14 Gedanken zu „Kirche: Deutsche Banken raten Kunden zum Austritt

  1. Rado

    Dazu braucht man keine Bank um zu der Erkenntnis zu kommen, dass Kirchenaustritt sparen hilft.
    Seit sich diese heiligen Vereine auch im lukrativen Schleppergewerbe betätigen, habe sie ohnehin weniger Bedarf an Beitragszahlern der herkömmlichen Art.

  2. Ehrenmitglied der ÖBB

    Wie sagte schon F. Nietzsche: ” wenn der Gulden in den Kasten springt, springt die Seele mit hinein”.
    Noch fragen?

  3. Selbstdenker

    @Rado
    Sehr treffend beschrieben. Danke! 🙂

    Von der evangelischen und der katholischen Kirche sind mir keine nennenswerten Kommentare zur massenweisen Ermordung von Vertreibung von Christen in Syrien und dem Irak bekannt.

    Stattdessen meint Papst Franziskus den Teufel im Kapitalismus gefunden zu haben und zeigt sich moralisch sehr “flexibel” wenn er die Nähe (semi-)diktatorischer, linker Machthaber in Mittel- und Südamerika sucht.

    Alleine schon dieses unerträgliche Ausmaß an Dummheit und Anbiederung wären Grund genug von der Kirche auszutreten.

    Muss man Mitglied einer Kirche sein um ein guter Christ zu sein?

    Wohl kaum.

    Es stellt sich vielmehr die Frage: kann man es als Christ mit seinem Gewissen überhaupt noch vereinbaren Mitglied der evangelischen oder der katholischen Kirche zu sein?

  4. Thomas F.

    Weit ist es also her mit der berühmten Trennung von Kirche und Staat, wenn der Staat die Banken zwingt, für die Glaubensvereine die Mitgliedsbeiträge einzusammeln. Leider empört das niemanden.

    Und selbst wenn eine Bank im Rahmen ihrer Beratung in finanziellen Angelegenheiten ihrem Kunden die Option eines Austritts ins Gedächtnis ruft, ist das wohl ihr gutes Recht. Wenn sich ein Kunde die Mitgliedschaft bei einem Yachtclub nicht mehr leisten kann, wird sich sein “Finanzberater” vielleicht auch veranlasst sehen, darauf hinzuweisen.

  5. Rennziege

    8. August 2014 – 08:56 Selbstdenker
    “Kann man es als Christ mit seinem Gewissen überhaupt noch vereinbaren, Mitglied der evangelischen oder der katholischen Kirche zu sein? – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=30359#comments

    Leider nicht mehr. Beliebigkeit, Anbiederung und Flachheit des Chefs und des Personals (geistig wie spirituell) nehmen täglich zu. Austritt nicht ganz einfach für eine Auslandsösterreicherin. Wollte beim österreichischen Honorargeneralkonsulat in Toronto (eine Botschaft gibt’s nur in Ottawa; man staunt, die ist auch für Jamaica zuständig :-)) eine entsprechende Erklärung abgeben, was aber nicht gelang.
    Per Einschreiben an meine zuständige BH dahaam geht’s jedoch auch, erfuhr ich. Brief unterwegs.

    Und wie Sie sagen: Christ bleibt man auch ohne Verein, wahrscheinlich sogar ein besserer als die heutigen Hirtendarsteller.

  6. Mario Gut

    Ich stimme mit vielen Kommentaren – besonders was den manchmal etwas blauäugig argumentierenden Papst betrifft, überein. Trotzdem: Für mich als Katholik ist es keine Frage, die (mehrheitlich) an derzeitige Erscheinungsformen in der Kirche gebunden ist, sondern an die Tatsache, dass Jesus Christus diese Kirche eingesetzt hat. Mit all ihren Fehlern (menschlich) und Problemen (hausgemacht). Ich kann auch in den Wald gehen und beten – ohne Kirche und deren tradiertes Wissen, wüßte ich allerdings nicht zu wem und warum……

  7. Thomas Holzer

    @Mario Gut
    Chapeau! 🙂
    Ein Kathole, welcher an seinem Glauben verzweifelt, weil er ein paar Euro pro Jahr an die Kirche überweisen darf, hat a priori Probleme mit seinem Glauben.
    Nichtsdestotrotz: daß Deutschland und Österreich den Kirchenbeitrag kritiklos von den Nationalsozialisten übernommen haben, spricht für sich 😉

  8. Rennziege

    8. August 2014 – 17:03 Mario Gut
    Auch mir fällt es schwer, die Katholische Kirche zu verlassen. Aber diese Ansammlung von amtierenden Islamverstehern und zum Pogrom an ihren Schäfchen stur schweigenden Weichgespülten — seien diese skurrilen Gestalten auch nur eine Episode, wie Sie hoffen — bringt mich dazu. Mit 2000 Jahren Christentum in den Genen, dem irreversiblen Sakrament der Taufe und den Erfahrungen meiner Jugend weiß ich sehr wohl, zu wem und warum ich bete.
    Was heute so angesagt ist, Meditation, ist ja nur eine modisch abgespeckte Form des Gebets.

