Könnte NATO-Beitritt der Ukraine Putin stoppen?

“….Es gibt nur zwei Dinge, unterhalb der Schwelle einer offenen Aggression, die Wladimir Putin in seinem Zugriff auf fremdes Territorium beeindrucken würden. Erstens: eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine. Zweitens: der massive Ausbau amerikanischer Erdgasexport-Kapazitäten….” (hier)

17 comments

  1. Orch

    Bei der Ukraine sehe ich eher die Situation, dass Putin die offene Aggression von Nato und EU stoppen muss.
    Eine gewählte Regierung wurde durch Kriminelle von der EU finanziert abserviert, ein durch nichts legitimierter “Maidan Rat” regiert nun und das verkauft man hierzulande perverserweise auch noch als Politik.

  2. Reinhard

    “Wladimir Putin in seinem Expansionsdrang” ist der größte Witz in der Schlagzeile.
    Das Weströmische Reich namens “EU” expandiert seit Jahren aggressiv auch, ja vor Allem in Richtung der oströmischen Vasallenstaaten, und wenn Putin diesem Vorrücken des expansiven Imperialismus der EU direkt vor seiner Haustür entschlossen entgegentritt, weil er befürchten muss, dass auch an der Grenze seines oströmischen Reiches namens “Russische Föderation” kein Ende der Bedrängung abzusehen ist, unterstellt man ihm “Expansionsdrang”!

    Dass die westliche Kriegspropaganda mit allen Regeln dieser goebbelschen Kunst bereits auf Hochtouren läuft sieht und liest man inzwischen an allen Ecken und Enden. Dass die EU ihre Maske lüftet und klarstellt, dass ihre auf Hinterlist und betrügerische Versprechungen aufgebaute Expansionspolitik zur Not auch gegen Widerstand und mit Waffengewalt fortgesetzt wird, zeigt deutlich, dass aus dem Konstrukt, aus dem einst ein demokratisches Friedensprojekt erwachsen sollte, ein neues weströmisches feudalistisches Kaiserreich mit seiner traditionellen agressiven und expansiven Imperialpolitik geworden ist.
    Dass die Amsi drei Fliegen mit einer Klatsche zu schlagen versuchen, sieht man auch deutlich: Erstens den russischen Bären triezen und auf die europäische Konkurrenz lenken – soll er kontrolliert mit der EU stänkern und damit zweitens diese weiter schwächen. Man will ja keinen starken Partner sondern einen melkbaren Vasallen. Und drittens ist das Geschäft mit dem gefrackten Erdgas sicher, wenn die EU es brav beim Ami kauft. So hält man den Erzfeind in Schach, die Vasallen klein und macht dabei das maximale Geschäft.
    Welch Zufall…

  3. Thomas Braun

    Warum will sich die EU unbedingt einen weiteren NettoEMPFÄNGER als Mitglied sichern? Sollten wir nicht froh sein, wenn uns Putin dieses schwer korrupte Land vom Hals hält?

  4. Orch

    Ein besonderes Exemplar der EU-Marionettenregierung in Kiew, ist mir bereits ganz am Anfang des Putsches aufgefallen: Dmytro Jarosch,Stellvertretender Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (die Stelle, die das Ministerium für Verteidigung und Streitkräfte überwacht). 🙂
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dmytro_Jarosch

  5. FDominicus

    @Alle. Sollten das nicht einfach die Ukrainer für sich selbst entscheiden? Was spricht denn gegen eine Aufteilung in 2 dumm Block-Ukrainen und einem schlaueren neutralen “Landesteil”? Was ich absolut nicht mehr verstehe, ist wie man Ländergrenzen als ewig unveränderbar ansehen kann. Was ist verdammt noch mal das Problem auch einzelne Landesteile zu gestatten, den dort favorisierten Weg zu gehen?

