Klimavertrag und Klebstoffgate

(LUKE LAMETTA) Das Europaparlament gibt grünes Licht für den Pariser Weltklimavertrag? Endlich! Und dieser eine Politiker da so zu mir: “Weltklima? Das war ziemlich simpel. Weltklima in 50 Jahren? Noch simpler. Das wird nämlich direkt proportional zur Delta-Zeit immer watschneinfacher, so zum Vorhersagen.
Und außerdem hamma eh schon aufs Kilogramm genau ausgerechnet, wieviele Gigatonnen CO2-Emissionen wir wem genau und das natürlich weltweit, in jedem der fast 200 Staaten, vorschreiben müssen. Bevor die das dann alle aufs Gramm genau umsetzen.
Also im Vergleich war eigentlich nur noch das Berechnen der weeltweeiten Durchschnittstemperatur in Abhängigkeit dieser Emissionen -noch- leichter. als die Berechnung, Planung und Umsetzung derselben – und das alles war ja wie gesagt bereits ein totales Kinderspiel.
Besonders nachdem wir die ganzen Wahlkuverts vom grünen Tisch geräumt hatten so, um den 50-Jahres-Zentralplan für den 8.000.000fach menschgemachten CO2-Ausstoß dort so ausbreiten zu können, wars wirklich trivial.
Apropos, weißt was vergleichsweise wirklich anspruchsvoll und unglaublich schwierig war? Die Organisation dieser Briefwahl da in Österreich. All diese verdammten Wahlkuverts und erst deren Kleber so, du hättest dabei sein sollen. Eine echt komplexe Aufgabenstellung war das, bloody rocket science. Nicht sowas Banales wie die globaale Durchschnittstemperatur auf dem Planeten Erde in 50 Jahren.
Ffff, >sowas< haben wir als Politiker und Zentralplaner natürlich vergleichsweise voll drauf. Erledigen wir. Aufs Zehntelgrad genau!”

18 comments

  1. sokrates9

    Wenn man Bilder vom begeisterten Applaus gestern in der EU – Versammlung gesehen hat sieht man wie viele da von warmen Eislutschern träumen! idiotische Regelwerke für die nächsten 50 Jahre sind sichergestellt, die nur den Nachteil haben dass sie wenig bewirken!

  2. Fragolin

    @sokrates9
    Je weniger sie bewirken umso besser! Denn wenn sie wirken dann meist in die falsche Richtung…

  3. Reini

    … in 30 Jahren werden sogenannten Wirtschaft….., äh Kriegsflüchtlinge offiziell zu Klimaflüchtlingen erklärt! … hat aber nichts mit dem Klimavertrag zu tun!

  4. Fragolin

    @Reini
    Keine Sorge, gibt’s schon. In den Nachrichten wurde schon von “Flüchtlingen vor Krieg und den Folgen des Klimawandels” schwadroniert. So als kleine Richtigstellung an die unverbesserlichen Korinthenkacker, die ja immer wieder einwenden, dass es gar keine Konventionsflüchtlinge bei uns geben könnte – tja, aber Klimaflüchtlinge schon!
    Ich bin dafür, alle Afrikaner nach Europa zu verbringen und dafür alle Europäer nach Afrika. In 30 Jahren ist Afrika dann ein blühender Kontinent und Europa eine Wildnis. Alles wie bisher, aber wir haben dann das bessere Wetter!

  5. Luke Lametta

    Womit ich mich ein wenig auskenn sind Rechenmodelle, Extrapolationen aus historischen Daten (Klimadaten vor 1880 ebenfalls extrapoliert), Wissensprobleme in einer Zentralverwaltungswirtschaft, Anreizsysteme und blind spot Dynamiken, neuronale Netze oder MC-Simulationen. Zusammengefasst: Mit der Entropie von Prognosen.

    Long story short: Die fixe Idee, man wüsste nicht nur genau, mit wievielen Gigatonnen CO2-Ausstoß man in 35 Jahren unter den (willkürlich erwürfelten) +2° Temperaturanstieg bleibt (+1,9° ist offenbar unbedenklich, +2,1° der Weltuntergang), sondern werde den CO2-Ausstoß der beinahe kompletten Welt auch noch mit diesen und jenen zentral dekretierten Maßnahmen steuern und dorthin planen – die kann man eigentlich nur als ziemlich verrückt bezeichnen. In 35 Jahren kommen und verschwinden ganze Staaten.

