Kennen Sie den Schweizer Bundespräsidenten?

“Doris Leuthard. Sie ist die schweizerische Präsidentin seit dem 1. Januar 2017, falls sie das demnächst im Kreuzworträtsel brauchen. Wie kommt es, dass ein Regierungsoberhaupt eines Landes, das international so bekannt ist, selbst so unbekannt ist? Die Schweiz hat sich von Anfang an gegen Zentralisierung gewehrt. Zu Beginn der Schweizer Eidgenossenschaft ging es nicht um Macht….”(weiter hier)

18 comments

  1. Hausfrau

    Das ist der Unterschied: wir leisten uns einen Bundespräsidenten mit 100 MItarbeitern und einem jährlichen Millionenbudget. Genaugenommen hat UHBP nur Macht am Papier, in der Praxis ist er ein “Ersatzkaiser” in der Hofburg.
    Fazit: bei neuer Bundesverfassung ersatzlos streichen.
    *) die wenigen wichtigen wichtigen Aufgaben an die einzelnen MInisterien verteilen. Punktum.
    **) Hoffentlich wird durch den starken Zigarettenrauch von VdB die schöne Einrichtung nicht beschädigt.

  2. Daniel

    Dafür habens Via Sicura. Wegen einfachem Schnellfahren ohne Gefährdung kommt man in Häfn und gibt das Auto ab. Der reinste Gesslerhut – von Verhältnismäßigkeit keine Spur.

  3. Hausfrau

    @Daniel:
    Leider kann man die Übertreter der Verkehrsvorschriften nur durch drastisch hohe Strafen (in CH: Bussen) sowie andere Massnahmen (Führerscheinentzug, kurze Gefängnisaufenthalte) zur Ordnung bringen.

  4. Der Realist

    Italien ist viel größer, beliebtes Urlaubsland der Österreicher, und wer kennt hierzulande den italienischen Staatspräsidenten?

  5. Daniel

    Wenn man Leute wegen Bagatelldelikten wie 180 auf einer leeren Autobahn zu fahren mit drastischen Strafen “zur Ordnung bringen” will dann kann man das ja gerne wollen, man sollte aber dann nicht von sich behaupten ein liberaler Freund der Eigenverantwortung zu sein.

  6. mariuslupus

    Wer kennt schon alle Bundesräte ? Aber, früher oder später, wird einer von ihnen Bundespräsident. Im Turnus, jedes Jahr ein anderer Präsident. Ohne grosse Aufregung, absolut medienunwirksam.

  7. Hausfrau

    @Daniel:
    Und wenn sich der Fahrer mit 180 km/h auf der Autobahn überschlägt, dann muss für seine Genesung doch die allgemeine Sozialversicherng aufkommen. Und wewnn das kaputte Fahrzeuge repariert bzw. ersetzt wird, dann würden im Rahmen eines vorhandenen Versicherungsschutzes indirekt auch die anderer Prämienzahler zur Kasse kommen (d.h. zeitversetzt bei den nächsten Jahresprämien).

  8. Daniel

    Ja, und weiter?
    Und was hat das ganze mit 180 zu tun?
    Überschlagen sich auf deutschen Autobahnen vermehrt Autos, und bei Tempo 100 passiert das nie?
    Verbieten wir jetzt auch Grillereien, Mopeds, Rodeln, Heimwerken und Christbäume, weil durch diese Tätigkeiten und Dinge vermehrt Menschen zu Schaden kommen und zu deren Genesung die allgemeine Sozialversicherung aufkommen muss?

    Kein Wunder dass wir in so einer Verbotsgesellschaft leben – jeder raunzt nur über das was ihn direkt betrifft, das allgemeine Verständnis für Freiheit und Eigenverantwortung ist komplett verlorengegangen.

  9. Luke Lametta

    angenommen so eine Autobahn wie die A1 gehört nicht mehr Rabenvater Staat, sondern deiner Strassenbau- bzw. -betriebsgesellschaft. StVO gibts keine mehr, nur mehr AGBs. Es bestünde also Grund zur Hoffnung, dass Parameter wie Risiko, Gefährdung oder allfällige bzw. vermeintliche Mehrkosten für und Schäden bei Dritten ‘realistisch’ und ‘nüchtern-ökonomisch’ kalkuliert werden würden, ‘AGBs’ für die Kunden, ‘Vertragsbedingungen’ rund um die Nutzung des Produkts A1 entsprechend – anstatt dass all sowas in linksgrünsiffiger Ideologie und mit Kostenwahrheit auf Kriegsfuß stehender Voreingenommenheit getränkt und dann ‘politisch’ zum ‘Gesetz’ (bzw. zur ‘Verordnung’ halt) wird wie heute. Was meinst, was käm raus und warum? Kein Tempolimit wie in Germania?

