Kleine Sonntagspredigt

Wir müssen wieder ein Gefühl für die Ablehnung entwickeln, die in dem staatlichen Zurichtungswillen steckt, uns gegen das ‘Pass dich an!’ empören, das sich verbirgt hinter wohlanständig klingenden ‘Förderprogrammen’ und ‘Schutzmaßnahmen’. Provozierbar müssen wir sein! Was geht es den Staat an, ob ich rauche, dick bin, wofür ich mein Geld ausgebe oder auch nicht ausgebe? (Reinhard K. Sprenger>)

8 comments

  1. Thomas Holzer

    Man könnte natürlich auch die Behauptung aufstellen, daß dieser sozialistische Bevormundungsstaat von “unseren” Politikerdarstellern in “weiser” Voraussicht immer weiter ausgebaut wird um uns schlußendlich auf die totale Bevormundung durch die zukünftigen “Herren” in Europa einzustimmen 😉

  2. Kluftinger

    Ein alter Sponti-Spruch (alt 68er) : “Zuerst besetzen wir die Begriffe – dann die Institutionen!”
    Der erste Teil ist schon fast vollendet (pc, Genfern etc…) und mit dem Besetzen der Institutionen hat man in Brüssel namhafte Fortschritte erzielt! 🙂

  3. Falke

    Solange alle Bürger (bzw. Versicherten) solidarisch haften und die Versicherungsprämien für alle gleich sind, geht es den “Staat” sehr wohl etwas an, ob jemand bewusst ungesund lebt. Es sollte sich jeder individuell privat krankenversichern müssen, dann darf der Betreffende rauchen, kiffen oder sonstwie ungesund essen und leben soviel er will. Die privaten Versicherungen schauen nämlich ganz genau darauf und setzen die Prämien entsprechend fest oder lehnen eine Versicherun bei hohem Risiko sogar überhaupt ab.

  4. gms

    Der kluge Reinhard K. Sprenger hält einmal mehr dasselbe Richtige fest, was die AfD mit ihrem Parteiphilosophen Marc Jongen seiner Partei und mittelbar der deutschen Gesellschaft verordnet.

    Der altgriechische ‘thymos’ in der Interpretation Sloderdijks ist ein positiv konnotierter Zorn, eine zum engagierten Handeln führende, gut begründete Unduldsamkeit und damit das exakte Gegenteil dessen, was viele Denker als vorherrschende notorische Gutgläubigkeit der Deutschen beschreiben.

    Sprenger: ‘Provozierbar müssen wir sein.’ — Von Linken lernen, heißt Siegen lernen. Der Thymos zielt jedoch nicht auf hysterische Schnappatmung ab, die uns allerorts von Empörungsartisten vorgehechelt wird, sondern auf eine Entschlossenheit in der Debatte und ein Beharren darauf, sich von eristischen Praktiken und windschiefen Argumenten nicht unterbuttern zu lassen.

    In der medialen Gesellschaft heutigen Zuschnitts versagen Liberale und Bürgerliche in Diskussionen durch ihre eigenen positiven Eigenschaften wie Zurückhaltung und Noblesse, was sie lehrbuchhaft die sogenante Diskurshoheit verlieren ließ. Die Linken kennen uns, aber wir kannten sie wiederum nicht.

    Wir hatten weder eine Ahnung, welches Spiel ablief, noch was dafür auf- und angewandt wurde. Wer aber schon mal den Mut aufbringt und seinen eigenen Verstand benutzt, muß hernach nicht minder mutig sein, dem Erkannten zur Umsetzung zu verhelfen, gibt es doch nicht Gutes, so es nicht auch vollzogen wird.

  5. Lisa

    Auch ich wehre mich gegen das Pass-dich-an und trage deshalb mein Kopftuch auf muslimische Art, oder auch den Niqab, will mindestens sieben Kinder, will auf offener Strasse meinen Gebetsteppich ausrollen, ohne mich von Staat gängeln zu lassen – Was geht es den Staat an, dass ich den Koran über die Verfassung und die Landesgesetze stelle! Tscha, so kann mans auch sehen. Quod licet Jovi – fragt sich nur, wer die bovi sind… Und fragt sich, wie der Verfasser den Begriff „Staat“ interpretiert…

  6. gms

    Lisa,

    “Was geht es den Staat an, dass ich den Koran über die Verfassung und die Landesgesetze stelle! Tscha, so kann mans auch sehen.”

    So oder anders kann, darf und soll man alles sehen in den Augen jener, deren Staats- und Rechtsverständnis auf Beliebigkeit fußt. So hat demgemäß auch recht, wer sich selbst mit Paukenschlägen einen windschief hingemeiselten Persilschein auf einem Pudding ausstellen kann.

    “Quod licet Jovi – fragt sich nur, wer die bovi sind… Und fragt sich, wie der Verfasser den Begriff „Staat“ interpretiert… ”

    Der Verfasser interpretiert den Begriff „Staat“ vollkommen akurat im Sinne einer geistig verrotteten und korrupten Monopolgewalt. Einzig so ein Ungeheuer kann Menschen zur dauerhaften Alimentierung eines gebärfreudigen Inneren eines schwarzen Stoffgefängnisses zwingen, nur so ein Staat ist in der Lage, unter Androhung robuster Mittel den Insassen eines Territoriums das Eingehen von Verträgen mit Leuten zu oktroyieren die zumindest einer Vertragspartei evident nicht zu Gesicht stehen.

    Die Esel sind hierbei jene, die vom Staat und dessen Günstlingen gleichermassen beritten werden. Nachdem Räuberbanden aber keine Konkurrenz dulden, sind auch die Sättel auf den Tragtieren in Business-, Economy und und Holzklasse unterteilt.

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