    Sie sind ja soo hoffnungslos…

    [Wer mag, noch ein bissi mehr on topic > https://www.facebook.com/luke.lametta/posts/859163104200703?hc_location=ufi%5D

  6. Falke

    Im Endeffekt wird die “brave EU” ihre Industrie schikanieren, zerstören und verjagen, während die “bösen” USA und China (dazu noch die anderen Tigerstaaten) die Weltwirtschaft dominieren, ja sogar völlig übernehmen werden; dabei wird Europa veröden und verarmen, das aber umweltfreundlich und sauber. Ein Vorteil ist aber gewiss: in eine verarmte EU wird kein “Flüchtling” mehr kommen. Es könnte aber auch sein, dass die EU schon vorher “dank” der vielen hochqualifizierten und arbeitsamen Neubürger den Bach hinuntergeht.

  7. Christian Weiss

    Wenn man ja schon genau sagen kann, wie viel Gramm CO2 welches Wetter macht. Wenn man schon weiss, wie warm es auf das Zehntelgrad genau in 50 Jahren sein wird. Wenn man schon weiss, dass es genau noch 2 Grad Celsius mehr erträgt, weil sonst die Apokalypse über uns kommt. Wenn man das alles weiss, sollte man nicht noch einen Schritt weiter gehen, und “Klimagerechtigkeit” einfordern?
    Abgesehen davon, dass es ein unglaublich cooles und sexy Wort ist, müsste das doch drin liegen.
    Wer hat gesagt, dass das aktuelle Klima gut ist? Hätten da nicht einige Regionen etwas mehr Niederschläge verdient, damit die Wasserknappheit etwas geringer und die landwirtschaftlichen Erträge etwas höher sind? Müsste es nicht an gewissen Orten etwas wärmer werden, damit man nicht so sehr an den Hintern friert und auch mal ein paar Kartoffeln anpflanzen kann?

    Wenn man mit den Klimaprognosen so ungeheuer präzise ist und auch noch anhand der CO2-Emissionen sagen kann, wie das Wetter in 50 Jahren wird, dann bestünde eigentlich dringender Handlungsbedarf, damit man den ärmsten Ländern der Welt mal besseres Wetter vorbeischickt.

    Ich fordere “Klimagerechtigkeit”!!

  8. Fragolin

    @Luke Lametta
    Ihr Beitrag ist absolut lesenswert und leider auch absolut wahr. Es gibt kaum etwas, was sich weniger voraussagen lässt als das Klima, weil dort von erdinneren Vorgängen bis astronomischen Ereignissen so viele Faktoren hineinspielen, dass sämtliche Computersimulationen für die Fisch’ sind.
    Aber wie das so ist mir Studien und Simulationen – wenn mal eine dabei ist, die man politich instrumentalisieren oder, noch besser, zum fetten Abcashen ausnutzen kann, dann her damit!
    Die Herrscher lassen ihre Quacksalber ordentlich Kauderwelsch faseln und der Mob erstarrt in Ehrfurcht vor der gigantischen Aufgabe und leert begeistert seine Münzsäckchen in den bereitstehenden Steuertopf…

  9. Fragolin

    Die Wirtschaft kracht, die Kultur versumpft, Europa wird an Vorderasien und Nordafrika verramscht, die Kriminalität explodiert und unsere ganze westliche Zivilisation zerbröselt im Geplärr des Muezzin und im Krachen der Bomben – und wir sorgen uns um das Klima. Unsere Obertanenn kommen sich damit edel vor, aber nauch außen sind wir nur bescheuert.

  10. Thomas Holzer

    3 (größere) Vulkanausbrüche weltweit für ein paar Wochen, und sämtliche Berechnungsmodelle sind Makulatur, die Verträge dann sowieso

  11. aneagle

    Klimagerechtigkeit hat was ! Mehr Sonnenstunden für Finnland, mehr Regenstunden für die Sahara. Ist doch kinderleicht und rasch realisiert- Europa entwirft einen Vertrag zur gerechten Klimafairteilung, es wird niemand gefragt, das Pamphlet unterfertigt und ab sofort hält sich die ganze Welt punktgenau an kein einziges Wort von dem dahinschimmelnden Abkommen.. Business as usual halt, wieder mal die Welt gerettet.

