Kölner Klinik: 2 von 3 Corona-Intensivpatienten mit Migrationshintergrund

Von | 10. April 2021

“…..Der Informant will anonym bleiben. Zu heikel ist das Thema. Vergangene Woche erhielt FOCUS Online eine Excel-Tabelle mit einem alarmierenden Corona-Befund aus einem großen Kölner Krankenhaus (Name ist der Redaktion bekannt). Die Auswertung unter dem Kürzel „Coronavirus-Überwachung“ (Surveillance) bestätigt Vermutungen, die schon seit Wochen kursieren: Die Corona-Infektionswelle trifft insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund. mehr hier

24 Gedanken zu „Kölner Klinik: 2 von 3 Corona-Intensivpatienten mit Migrationshintergrund

  1. Kluftinger

    Wenn man den Schilderungen von Ärzten in Wiener Spitälern glauben darf, in Österreich (speziell Wien) ist die Lage beinhe noch dramatischer?

  2. Mourawetz

    Und der Burgermeister stellt sich hin und verkündet, er übernimmt die volle Verantwortung und verlängert den Lockdown. Für alle.
    Rücktrittsreif.

  3. sokrates9

    Warum muss man die Wahrheit zu Gunsten einer Ideologie immer verstecken??Warum wird dieses Thema tabuisiert? Natürlich sind die Wohnverhältnisse für Migranten schlechter,Übergewicht ist in moslemischen Ländern mangels Sport und problematischer Ernährung immer ein Thema. Verordnungen sind schon für Österreicher nicht mehr nachvollziehbar, wie soll ein armer Türke mit mangelnden Sprachkenntnissen Anschobers wirre Regeln einhalten??
    Warum analysiert man nicht die Cluster und setzt dann Maßnahmen? – Weil es gar nicht um Corona geht und oberstes Ziel es ist die Bevölkerung zu drangsalieren??

  4. Johannes

    “Die Coronawelle trift insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund” und flugs hat man durch richtiges Fraiming unverantwortliches Handeln einer bestimmten Gruppe zur Schuld der Autochthonen erklärt.
    Integration bedeutet Verantwortung zu fordern und nicht, sie unentwegt abzunehmen.

  5. Allahut

    Ähnlich verhält es sich auch in Ambulanzen oder Arztpraxen, natürlich nicht in ländlichen Gegenden, aber in Wien kann man sich davon beinahe überall überzeugen.

  6. Falke

    ” … dass sie häufig an vorderster Front als Pfleger oder Ärzte …” – Was die Ärzte betrifft, habe ich doch erhebliche Zweifel dass viele davon (bestenfalls sehr wenige) Migranten sind. Mal sehen ob und um wieviel die Zahlen ab nächster Woche (Beginn des Ramadan) in die Höhe gehn.

  7. Nedoluha

    Zugegeben, das „Migrationsthema“ ist schwierig und komplex, vor allem was 2015 in Europa zugelassen wurde. Aber was genau, hat diese Erkenntnis – das ein Großteil der Intensivpatienten einen migrationshintergrund haben – nun damit zu tun ? Geht es um Neid oder gar Rassismus ? Soll man diese Patienten nicht behandeln oder was ? Sollen sie dafür selber zahlen ? Worum gehts ? Fakt ist, sie sind krank und müssen behandelt werden, sonst sterben sie. Ziemlich einfach finde ich.

  8. Nightbird

    Peter Westentaler erwähnte ähnliches unlängst in Fellner live auf oe24.tv als er darauf angesprochen wurde.
    Der überwiegende Teil der Intensivpatienten im AKH Wien soll seiner Aussage zufolge aus Migranten bestehen. Die Diskussion findet sich sicher noch auf Youtube.
    Auch die Presse berichtete unter https://t1p.de/uyfe von Vergleichbarem.

    Es ist auch verständlich, wenn man erkennt, daß Migrantenfamilien meistens im Durchschnitt aus einem Personenkreis von mehr als 4 Personen besteht. Dadurch pickt einer förmlich auf dem Anderen.

