Kein Stich, kein Job

Von | 12. Juni 2021
(Christian Ortner) Die Entscheidung der Stadt Wien, nur noch Corona-Geimpften im Gesundheitsbereich anzustellen, ist vollkommen richtig. Wer sich um einen Job in einem der vielen Spitäler, Pflegeheime oder anderen medizinischen Einrichtungen der Stadt Wien bewirbt, benötigt seit Ende Mai einen Corona-Impfnachweis. Ohne diesen braucht man nicht einmal daran zu denken, einen der rund 30.000 Arbeitsplätze im Gesundheitsverbund Wien zu ergattern. Wien hat, ohne allzu viel Aufsehen, damit die Impfpflicht im Gesundheitsbereich eingeführt, und zwar nicht nur für all jene, die direkt mit Patienten Kontakt haben, sondern auch für die gesamte Verwaltung bis hin zum Reinigungspersonal.

Dies ist eine delikate, aber letzten Endes richtige Entscheidung des städtischen Gesundheitsmanagements, der sich andere Bundesländer bald anschließen werden.

Delikat ist sie, weil ein De-facto-Impfzwang natürlich immer ein gewisser Eingriff in die Freiheitsrechte des Einzelnen ist; ganz besonders im Falle eines Arbeitgebers wie diesem, der im Raum Wien eine monopolartige Dominanz hat. Ein Problem, das nicht dadurch entschärft wird, dass gerade im Gesundheitsbereich viele junge Frauen Berufseinsteiger sind, bei denen die Risiko/
Nutzen-Abwägung der Corona-Impfung unter Umständen nicht so eindeutig ausfallen wird wie bei 60-jährigen Primarärzten mit häufigem Patientenkontakt.

Und delikat ist der Impfzwang im Gesundheitsverbund Wien schließlich auch, weil alle bestehenden Dienstverhältnisse davon nicht betroffen sind – der junge Pfleger, der seit einem Jahr in einem der Krankenhäuser Dienst macht, muss sich auch weiterhin nicht impfen lassen; offenkundig aus rechtlichen Erwägungen der Stadt. Das heißt: Ein Patient oder Heimbewohner wird auch künftig nicht sicher sein können, ob er gerade von einer Geimpften oder einem Ungeimpften betreut wird.

Trotz all dieser Einwände und Problematiken ist es unter dem Strich richtig, dass sich Wien zu dieser Lösung entschlossen hat. Denn das Recht hunderttausender Kranker, teils naturgemäß in kritischer Verfassung, sich nicht auch noch dem Risiko aussetzen zu müssen, von medizinischem Personal mit Covid infiziert zu werden, wiegt einfach schwerer als das allfällige Recht von Berufsanfängern, ohne Impfung zu arbeiten. Schon allein deshalb, weil dies ja für eine ganze Reihe anderer Impfungen schon seit Jahren genauso geregelt ist, ohne dass dies beanstandet worden wäre. So sind seit 2017 Impfungen gegen Diphtherie, Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B für alle vorgeschrieben, die einen Job im Wiener Gesundheitsverbund antreten wollen, und das aus gutem Grund. Auch diese Impfungen sind bekanntlich gelegentlich mit unerquicklichen Nebenwirkungen verbunden, und trotzdem gibt es keinen vernünftigen Grund, deshalb von der Impfpflicht abzusehen.

Dass es noch vor einem halben Jahr gerade unter den Pflegekräften eine erhebliche Impfskepsis gegeben hat, wird der Impfbereitschaft in der Bevölkerung nicht gerade genützt haben. Wenn der größte medizinische Arbeitgeber des Landes in dieser Sache nun klare Pflöcke einschlägt, ist das ein notwendiger und sinnvoller Beitrag zur Lösung dieses Problems. („WZ“)

9 Gedanken zu „Kein Stich, kein Job

  1. CE___

    „…von medizinischem Personal mit Covid infiziert zu werden…“

    Diesen Satz habe zuerst sogar überlesen.

    Das ist ja faktisch in meinen Dafürhalten falsch.

    Wir reden hier ja bitt’schön nicht von einem Impfstoff als sozusagen Desinfektionsmittel!

    Die Hersteller des „Covid“-Impfzeugs sagen ja selber dass nur die Hoffnung besteht das eine inviduelle Erkrankung weniger stark ausfällt.

