Konsumverzicht auf katholisch

An diesem Donnerstag stellt Franziskus seine Ökologie-Enzyklika vor. Der heilige Vater rät darin, auf Luxus und Konsum zu verzichten. (“FAZ”) Deshalb läßt sich der Botschafter des Heiligen Vaters in Wien ja auch nur in einem Audi A8 chauffieren und nicht in einem vergoldeten Maybach oder so. #TheorieUndPraxis

13 comments

  1. FDominicus

    Die Kurie steht den Politikern was salbungsvolles Reden und Luxusleben angeht kaum nach. Die Kirche hat damit nur mehr und länger Erfahrungen. Immerhin mehr als 2000 Jahren den Leuten das Heil nach dem Tod verkaufen – ist schon beeeindruckend.

  2. cmh

    Das Leben nach dem Tod war nur die Draufgabe und die Lockung dafür, dass die tumben Kerls aus den teutschen Wäldern die Kultur, die Sitte und die Moral annahmen.

    Aber der Antiklerikale beginnt schon zu tränzen. Bitte da nicht übersehen, dass die Kirche den Einzelnen anspricht, damit er ein besserer Mensch aus eigenem wird.

  3. Astuga

    “Das Leben nach dem Tod war nur die Draufgabe und die Lockung dafür, dass die tumben Kerls aus den teutschen Wäldern die Kultur, die Sitte und die Moral annahmen.”

    An ein Leben nach dem Tod glaubten auch bereits die “tumben deutschen Kerls”.
    Und deren Vorstellung war auch nicht verdrehter als die zusammengestoppelte der Christen die sich bei der jüdischen Religion und einigen anderen bedient haben.
    Wenn sie auch nicht ganz so absurd ist wie die islamische Jenseitsvorstellung.

  4. Astuga

    Aber zurück zum Thema.
    Den Vertreter irgendeiner Religion als moralische Instanz zu betrachten ist ohnehin äußerst abwegig.
    Und an Franziskus vermisse ich die angeblich so große Intellektualität der Jesuiten.
    Eigentlich schwafelt er nur südamerikanisch geprägte linke Phrasen.

  5. Mona Rieboldt

    @Astuga
    Ja, er schwafelt nur linke Phrasen, findet den Kapitalismus ganz böse. Dabei finanziert der ja grade sein Leben und den Vatikanstaat. Die Vatikanbank hat gerade gute Gewinne gemacht.
    Sein Ökozeugs hat er ohne Kritik vom Institut in Potsdam übernommen. Schellnhuber und seine Leute haben schon immer gern den Öko-“Weltuntergang” herbei fantasiert, damit sie mehr Geld vom Staat bekommen. Da war der zurück getretene Papst vom Intellekt her wesentlich stärker.

  6. cmh

    Ihr seits doch nur antiklerikal. Und das Leben der Germanen nach dem Tod war ungefähr so deppert wie das der Museln. Nur statt dem ewigen und folgenlosen Ficken immer der geleichen Huris hatten die Germanen immer den gleichen ebenfalls folgenlos Kampf. Je heldenhafter gestorben, desto edler der Mann. Wenn das Leben so ist, dann glaube ich lieber so wie Sie nicht daran.

    Das Problem der Antiklerikalen besteht darin, dass sie einerseits meinen, der Papst gebe eine bestimmte Moral vor (z.B. die Sexualmoral kommt bei Antiklerikalen hauptsächlich an als “Vögeln verboten!”und wenn schon dann “Nur mit der Eigenen!”), und andererseits zu präpotent sind, sich an ein Gebot halten zu können. Tatsächlich ist es so, dass die selbstverantwortliche Einhaltung der christlichen Gebote bessere Menschen macht, wovon wiederum der Staat profitiert.

    Wenn auch – wie man sehen kann – nicht alle in gleicher Weise davon profitieren können. Die bleiben dann Antiklerikale oder Atheist oder Grüne oder Rote. Aber ein jeder wie er es vermag.

  7. Astuga

    Ich persönlich sehe mich weniger als antiklerikal (oder antichristlich 😉 ) sondern vielleicht als “anti-mystizistisch”.
    Tatsächlich finde ich mich immer wieder in der Position das historische Christentum gegen zu platte Angriffe zu verteidigen, was nicht einer gewissen Ironie entbehrt – für einen Atheisten.

    Ein anständiges Leben ist mir jedenfalls lieber als der Tod, aber ich fürchte ihn auch nicht.
    Nicht so wie manche Gläubige (eh scho wissen) die gerade zur Zeit gerne behaupten, wie gerne sie doch sterben, um dann doch immer ein Geschrei darum zu veranstalten wenn einer von ihnen stirbt.
    Solche Leute lieben nicht den Tod, sie fürchten lediglich das Leben.
    Und die sog. Goldene Regel gab es auch schon vor dem Christentum.

  8. Fragolin

    Will der Vatikan jetzt etwa die Klimareligion für sich vereinnahmen?
    😉

  9. Mourawetz

    Ich bin enttäuscht, wie hier Sand in die Augen gestreut wird.

    Der Botschafter des Papstes, also der Apostolische Nuntius, ist der Stellvertreter des Heiligen Stuhls, so heißt der Papst auf Staatsebene, bei der Regierung eines anderen Staates. Peter Zurbriggen ist Apostolischer Nuntius in Österreich. Zugleich ist er der Doyen des Corps Diplomatique. Als solcher steht er der Gesamtheit aller Diplomaten in Österreich vor. Deshalb auch das Kennzeichen WD-1.  Der Audi A8 ist sein Dienstauto, er wird fast nur zu gewerblichen Zwecken angemeldet, eine typische Staats-und Diplomatenkarosse also, gibt es auch als Sonderschutzfahrzeug. Daraus einen Fall für gelebten Luxus “auf katholisch” zu erkennen, ist an den Haaren herbeigezogen. Damit wird all den Bischöfen und Pfarrern unrecht getan, die wahrlich nicht im Luxus schwelgen.

    http://diepresse.com/home/panorama/religion/1465361/Osterreichs-Bischofe_Protzen-oder-knausern

  10. panta rhei

    Der Herr Zurbriggen scheint so eine Art Übermensch zu sein. So gesehen ist ein A8 überaus bescheiden und irdisch.

  11. Astuga

    @Mourawetz
    Mir egal, ich will die Wohnung vom Faber Toni!
    Und endlich in die Seitenblicke…

  12. cmh

    Austuga

    Ich habe ja nichts dagegen wenn einer unimusikalisch oder unreligiös ist. Wenn sich aber einer damit brüstet, dass er unmusikalisch ist, dies etwa wie die “Maturanten” twittert, dann halte ich ihn für einen dummen und unreifen Zeitgenossen.

    Dass Sie nicht in der Lage sind, einen Unterschied zwischen Christentum und Islam zu machen schließlich entspricht wenn ein Tauber Krach macht.

  13. ondine

    Die Kirche war doch wirtschaftlich sehr erfolgreich – auf einem Esel hat es begonnen!!!

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