    Da ich im 10ten, nahe des Reumannplatzes, in einer Gemeindewohnung lebe, bekomme ich es täglich mit, wie sich die Bewohner an die Maßnahmen halten. Die paar österreichischen Familien, die es bei uns noch gibt, befolgen die Maßnahmen korrekt. Auch einige Familien mit Migrationshintergrund halten sich daran. Aber leider der überwiegende Teil der Familien mit Migrationshintergrund scheinen die Maßnahmen nicht zu befolgen. Entweder, weil sie es nicht wollen, es sprachlich nicht verstehen oder weil sie vermutlich denken, ihnen kann eh nichts passieren, aus welchem Grund auch immer.
    In der Öffentlichkeit ist es nicht viel anders, Masken oder MNS sieht man bei Migranten hauptschächlich nur bei Frauen. bei Männern fast nie.

    Natürlich darf man das nicht erwähnen, denn sonst wäre man ja ein Ausländerfeind oder gleich ein Rassist!
    Wer legt sich denn schon freiwillig mit dem Verhetzungsparagraphen 283 StgB an?

  9. Johannes

    Nedoluha@: Es geht schlicht um die Frage ob sich Migranten falsch verhalten und dadurch ihr Anteil zu hoch ist.
    Warum müssen Sie wegen einer solch einfachen Sachverhaltsfrage die erbärmliche Rassismusvorwurfsfrage stellen?

  10. Nedoluha

    Ich glaube nicht, dass es um andere Fragen geht – meistens sind es immer gleiche Motive weshalb es gegen Ausländer geht. Man passt nur seine Begründung an.
    Und was soll „falsches Verhalten“ bedeuten – dann soll doch bestraft werden, oder wie ?
    Wir haben über Jahrzehnte einfache Ausländer für einfache Jobs gesucht – diese liegen bildungstechnisch zurück und jetzt „verhalten sie sich falsch“ und wir wundern uns. Wir sind selbst schuld.

  11. CE___

    Clan oder Clan her.

    Wenn ein Familientreffen unter “sich falsch verhalten” fällt, hat es sich mit unserer “Gesellschaft” aufgehört.

    Über was wird hier geredet?

    290 Menschen über vier Monate, dies noch dazu in typischen Influenza-Monaten, bei einer Stadt mit fast 1,1 Mio Einwohnern.

    Uns verrutschen vollkommen vernünftige Relationen.

  12. Johannes

    Okay. Sie haben Ihr Vorurteil gegenüber Kritikern klar geäußert dadurch wird einiges klarer.
    “Was soll falsches Verhalten bedeuten?” Ich könnte jetzt ganz leicht sagen eine türkische Hochzeit mit ein paar hundert Leuten.
    Aber in Wirklichkeit wohl ein vollkommenes Negieren aller Vorsichtsmaßnahmen im großen Kreis von Familie und Religion.

    “…….einfache Arbeiter für einfache Jobs gesucht-diese liegen bildungstechnisch zurück …..” ist nach meiner Meinung eine Beleidigung diesen Menschen gegenüber aber da rede ich Ihnen nichts drein, meinen Sie es ja nur gut mit diesen – Ihre Diktion- Ungebildeten.

    Die erste Generation vieler Migranten ist längst nicht mehr gemeint, wer die Chance einer Gratusschulbildung nicht nutzen will, mit 14 nur noch sporadisch zur Schule geht, Lehrerinnen grundsätzlich verachtet und als Lebensziel Pascha anstrebt ist vielleicht weniger dumm als Sie vorgeben zu glauben, als vielmehr einfach voll der anerzogenen Verachtung den Autochthonen gegenüber.

    Das wir daran Schuld sein sollen, wie Sie es abschließend formulieren , sei Ihnen unbenommen, sie können ruhig aufgehen in diesem Selbstvorwurf. Ich werde mich weder in diesen Kakao dunklen lassen, noch davon trinken.

  13. Nightbird

    @ Nedoluha
    Es gilt doch, wer nach Österreich kommt. hat sich an unsere Gesetze zu halten, unsere Sitten und Gebräuche zu respektienn, Sprache zu lernen (natürlich sich dadurch auch leichter integrieren zu können) usw. Da sind wir uns doch hoffentlich einig, oder?