    Ein jeder Geimpfter ist also immer noch möglicher Überträger, genauso wie jeder Umgeimpfte.

    „…So sind seit 2017 Impfungen gegen Diphtherie, Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B für alle vorgeschrieben…“

    Und was war die Ratio für diese, äussert kurz zurückliegende, honi soi qui mal y pense, Entscheidung, die mir dafür als Bürger komplett unbekannt war?

    Vielleicht weil es sich um jahrzehntelang oder sogar noch länger mit viel Grips und Geld erforschte, geprüfte und verbesserte, unter (noch) stringenten Bestimmungen zugelassene, Impfstoffe handelt, und wo die Hersteller von in der Haftung stehen?

    Die vielleicht auch noch mit relativ mutationsfaulen (oder vielleicht gar nicht mutierenden?) Virenarten zu tun haben?

    Also das genaue Gegenteil von Coronaviren.

  2. Kluftinger

    Jetzt ist man verwirrt? Eine geimpfte Person schützt zwar sich selbst, es ist aber noch nicht erwiesen, dass Geimpfte nicht auch das Virus weitergeben können? Warum also die Zwangsimpfung? Die würde ja nur sinnvoll sein, wenn dadurch auch die Ansteckungsgefahr für Dritte gebannt ist, oder wie?

  3. GeBa

    Nanu Herr Ortner, seit wann sind sie zum Schaf mutiert?
    Mein Verständnis hat jeder, der sich nicht ein Husch-Pfusch Impfmittel in den Körper jagen lässt.
    Wo samma denn bitte?

  4. hausfrau

    Die vollkommene Perversion stellt doch jetzt die Kinderimpfung dar, die vollständig faktenfrei und willkürlich verlangt, daß Eltern ihre Kinder für einen fraglichen Erfolg opfern.
    Kinder sind nicht betroffen und erwarten bereits jetzt bekannte Nachteile, da reden wir noch gar nicht von den sicher noch folgenden.
    Wie blind, taub und hirnlos muß man sein sich zu derartigem hinreißen zu lassen?

    Clemens Martin Auer wurde von Österreich vorgeschlagen : In die übergeordnete Organisation WHO.

  5. Falke

    Kann mich nur voll meinen Mitkommentatoren anschließen. Eine kleine Ergänzung: Impfungen gegen Masern, Diphterie usw. sind nicht nur jahrzehntelang erprobt, sondern schützen auch den Geimpften vollständig (und zwar meist lebenslang), so dass er – im Gegensatz zur Corona-Impfung – weder sich selbst infizieren noch logischerweise jemand anderen anstecken kann. Daher ist die Entscheidung der Stadt Wien eine reine Alibiaktion zur Beruhigung schlichter Gemüter. Wobei – zusätzlich noch – niemand genau weiß, wie lange die (ohnedies sehr begrenzte) „Schutzwirkung“ der Corona-Impfung anhält, sodass man wohl alle paar Monate eine Auffrischung brauchen wird, und das wohl ebenfalls lebenslang.

  6. CE___

    @ Falke

    Das Ärgerliche ist ja – wieder einmal bewiesen – folgendes:

    „Gib den kleinen Finger hin, und ratzfatz, vier Jahre später wird dir der halbe Körper ausgerissen.“

    Anfangen tut es mit harmlos daherkommenden, jahrzehntelangen erforschten, relativ sicheren, und auch wirksamen, Impfstoffen, die (immer noch für mich empörend!) anderen Menschen per Zwang aufoktroyiert werden,

    und enden tut es damit dass ALLEN Menschen, mit dem scheinheiligen Vorhalten von obigem, schlussendlich total umgeprüftes und ganz anderes Impfzeug hineingedrückt wird.

    Manche Scheunentore DARF man als Gesellschaft einfach nicht aufmachen, die 2017 erfolgte Entscheidung MUSS zurückgenommen werden, man sieht ja welches Schindluder damit nun 2021 getrieben wird, hoffentlich findet sich hier auch eine Partei dafür.

    Als Patient hat mich niemals der Impfstatus meiner Hausärzte oder Spitalspersonal interessiert, und es wird mich in Zukunft auch nicht interessieren.

  7. Anders Rosengren

    Sehr verehrter Herr Ortner! Lieber Christian! Grandiose Satire! Herzlichen Dank!

