Klassenkampf von links gegen Arbeiter

Von | 5. November 2021

Wie die an grünen, postmodernen und identitätspolitischen Ideen orientierte linke Hipster-Mittelschicht immer mehr zum Feind der kleinen Leute wird./ mehr

4 Gedanken zu „Klassenkampf von links gegen Arbeiter

  1. Selbstdenker

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass Leitmedien des kritischen(!) bürgerlichen Lagers marxistisch unterwandert werden.

    Neben der Indubio Folge 174 (Interview mit Norbert Häring) fällt mir dies an der Häufung von Beiträgen, in denen politische Kampfbegriffen “Neoliberalismus”, “Kapitalismus”) der Linken eingespeist werden, auf.

    “Neoliberalismus” wird gleichgesetzt mit Freihandel mit Bad Actors (z.B. VR China) und Kapitalismus mit Monopolismus. Das Interview mit Norbert Häring ist das begrifflich Manipularivste, das ich in den letzten Monaten hehört habe.

    Das was wir aktuell erleben ist postideologischer Monopolismus. Man kann ihn an den Begriffen (alternativlos), der Anarcho-Tyrannei und der Konvergenz von US-amerikanischen Tech Monopolisten mit dem totalitären Herrschaftssystem der VR China erkennen.

  2. Kluftinger

    @ Selbstdenker
    ein weiterer politischer Kampfbegriff ist die “Klasse; das Klassenbewusstsein”. Wir merken es nur nicht mehr.
    Die “Klasse” ist ein Abstraktum dem alles zugeordnet werden kann was der eigenen Ideologie entspricht .
    Ein Konkretisierung findet nicht statt. Eine versteckte List dabei ist, dass mit Prozentzahlen operiert wird ohne dass die Parameter der Zuordnung ersichtlich werden. Man bewegt sich im Vagen, in einer mathematischen Scheingenauigkeit. Man kreiert ein Meinungsbild, ordnet Merkmale zu und leitet daraus konkrete Handlungsanweisungen ab. Ein Prozess, der in der Logik einer Falsifizierung anheim fallen würde.
    Wie überhaupt die Begriffswelt einer ständigen Diskussion unterzogen gehörte!

  3. Selbstdenker

    @Kluftinger:
    Exakt so ist es! Sie sprechen mir aus der Seele.

    Ein weiterer von den Linken aktuell gerne missbrauchte Betriff: “Theory”

    Z.B. “Critical Race Theory”, “Modern Monetary Theory”, “Gender Theory”, “Queer Theory”, etc.

    Es handelt sich in all den genannten Fällen nicht um eine Theorie, sondern um eine arglistige Taktik, die als “Theorie” verpackt und so an den Unis unterrichtet wird.

    Wir müssen aufhören uns von den Linken- egal unter welcher Begründung – die Begriffe vorschreiben zu lassen.

    Es stimmt zwar, dass die Linke die Arbeiter ab dem Zeitpunkt links liegen ließen, ab denen ihnen klar wurde, dass es den Arbeitern nicht um Ideologie, sondern um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen geht.

    Der verlinkte Beitrag von der Achse ist aber hochgradig irreführend und manipulativ.

    Das linke Projekt kann man als Platos Dämon begreifen, der stets auf der Ausschau nach neuen (im wahrsten Sinne des Wortes) Opfern ist, das er befallen kann.

  4. Kluftinger

    @ Selbstdenker
    Man sollte das Buch „Das Leiden der jungen Wörter“ von Hans Weigel weiterschreiben!?

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