    Es gibt Migranten, die wollen das von selbst, Andere hingegen tun das nicht, wollen es auch nicht Die Gründe sind un sallen bekannt.

    Warum also sollen wir (Österreicher) schuld sein, wenn sich andere, in diesem Fall die erwähnten Migranten), sich falsch verhalten resp. es nicht wollen?

    Die Fehler aus den 60ern, wo wir Migranten zwecks Jobs anch Österreich geholt haben, ihnen aber nicht eindeutig klargemacht haben “Wenn Du Dich nicht integrierst, fähst Du wieder nach Hause!” haben mit Sicherheit nichts damit zu tun, daß sich jetzt eindeutig Wirtschaftsmigranten gänzlich anderer Art falsch verhalten. Die Migranten aus den 60ern sind mit den Heutigen keinesfalls vergleichbar.

    Und wenn Fehler dabei passieren, dann durch die Regierung, die die ohnehin dafür vorhandenen Gesetze nicht ausreichend, streng exekutiert.

  14. Nedoluha

    Nochmals : bei aller Kritik, sollen Migranten nicht behandelt werden ?

  15. Nedoluha

    @Nightbird
    Sie haben hier ja recht, aber das ist ein Migrationsthema und kein Gesundheitsthema (wie der Focus Report wahrscheinlich erzählen will).
    Die Verantwortung des Staates, seinen Bürgern und im Land sonst noch aufhältigen Personen Informationen, Empfehlungen und Gesetze klar und verständlich näher zu bringen, soll man ihm nicht nehmen. Das ist seine Aufgabe, vielmehr wenn es um eine Pandemie geht.
    Wenn er versagt, muss er mit den Folgen umgehen (hoher Anteil mit Migrationshintergrund auf Intensivstationen) – und das ist dann auch „unser“ Problem.
    In jedem Fall müssen aber alle Patienten – egal welchen Hintergrunds – behandelt werden. Nur das muss gesagt werden.

  16. Allahut

    @Nedoluha

    zur Ihrer Frage: falls diese jemals in unsere Sozialsystem eingezahlt haben dann ja, wenn nicht, dann nur auf Selbstkostenbasis.

  17. Johannes

    Nedoluha@ Gegenfrage: Würden Sie es begrüßen wenn Ihre Eltern an Covid19 erkranken würden (was ich absolut nicht wünsche) und wegen der Notwendigkeit einer Triage von der Intensivstation genommen würden um Platz zu machen für einige Hochzeitsgäste welche halt feiern wollten?

  18. CE___

    @ Johannes

    Bitt’schön hören’s doch auf mit der Agitprop von den überlasteten Intensivstationen.

    Nach mehr als einem Jahr ist das doch nur mehr ermüdend zu lesen, mit Verlaub.

    Sowohl in Ö also auch D wurden und werden Spitalskapazitäten heruntergefahren, alles Wehklagen über die angeblich allerorts übergehenden Intensivstationen stellen sich bei genauerem kritischen Hinsehen also so nicht wahr und korrekt heraus.

    Mehr Unglückliche liegen auf Intensivstationen an unzähligen anderen Sachen als wie dem Wuhan-Virus, und auch die die unter dem Mäntelchen “Covid19” dort liegen, haben eher andere Komplikationen als “Covid19”.

    Und bitte lassen’s doch diese Art von Psycho-Schuldgefühlerzeugung mit Aussagen wie “wenn Ihre Eltern an Covid19 erkranken würden”.

    Man kann auch an Influenza schwerstens erkranken mit übergehenden Spitalskapazitäten, einem das Schicksal mit extrem resistenten Krankenhauskeimen auf die Intensivstation “pracken”, und auch Ihnen war das hier im Forum noch im Februar 2020 und davor KEINE einzige Silbe des Klagens und der Panikmache wert.

