anhand einer leicht modifizierten F-Skala…
    https://de.wikipedia.org/wiki/F-Skala_(Autorit%C3%A4re_Pers%C3%B6nlichkeit)
    Die F-Skala enthält neun Bereiche, wobei jeweils die Zustimmung oder Ablehnung anzugeben ist (Zustimmung: gering, mittel, stark bzw Ablehnung: gering, mittel, stark).

    ● Konventionalismus. Starre Bindung an die als konventionell propagierten Werte eines Mainstream in Gesellschaft, Politik und Medien.
    ● Autoritäre Unterwürfigkeit. Unkritische Unterwerfung unter idealisierte Autoritäten.
    ● Autoritäre Aggression. Tendenz, nach Menschen Ausschau zu halten, die eine propagierte Konvention missachten – um sie verurteilen, ablehnen und bestrafen zu können.
    ● Anti-Intrazeption. Abwehr des Subjektiven (Stichwort “Verschwörungstheoretiker”).
    ● Aberglaube und Stereotypie. Glaube an die mystische Bestimmung des eigenen Schicksals, die Disposition in rigiden Kategorien zu denken (die Neue Normalität, nie wieder wir früher, globale Impfung).
    ● Machtdenken und „Kraftmeierei“. Denken in Dimensionen wie Herrschaft und Unterwerfung, Führer-Gefolgschaft; Identifizierung mit Machtgestalten; Überbetonung der konventionalisierten Attribute des Ich; übertriebene Zurschaustellung von Stärke und Robustheit.
    ● Destruktivität und Zynismus. Allgemeine Feindseligkeit, Diffamierung des Menschlichen.
    ● Projektivität. Disposition, an wüste und gefährliche Vorgänge in der Welt zu glauben; die Projektion unbewusster Triebimpulse auf die Außenwelt.
    ● Sexualität. Übertriebene Beschäftigung mit sexuellen „Vorgängen“ (Google: “Corona Sex”).

  12. Kluftinger

    @ astuga
    Danke für die Auflistung !
    Die meisten Kriterien findet man auch in den Grundlagen der Sozialpsychologie von Hofstätter (ein Standardwerk nach dem Weltkrieg II, heute noch lesenswert) aber vor allem auch im Kommunismus der Lenin/Stalin Ära. (und in Einzelfällen auch in der Blockwartmentalität in Wiener Sozialbauten?)
    Daher finde ich den Kriterienkatalog wie oben angeführt nützlicher als die plakative Zuordnung einer Ideologie.
    Es wäre wünschenswert, anhand solcher differenzierter Kriterien die Diskussion zu führen. Zum Beispiel auch mit Vertretern der Rechtsphilosophie.
    Wäre ein Symposion wert?

  13. Johannes

    Es muss so um die Mitte der 80iger Jahre gewesen sein, Sinowatz wollte mit allen Mitteln eine Wahl beeinflussen und es war ihm und seiner Bewegung, wie es für mich schien, jedes Mittel recht auch das der Verunglimpfung des eigenen Landes.
    Damals wurde der Geist aus der Flasche gelassen und der Weg für Selbstdenunziation bereitet.

    Ich bin überzeugt der danach stattgefunde Prozess der sogenannten “Vergangenheitsbewältigung“ war in dieser Form und zu diesem Zeitpunkt vom Herrn Sinowatz so gar nicht beabsichtigt. Das war eine Folge davon.

    Die sogenannte Kunst und Kulturszene von damals sprang auf den Zug auf,fand plötzlich einen Weg wie sie zu hohen Subventionen kommen könne ohne kritisierbar zu sein. Die SPÖ hat entdeckt das die subventionierte Kunst die beste PR-Maschine für die Partei sein kann. So wurde Vernaderung zum Geschäftsmodell. Der Kampf gegen politische Gegner zum Kampf gegen die ewig Gestrigen, die scheinbar einzige Aufgabe von Kunst und Kultur war es jeden der nicht dem linken Zeitgeist folgt ein Mascherl umzuhängen.

    Wer in diesem selbsternannten elitären Kreis dabei sein wollte musst nur eines tun, sein Land und seine Landsleute schlechtreden.
    Da nicht jeder die Möglichkeit hatte in der breiten Öffentlichkeit seine Zugehörigkeit zur Elite zu beweisen wurde es, am besten im Gespräch mit Ausländern, immer wieder in verschiedenen Variationen hervorgehoben wie die Österreich so seien.
    Natürlich hat man sich selbstredend nicht dazu gezählt denn man hat ja diese armen einfältigen Kreaturen durchschaut so wie das große Vorbild Peymann.

    Heute sind solche Wortmeldungen wie die von Herrn Schalko nach meiner Meinung anachronistisch. Fast so liebenswürdig retro wie die Tapeten der 70iger.

  14. astuga

    “Wäre ein Symposion wert?”

    Ein gediegenes philosophisches Besäufnis? Immer gerne!
    Aber momentan geht das ja nur maximal zu viert, und jeder sitzt an einer Tischecke wegen des Abstandes. 😉

  15. Kluftinger

    @ astuga
    Im Kapitel 3(?) des Symposion von Platon berät man wie man sich “legen sollte, denn man sei vom Vortage noch benetzt”. Die müssen auch schon ordentlich gebechert haben?😎😇🍷

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