  10. Lisa

    Als Beispiel für eine relativ machtloe Regierung und einen relativ machtvollen Souverän (=Volk) mag die CH auf den ersten Blick als Beispiel für funktonierende relativ direkte Demokratie aussehen. So wurden nicht etwa die Entschädigungen der Politiker aufgestockt, weil Chefs von Staatsunternehmen doppelt und mehr als die verdienen, sondern die Gehälter der besagten Unternehmen werden gedeckelt: maximal so viel wie ein Bundesrat. Zudem hat die Region auch in Teilen über 700 Jahre Zet gehabt, Demokratie einzuüben: Die Kantone sind eigentliche Kleinstaaten mit heute zwar leicht “harmonisierten” Gesetzen, Regeln, Sprachen und Kulturen und mit ihrer je eigenen Geschichte. Als der Jura sich Frankreich als neues Département andiente, einige Schweizer ihn geradezu “schenken” wollten, refüsierten die Franzosen das… und die Schweizer Stimmbürger hätten nicht mal viel dagegen gehabt, die aggressiven Béliers und armutsaffinen Jurassier los zu sein. Nun sind sie ein eigener Kanton – und es geht ihnen schlechter als unter der Regierung des Kantons Bern. Wie schon früher waren die CH Regierung und ihr Volk an Territorium wenig interessiert (in den meisten Fällen zogen sie finanzielle Entschädigungen für eroberte Gebiete vor… pas d’argent, pas de Suisses…) Und noch etwas: die souveränen Kantone und Kommunen lassen sich trotz der nur 8 Mio. Schweizer, nicht als kulturelle Einheit zusammenfassen: Der Schweizer ist nicht in erster Linie Schweizer Bürger wie etwa ein Deutscher, Franzose oder neuerdings Europäer, sondern in seinem Pass steht sein “Heimatort/Bürgerort”, wo einst ein Urahn einheimisch war. Seit vier Generationen in der *Gross*stadt Zürich wohnhaft und im Pass steht immer noch: Bürgerort: Le Muids, VD… Auch ist die Umgangssprache in der Deutschschweiz nicht etwa Standard-Hochdeutsch, sondern der lokale Dialekt (Deutsch ist nur die Schrift- und Amts-/Verkehrsprache). Es würde absolut lächerlich wirken, wenn ein Einheimischer plötzlich Hochdeutsch sprechen würde. Und als letztes noch: die soziale Kontrolle grenzt in der CH manchmal an Denunziantentum – zur Freude von Steuer-, Arbeits- und Sozialämtern… Also: kein Grossreich, das auf einem Globus sogleich ins Auge springt, sondern man muss das Land mit der Lupe suchen… Die EU wenigstens ist erkennbar…

  11. Daniel Modler

    Luke: Eine private Gesellschaft hätte vermutlich kaum die Kompetenz, einen generellen Führerschein zu entziehen oder jemanden einzusperren.
    Wären alle Straßen privat gäbe es bestimmt welche “ohne Limit”.
    Das Risiko für den Straßenbetreiber beschränkt sich ja bloß auf die Abnutzung und Gefährdung für die Straßeninfrastruktur (Beschädigung der Leitschienen odgl) sowie auf evt. zu tragende Stau- und Wegräumkosten.
    Schäden an Fahrzeugen würden ja nach wie vor von privaten Versicherungen getragen, die sich auch jetzt kaum dafür interessieren wie schnell irgendwer gefahren ist (auch die meisten Kaskoversicherungen nicht).

    Darüberhinaus wäre es bei einer tatsächlichen risikobasierten Berechnung ja wurscht, ob jemand um 5 Uhr in der Früh mit Tempo 250 über die Stockerauer Schnellstraße bolzt. Gefragt sind angepasstes fahren. Kontrolliert wird aber derzeit nur ob die Leut auf der Reichsbrücke oder sonntags im Industriegebiet eh brav 50 fahren. Aufgehalten wird kaum mehr, stattdessen verstecken sich die Polizisten wie kleine Kinder und die BH stellt den Strafzettel 4 Monate später zu. Lerneffekt null (weil was weiß ich was da vor 4 Monaten für eine Situation war?), dafür gutes Geschäft (Aufhalten und Schmähführen kostet Zeit, und den meisten Polizisten ists halt dann doch zu blöd für ein Bagatelldelikt bei Sonnenschein und ohne jegliche Gefährdung 200 Euro zu kassieren).

  12. Hausfrau

    Es ist sinnlos, mit Daniel über dieses Thema weiter zu diskutieren. Natürlich soll eine Verbotsgesellschaft (copyright: Daniel) nicht gleichzeitig mit einer Vollkaskomentalität verglichen werden. Ohne Spielregeln funktioniert eine Gesellschaft und ein Staat eben nicht. Alles klar?

  13. Luke Lametta

    Auch D hat ne StVO, Spielregeln also, nur eben andere, Verhältnismäßigkeit wird darüberhinaus ja auch versicherungsrechtlich begünstigt, es ist ja keineswegs so, als würden KfZ-Versicherungen beim Umfang des durch sie zu leisten Kostenersatz’ nicht auf die Umstände rund um eingetretene Schäden abstellen…

  14. Hausfrau

    Luke Lametta:
    Eine Versicherungspräme errechnet sich aus den Versicheurngsleistungen der vergangenen Jahre. Wenn also sehr viel bezahlt werden musste, dann werden eben die Prämien erhöht. Also zahlen eigentlich im Rahmen des Solidaritätsprinzipes alle – auch für unvernünftige Schadensverursacher.