  19. Nightbird

    @Nedoluha
    Natürlich sollen alle Patienten behandelt werden. Auch Migranten. Da bin ich vollkommen bei Ihnen. Áber es sollte auch erfasst, kommuniziert werden, zB wieviele Intensivpatienten Migranten sind. Um herauszufinden, wo und wie nachgebessert werden kann, um in diesem Fall Migranten besser informieren zu können, ihnen die Vorsichtsmaßnahmen besser näherzubringen. Keiner entlässt hier die Regierung aus ihrer Verantwortung.

    P. Hacker hat unlängst auf einer PK erwähnt, daß es bezüglich des Migrantenanteils bei Erkrankten aber auch bei Intensivpatienten keine Erhebungen gibt. Oder es gibt doch Erhebungen dazu, aber sie werden nur nicht veröffentlicht. Aus Angst.

    Für mich bedeutet das, daß die Politik samt ihren Hofschranzen Angst hat, dieses Problem anzugehen bzw. eine solche Statistik zu veröffentlichen, da sie sonst vermutlich gleich das Taferl “Rassist” umgehängt bekommt. Also tut sie gar nichts. Und erreicht damit gerade das Gegenteil.

    Ich sehe das als alleiniges Problem der Politik die zu handeln hat. Der Bürger selbst kann da gar nichts dagegen tun, ausser diese politische Bande bei der nächsten Wahl mit nassen Fetzen aus dem Land zu jagen.

    Was die Belegung der Intensivstationen betrifft, wird immer Platz sein. Eine Intensivstation wird immer zu ca. 75% ausgelastet sein. Sie muß es sogar, denn sonst rechnet sie sich nicht. Auch eine Intensivstation muß sich amortisieren wie ein MRT-Scanner, der auch nie stillstehen darf. Das vergessen die Meisten.

    Das ständige Verweisen auf “Die Intensivstationen sind am Limit” soll nur eins bewirken: Der Bürger soll Angst bekommen. Angst, notfalls keinen Platz zu bekommen.

  20. Johannes

    @CE__ Sie können hier schreiben was immer Ihnen der Hausherr gestattet aber auf eines möchte ich sie hinweisen, versuchen Sie nie mir vorzuschreiben was ich zu tun und zu lassen hätte.

    Wir sind hier verschiedener Meinung aber wenn Sie glauben mit solchen Methoden diskutieren zu müssen so zeigt es wohl nur die Schwäche Ihrer Argumente.
    Zu Ihrem konkreten Vorwurf, ja es gibt mittlerweile Patienten fortgeschrittenen Alters welche anCovid erkrankt sind Intensivpflege benötigen würden aber kein Bett bekommen.

    Sie können das abstreiten und als unwahr bezeichnen, da lasse ich Sie in ihrer Meinung eben daran glauben.
    Ich würde vorschlagen sie lassen mich mit solchen Anwürfen in Zukunft verschont, sollen sich doch die Leser aus beiden Meinungen eine eigene bilden

    Also bitte keine solche unflätigen Angriffe mehr es reicht wenn Sie ihre persönliche Meinung zum Thema abgeben.

  21. Johannes

    @Nigthbird “Was die Belegung der Intensivstationen betrifft, wird immer Platz sein. Eine Intensivstation wird immer zu ca. 75% ausgelastet sein. “

    Können Sie mir das näher erklären, das verstehe ich nicht, was genau meinen Sie mit “immer“.

    Ihrem Kommentar Nightbird: “Das ständige Verweisen auf “Die Intensivstationen sind am Limit” soll nur eins bewirken: Der Bürger soll Angst bekommen. Angst, notfalls keinen Platz zu bekommen.“

    stelle ich den Kommentar von Dr Thomas Staudinger gegenüber,

    In Wien seien die Kapazitäten der Intensivstationen aktuell bereits völlig ausgeschöpft, warnte der Intensivmediziner Thomas Staudinger vom AKH Wien im Newsrrom LIVE bei PULS 24 Anchor Werner Sejka. “Wir sind ungefähr da, wo wir Ende November, Anfang Dezember des Vorjahres waren”, sagte Staudinger. Er verstehe die Corona-Müdigkeit der Bevölkerung, allerdings würden weiter Lockerungen mit einer “Reduktion der Qualität der Gesundheitsversorgung, vor allem im akutmedizinischen Bereich” einhergehen.
    Auszug aus puls 24 vom 27. März 2021 (bei Interesse bitte ganzen Artikel nachlesen)

    Man kann natürlich so denken wie Sie, keine Frage, wir leben in einem freien Land.

