Knappe Mehrheit für Kopftuchverbot an Schulen in Deutschland

“……Jeder zweite Bundesbürger würde es begrüßen, wenn für Schülerinnen in Deutschland ein Kopftuch-Verbot eingeführt würde. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur erklärten 51 Prozent der Befragten, das Tragen des Kopftuches aus religiösen Gründen sollte in der Schule grundsätzlich verboten sein. 30 Prozent vertraten dagegen in der Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov die Ansicht, das islamische Kopftuch solle weiterhin erlaubt sein. Elf Prozent sprachen sich für die Einführung einer Altersgrenze aus, zum Beispiel ab 16 Jahren…..” (hier)

25 comments

  1. Herbert Manninger

    Und wer zieht denen das Tuch vom Kopf?
    Wenn nicht einmal im Gerichtssaal mit anwesenden Polizisten das Recht mehr durchgesetzt wird, dann ausgerechnet im Klassenzimmer!

  2. sokrates9

    Die Gehirnwäsche wirkt bereits! Wo sind die Zeiten wo man der Meinung war Religion sei Privatsache und habe in der Öffentlichkeit nichts verloren!!

  3. Astrid G.

    @Herbert Manninger:
    Die Erziehungsberechtigten zahlen pro Tag Kopftuch hohe Geldstrafen, das aendert schnell was.

    Das wirklich Schockierende an dem Artikel ist: in der islamistischen Tuerkei ist das Tragen des Kopftuchs in der Schule erst ab der 5. Schulstufe erlaubt. Bei uns hingegen schon in manchen Kindergaerten ueblich.

  4. Thomas Holzer

    Diese Kleingeister!
    Selbst das Christentum und meinetwegen auch den Atheismus freiwillig verleugnen, anderen aber vorwerfen, daß sie sich zu ihrem Glauben, z.B. durch das Tragen eines Kopftuches, bekennen.
    Wird die Kippa dann auch verboten werden?

  5. wbeier

    Wann wird endlich erkannt, dass das Kopftuch nicht unbedingt ein Ausdruck bzw Auftrag der Religiösität ist, sondern vielmehr ein Symbol des Machtanspruchs?

  6. Lisa

    @Astrid G: klar würden finanzielle Konsequenzen am effizientesten Abhilfe schaffen. Aber mit welchem Recht? solange Religionsfreiheit ein Recht ist, hat man keine legale Möglichkeit, etwas zu verbieten. Fragen Sie mal die eine oder andere Muslima, warum sie unbedingt der Welt demonstrieren will, dass sie diesen Glauben hat… (im Koran steht weder etwas von Kopftuch noch von Vollschleier: man kann sich auch ohne das “züchtig” kleiden) Sie werden überraschende Antworten bekommen! Jede Gruppe, die sich innerhalb einer Gesellschaft absondert, muss mit Konsequenzen rechnen – sie sind in liberalen Gesellschaften zwar frei, sich zu Gruppen zusammenzutun (Versammlungsfreiheit), brauchen sich aber nicht zu wundern, wenn das schon von den nicht religiös organisierten Bürgern als Bedrohung empfunden wird, gar nicht zu reden von den in andern Religionen Organisierten, wo jeder den Andersgläubigen ungläubig nennt! Ein Verbot sämtlicher religöser Äusserlichkeiten wäre kaum durchsetzbar, da Nonnen, Mönche, Ashkenasim, Hare-Krishna-Jünger, Sikhs etc. diskriminiert würden… Allenfalls könnte man es in den öffentlichen Schulen durchsetzen, was aber zu weiterer Segregation durch Privatschulen führen würde. Die Frage ist also, wie weit darf religiöse Freiheit gehen und wo stört/beunruhigt/bedroht sie die übrige Gesellschaft?

  7. Thomas Holzer

    “Die Frage ist also, wie weit darf religiöse Freiheit gehen und wo stört/beunruhigt/bedroht sie die übrige Gesellschaft?”

    Sind wir wirklich schon so degeneriert, daß “uns” ein Kopftuch, Niqab oder was auch immer stört/bedroht/beunruhigt?

  8. wbeier

    @Thomas Holzer
    >Sind wir wirklich schon so degeneriert, daß „uns“ ein Kopftuch, Niqab oder was auch immer stört/bedroht/beunruhigt?<
    Wird wohl auf den/die Träger*in bzw. die dahinterstehende Symbolik/Agenda ankommen, bzw was wir damit assoziieren. Von nix kommt nix.