    Aber, wir müssen in unserer Verantwortlichkeit für alles und jedes auch über den Tellerrand hinausschauen ! Es gilt vordergründig abzuklären, wie viel Energie die Sonne, die uns erleuchtet fairerweise haben darf! Nur ein Vergleich aller Sterne/Sonnen, kann uns helfen einen Durchschnittsemissionsparameter je Sonne zu berechnen, der hilft die unserem Planeten zustehende Energiesumme zu ermitteln. Und, gibt es neben guten Planeten, wie unserem, eventuell auch garstige Planeten, die weniger bekommen sollen? (siehe regional z.B. ein Ungarn unter Orban oder unter Soros)
    Das wird nicht so einfach aber CoR hat sicher eine Formel für uns und wenn wir die Anzahl der Sonnen auch gar nicht genau kennen, kann man das mit Computermodellen mit 20 hoch 4 Unbekannten extrapolieren und bekommt wieder eine Reihe schöner Zahlen.
    Kurz, wir stehen erst ganz am Anfang einer wunderbaren vorausberechneten Zukunft, die es so nicht geben wird, was aber egal ist, da die Voraussetzung der Vertragstreue ohnehin nicht gegeben ist. Aus der Geschichte kennen wir zwei ähnlich kühne Projekte: A- Den Turmbau zu Babel (Bibel- Altes Testament) B- Den Blaumilchkanal (E. Kishon). 🙂

    Aber, wir haben die Verpflichtung auch

  12. Luke Lametta

    @Fragolin

    Absolut. Ich könnts ja noch >irgendwie< begreifen, hätten all diese junk scientists auf der payroll von Rabenvater Staat jetzt wenigstens genug wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengetragen, damit diese Modellierungen des Weltklimas wenigstens das proficiency level der Metereologie erreichen. Aber das ist halt nicht der Fall, überhaupt nicht, weniger als nicht. Hab damit beruflich entfernt zu tun, deshalb verfolg ich das alles ein wenig.

    Diese CMIP5 Klimamodelle lagen bisher blöderweise nicht mal mit ihren kurzfristigen Prognosen richtig, Und zwar auch nicht mal rgendwie oder wenigstens ansatzweise. Na geh! Die ham aber auch immer ein Pech mit ihren 5- oder wie in dem Fall 50-Jahres-Plänen, oarme Gottspieler. Eendlich können Politiker das Weltklima steuern? Nach 6 Milliarden Jahren? Ich hatte mich schon soo gefreut. Und dann – völlig überraschend – wieder nix. Meh!

    Den 'hiatus' der Erderwärmung hatte man überhaupt nicht auf der Rechnung: Plötzlich wollte diese nicht mehr mit dem anthropogenen CO2 korrelieren. Es folgten 10 (zehn) verschiedene Ansätze zur Erklärung dieses Phänomens, wissenschaftlichste Wissenschaftlichkeit, Peer-Reviews Ende nie. Der 11. hat dann erklärt, man habe es nicht mit 1, sondern 2 hiatuses zu tun. Der 12. hat dann überhaupt bestritten, dass es einen solchen gab.

    Seit 2014 gibts wieder neue Rekordtemperaturen. Es heißt, El Niño wär dafür verantwortlich. Wer El Niño blöderweise erneut überhaupt nicht prognostizieren konnte: Right, CMIP5 Klimamodelle. Völlig klar deshalb: Wir wissen, wieviel Gigatonnen CO2-Ausstoß/Jahr welchen Temperaturanstieg zur Folge haben. Im Jahr 2100. Und zwar auf die Nachkommastelle genau, +0,9° bis +5,4°.

    Ich glaub einfach, das würden Interventionisten schlicht nicht ertragen können: Die Idee, dass die Natur mit einem unverstandenen System wie dem Weltklima dem homo sapiens einfach mal wieder zeigen könnte, was für ein irrelevantes Rädchen Menschen in diesem so komplexen Ordnungssystem des Universums drehen. Wie wenig sie begreifen oder gar kontrollieren können. Und welche Rolle sie 2,5+ Millionen Jahre lang spielten: Gar keine.