  22. Nightbird

    Kurz sagte mal “Jeder wird wen kennen, der an Corona erkrankt oder gestorben ist” usw.

    Das mit dem “Die Intensivstationen sind am Limit”, das ständig von den Medien, vermutlich im Auftrag der Politik, eindringlich dem Zuschauer eingetrichtert wird, hängt mit der Angst und Panikstrategie als pychische Manipulation der Regierung zusammen, die auf dem EU-Protokoll fusst. Kurz wie Merkel und andere EU-Politiker richten sich danach. (BMI-Homepage https://t1p.de/l6ri) (Download https://t1p.de/b7eh).

    Jemand auf diese Weise Angst einzujagen hat den Effekt, daß der Betreffende das nicht mehr aus dem Kopf kriegt. Ihm diese Angst wieder zu nehmen, gelingt nicht, da wir als Menschen seit Urzeiten darauf programmiert sind, mit Angst zu leben. Es ist ein Urtrieb der uns befähigt, überleben zu können. Um zB vor dem Dinosaurier weglaufen zu können. Heutzutage ermöglicht uns diese Angst, zB einem nahenden Auto auszuweichen oder sich vor einem Attentäter zu verstecken. Diese Angst ist ein Teil von uns und überlebnswichtig. Aber ein Großteil der modernen Menschheit hat verlernt, richtig damit umzugehen da es nicht mehr so lebensgefährliche Situationen wie zu Urzeiten gibt. Der moderne Mensch hat zwar die Angst immer noch handelt aber nicht mehr dananch. Der Endeffekt: Er gerät in Panik!

    Mit so einer Angst und Panikstrategie kann man einem Menschen dazu bringen, etwas zu tun, wozu er ohne Angst, zB aufgrund der Rationalität, Logik, nie bereit wäre. zB sich wider besseren Wissen einer Behandlung zu unterziehen.

    Ich hatte mal, als mein Vater nach einem 5fach Bypass aufgrund eines Herzinfarkt auf der INtensiv des KH-Lainz lag, die Gelegenheit, mit dem Pflegepersonal bzw dem Arzt zu reden. Auch eine Intensivstation muß, wie ein Millionenteures Gerät ständig betrieben werden, um kostendeckend zu arbeiten, um sich zu amortisieren. Deshalb werden auch die meisten MRT-Scanner nicht gekauft sondern geleast wie zB jener im KFJ von Siemens. (MRT-Scanner, 7 Tesla, derzeit USD 6,5 Mio)

    Auch als Hilfskraft aufgrund einer WIFI-Prüfung zur medizinisch-administrativen Assistentin kenne ich die Verhältnisse im AKH Wien.

    Die Bereitschaft für das leere Intensivbett alleine (ohne Belegung, ohne Gerätekosten, ohne Lohnkosten) kostete damals ca EUR 2500,- pro Tag. Die Krankenkassen zahlen bekanntlich die Gesamtkosten Patientenbehandlung, Gerätekosten, Lohnkosten) für jeden Patienten aus der Sozialversicherung ans Spital
    zurück. Daher: Je mehr Patienten, desto mehr Kosten werden rückerstattet, umso kostendeckender arbeitet daher die Station. Und natürlich sind auch nicht alle Intensivpatienten auch Corona-Patienten.

    Wären von der dortigen Intensivstation mit 12 Betten nur 3 davon belegt, würde sie nicht kostendeckend arbeiten. Die Kosten für die 8 leerstehenden Betten müssten hier vom Spital selbst bezahlt werden. Für die 8 leerstehenden Betten kommt von der Sozialversicherung natürlich nichts. Es ist daher eine einfache Kosten-/Nutzenrechnung.

