Klimawandel: Hat die Wahrheit eine Chance?

Von | 6. August 2013

(A. UNTERBERGER) Demnächst beschert uns der Weltklimarat IPCC wieder einmal seinen neuesten „Sachstandsbericht“. Da werden dann wieder alle Alarmglocken geläutet, die „Klimaleugner“ beschimpft und die Gesetzgeber vergattert werden. Dabei sind erste Ergebnisse des Berichts durchgesickert und die geben eindeutig – Entwarnung. Der britische „Economist“ hat erste Charts veröffentlicht. Diesmal haben die Forscher den Zusammenhang von CO2-Konzentration und globaler Erwärmung deutlich abgeschwächt. Bisher lautete die Faustregel, dass die Verdopplung der Konzentration die Durchschnittstemperatur um 2 bis 4,5 Grad Celsius ansteigen ließe – als wahrscheinlichster Wert wurden 3 Grad angenommen.
Diesmal gehen sie von 1,5 Grad aus.
Dahinter steht die simple Erkenntnis zahlreicher für das IPCC tätiger Wissenschafter, dass die Treibhausgase doch nicht so stark klimaverändernd wirken, wie bisher angenommen. Drei Grad mehr im Durchschnitt würde die Konflikte in aller Welt und die häusliche Gewalt explodieren lassen (so eine jüngst veröffentlichte „wissenschaftliche“ Studie), Inseln untergehen und die Eisbären ertrinken lassen.
Bei 1,5 Grad Erwärmung bis 2100 ist aber die Luft draußen aus dem Klimawandel-Geheul.
Und damit versiegt wohl der wärmende Geldregen, der sich seit dem reißerischen Al-Gore-Film (der den Oscar für Special Effects eher verdient hätte als den Friedensnobelpreis) über einige Sparten „umweltrelevanter“ Wissenschaft ergossen hat. Vorbei wäre die Hochkonjunktur akademischer Kassandren mit ihren moralinsauer vorgetragenen „rettenden“ Verhaltensvorschriften (“Fahren Sie mit dem Fahrrad und retten Sie so das Klima“ © Österreichs allgegenwärtige „Umwelt-Spezialistin“ Helga Kromp-Kolb, von Beruf übrigens Meteorologin).
Vorbei auch die so beliebte mediale Aufregungs-(Un)Kultur, die immer noch so gerne das Wetter mit dem Klima verwechselt. Zuerst hatten wir einen langen Winter – kein Zweifel: der Klimawandel. Dann kam eine ausgiebige Regenperiode – und schon wieder hörten wir, dass das erst das allererste Anzeichen der Klimakatastrophe ist und noch viel schlimmer werden wird. Jetzt gibt es eine dauerhafte sommerliche Hitzewelle – da verwechselt man in manchen Redaktionsstuben schon einmal schnell den eigenen Hitzekollaps mit dem an die Wand gemalten Klimakollaps.
Wissenschaftsindustrie und Medienhysterie haben die Politik in Panikaktionen getrieben, die den nationalen Budgets und Industrien ordentlich zusetzen. Umweltbesorgter Konferenz-Tourismus von Politikern und NGOs zu schwer erreichbaren Orten hat CO2 tonnenweise in die Atmosphäre geschleudert, nur damit „Weltklimagipfel“ den CO2-Zertifikate-Handel in Schwung bringen konnten.
Und das soll jetzt alles umsonst gewesen sein? Und was machen wir dann mit allen CO2-Zertifikaten?
Es wäre nicht das erste Mal, dass IPCC wissenschaftliche Befunde im Dienste der (für manche) guten Sache verändert – um nicht zu sagen: gefälscht – hat.
Der Klima-Alarm darf nicht sterben. Darum darf man darauf wetten, dass die neuen Charts unter den Tisch fallen werden. Umso dankenswerter, dass es Wissenschafter gibt, die sie dem „Economist“ geleakt haben.

2 Gedanken zu „Klimawandel: Hat die Wahrheit eine Chance?

  1. Josef Roth

    Wer die Psychopathologie des europäischen (und wohl auch amerikanischen) Gutmenschen begreift, wird erkennen müssen, daß nichts so wenig erwünscht wäre wie die Wahrheit. Hier wiederholt sich die Situation, die Adam und Eva vorfanden, als sie vom Baum der Erkenntnis genascht hatten. Hinaus aus dem seligmachenden Paradies der umfassenden Fürsorge in eine kalte Welt der Eigenverantwortung und des eigenen Denkens. Was neoliberalen Anhängern der sozialen Kälte erstrebenswert erscheinen mag, diesen armen Menschen, die ohne Vorschriften und Führung nicht einmal einen gebrauchten Teebeutel entsorgen könnten, muß eine derartige Welt als eisige Hölle erscheinen. Kein Geld und wenig Ehre für die Anhänger der Church of Global Warming, keine Anleitung beim Benützen klimaschonender, aber sinnloser Technik und kein gutes Gefühl bei asketischer, aber klimaschonender Lebensführung. Niemals! Wir bitten um 6 Grad. Mindestens!

  2. Selbstdenker

    Genau meine Rede: das Bessere soll sich durchsetzen, weil es die Menschen als das Bessere wahrnehmen und darin einen Vorteil erblicken anstatt dazu gezwungen zu werden. Jeder, der schon einmal in einem int. Konzern gearbeitet hat, kennt das. Zentralistische „Globalinitiativen“ scheitern häufig. Gut ausgearbeitete Positiv-Beispiele bei denen sich jeder seinen Vorteil selbst ausrechnen kann, setzen sich hingegen häufig durch. Und das ganz ohne Zwang. Ein Konzept das aus diesen Gründen jeder kopiert ist ein erfolgreiches Konzept. Das nützt der Allgemeinheit statt den Gutmenschen.

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