  6. Orch

    Die Ukrainer und ihr korruptes, armseliges Landl, ob es nun eins oder mehrere gibt, interessieren mich grundsätzlich wenig.
    Mehr schon sind die subversiven Umtriebe der Europäischen Union in der Ukraine und ihre Marionettenregierung aus Korruptionisten, Halbweltlern, Schlägern und Extremisten aller Coleurs zu hinterfragen (die am liebsten Europa heute als morgen in einen Krieg verwickeln würden).
    Über die Motive, welche Beute es für die EU dort zu holen gibt, kann man nur spekulieren.
    Vermutlich ist es dieselbe Beute wie immer: Das Geld der europäischen Steuerzahler: Das Geschäftsmodell ist seit Jahrzehnten am Balkan erprobt und verfeinert worden. Man schickt Abermilliarden an Hilfsgeldern an dubiose Adressen, ein bestimmter Teil davon wird am Zielort verkleckert und kommt zu einem zurück.

  7. Christoph

    Was hier einige so qualifiziert als Imperialismus benennen ist in Wirklichkeit Föderalismus und eine absolut wünschenswerte Sache. Im Hintergrund stehen natürlich strategische Interessen beider Seiten. Es geht um Gas! Warum glaubt ihr,ist eine EU-Delegation mit Kopftüchern in Teheran angetanzt? Aus Spaß an der Freude? Vermutlich um zusätzlich zu Aserbaijan noch den Iran als Erdgas-Lieferanten für die TAP-TNAP-Pipeline zu gewinnen. Bis zur Fertigstellung der South-Stream ist die Ukraine für Russland eine wertvolle Möglichkeit Gas nach einfach nach Europa zu verkaufen. Wobei die White Stream-Pipeline,geplant von Ukraine,Georgien und EU, Gas vom Kaukasus in die Ukraine,Georgien und die Eu liefern soll,was den Russen natürlich auch nicht passt. Im Endeffekt geht es einfach um Geld und Zugang zu Energie. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/versorgungssicherheit-wenn-russland-den-gashahn-zudreht/9565396.html

  8. Christoph

    2010 betrug die Energie-Importquote der EU 84% . Eine tolle Leistung! Man sollte Oettinger sofort für seine Politik einsperren. Aber das sollte man mit Einigen machen.

  9. Rennziege

    12. März 2014 – 13:23 Orch
    Ich fürchte, Sie haben das System durchschaut. Graben Sie ein wenig tiefer, und Sie entlarven die gesamte EU als potemkinsches Dorf. Allerdings kostete Feldmarschall Reichsfürst Григорий Александрович Потёмкин die Zarin Katharina II. und ihre Untertanen um ganze Welten weniger, als die EU-Politruks uns kosten.

  10. Thomas Holzer

    Der einfachste Weg, Europa von Russlands Energieimporten unabhängig zu machen wären Atomkraftwerke 😉
    Noch immer umweltfreundlicher als “fracking”!

  11. Thomas Holzer

    @Orch
    alles, was in Wikipedia steht ist auch nicht wahr!
    der (angebliche) Aufruf von Jarosch an Umarow ist mehr als nur dubios.
    Man sehe sich nur die Nachrichten in RT an; von Berichterstattung(sic!) kann man da wirklich nicht reden

  12. Orch

    Dubios ist vieles, was derzeit so herumflimmert. RT schaue ich mir (noch) nicht an. Vielleicht kennen Sie aber das hier von der BBC schon: Die Aussage um ca Minute 2:20!! Die rostige Schrothülse welche die Dame bei Minute 4:34 in die Kamera hält, lasse ich mir auch nicht als gerade verschossene Polizeipatrone verkaufen und der gute Mann ab Minute 5:00 führt ebenso keine scharfe Pistole. Wie auch immer.
    https://www.youtube.com/watch?v=zQhuD4F1yJ0

    Im hiesiegen Mainstream hörte man zuletzt den deutschen ex-Kanzler Schröder (was immer man von ihm halten mag) so:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/krim-krise-ex-kanzler-gerhard-schroeder-kritisiert-eu-a-957728.html

  13. Thomas Holzer

    Man lese einfach: Tom Clancy “Command Authority”
    Da sind die jetzigen Ereignisse schon vorweggenommen 🙂
    Kann/muss man sich nur fragen: wenn es Clancy wusste, warum wissen es die EU-“Kapazunder” nicht?! 😉
    Da drängt sich schnell der Gedanke auf, daß diese “Kapazunder” intellektuell, historisch und realpolitisch schlicht und einfach überfordert sind.

