3 Gedanken zu „Kein Geld, kein Arzt?

  1. Fragolin

    Es gibt keine 2-Klassen-Medizin!

    Es gibt Kassenpatienten.
    Es gibt Kassenpatienten Sonderklasse.
    Es gibt Privatpatienten.

    Macht 3 Klassen.

    Der erste wartet ein Jahr auf die OP und sitzt am nächsten Tag auf dem Holzstuhl mit 5 Mitpatienten im Gemeinschaftsraum vor einem Röhren-TV mit terrestrischem Empfang.
    Der zweite wartet 6 Monate auf die OP und sitzt am nächsten Tag auf dem Polstersessel mit einem Mitpatienten vor dem 22″-Flachbildschirm im Zimmer und diskutiert, auf welches der 12 Programme man sich denn einigen möchte.
    Der dritte wird in 14 Tagen operiert und wohnt dann in einem besseren Hotelzimmer mit 46″-TV und Videostreaming.

    Ich habe kein Problem damit, aber ich finde die Verrenkungen unserer Politik immer so putzig, wenn sie so tun, als gäbe es das nicht, obwohl jeder weiß, dass es so ist.
    Aber das kennen wir ja auch von Asylmissbrauch, Kriminalität, Bildunsgsystem und ähnlichen Baustellen. Politiker leben für mich in einem realitätsfreien Paralleluniversum und versuchen uns ständig entgegen der täglichen Lebenserfahrung ihre virtuelle Welt als die einzig Wahre zu verkaufen. Unterhaltungsprogramm vom Feinsten. 😉

  2. Dr.Paul Felber

    Warum sollte es gerade bei der Medizin keine Marktgesetze geben? Ich zahle für eine private Krankenversicherung und erwarte mir besseren Service, dh ua freie Arztwahl, raschere OP-Termine, 2-Bettzimmer im Spital und dgl.
    Im Theater kostet ein Sitz im Parkett auch erheblich mehr, als ein Säulenplatz am 4.Rang, Wenn ich mir jedoch als österreichischer Minister beim Schifahren den Fuß breche wird der rote Teppich ausgerollt, liege feudal im Einbettzimmer und werde vom Herrn Professor persönlich operiert und alles bezahlt die Gebietskrankenkasse.

  3. aneagle

    “In Wien geht die Zahl der Kassenärzte zurück, während jene der Wahlärzte steigt” und die Gebietskrankenkasse hat nichts dagegen ? Nein, wieso sollte Sie auch ?

    Sie refundiert für einen Wahlarztbesuch durchschnittlich ca. € 25,00 von ca. € 75,00 (=1/3)Arztkosten für den Patienten, während sie einem Kassenarzt durchschnittlich ca. € 42.00 Vertragshonorar für die Arztvisite zahlt.

    Mit anderen Worten: Der Wahlarztpatient, der auf Kosten von ca. € 50,00 selbst sitzen bleibt, kommt der Krankenkasse ca. 40% billiger als der Kassenpatient und von den zusätzlichen € 50,00 des selbstbezahlten Wahlarzthonorares gehen ca. 60% an den Fiskus, die Sozialversicherung und die Ärztekammer. Also ein Bombengeschäft. Noch Fragen?

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