“Klimawandel: Die Grünen Lügen”

” Der deutsche Öko-Pionier Friedrich Schmidt-Bleek greift die Klimaretter an. Prestigeprojekte wie die Energiewende oder Hybrid-Autos seien kontraproduktiv, ihr Schaden höher als der Nutzen – es handele sich um „grüne Lügen“. (hier)

7 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Richtigerweise führt der Experte F. S-B auch das Bevölkerungswachstum an.
    Ein Beispiel : als die Engländer 1947 Indien verließen, lebten dort ca. etwas mehr als 400 Millionen Menschen.
    Jetzt sind es an die 1,2 Milliarden. (ein paar auf oder ab).
    Und jetzt addieren sie die Wachstumsraten von Ägypten (A) bis Z dazu und dann haben sie einen weiteren Faktor, verbunden mit den anderen von ihm angeführten.
    Das Problem auf das er hinweist ist, dass das monokausale Denken/Argumentieren in die falsche Richtung führt.
    (aber weiß das auch die Frau Vassilakou in Wien?)

  2. Kapuściński

    Der Mann hat ja so recht! 1973 (ich war 16) lasen wir im Unterricht ein Buch namens die “Grenzen des Wachstums”. Und alles ist genauso gekommen wie es dort prognostiziert wurde.
    Eine ethische Frage treibt mich jedoch um: Für wie viele Generationen sollen die Rohstoffe, die wichtiger sind als die jetzt lebenden Menschen, aufbewahrt werden? Für 20 Generationen? Oder für 100? Oder für 10000? Und wer bestimmt das? Herr FSB? Faymann? Robert Mugabe? Margot Käsmann?

  3. Kapuściński

    Sorry! Ich hatte den falschen oberzynischen Satz stehen lassen: Natürlich muss es nicht heißen: “Und alles ist genauso gekommen wie es dort prognostiziert wurde”, sondern: Natürlich traf nichts davon ein.

  4. gms

    Angesichts des Artikels fragt man sich einmal mehr, von welcher Fraktion der Umweltbewegten das Größere Unheil ausgeht — von weltfremden Treehuggern oder von hybrisdurchseuchten Technokraten im Nachhall des Club of Rome.

    Friedrich Schmidt-Bleek: “Die Umstellung in Europa auf eine ökologische dienstleistungsorientierte Wirtschaft kostet Zeit und Geld.”

    Falsch. Verbote jedweder Produktion reichen vollkommen. Eher früher als später hat man dann ohne Kosten die gewünschte “ökologische dienstleistungsorientierte Wirtschaft”, in der man sich wechselseitig die Flöhe aus den Haaren zupft oder sich mit dem Jonglieren von Steinen unterhält.

    “Es ist aber die einzige Lebensgarantie, die wir haben. Der Ressourcenverbrauch auf der Welt muss mindestens um den Faktor 10 gesenkt werden. Und zwar schnell.”

    Abgesehen von ein paar in den Weltraum geschossenen Sonden haben bislang keine Ressourcen die Erde verlassen. Zugleich reicht die Energieeinbringung aus dem All für ein Vielfaches der Weltbevölkerung, selbst dann, wenn jeder Mensch 10 oder 20 Kilowatt an Permanentleistung bezieht, anstatt der aktuellen 5 eines durchschnittlichen Westlers.

    Schmidt-Bleeks Kardinalfehler besteht im Verkennen von Produktion. Das Einzige, das Menschen mithilfe von Energie und Ressourcen anstellen können, ist die Transformation von Ressourcen in andere und zumeist höherwertige Ressourcen. Ob und inwieweit hierbei etwas verbraucht werden kann und dieser Verbrauch wiederum nachteilig ist, muß sich zwangsweise an zwei gleichzeitig zu erfüllenden Kriterien messen.
    Sobald ein Verbrauch durch Energieeinsatz umkehrbar wird, sprich aus C wieder A und B als die vormaligen Ausgangsstoffe gewonnen werden können, verliert der Begriff “Verbrauch” völlig an Bedeutung, zumal dann einzig ein Gebrauch stattfindet.
    Bleiben noch jene Ressourcen, deren Transformation tatsächlich unumkehrbar ist. Wer deren Verbrauch von Amts wegen begrenzen will, der möge hierfür doch zwei Fragen korrekt beantworten: Wie begründet sich die hinkünftige Unverzichtbarkeit der Ressource? Würden wir beispielhaft etwa Sauerstoff tatsächlich verbrauchen, so könnte dies in der Tat in Troubles führen.

    Die zweite nicht minder relevante Frage ist jene nach dem zeitlichen Horizont. Der Klassiker hierbei seitens historischer grüner Technokraten bezog sich auf den Erdölverbrauch. Hierbei wurde damals eine Nicht-Substituierbarkeit angenommen und daraus abgeleitet, auch hinkünftige Generationen (in willkürlich festgelegter Zahl) hätten noch ein Anrecht auf diesen Grundstoff, sei es als Energieträger oder als Grundstoff für Düngemittel, Kunststoffe oder Vergleichbares.

    Schmidt-Bleek kann all die grundlegenden Fragen nicht beantworten. Seine Fehlannahme fußt in der unterstellen Dummheit der Menschheit, wonach diese ohne zentrale Aufsicht sich in eine ausweglose Situation manövrierte, zu deren Abwendung es Behörden bedürfe, die (O-Ton) “von der Mausefalle bis zum Smartphone” alles und jedes auf deren Ressourcenverbrauch hin zertifizierte und demgemäß die Herstellung eines Radiergummis ohne Unbedenklichkeitsbescheinigung ein Vergehen wäre.

    Man kann Schmidt-Bleek Respekt zollen für seine Kritik am gegenwärtigen politischen Einfluß auf den Markt und die daraus resultierenden Kontraindikationen. Bloß relativiert sich das in dessen Gegenteil, wenn er meint: “Es gibt einfache Wege, um die Umweltverträglichkeit von Produkten festzustellen. Das hört sich bürokratischer und komplizierter an, als es ist.”

    Das kann man generell in Abrede stellen, ohne sich hierfür auf besonders dünnes Eis zu wagen, oder alternativ danach fragen, wie bürokratisch oder kompliziert “Umweltverträglichkeit” zu definieren sei. Charakteristisch für Hybris ist das Streben, das erwiesene Versagen durch Irrtum im Konkreten durch ein Versagen im Abstrakten zu ersetzen.

  5. Thomas Holzer

    Die Hybris, der Mensch könne “das Klima retten” (abgesehen von der Tatsache, daß dieser Satz sowieso Schwachsinn per se ist) sollte sich eigentlich selbst disqualifizieren

  6. Rennziege

    Schmidt-Bleek ist nur ein weiterer Planwirtschaftler der grünen Kolchose. Sein Ruf nach weiteren staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft, nach weiteren Behörden und Knebelgesetzen entlarvt ihn als vorgestrig. Und die Dienstleistungsgesellschaft, die er als Stein der Weisen propagiert, hat sich längst als feuchter Traum erwiesen. Wie @gms weiter oben treffend anmerkt: Gegenseitiges Flöhezupfen und Fußnägelschneiden (wie einst schon von den deutschen Grünen herbeigeredet) bringt’s nicht.
    Zwischen den Zeilen annonciert der sogenannte “Öko-Pionier” die Übervölkerung der Erde als Riesenproblem. Wie will er es denn lösen? Mit Euthanasie vielleicht?
    Gottlob bleibt er die Antwort darauf schuldig.

  7. Kassandra

    ja liebe Rennziege, er bleibt die Antwort schuldig, weil er mit guten Beispiel vorangehen müsste und das will er sicher nicht.

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