  15. Luke Lametta

    Daniel, mag sein, mag nicht sein, ich hätte private Betreiber noch ein wenig mehr im ‘effizienten’ Paternalismus-, mindestens aber Nudging-Verdacht wie Rabenvater Staat den alten Schlamperdatsch – Section Control von SZB bis LNZ und gleich nochmal von LNZ bis VIE sowie 1001x dazwischen…. – enjoy The Autobahn Experience (so wird das in US beworben, die können das hier gar ned fassen, bei denen gehts ja noch deutlich strenger zu als in A), solangs noch geht…

    Hausfrau, macht doch nix. So funktionieren Versicherungen eben, ökonomisch betrachtet hast da immer die beiden Probleme ‘moral hazard’ und ‘adverse selection’ am Hals, stören mich ned, weil abhängig vom Ausmaß der Unvernunft des Schadensverursachers ist es k e i n e s w e g s so, als könnte diese immer und in jedem Fall die Kosten vollumfänglich sozialisieren. Fragst mal deinen Versicherungsagenten, was die Vollkasko zu totalled @ 280 im Nebel vom Taunus bei strömendem Regen so sagt… – bin Totalschaden-Experte, halte bei 4 Stück, mein MLPler pflegt meine Risikoklasse ‘Tankerflotte’ zu nennen.

  16. Daniel

    Ich weiß das ist alles sehr OT, aber ein paar Dinge sollten doch noch gesagt sein.

    1. Angepasste Fahrweise ist wichtig (Fahren auf Sicht usw.) – hat aber nichts, null, nada, garnix, mit irgendwelchen generellen Limits zu tun. 80 bei gefrierendem Nebel oder Starkregen können gefährlich sein, 200 bei guter Sicht und wenig Sicht total ungefährlich. Aus diesem Grund kann eine hohe Strafe bloß aufgrund einer formalen Geschwindigkeitsübertretung nicht angemessen sein.
    2. Vor 10-20 Jahren, als das Wissen über “wie ein Auto fährt” noch ein bisschen verbreiteter war und die Leute sich nicht im Winter mit Winterreifen halb in die Hose gemacht haben dass das ESP sie bei Tempo 15 nicht sicher durch den Kreisverkehr bringt, wären solche Bemutterungen nicht möglich gewesen. Die Verblödung trägt leider mit der Zeit Früchte und die Leute finden mit der Zeit den Schwachsinn gut. Was ihn aber leider nicht weniger schwachsinnig macht.
    3. Überall dort wo man den einzelnen Menschen Freiheit lässt und ihnen Verantwortung überträgt können – und werden – andere Menschen dadurch zu Schaden kommen; entweder direkt oder indirekt (Unfallkosten etc.). Das ist nunmal immanenter Teil der Freiheit. Das betrifft so ziemlich jede Aktivität die über bloßes vor-dem-Fo äh Fetzenbuch verblöden hinausgeht. Das darf aber wohl nicht als Rechtfertigung reichen solche Tätigkeiten zu verbieten, weil konsequent den Weg immer weitergegangen wo genau wollen wir dann innehalten um zu sagen “jetzt ist es aber genug”?

  17. Hausfrau

    Stimmt, angepaßte Fahrweise ist wichtig. Man darf nicht vergessen, dass es auch andere und zum Teil “dumme” Straßenbenützer gibt und man vielfach deren Fahrfehler korrigieren muss, damit es zu keinem Unfall kommt. Daher sind heutzutage 180 kmh nicht empfehlenswert, auch wenn das eigene Können sowie eigenes Fahrzeug dies sehr gut im Griff haben. Im Krankenhaus kann man dann lange diskutieren, ob man unschuldig war – oder doch nicht.

  18. Luke Lametta

    dont worry, I’m with you. Trau mir gar nicht zu sagen womit seit Jahr und Tag A92 per Tempomat fahr, nix los in der Früh, gradaus, alles einsehbar, 0 problemo, diese Tempolimits stammen aus den Zeiten Puchs 500, in so einem herrschte durchaus Perma-Lebensgefahr bei 130, schon klar…

    und die Schweizer haben einfach ein totales Rad ab, weil, liebe Hausfrau, ich weiß ned Recht, wie man auf ‘kurzen’ Gefängnisaufenrhalt kommt, mit 200 auf der Autobahn biste dabei: FS – min. 2y weg. Auto – enteignet, versteigert. Und ab gehts MINIMUM EIN JAHR HÄFN. Die kennen da nix, auch explizit keine Einzelfallregelung…

    Long live ze Autobahn! https://m.youtube.com/watch?v=B3h2Rw1mHew

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