  8. Nightbird

    Auch ich kann mich hier meinen Vorrednern nur anschliessen.

    Aber dieser Artikel lässt mich doch etwas verwirrt zurück.
    Ich dachte, wird sind schon weiter im Verständnis um diese Problematik.
    Aber vermutlich haben es einige noch immer nicht begriffen, was diesbezüglich abläuft.
    (Was natürlich jetzt kein persönlicher Angriff sein soll)

    „Kein Stich, kein Job“ ist zumindest für Gesundheitsberufe nur insofern richtig, wenn gewährleistet werden kann, daß das Coronapräparat daß hält, was man von ihm erwartet. Dagegen werden zumindest Arbeitskräfte der Gesundheitsberufe sicher nichts haben.

    Aber derzeit sind weder Wirkung noch Nebenwirkungen der Präparate zur Gänze gesichert. Der Beweis steht also noch aus. Nur, um nicht stark an Corona zu erkranken und den Gesamtnutzen des Präparats hintan zu stellen, ist nicht nur eindeutig zuwenig sondern meiner Auffassung nach auch höchst kriminell.

    Kein Mensch würde sich in ein Auto setzen, von dem man noch nicht weiß, ob es überhaupt eine Kurve fahren kann. Oder ob die Bremse überhaupt funktioniert. Auch dies muß erst durch Tests zweifelsfrei bewiesen werden. WürdetIIhr Euch so ein Auto kaufen?

    Den Nutzen eines Coronapräparats vermutet man also nur, entweder wider besseren Wissens oder aus gänzlicher Unkenntnis. Oder, weil man es – aus gewissen Gründen – so beschlossen hat.

    Daher kann man diese, derzeitige Entscheidung zur Pflichtimpfung, harmlos ausgedrückt, nur als Willkür bezeichnen. Für mich persönlich überschreitet es eindeutig die Grenze zur Nötigung oder Erpressung.

    Auch dient diese Entscheidung als Grund, damit man Gesetze untergraben oder aufheben kann. Besonders lang und hart erkämpfte Arbeitnehmerschutzgesetze laufen hier Gefahr, Opfer einer solchen Willkür zu werden.

    Die Entscheidung, seine persönlichen Grundrechte einzufordern oder aufzugeben, liegt bei der jeweiligen Person selbst. Und nur dort. Keiner kann und darf hier vorschreiben wer was zu tun hat.
    Daher: Unveräusserlich, Unteilbar, Nicht Übertragbar. Ohne Wenn und Aber!
    Völlig egal, welches Thema es berührt.

    Grundrechte wurden unter vielen Opfern hart und blutig erkämpft!
    Grundrechte sind verfassungsmäßig geschützt!
    Und ABSOLUT NIEMAND steht über dem Gesetz!

    Das Coronapräparat ständig mit „echten“ Impfungen zu vergleichen, ist eine reine Verwirrungstaktik. Gedacht nur für jene, die den Unterschied zwischen einer Impfung mit einem Tot- oder Lebendimpfstoff wie zB Masern, Hepatitis, Mumps und einem, bei Corona, reinen RNA-Informationstransfer nicht verstehen. Wer nachdenkt, kommt schnell zu dem Schluß, daß ein Coronapräparat keine „echte“ Impfung sein kann.
    Deswegen ist hier der Begriff „Impfung“ zur Gänze falsch!

    „Echte“ Impfungen haben ihre Zuverlässigkeit in langen Testreihen und- verfahren gemäß medizinischer Grundlagen bewiesen. Die Coronapräparate hingegen nicht. Hier wurden diese notwendigen Grundlagen gänzlich über Bord geworfen. Die Gründe dafür mag sich jeder selbst ausmalen.

    lG, Nightbird

  9. hausfrau

    Angst ist normalerweise nützlich um zu schützen.
    Durch die Medienpropaganda wurde die Angst zum Dauerzustand.
    Wenn sie zeitlich derart überzogen wurde, bleibt sie dauerhaft, selbst wenn kein Grund mehr vorliegt.
    Wir werden viele Psychiater und Psychologen brauchen.
    Angst verhindert das logische Denken.
    DAS war beabsichtigt und daran dürften jetzt viele leiden.
    Weil auch das ist brauchbar für jede Umgestaltung einer Staatsform.

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