Kapitalismus macht satt

“Wachstum und Freihandel sind out. Wer im postmodernen Mikrokosmos Deutschland mediales Wohlwollen und öffentliche Anerkennung progressiver Kräfte erhalten möchte, muss sich gegen transatlantische Freihandelsabkommen und die „Wachstumsideologie“ positionieren. Abgerundet wird die kapitalismuskritische Haltung des meist gut situierten Öko-Bürgers durch irrationale Ängste vor Gentechnik und der Verdammung von Lebensmittelspekulanten, die angeblich das Essen hungernder Menschen teurer machen.
Ein Blick über den Tellerrand zeigt hingegen ein ganz anderes Bild: ”   (weiter hier)

8 comments

  1. Christian Peter

    ‘Wachstum und Freihandel sind out’

    Würde ich nicht sagen. Abkommen wie TTIP lehnt aber jeder vernunftbegabte Bürger ab. Es kommt ganz auf die Details der jeweiligen Freihandelsabkommen an.

  2. Kapuściński

    Jetzt könnte man ja meinen, die Faschisten von Rot über Braun bis Grün würden angesichts der im FAZ Artikel aufgeführten Fakten mal eine Schweigeminute für das Ableben ihrer irren Ideen vom Sozialismus und Ökolandbau als Mittel gegen den Welthunger einlegen. Aber nein. Einige schäumen vor Wut. Der abstruseste Kommentar ist wohl folgender: “Die gigantischen Monokulturen, die für die Erzeugung sinnloser Produkte stehen, wie High Fructose-Corn-Syrup sowie Massen an Kohlehydraten führen nach dem ersten Hungerstillen ganz schnell zur Verfettung der meist armen Bevölkerung”. Da höre ich schon wie die Verhungernden sich zuraunen “Finger weg von Kohlehydraten, die machen nur fett.” Unglaublich.

  3. Christian Peter

    Beispiel Investorenschutz : Kein Staat kann so dumm sein, so etwas freiwillig zu unterzeichnen. Erst kürzlich haben einige Staaten wegen ausufernder Probleme mit klagewütigen Konzernen sämtliche Investorenschutzabkommen gekündigt.

  4. michelle

    der Herr Ch. Peter scheint ja ein echter TTIP-Spezialist zu sein ! Vielleicht bringt er schlüssige Argumente und gibt uns Informationen über diejenigen Staaten, die Investorenschutzabkommen gekündigt haben ? jedenfalls es ist nicht genug, sich seine Infos aus der Kronenzeitung zu holen….

  5. Thomas Holzer

    again: eine “wirklich” freie Wirtschaft bedürfte keiner von Politikern verhandelten Abkommen

  6. Christian Peter

    @michelle

    Die Regierungen von Australien, Argentinien, Brasilien, Indien, Südafrika, Ecuador und Venezuela kündigten wegen ausufernder Probleme mit klagewütigen Konzernen sämtliche Investorenschutzabkommen. Keine westlicher Staat kann dumm genug sein, seine Souveränität durch derartige Vereinbarungen zu untergraben. Sinn machen solche Vereinbarungen mangels Rechtsstaatlichkeit nur in Entwicklungsländern, wo sonst niemand investieren würde.

  7. michelle

    @CH. Peter: man muss natürlich genau schauen, was der Hintergrund bei einigen Kündigungen des jeweiligen Investitionsschutzabkommens ist (Ihre Infos zur Länderliste sind ja zum Teil falsch). Da muss man sich schon auskennen, vor allem auch, wer wo an der Regierung ist. Warum versucht wird, seitens einer Regierung Einfluss zu nehmen. Man muss sich mit der Materie auseinandersetzen, es genügt nicht, alles niederzumachen ohne wirklich zu wissen, worum es geht.
    Hier übrigens ein interessantes Interview eines Wissenden (im unverdächtigen linken Spiegel):
    http://ml.spiegel.de/article.do?id=958300
    Mein Eindruck: Sie lesen nicht nur Kronenzeitung ,sondern auch Attac-Webseiten und ähnliches (AK, ÖGB, SPÖ, diverse sonstige NGOs wie “VIer Pfoten”,…).

  8. Christian Peter

    @michelle

    na Gott sei Dank sind wenigstens Sie mit der Materie vertraut. Warum verfassen Sie Kommentare, wenn Sie inhaltlich absolut nichts zum Thema beizutragen haben ?

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .