Kevin Kühnert und die vergessenen Opfer des Sozialismus

(ANDREAS TÖGEL) Es ist das Vorrecht der Jugend, radikal zu denken. Immerhin ist ihr Urteil ja durch keinerlei Lebenserfahrung, geschweige denn durch Leistungsdruck und/oder langjähriges Arbeitsleid getrübt. Manche Jugendliche verfügen aber dafür über ausgeprägte, und höchst ungewöhnliche Talente und Gaben. Beispielsweise vermag ein kurz vor seiner Seligsprechung stehendes Mädchen aus Schweden CO2 zu sehen. Sie schafft es, jenes Gras schon heute wachsen zu hören, in das wir morgen – dem Klimawandel sei Dank – allesamt beißen werden.

Ob ein Mann wie Kevin Kühnert, berufsjugendlicher Kapo des SPD-Nachwuchses, mit seinen knapp 30 Jahren auch noch immer zur Jugend zählt, sei dahingestellt. Spontan schießt einem dazu folgendes, Georges Clemenceau zugeschriebenes Zitat durch den Kopf: „Wer mit 20 Jahren nicht Sozialist ist, der hat kein Herz, wer es mit 40 Jahren noch ist, hat kein Hirn.“ Dem Juso bleiben immerhin also noch zehn Jahre Zeit, um herauszufinden, wes Geistes Kind er ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass er am Ende zur zweitgenannten Kategorie gehören wird, ist hoch. Dies umso mehr, als der Beamtensohn offensichtlich nicht die leiseste Vorstellung von der außerhalb seines geschützten Biotops existierenden Welt hat. mehr hier

4 comments

  1. sokrates9

    …Kevin allein zu Haus!..Was mir fehlt wären nachvollziehbare Vorschläge wie so eine sozialistische Welt funktionieren sollte und warum der Mensch seinen Egoismus voll ablegen sollte! Doch in Zeiten der Bildungsverweigerung sind solche Antworten nie zu bekommen!

  2. CE___

    Vollkommen richtig.

    “Wer sich der Früchte seiner Arbeit nicht sicher sein kann, wird sich nicht länger anstrengen.”

    Ja, und es ist auch der Tod jeglicher Arbeitsteilung.

    Wenn ich meines Eigentums dadurch verlustig gehe dass ein anderer Mensch mir eine bezahlte Dienstleistung an meinen Eigentum erbrachte, frage ich keine Dienstleistung mehr nach.

    Ein jeder würde, denke ich, empört und verständnislos aufschnauben wenn einem der Fliesenleger nach getaner und bezahlter Arbeit erklären würde das jetzt auch die Hälfte des Bades ihm gehöre und er jetzt jeden zweiten Tag mit seiner Familie zum Duschen vorbeikäme.

    Oder, in das extreme gesprochen, einem der Allgemeinmediziner nach der bezahlten Konsultation und Behandlung plötzlich auf die Idee käme dass ihm nun die Hälfte des Körpers des Patienten, quasi als Sklave, zustünde.

    Wenn es aber darum geht dass Arbeiter nach getaner und bezahlter Arbeit meinen die Hälfte der Fabrik gehöre ihnen geht plötzlich ein verständnisvollen Kopfnicken durch die Reihen der Links-Intellektuellen und vieler Normalbürger.

    Verstehe dass wer wolle, ich jedenfalls nicht.

  3. Johannes

    Der Kommunismus versucht sich gerade neu zu erfinden. Originellerweise mit den alten Parolen, Denkmustern, Forderungen. Glaubt man wirklich die Leute haben so schnell vergessen was es heißt in einem kommunistischen Unterdrückungstaat wie dazumal in der DDR zu leben.

    Gestern erst habe ich Lafontaine in – hart aber fair – beobachten dürfen und es war interessant wie er mit der Strategie niemanden ausreden zu lassen das Heft an sich riss und mit permanenter Störung der anderen Teilnehmer, die hanebüchensten Behauptungen mit viel Publikum Applaus vortragen konnte.

    Ich kenne kein kommunistisches Land in welchem die Menschen frei waren. Jede Repression wurde unter dem vorgeschobenen Argument und Deckmantel für Friede und Wohlstand gerechtfertigt.

    Menschen waren Spielbälle der Mächtigen die sie wie Puppen auftanzen ließen, bei Aufzügen und Massenversammlungen waren sie Nummern die zu gehorchen hatten und lauschen mussten was denn der liebe Honni Onkel so mit ihnen vorhabe.

    Nebenbei bemerkt, die industrielle Verdreckung der Luft war nirgends größer als in den kommunistischen glorreichen Ländern. Der Zeitplan forderte halt seinen Tribut.

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