  14. Reinhard

    @Christoph
    Natürlich stehen strategische Interessen im Hintergrund. Aber die Expansionspolitik der EU mit ihrem Drang, jedem Mitglied möglichst schnell die nationale Souveränität zu entziehen als “Föderalismus” zu bezeichnen ist sehr mutig.
    Nein, hier (EU) entsteht ein Reich, ein ganz klassisches, mit Kurfürsten und Kaisern, mit Hofschranzen und Adelshäusern. Sie mögen sich andere Bezeichnungen geben, aber das System ist eine exakte Kopie der historischen Vorlagen.
    Und im Osten (RF) existiert bereits ein Reich samt Oligarchen-Adel und selbstherrlichem, machtkonzentrierten Zaren.
    Und wie bereits in der Vergangenheit ist Westrom dynamisch und Ostrom statisch ausgerichtet.

  15. Thomas Holzer

    @Reinhard
    Verzeihung, aber Sie liegen falsch!
    Kein Adeliger, Monarch et al. hätte je die Dreistigkeit besessen, in das Privatleben ihrer/seiner Untertanen so massiv einzugreifen, wie es “unsere” demokratisch legitimierten Politikerdarsteller tagtäglich tun!

  16. Reinhard

    @Thomas Holzer
    Bitte keine pauschale Verklärung; es gab ebenso jene, die das Recht der Ersten Nacht einforderten oder ihre eigenen Untertanen ausplünderten. Der Herrscher legte fest, welchen Glauben seine Untertanen praktizieren mussten und seine Beamten überwachten die Einhaltung der Gesetze bis in den Stall des Bauern.
    Aber es gab natürlich viele Herrscher, die sorgfältig mit ihrem Eigentum umgingen. Wie es mehr als genug Kinder und Kindeskinder dieser Herscher gab, die das Aufgebaute wieder zerstörten. Der Feudalismus war keine grundlegend schlechte Gesellschaftsordnung, aber verklärend rückblicken geht auch an der Realität vorbei.

    Unser heutiger Adel ist mitnichten demokratisch legitimiert; die Demokratie beeinflusst nur minimal die Machtverhältnisse der Parteihäuser zueinander. Der Brüsseler Hof ist von niemandem von uns gewählt worden. Demokratisch legitimiert ist da gar nichts.

    Wir haben das Pech, dass das Gebäude der halbherzigen Stellvertreterdemokratie nur eine leere Hülle ist, in derem Schatten ausgerechnet die negativen Eigenschaften des Feudalismus wuchern und gedeihen konnten und uns nun einen Herrscherhof bescheren, der leider nur die negativen Eigenschaften in sich vereint.
    So gesehen ist er schlimmer als alles, was bisher an Adelshöfen existiert hat.
    Aber ich glaube auch, dass es in einem offenen System der direkten Demokratie niemals so weit hätte kommen können. Dieses würde ich einem Feudalsystem doch vorziehen.

    Ansonsten freut es mich aber immer wieder, sehr häufig meine Gedanken in Ihren Worten wiederzufinden. Es muss ja nicht in jedem Satz sein. 😉

  17. aneagle

    so wie es dem europäischen Friedensprojekt komplett egal ist unser aller Geld in ihre “Friedensvisionen” zu pulvern, wird es den gleichen Politikern auch komplett egal sein unsere Kinder gegen Putin zu hetzen. Ja man darf annehmen, dass die EU- Experten für Aussenpolitik und Strategie weder eine einheitliche durchgängige Linie verfolgen können und darüber hinaus sicher keine Ahnung davon haben, hat was sie gerade lostreten.
    Sieht aus als ob wir in interessanten Zeiten leben, was G´tt verhüten möge !

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