  13. Fragolin

    @Luke Lametta
    Einer Menschheit, die glaubt, man müsse 20km vom Stadtkern entfernt nur 30km/h langsamer mit dem PKW fahren um die Feinstaubwerte zu regulieren, unabhängig von der Windrichtung, kann man so ziemlich jeden Blödsinn verkaufen.
    Der ganze Klimazertifikatehandel ist der Große Ablasshandel des 21. Jahrhunderts – man erkauft sich sein reines Gewissen trotz Autofahren und Urlaubsflug. Dass die meisten nicht einmal den Unterschied zwischen Umwelt- und Klimaschutz kennen oder erklären können, was genau CO2 überhaupt ist, während sie ihre Sprudellimo trinken, macht das Ganze zu einem Schauspiel, das uns zeigt, wie wenig wir vom Mittelalter entfernt sind – so selbstüberschätzend, manipulierbar und in der Masse strunzdumm.
    Bezeichnend ist ja, dass die UNO selbst an Strategien arbeitet, irgendwelche nicht vorhersehbaren Temperaturschwankungen zu vermeiden (Sonne abdunkeln oder Vulkane verstopfen kommt da aber nicht vor…), aber keiner an eine Strategie, wie sich die Menschheit vor den Folgen des Klimawandels retten kann, wenn er unabhängig von unserem Tun einfach eintritt.
    Die Erkenntnis der eigenen Unwichtigkeit ertragen die wenigsten Menschen. Alphatiere sind dazu generell nicht in der Lage. Die pinkeln sogar ins Meer, um zu erreichen, dass der Meeresspiegel steigt…

  14. Leitwolf22

    Kann es sein, dass die Ozeane ein wichtiger “Treibhausfaktor” sind? Mich fasziniert die Frage, da ja die Formel zur Bestimmung des Treibhauseffekts definitiv falsch ist, und also einen solchen Treibhauseffekt von daher auch nicht gibt. Aber das wäre jetzt eine längere Geschichte..

    Jedenfalls: der Emmissionsgrad von Wasser dürfte so um 0,85 liegen, was abhängig vom Winkel ist und somit aus einem gewichteten Durchschnitt ermittelt werden muss. Hier gibt es ein interessante Zusammenfassung der diversen Studienergebnisse zu diesem Thema:
    https://scienceofdoom.com/2010/12/27/emissivity-of-the-ocean/

    Umgekehrt ist die durchschnittliche Albedo von Wasser sehr niedrig (ca. 0,075), bzw. der Absorbtionsgrad (1 – Albedo = 0,925) deutlich höher. Die Temperatur eines Schwarzkörpers mit der Entfernung der Erde zur Sonne wäre ca. 280°K. Wenn nun Ozeane effizienter absorbieren als emittieren im obigen Sinne, dann ergibt sich (0,925 / 0,85) ^0,25 * 280 = 286K für deren Solltemperatur. Das ist schon extrem nahe an der tatsächlichen Oberflächentemperatur.

    Dann wär da natürlich noch der Umstand, dass das Meer durchwegs wärmer ist als die Landmassen. Und, dass es am Land um kälter ist, desto weiter ein wärme spendendes Meer entfernt liegt.

  15. Dorfbewohner

    @ Fragolin, @ Luke Lametta,
    Dazu kommt noch der kindliche Glaube, dass zwar der Flügelschlag eines Schmetterlings am Amazonas die Zugbahn eines Hurricans beeinflussen kann (beliebtes Beispiel für die populär-wissenschaftliche Erklärung der Chaos-Theorie), die Entnahme von Gigawatt an Windernergie jedoch völlig wirkungslos auf die Wetter- und damit langfristig Klimaentwicklung hinter den Vogelschreddern sei.

    Das wäre doch mal eine schöne BILD-Headline: “Klimakatastrophe wegen Windkraftanlagen.”

  16. astuga

    @Dorfbewohner
    Jedenfalls verlangsamen Wasserspeicherkraftwerke die Erdrotation (sic!). 😉

  17. Dorfbewohner

    @ astuga
    Das ist es ja, was “Grünbewegte” ständig missachten.
    Eingriffe haben grundsätzlich Auswirkungen! Je groesser der Eingriff, um so spürbarer die Auswirkung!
    Gilt bei denen aber nicht bei Glaubensgrundsätzen.

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