Krieg zwischen Staaten, mitten in Europa

“…..Nach der Annexion der Krim, dem Abschuss eines Passagierflugzeuges und einem monatelangen Krieg ist es Zeit für eine Zwischenbilanz und ein wenig Ehrlichkeit. Im Osten der Ukraine findet kein Bürgerkrieg statt, hier stehen sich die ukrainische Armee und um Aufständische verstärkte russische Verbände gegenüber. Was nach 1945 undenkbar schien, ist nun wieder Alltag in den Nachrichten: In Europa findet Krieg zwischen souveränen Staaten statt….” (Die NZZ, klarsichtig wie fast immer)

21 comments

  1. Thomas Braun

    Krieg zwischen Staaten?
    Wenn ich mich recht daran erinnere, haben pro-westliche Demonstranten mit Gewalt eine demokratisch legitimierte Regierung vertrieben. Und ab dann ist die Sache eskaliert. Oh Wunder. Und jetzt beschießt die Ukraine ihre eigenen Städte. In einem zivilisierten Land würde man das Volk abstimmen lassen, was sie wollen und fertig (siehe Tschechien/Slowakei).

  2. sokrates9

    Was war der Grund für die Sanktionen? Der Abschuß der MH 17! Wer hat das gemacht? Natürlich Putinfreuinde! Jetzt, 2 Monate später ist man sich offiziell noch immer nicht klar wer die Täter waren!
    Fazit: Sanktionen wurden verhängt ohne Beweise zu haben! Wir akzeptieren immer mehr das amerikanische Rechtssystem, wo man so etwas nicht braucht! Es genügt wenn einer ” Terrorist” schreit und schon wird er liquidiert!

  3. Thomas Holzer

    Proleten, egal von welcher Seite, gehen über Leichen; die ist (leider) nichts Neues im laufe der Geschichte.
    Man sehe sich nur die sog. Volksvertreter und selbsternannten “Präsidenten” an, genauso wie den kriegslüsternen Herrn Jazenjuk, der nichts unversucht läßt, EU und/oder NATO in diesen Konflikt noch mehr hineinzuziehen.

  4. Thomas Braun

    Den Artikel als “klarsichtig” zu bezeichnen, finde ich kühn.

    Besonders schön finde ich den Anspruch des Journalisten, dass Gaslieferungen mit Russland natürlich weiterhin vereinbart werden dürfen, aber sonst sollten wir jetzt wirklich keinen Spaß mit RUS mehr verstehen.

    Vielleicht kämpft er dann am Schlachtfeld in der ersten Reihe mit. Wir sind sicher in guten Händen mit dieser Kampfmaschine:
    Eric Gujer (eg.)
    Redaktion NZZ International

    Geboren 1962 in Zürich. Nach der Matur zweijähriges Volontariat beim «Mannheimer Morgen». Danach Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Slawistik in Freiburg im Breisgau und Köln. 1986 Praktikum im Auslandressort der NZZ und bis zum Studienende freie Mitarbeit für die NZZ aus Deutschland.

  5. Thomas F.

    Putin braucht den äußeren Konflikt um von seinen Machenschaften im Inneren abzulenken.
    Friedliche Verhältnisse könnten für ihn persönlich vermutlich lebensbedrohlich werden.

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  7. Rado

    Ich fühle mich weder veranlasst, Russland in irgendeiner Weise in “die Schranken zu weisen” noch Moskau als meinen Gegner zu sehen.
    Der “proeuropäische” Kiewer Putsch zu Jahresbeginnn ist mir noch zu gut in Erinnerung. Mit Ashtons Telefonat und den Scharfschützen vom Maidanplatz, den Proeuropäern, die sofort vom dritten Weltkrieg zu faseln begannen, dem rechten Sektor mirt seinen Schlägertrupps im Parlament und ringelzöpfchen Timoshenko, die Putin das Hirn wegballern will. Den Brandstiftern von Odessa und jetzt den Wehrpflichtigen die als Kanonenfutter in den Osten getrieben werden.
    Diese Lügen um diese diese Machtergreifung sind zu billig und zu offensichtlich. Netter Versuch, aber jedenfalls bei mir vergebene Liebesmühe, auch wenns von der sonst eher seriösen NZZ kommt.
    Mir wird schlecht bei dem Gedanken, dass ein Jazeniuk, Poroshenko oder eine Timoschenko und wie diese mafiösen Oligarchen alle heißen, mittels der EU einmal Einfluss auf Österreichs Geschicke nehmen könnten.

  8. Thomas Holzer

    @Rado
    Dann seien Sie aber bitte auch so “nett”, die selbsternannten Vertreter im Osten der Ukraine, welche ja auch nicht gerade die “creme de la creme” der Volksrepublikaner, geschweige denn der Intelligenz, darstellen, wenigstens ein bisserl zu kritisieren 😉

  9. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ Thomas Braun,
    ob die Demonstranten “pro westlich” sind oder waren ist zweitrangig!
    Tatsache ist, dass die Ukrainer von der Kleptokratie (samt Freunderl) genug hatten und ihn zum Teufel jagten.
    Allein die über 740 Mio Dollar, die er mitnahm sprechen Bände. Von den Geldern die er und seine “Familie ” in der Schweiz gebunkert haben, ganz zu schweigen ! Oder glauben sie, die Schweiz sperrt Phantomkonten?
    So ein Regime gehört abgelöst! Und wenn es durch Wahlen nicht geht (weil zeitgerecht manipuliert) muss man eben zu radikaleren Mitteln greifen – oder was glauben sie wer die “Separatisten” finaziert?
    (die haben Waffen aller Art und Munition in dieser Fülle sicher unter dem Christbaum gefunden?)