  9. Thomas Holzer

    @wbeier
    Ja, die dahinterstehende vermutete! Symbolik/Agenda…………..
    Bei “gutem” Willen lässt sich hinter allem und jedem eine “hidden Agenda” vermuten 😉

    Am besten wäre es wohl man steckt alle in die gleiche Uniform, muß ja nicht unbedingt im Mao-Stil sein; dann weiß man zwar noch immer nicht, was im Kopf des Einzelnen vorgeht, aber wenigstens kann sich niemand mehr durch seine Kleidung absondern.
    Schmuck muß natürlich auch verboten werden, und ein Einheitshaarschnitt wäre auch noch wünschenswert.
    Kein Wunder, daß Europa am absteigenden Ast ist, bei derartig abartigen Wünschen nach Verboten

  10. Lisa

    @Thomas Holzer: klar ist es nicht das “Kopftuch”, das jemanden zu stören, zu beunruhigen vermag – eine Bäuerin mit Kopftuch oder eine Cabriofahrerin mit Kopftuch ist (meist 🙂 ) unbedrohlich, da weder deren Lebenseinstellung, Wertehierarchie oder Gruppenzugehörigkeit durch das Kopftuch erkennbar wird. Was einige stört/beunruhigt, ist das, was dadurch ausgedrückt werden will: ich gehöre zur muslimischen Glaubensgeminschaft und das heisst, der Koran ist für mich wichtiger als jedes Gesetz, das “ihr” mir aufzwingt. Dieses “wir” (Gläubigen=wertvoller) und “ihr” (Ungläubigen=wertloser) schafft Konflikte. Je auffälliger oder sogar militanter eine Gruppe auftritt, desto mehr muss sie mit Abneigung rechnen.

  11. wbeier

    Mit Verlaub Herr Holzer, auf den Schmarrn mit Mao-Anzug und Einheitshaarschnitt gehe ich nicht ein. Aber erlauben sie mir eine Voreingenommenheit bei Symboliken die ein bestimmtes Gedankengut transportieren. Ein Gedankengut / Weltbild das meine Lebensweise beschädigt, zutiefst in Frage stellt und bedroht – diese Freiheit nehme ich mir.

  12. Christian Peter

    Ob Muslime in den Schulen Kopftücher tragen, ist kein besonders wichtiges Thema. Äußerst wichtig wäre es hingegen, dem Islam die unglaublichen Privilegien als anerkannte Religionsgemeinschaft – das Recht des Religionsunterrichts an Schulen auf Kosten der Steuerzahler, Subventionen und Steuerprivilegen u.a. endlich zu entziehen.

  13. Thomas Holzer

    @wbeier
    Die Freiheit sei Ihnen selbstverständlich unbenommen!

  14. astuga

    @Thomas Holzer
    Die Frage ist auch nicht, was tragen andere.
    Denn anderen passiert nichts wenn sie sich bestimmter Kleidung verweigern.

    Was dem Kopftuch und einer möglichen späteren Vollverschleierung lokal ihre gesellschaftliche Brisanz verleiht ist ja gerade das globale fehlen echter Freiwilligkeit in dieser Frage (ein einzelner Aspekt, aber einer im Problemfeld weltweiter isl. Fundamentalismus).
    Letztlich müssen wir uns im Westen die Frage stellen, wollen wir etwas zulassen das in weiten Teilen der isl. Welt den Frauen eben doch aufgezwungen wird (auch Nichtmuslimas), durch sozialen Druck oder sogar gewaltsam.

    Und vergessen wir auch nicht, mit welch diffamierenden Bemerkungen bereits heute Frauen im Westen ohne Kopftuch oder Verschleierung von manchen Muslimen bedacht wurden (Sie wären wie rohes Fleisch für Hunde – so ein Imam in Australien, oder ähnliche Aussagen von Adnan Ibrahim in Wien).
    Gäbe es diese Zwang nicht, würden wir diese Debatte gar nicht führen, oder nicht so vehement – aber er ist Realität.

  15. astuga

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ni_Putes_Ni_Soumises

    Frauen wie Sohane Benziane oder Ghofrane Haddaoui wurden ua. auch deshalb ermordet, weil sie sich in einem islamisch geprägtem Umfeld in Europa (!) nicht islamisch gekleidet und verhalten haben.
    Und genau deshalb ist das sog. Kopftuch wichtig und der Umgang damit von Bedeutung.
    Weil es auch den Fundamentalisten wichtig ist – im Westen als Instrument für Provokation und Propaganda.

  16. astuga

    Und wie die “Freiwilligkeit” für die letzten beiden Mädchen zB in einer Wiener Schulklasse mit lauter bekopftuchten Kindern und Jugendlichen aussieht, kann sich auch jeder selbst denken.

    Vielleicht wird dann auch das einzige nichtmuslimische Mädchen eines aufsetzen, einfach um nicht hervorzustechen oder von Mitschülern belästigt zu werden.

  17. mariuslupus

    Und was denkt die andere Hälfte ? Wahrscheinlich hat sie das Denkorgan in irgendeiner feministischer Garderobe abgegeben und den Zettel weggeschmissen..

