Katars Kampfjet-Deal offenbart Gleichgültigkeit des Westens

Von | 12. Dezember 2017

“Das Emirat Katar vergibt Rüstungsaufträge in Milliardenhöhe in die USA und nach Europa. Jetzt kauft Katar 24 Eurofighter. Deutschland profitiert, doch die Bestellung hat einen pikanten Aspekt…” (hier)

6 Gedanken zu „Katars Kampfjet-Deal offenbart Gleichgültigkeit des Westens

  1. Falke

    “Gleichgültigeit”? Die Rüstungskonzerne gibt es halt, und sie leben davon, Waffen bzw. Kampfflugzeuge zu verkaufen. Wie im Artikel richtig erkannt, werden damit tausende Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten. Sollten die Firmen aus “moralischen” Gründen keine Waffen an bestimmte Länder verkaufen, würden sich diese die Geräte aus Russland, China oder gar Nordkorea beschaffen – mit derselben Wirkung, aber ohne die Arbeitsplätze im Westen.

  2. Der Realist

    @Falke
    stimmt, aber das erklären Sie einmal den Gutmenschen und Obermoralisten. Kim Jong-un verkauft ihnen bestimmt auch ein Bomberl, der kennt da garantiert keine Skrupel, der hat in der Schweiz sicher gelernt, dass Geld nicht stinkt.

  3. Mona Rieboldt

    Irgendein Staat liegt immer mit einem anderen im Streit. Dann muss man alle Waffenfirmen in D schließen, wenn man nicht verkaufen will. Ich bin dieses ewige Moralisieren in der Politik leid. Egal, um was es geht, auch bei Asylanten geht es nicht um Realität, es wird die Moralkeule geschwungen, wir “müssen helfen”.

  4. Rennziege

    Ein Staat, der Waffen weder erzeugt noch einkauft, mag Begeisterung bei den üblichen Verdächtigen auslösen: bei NGOs, Öko-Freaks, Kerzerl- und Ostermarschierern. Der Rest der Welt lacht sich krumm über diese Naivität.
    Geopolitik war noch nie ein Kindergeburtstag mit feuchten Bussis wildfremder Tanten. Da gilt immer noch die Maxime des ersten Roosevelt (Theodore), der darin seinen style of foreign policy as “the exercise of intelligent forethought and of decisive action sufficiently far in advance of any likely crisis” sah:
    “Speak softly and carry a big stick; you will go far.”
    So alt wie die Welt: Ein Staat, der keinen großen Knüppel besitzt, kann auch gleich das Maul halten und sich unterbuttern lassen. Die grünroten, überwiegend unfruchtbaren Friedensengel aller Geschlechter lieben diese Unterwerfung inniglich, zumal sie die ja als “Nächstenliebe” verkaufen können. (Wobei das nur bedeutet: Liebe für den nächsten arbeitsarmen, aber lukrativen Job im politischen Sumpf.)

  5. astuga

    Nun, wie wir in Öst. wissen, sind Eurofighter technisch ohnehin nur einsatzfähig wenn die USA ihren Sanktus dazu geben.

  6. Johannes

    Ich denke Saudi Arabien kauft Militärausrüstung ähnlich wie Ferraris und andere Statussymbole, das meiste ist sicher einfach einer gewissen arabischen Mentalität geschuldet und soll Eindruck vermitteln.
    Anders ist die Sache wenn in Krisenherde oder Kriegsgebiete massiv Waffen geliefert wird, ich denke da sind aber eher Russland und China skrupellos genug um diesen Markt zu bedienen.

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