    Jede Intensivsstation hält sich automatisch eine gewisse Anzahl Betten frei um für Notfälle (Autounfall, schwere Arbeitsunfälle etc.) gerüstet zu sein. Das ist völlig normal. “Völlig ausgeschöpft” wie Du es schreibst, heisst eigentlich nur, daß alle Betten exklusive jener freigehaltenen ausgelastet sind. Aber auch dann wird es immer möglich sein, leerstehende Betten in anderen Stationen zu Intensivbetten zu machen. Ersatzgeräte dazu sind immer vorhanden.

    Das dazu notwendige, zusätzliche Intensiversonal ist allerdings ein Problem. Erstens wurde hier zuviel eingespart (hohe Lohnkosten; Ausbildung), nicht jeder eignet sich dafür, die meisten Intensivkräfte halten das oft nur ein paar Jahre aus (hohe Fluktuation) etc.

    Was auch Staudinger hier anprangert, ist die Sparwut der vergangenen Dekaden, wo die Politik meinte, die Spitalskosten seien zu hoch, leerstehende Betten rechnen sich nicht usw. Die meisten Politiker begreifen eben einen Spitalsbetrieb nicht. Bei 1,9 Mio Einwohner (Wien) sind 310 Intensivbetten eindeutig zuwenig. (https://t1p.de/bsur) Hätten wir ein Erdbeben, U-Bahn-Unfall, Großbrand, wäre das fatal.

    Auslastung nur Corona-Patienten:
    für Österreich gesamt (https://t1p.de/f15y): 56%
    nach Bundesländern (https://t1p.de/q1d9): zB Wien 66,8%

  23. Nightbird

    @ Johannes: Hab jetzt erst den Link dazu gefunden den Du mir verschwiegen hast:-) (https://t1p.de/q7q2)

    Wenn Staudinger meint, daß ein Lockdown eine politische Entscheidung sei, dann redet er Merkel das Wort die anlässlich einer Rede im dt.Bundestag gesagt hat “Die Corona-Maßnahmen sind keine gesundheitlichen, sondern politische Entscheidungen”

    Das ist falsch! Denn Merkel & Co. ignoriert damit die Grundlagen und masst sich eine Entscheidung über ein Thema an, von dem sie als Nichtmedizinerin keine Ahnung hat/haben kann.

    Lockdowns HABEN IMMER auf der Evidenz von gesundheitlichen, medizinischen Erhebungen (wie zB Tests, sofern diese AUSSCHLIESSLICH nach medizinischen Standards durchgeführt werden*) zu beruhen. Aber nur aufgrund der Entscheidung eines Gremiums aus UNABHÄNGIGEN Virologen, Epidemiologen, daß ein solcher notwendig/sinnvoll ist. Auch die Art, die Weite eines Lockdowns hat das Gremium ebenfalls durch UNABGÄNGIGE Wirtschaftsexperten, Soziologen, Psychologen zu entscheiden um Kollateralschäden zu minimieren. Anders darf es gar nicht sein.

    Nur die Anordnung zum Lockdowns selbst, aufgrund dieser Basis ist letztendlich eine politische Entscheidung.

    * aufgrund der inkompletten Teststrategie fehlt diese Evidenz zur Beurteilung eines möglichen Lockdowns.

  24. Johannes

    @Nightbird: Danke für Ihre Information.
    Wie Sie bin auch ich im Gesundheitsbereich tätig.
    Zur Statistik möchte ich Ihnen ein Beispiel aus der Praxis nennen.
    Das Spital von dem ich rede war gezwungen eine vollständige Abteilung als Covidabteilung zu führen. Aus einem einfachen Grund, sie können Infizierte und nicht Infizierte in einem Vierbettzimmer nicht nebeneinander legen, außerdem mußten Schleusen und Sicherheitskonzepte aufgebaut und eingehalten werden.
    Um jetzt zur Statistik zu kommen, die Station füllte sich innerhalb weniger Tage, in den Tagen davor hätte eine statistische Momentaufnahme ihre Statistik bestätigt, ein paar Tage darauf waren wir voll.
    Innerhalb einer Nacht starben drei Patienten und so war “Ihre Statistik”” für einen kurzen Zeitraum tatsächlich richtig.
    Mittlerweile sind wir wieder voll belegt.

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