“Kommunizierende Röhren eines Ponzi-Systems”

“…Mit der Bankenunion droht sich der Finanzsektor endgültig zu verselbstständigen als ein System, in dem sich Staaten und Banken wie kommunizierende Röhren eines Ponzi-Systems gegenseitig das Geld der Steuerzahler zuschieben. Der ESM rettet die Banken, diese zeichnen dessen Anleihen und reichen sie dann bei der EZB als Sicherheit für Geldleihgeschäfte ein. Dieses Triumvirat aus Banken, ESM und EZB ist niemandem mehr Rechenschaft schuldig und kann die finanziellen Risiken seines Handelns auf die Gesellschaft abwälzen. Aus der Sicht der Steuerzahler ist die direkte Rekapitalisierung der Banken absolut nicht wünschenswert…” (Der deutsche Finanzwissenschafter Marcus Kerber in der  “WiWo“)

4 comments

  1. Wettbewerber

    Derzeit bringt diese Konstruktion innerhalb der institutionellen Anleger offenbar immer noch mehr Vor- als Nachteile. Sollten diese aber irgendwann das Vertrauen verlieren (wenn die Inflation einmal urplötzlich doch einzusetzen beginnt), kann es relativ schnell gehen, und das mühsam errichtete Kartenhaus fällt in sich zusammen. Wie lange noch? Ich tippe auf ein paar Jahre, aber es können auch zehn oder zwanzig werden. Es gibt einfach noch so viel Wohlstand zu verfrühstücken und zu verpfänden und (gerade in Ö und DE) einige sehr gewinnträchtige Sektoren, wo man schön abschöpfen kann. Rechtlich, vor allem aber moralisch ist das aber der Wahnsinn schlechthin, und wir allem werden einen hohen Preis dafür zahlen, da bin ich mir sicher.

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