Katar: ‘Ein Wolf im Schafspelz’

Im Oktober besuchte der italienische Innenminister Matteo Salvini Katar, den “Energieriesen“, wo er das Emirat dafür lobte, “den Extremismus nicht mehr zu unterstützen“. Leider ist das Gegenteil der Fall. Katar, “der andere wahhabitische Staat“, interessiert sich offenbar nicht nur für seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa, sondern auch für den Export seiner Marke des politischen Islam. mehr hier

12 comments

  1. Rado

    Geld regiert die Welt und die Europäischen Politdarsteller gleich mit.
    Nicht einmal der Kashoggi Mord konnte bekanntlich der ÖVP-Protektion des König Abdullah Zentrums zu Wien etwas anhaben. Die rümpfen lieber über die “wiederlichen” sieben Zwerge der Identitären die Nase. Deren mickriger Spendern von 1500 Euro entlocket auch dem gierigsten ÖVPler nur ein Gähnen.

  2. aneagle

    An die Chamberlains in allen europäischen Parteien:

    *Macht den politischen Islam nur wichtig, ihr werdet sehen, was ihr davon habt.
    *Macht die Scharia zu einem vielgepriesenen europäischen “Friedens-Wert”, Appeasement ist, wie der 1,5 Grad-Wert, unverhandelbar.

    Der Planet schwitzt nicht, er schaudert, ob soviel geballter Todessehnsucht.
    Der Mensch – Krone der Schöpfung? Nebbich !

  3. aneagle

    PS: Da Europa nicht willens ist, sich selbst zu schützen, ist es auch nicht fähig, sich selbst zu retten. Das kann nur der friedfertige Islam. Daher wünsche ich Katar die gleichen friedlichen Beziehungen zu Saudi-Arabien, wie sie der Iran bereits hat. Nur eine gänzlich mit sich selbst beschäftigte Friedensreligion, sichert das Überleben Europas. Schade, aber wahr.
    Und: Als G´tt den letzten Funken Verstand, den er der Welt noch gab, in den mäßig sympathischen Donald Trump pflanzte, hat er gezeigt, dass man nichts geschenkt bekommt.

  4. astuga

    Einer der Gründe für das Zerwürfnis zwischen den wahabitischen Fundamentalisten in Saudi Arabien und Qatar (bzw Katar) war auch, dass man in Saudi Arabien erkannt hat wie gefährlich die Salafisten und die Muslim Bruderschaft geworden sind (zB. in Ägypten aber auch für das eigene Regime), während Qatar diesen Gruppen nach wie vor Unterschlupf gewährt und sie fördert – vor allem im Ausland.

    Wenn auch aus rein egoistischem Machtinteresse, in dem Punkt hat die saudische Führung sogar allen westlichen Regierungen einiges voraus.
    Selbst Islamkritiker wie Salvini biedern sich ja bei den Wahabiten in Qatar an.
    Ebenso Frankreich und Großbritannien.
    https://www.dailymail.co.uk/news/article-3515960/London-s-Qatari-Quarter-expands-wealthy-Arabs-snapping-1billion-real-estate-including-thousands-capital-s-valuable-properties.html

  5. astuga

    @Rado
    Auch wenn es sich um ein Verbrechen gehandelt hat…
    Kashoggi gehörte zu den Salafisten und zur Muslimbruderschaft und war genau deshalb aus Saudi Arabien nach Qatar geflüchtet, und später in die Türkei, das Herkunftsland seines Großvaters.
    Weil Erdogan auch all diese Radikalen fördert und mit Qatar verbündet ist.

    Also von mir aus können die sich ruhig alle gegenseitig meucheln.
    Mir ist es egal, ob die SS die SA abschlachtet.

  6. Rado

    @astuga
    Gerade dem Umstand, dass die Türkei und die Saudis sich nicht grün sind, verdanken wir ja diesen einmaligen Einblick ins innere Denken der saudischen Prinzokratie. Ansonsten wären diese wiederlichen Details ja nie nach aussen gedrungen. Und jetzt kommen bei mir ihre servilen Gastgeber von Bandion Ortner bis Sebastian Kurz und noch dem einen oder anderen Erzbischof ins Spiel.
    Frei nach George W Busch: Ich mache keinen wesentlichen Unterschied zwischen denjenigen, welche solche Verbrechen begehen, und denjenigen welche diesen Leuten Unterschlupf gewähren.

  7. Geheimrat

    @Geheimrat – 14:56 h
    Franziskus küsste die Füße von Bürgerkriegs-Feinden im Sudan

  8. Rado

    @Geheimrat
    Man beachte, wie die Schuhe glänzen. Die vom Herrn im Vordergrund wirken dagegen noch etwas stumpf. Da muss er erst noch hinüberkrabbeln.
    Las man eigentlich nicht vor einigen Tagen, dass sich der Papst seinen Ring von Gläubigen nicht küssen lassen wollte?

  9. Mona Rieboldt

    astuga
    Kashoggi war ein widerlicher Kerl, der u.a. dafür eintrat, schwangere Jüdinnen zu töten. Es ist von Vorteil, dass er nicht mehr lebt.

    Katar teilt sich wohl ein Ölfeld mit Iran, arbeitet mit ihnen zusammen. Saudi-Arabien versucht, Iran zurück zu drängen, weil es die größte Macht werden will im arabischen Raum. Iranische Soldaten sind auch schon im Libanon. Durch die Zusammenarbeit Katars mit Iran ist auch Katar der Feind Saudi-Arabiens.

  10. astuga

    @Mona Rieboldt
    Außerdem lebt im Süden Saudi Arabiens eine shiitische Minderheit ebenso wie im benachbarten Yemen.
    Auch dort kämpfen der Iran und die Saudis gegeneinander.

    Einer so schlimm wie der andere, wobei die Saudis wenigstens nach außen hin den Schein waren berechenbare und zuverlässige Partner des Westens zu sein.
    Und vor allem verzichten sie zumindest momentan noch auf atomare Technologie und in Folge auf Atomwaffen.
    Anders als der Iran (oder die Türkei mit ihren geplanten Atomkraftwerken Akkuyu/Russen und Sinop/Japaner).
    Wobei die Saudis das wahrscheinlich binnen kurzer Zeit von Pakistan kaufen könnten.

    A disaster waiting to happen.

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