Klassenkampf mit schlechten Karten

“….Österreich zählt in Europa neben den Nordlichtern zu den Ländern mit der ausgeglichensten Einkommensverteilung. Trotzdem wächst der Druck, dass Reiche und Vermögen wesentlich stärker besteuert werden….” (NZZ)

9 comments

  1. Herr Karl jun.

    Anders sieht es aus bei den staatlichen Pensionssystemen: Hier ist die Spreizung zwischen großzügigen Apanagen für bevorzugte Gruppen im Staatsgefüge und den Minimalrenten für diejenigen, die im sog. Generationsvertrag bloß eine Marginalie darstellen, eine der größten in der OECD.

  2. Mourawetz

    39 % der Lohnsteuerpflichtigen zahlen keine Einkommenssteuer. Warum diese dann immer für Lohnsteuerpflichtige gehalten werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Dafür zahlen 10 % gleich 57 % (diese könnte man ohne Umschweife auch Ausgeraubte nennen, Lohnsteuerpflichtige ist i.d.F. ein viel zu harmloses Wort).

    Die Umverteilung ist eine Meisterin aus Österreich.

  3. Herbert Manninger

    Bevor der linksdümmliche Neidösi dem Nachbarn eine doppelt so große Villa gönnt, lebt er lieber in einem feuchten Erdloch, in der schadenfrohen Gewissheit: Sein Nachbar hat´s auch nicht besser.

  4. Christian Weiss

    Reichenschröpfung als Selbstzweck?
    Es gab mal Zeiten, da hat man Neid zu den Todsünden gezählt. Heute kaschieren diese moralisch fragwürdigen Figuren, die an dieser Charakterschwäche leiden, dies mit der Behauptung, es ginge ihnen um Gerechtigkeit.

    Schrei nach Gerechtigkeit = Kaschierung von Neidgefühlen durch aufgesetzte Empörung

  5. aneagle

    Eventuell kapieren sogar österreichische Politiker, was die Bürger längst wissen:
    1. Das Aufgehen der Schere zwischen arm und reich endet erst, wenn alle nichts haben
    2. Sogar 100% Steuer von nichts bleibt nichts
    3. Es gibt keinen Cent mehr für Österreichs Steuersäckel, wenn man die wenigen Reichen motiviert ihre Steuern in Canada, Irland oder der Schweiz zu bezahlen. Im Gegenteil, Österreich verliert die Handlungsfähigen und -willigen.
    4. Öffentliches Sparen bringt mehr als Unfair-teilen ( Ausnahme: Klientelbestechung)

    Mit diesem “Expertenwissen” kann man in Österreich noch eine veritable Reform hinlegen, oder eine Partei mehrheitsfähig machen, bevor die Sozialhilfeempfänger endgültig die Wählermehrheit in Österreich stellen.

  6. Rennziege

    9. März 2015 – 14:06 aneagle
    Mit diesem “Expertenwissen” kann man in Österreich noch eine veritable Reform hinlegen, oder eine Partei mehrheitsfähig machen …
    Aber welche Partei? Im gegenwärtigen Angebot seh’ ich nichts überzeugend Wählbares. Vielleicht können Sie mir einen Tipp geben? Zumal Sie ein g’scheiter Mensch sind, würde mir das die Wartezeit auf die Auslandsösterreicher-Briefwahlkarte angenehm verkürzen.

  7. aneagle

    @ Rennziege
    Da haben Sie schon recht, das Parteienangebot Österreichs erinnert an die überquellenden Feinkostläden der ehemaligen DDR.
    Genau aus diesem Grund und weil Österreich bescheiden geworden ist und sich von Politikern ohnehin nichts mehr zu erwarten wagt, schafft es JEDE Partei.

    Die erste Partei, die den Mut hat, mit diesen 4 Stehsätzen anzutreten ist sofort um Längen besser aufgestellt als alle, von denen wir bereits wissen, daß sie (G´tt sei Dank!) nicht einmal ihr Parteiprogramm realisieren können. Mal sehen was oder wer kommt 🙂

  8. Wolf

    Ich frage mich ständig, wo denn die immer wieder von links-grüner Seite angesprochene “Gerechtigkeit” bei der Begründung von Vermögenssteuern zu finden ist. Wird a priori angenommen, dass die “Reichen” (und zwar alle) ihr Vermögen ergaunert, gestohlen, im Lotto gewonnen oder sonstwie unredlich erworben haben? Man könnte dies tatsächlich annehmen, denn bei einer Steuerbelastung von 50% ab 60.000 Euro Jahreseinkommen, sind die Möglichkeiten, sich Millionen zu verdienen, ja wirklich gering. Da wollen die Linken offenbar jene, die sich trotz aller Widrigkeiten durch Fleiß, Sparsamkeint, Initiative, Ideen, Innovation, Risiko usw. ein gewisses Vermögen erarbeitet haben (und auch immer die enormen Steuern gezahlt haben, zusätzlich weiteren hunderttausenden Menschen Arbeit und Einkommen geboten haben) nochmals bestrafen und ihnen – aus reinem Neid, den sie dann “Gerechtigkeit” nennen – weiteres Geld abnehmen. Der Kommunismus ist/war ja vergleichsweise noch gerecht.

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