Keine Angst vor Deflation, bitte….

“….Energiepreise klettern, Immobilien verteuern sich und der Aktienmarkt zieht nach oben. Dennoch geht ein Gespenst um in Europa: die Deflation. Immer wieder hört oder liest man in den Medien die Befürchtung, dass sich Waren- und Dienstleistungen nicht schnell genug verteuerten. Die Eurozone drohe in die Deflation abzurutschen. Und dann könne ein nie endender Abwärtssog die Wirtschaft mit sich reißen. Selbst der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, hat die Deflationsgefahr bereits zur Sprache gebracht. Aber sind fallende Preise per se wirklich eine Katastrophe für das Funktionieren einer Marktwirtschaft? Würde das Fallen der Preise um 1 Prozent oder 2 Prozent in diesem Jahr wirklich das Ende der Welt bedeuten, wie wir sie kennen?…” (hier)

3 comments

  1. Reinhard

    Deflation ist eine Katastrophe – für den Staat.
    Sinkende Preise = sinkende Steuereinnahmen
    Sinkende Unternehmensgewinne = sinkende Steuereinnahmen
    Das Einzige, was immerwährendes Wachstum wie ein Krebsgeschwür braucht, ist die permanent steigende Ausgaben- und Verschuldungswut des Molochs Staat. Sinkende Einnahmen = sinkende Bonität = Zwang zur Eindämmung der Verschuldungsflut. Also das Horrorszenario der mit dem Geld unserer Enkel um sich schmeißenden Obertanen.
    Deshalb muss die Enteignung der Bürger immer schneller vor sich gehen, muss sich die Preisspirale immer schneller nach oben drehen – der Moloch braucht Futter, der Süchtige seinen Stoff. Koste es, was es wolle – Hauptsache mehr als gestern!

  2. Thomas Holzer

    @Reinhard
    Wozu die Aufregung?
    Es ist doch alles demokratisch legitimiert, daher rechtens und vor allem richtig(sic!), weil das Wahlvolk irrt nie, es hat immer recht 😉

  3. Reinhard

    @Thomas Holzer
    Keine Bange, da ist nichts aufgeregtes dabei. Ich stelle nur klar, dass es eben nicht der böse neoliberale Raubtierkapitalismus ist, der nach ewigem Wachstum lechzt, sondern genau jene Politik, die diese Behauptungen (zur reinen Selbstverteidigung und zur Bedienung der haltlosen Gier, die sie gern anderen unterstellt) aufstellt.
    Warum besonders sozialistische Politiker anderen nur Gier und niedere Beweggründe unterstellen? Weil man sie nicht hindern kann, von sich auf andere zu schließen…. 🙂

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