Kommt uns irgendwie bekannt vor

Von | 7. Oktober 2016

Die Intellektuellen verabscheuen den Kapitalismus, weil er die Stellung, die sie selbst gerne haben möchten, einem anderen Menschen zugewiesen hat… Um den Abscheu des Intellektuellen vor dem Kapitalismus zu verstehen, muss man sich vergegenwärtigen, dass dieses System nach seiner Ansicht in einer bestimmten Anzahl von Standesgenossen verkörpert, deren Erfolg er übelnimmt, und die er für die Vereitelung seines eigenen übergrossen Ehrgeizes verantwortlich macht. Sein leidenschaftlicher Widerwille gegen den Kapitalismus ist lediglich eine Tarnkappe für den Hass gegen einige seiner erfolgreichen Kollegen.  (Ludwig von Mises)

3 Gedanken zu „Kommt uns irgendwie bekannt vor

  1. Fragolin

    Meiner Erfahrung nach sind jene, die sich selbst als Intellektuelle empfinden, komplett unterbelichtete uind zu kaum einem vernünftigen Gedankengang fähige Menschen, die glauben, die Tatsache, ein paar Semester an einer Uni überstanden oder sogar mit Hängen und Würgen einen Abschluss geschafft zu haben, wäre ein Beweis für ihre übergroße Intelligenz. Sie schaffen es gerade mal, die einfachen Parolen einer vorgekauten Ideologie nachzuplappern und natworten auf Argumente grundsätzlich mit ihren auswendig eingepaukten Floskeln; sie sind stolz, ihre Stehsätze auswendig zu kennen, aber nicht in der Lage, flexibel auf neue Argumente einzugehen. Deshalb reagieren sie auch immer wieder gleich: Sie passen die Realität an ihr Weltbild an. Sie nennen Invasoren “Geflüchtete”, weil ihre Stehsätze nur zu Flüchtlingen passen, aber keinerlei ideologische Vorbereitung auf eine Invasion bieten. Und wenn ihnen ´jemand zu renitent mit der Wahrheit in den Ohren liegt, verfallen sie sofort in abwehrende Aggression und orten sich von Rassisten und Rechtsextremen umgeben. Und mit denen spricht man nicht. Das verhindert ein Hinterfragen der eigenen Stehsätze, zu dem diese Leute rein intellektuell oft gar nicht in der Lage sind.
    Selbstüberschätzende Dampfplauderer und ideologische Parolen nachplappernde Papageien; für solche Menschen ist Platz in sozialistischen Wohlversorgungssystemen, aber nicht im Kapitalismus. Der Kapitalismus ist nicht das System der Tagträumer, sondern der Tüchtigen. Ein cleverer Schlosser kann da mehr Erfolg haben als ein hochstudierter Dampfplauderer.

  2. mariuslupus

    Nicht alle Intellektuellen, aber immer mehr möchtegern Intellektuelle sein. Jeder der in der antikapitalistischen Linksrundschau, im Volksmund auch ORF genannt, auftreten darf ,wird von seinen Genossen und von sich selbst, in der erblichen Intellektuellenstand , erhoben
    Der Autor ist ein Nestbeschmutzer. Ludwig von Mises ist ein wirklicher Intellektueller.

  3. Gutartiges Geschwulst

    “Die Intellektuellen verabscheuen den Kapitalismus, …”

    Stimmt! Dadurch ist ja auch der Eiserne Vorhang entstanden.
    Die Staaten des Ostblocks befürchteten eine Masseninvasion durch verzweifelte westliche Intellektuelle, die dem verhassten Kapitalismus endlich entkommen wollten.
    Leider erwiesen sich die waffenstarrend bewachten Grenzen als unwirksam. Erst nachdem Moskau abschreckende Propagandamaßnahmen ergriff (im Osten gäbe es keine Bananen), fügten sich die Intellektuellen ihrem traurigen Schicksal und blieben daheim bei Mutti.

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