  9. Thomas Holzer

    Man vergesse nie Matthäus 16:18
    Die Kirche war schon verlotterter als sie derzeit ist; sie hat Schismen, Doppelpäpste und was weiß ich nicht alles überstanden; ergo wird sie auch “unseren” Kapitalismuskritiker überdauern 🙂

  10. Thomas Holzer

    @Mario Gut
    Und außerdem würden Sie dort wahrscheinlich einen Herrn Strolz beim Bäume Umarmen treffen; und das wäre wahrlich peinlich 😉

  11. Rennziege

    8. August 2014 – 17:22 Thomas Holzer
    Meines Wissens hat der böhmische Gefreite die Eintreibung der Kirchensteuer durch Finanzämter abgeschafft. In Deutschland wurde sie nach dem Krieg flott wiedereingeführt. Anders in Österreich: Da schickt die Kirche einen Zahlschein an das Mitglied, und wenn es nicht löhnt, muss die Kirche auf Zahlung klagen, zivilrechtlich natürlich, wie bei einem Sportverein. Das scheut sie, um Austritten vorzubeugen.
    Vor wenigen Jahren noch, als Studentin, konnte ich in ein Büro der Diözese gehen und feilschen wie auf einem Basar. Hat immer funktioniert; plötzlich ging’s auch für die Hälfte oder noch weniger (sofern man ein paar Tränen griffbereit hatte).
    Oder gibt’s jetzt auch in Österreich den Zwangseinzug durch die Staatsbüttel, ohne dass ich’s g’schnallt hab’?

  12. Thomas Holzer

    Man kann/soll noch immer handeln wie am Basar 😉
    “1919 wird die Kirchensteuer in der Weimarer Reichsverfassung verankert. In Artikel 137, Absatz 6 heißt es: „Die Religionsgesellschaften, welche Körperschaften des öffentlichen Rechtes sind, sind berechtigt, auf Grund der bürgerlichen Steuerlisten nach Maßgabe der landesrechtlichen Bestimmungen Steuern zu erheben.“ Das Reichskonkordat von 1933 zwischen Hitler und dem Hl. Stuhl sicherte der katholischen Kirche weiterhin das Recht auf Erhebung von Kirchensteuern zu (Schlussprotokoll zu Artikel 13). Während im nationalsozialistischen Deutschland die Bestrebungen eher dahin gingen, regimefeindliche Religionen zu unterdrücken, blieb die Kirchensteuer unangetastet, und die Lohnsteuerkarte wurde erweitert um den Eintrag „Konfession“. Erst zum 1. Dezember 1941 beschloss die Reichsregierung per Gesetz, die staatliche Mithilfe bei der Erhebung der Kirchensteuer zu verweigern, beließ jedoch den Eintrag auf der Lohnsteuerkarte. Das führte 1943 beispielsweise in Bayern dazu, die Kirchensteuer wieder durch eigene Kirchensteuerämter einzutreiben. Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland übernahm 1949 durch seinen Artikel 140 die Weimarer Regelung. Es heißt dort: „Die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 sind Bestandteil dieses Grundgesetzes.“

  13. Selbstdenker

    Ich bezweifle, dass die Kirchen in Europa noch einmal die Kurve der Vernunft nehmen können. Es ist nicht nur der Papst eine Fehlbesetzung von historischem Ausmaß, sondern es ist weit und breit auf allen Ebenen kein Lichtblick erkennbar.

    Für mich persönlich ist der Kirchenbeitrag nicht mehr vertretbar. Da spende ich lieber den ersparten Geldbetrag an das Rote Kreuz bzw. anderen Hilfsorganisationen die in den Krisenregionen wirklich Bedürftigen helfen, anstatt bekennenden Islamisten hierzulande den Rechtsanwalt zu finanzieren.

  14. Herr Karl jun.

    Nun wundern sich die Kirchen und ihre staatsgläubigen Vertreter, die sich in Österreich und Deutschland ja heftigst mit Staat auf ein Packeln gehauen haben, dass sie nun den Teschek abbekommen. Wer sich mit Hunden ins Bett legt,, darf sich nicht wundern, wenn er mit Flöhen aufwacht!

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