  18. gms

    Thomas Holzer,

    [ Ein Gedankengut / Weltbild das meine Lebensweise beschädigt, zutiefst in Frage stellt und bedroht – diese Freiheit nehme ich mir ]
    “Die Freiheit sei Ihnen selbstverständlich unbenommen!”

    Na ja, das mit der Freiheit ist unserer verrotteten Gesellschaft so eine Sache, geht sie im Anlaßfall doch mit dem Zwang einher, auch jene Frauen aus eigenen Steuermitteln mit Transferleistungen zu alimentieren, die bedingt durch ihre religiös konnotierte Kopfbedeckungen auf dem Arbeitsmarkt nicht oder nur erschwert für ihr eigenes Auskommen werden sorgen können.

    Verschärft wird dies durch die Gefahr, durch irgendwelchen juristischen Antidiskriminierungsunsinn vor dem Kadi zu landen, weil vorgeblich allein das sichtbare Stück Stoff und die daraus ableitbare Religionspräferenz einen Vertrag vereitelte. So oder so also ist das entsprechende Tüchel am Kopf erkennbar Sand im gesellschaftlichen Getriebe.

    Soll jeder machen, worauf er Lust hat, sich pudelnackt aus dem Haus begeben oder im Ganzkörperzelt? Einmal mehr steht und fällt die Antwort mit der Entscheidung, wer dafür die Konsequenzen tragen muß. Wollte man den bislang schlapp argumentierenden Kopftuchgegnern vesuchsweise unter die Arme greifen, würde man festhalten, der Zwang zum Verzicht führte früher oder später zu einer reduzierten Identifikation mit dem politischen Islam, er würde dann tatsächlich mehr zur Privatsache, denn eine Vorstellung, die auch anderen sichtbar vermittelt wird.

    Kopftuch versus Kippa? — Wie wär’s mit Schnauz- vs. Salafistenbart, Krawatte vs. Lederjacke?

    Adäquatheit mißt sich am Kontext. Hat man sich auf diese Binsenweisheit verständigt, landet man einmal mehr bei der Frage nach den Folgen, wenn man sich selbst freiwillig nicht situationskonform verhält. Ob Blech in Lippen und Wangen, Tatoos auf der Stirn, Baseballkappe oder eben das leidige Kopftuch — hätten wir eine liberale Gesellschaft, müßten Dritte nicht die privaten Entscheidungen anderer ausbaden. Innerhalb eines grundfalschen Systems aber gibt es keine richtige Antwort, was die aktuelle Debatte auch so emotionsgeladen und erfolglos macht.

  19. Thomas Holzer

    “hätten wir eine liberale Gesellschaft, müßten Dritte nicht die privaten Entscheidungen anderer ausbaden. Innerhalb eines grundfalschen Systems aber gibt es keine richtige Antwort, was die aktuelle Debatte auch so emotionsgeladen und erfolglos macht.”

    So ist es; jedes neue und zusätzliche Gesetz zieht wieder ein neues und zusätzliches Gesetz nach sich, weil sich irgendjemand irgendwo durch irgendjemanden diskriminiert fühlt.
    “Unsere” Politikerdarsteller haben eine tiefe Grube gegraben, in welche nun die Untertanen fallen dürfen. Dummheit ist eben grenzenlos

  20. Thomas Holzer

    Nachtrag:
    Und ich würde niemanden einstellen, der sich Blech ins Gesicht lochen lässt, Kevin oder Jessica heißt oder ein Kopftuch trägt 😉

  21. Hanna

    Man vergisst öfter, dass es sich bei den EmigrantInnen nicht nur um Moslems handelt – hier ist einer der wenigen Spielfilme mit dem Thema “Flüchtlingskrise in Europa”; Der Trailer ist recht … erleuchtend: http://www.rottentomatoes.com/m/dheepan/ Zeigt, wie’s in Paris zugeht. Und wir steuern dorthin, mit Vollgas. Vermutlich kann man den FIlm dann irgendwann auf viooz. ac schauen. Wurde mir empfohlen.

  22. Wanderer

    @Fragolin
    Guter Link.
    Kein Fremdwörtergebrauch in naturwissenschaftlichten Fächern! Den Asylanten bringt das nichts, da für sie jedes Wort ein Fremdwort ist. Die zukünftigen Naturwissenschaftler werden damit in der Wirtschaft aber ähnlich gefragt sein wie heutige Orchideenfachabsolventinnen, die solche bildungszersetzenden Vorschläge machen. Klassisch linke Gleichmacherei. Das Bildungsniveau wird solange nach unten gedrückt, bis die absolvierte Ausbildung nur noch zum antifaschistischen Krawallmachen reicht.

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