  10. sokrates9

    Will die EU die Ukraine haben? Sicherlich nicht: 10x so viel Schulden wie Griechenland, völlig korrupte Führung, keine Bodenschätze! Will Putin Ukraine? Sicher nicht auch er will diesen Staat nicht! Was er aber will ist dass keine Natotruppen vor der Grenze stehen und er muß seinen Russen in der Ukraine helfen! Wer will eigentlich was? Nur die USA, die sich wieder mal als Kriegstreiber profiliert! Raus mit den Amerikanern aus Europa! wir brauchen dieses Gesindel nicht!
    Alle unsere Politiker sind voll in Deckung und hoffen dass geglaubt wird die böse EU war es! Doch die haben brav mitgestimmt! Traurig dass sich kein Journalist fragen traut wo eigentlich die Beweise für die Grundlage der Sanktionen, der Abschuß der MH17 sind ! Wäre peinlich wenn man zugeben müsste reines Stimmvieh zu sein und dass man kritiklos alles abnickt was vorgegeben wird! Tun alle bei den Sanktionen mit? Angeblich sind Ungarn, Slowakei, Tschechien nicht dabei!

  11. Rado

    @Thomas Holzer
    Zu den ostukrainischen Volksrepublikanern fällt mir als erstes auf, dass Hunterttausende von ihnen auf der Flucht sind. Interessanterweise nach Russland, ins Reich den Bösen und nicht zu den Philantrophen in Kiew. Wirkliche Berichte sind rar, es wundert mich aber, dass hier noch niemand die Lager über der Grenze als Terrorcamps bezeichnet hat.
    Die größte europäische Fluchtbewegung seit dem 2. Weltkrieg kann vielleicht an der internationalen Soldateska, der Privatarmee des proeuropäischen zutiefst humanistisch veranlagten Oligarchen Achmetov und der sogenannten “Nationalgarde” liegen, die wir alle hier bereits mit unserem Steuergeld bezahlt haben, damit Kiew die Menschen in der Ostukraine wieder an die Kandarre kriegt. Die reguläre Ukrainische Armee schießt nämlich nicht so gerne auf andere Ukrainer und ist auch sonst nicht so mit Freude bei der Sache, wie man es sich in Kiew, Brüssel und Washington vorgestellt. hat.
    Kritisieren kann man an den Ostukrainern schon auch einige Dinge. Aber wohl nicht, dass sie als erste zur Gewalt gegriffen haben. Das waren die Leute des “Westens”.

  12. Thomas Holzer

    @Rado
    Ich denke, die Hunderttausende, die nach Russland geflüchtet sind, sind weniger überzeugte Volksrepubilkaner der von Einzelpersonen! ausgerufenen Volksrepubliken (alleine der Name ist schon bezeichnend) Slawjansk und Donetks, als unbeteiligte Dritte, die einfach Angst haben, zwischen den “Linien” zu Tode zu kommen; Außerdem, Russland ist halt wesentlich näher als Kiew; auch innerhalb der Ukraine soll es Hunderttausende Flüchtlinge geben.
    Und sogenannte “Separatisten” haben die verschiedensten öffentlichen Gebäude gestürmt; und daß “Bürgermeister” und “Präsidenten” martialisch tagtäglich in Uniform herumlaufen müssen, haben sie doch eine ach so große Unterstützung in der breiten Bevölkerung, erachte ich, als zumindest, sehr eigenartig,
    Warum wehren die sich nur so gegen eine Volksabstimmung unter russischer-, EU-, ukrainischer- und UN-Beobachtung/Überwachung, und zwar ohne vermummten Waffenträgern(sic!) vor den Abstimmungslokalen? Das finde ich zumindest doch auch etwas eigenartig

  13. sokrates9

    @rado: Vor 2 Jahren anlässlich der Fußball EM war die Welt noch in Ordnung, und der Handel mit Rußland lief ganz gut! Dann kam Pussy Riot, man begann während der Olympiade die Liebe zu russischen Homosexuellen zu unterstützen, der rechtmäßig gewählte Präsiden wurde gestürzt, Maydan böse Scharfschützen des Präsidenten schießen auf die eigenen Leute, die USA investiert 3 MRD in den Putsch, fuck the EU ist der Spruch der Woche, Timoschenko möchte alle Russen mit Atombomben vernichten, das erste Gesetz war russische Sprache zu verbieten,in wessen Interesse der MH – Abschuss lag sieht man ja auch darin, dass die Täter plötzlich nicht gesucht sind, hunderte europäische Söldner sind in Einsatz, die friedensliebende EU schnürt Sanktionen! Unglaublich, was dieser Putin alles anrichtet!Wobei seine Stunde kommt erst: wenn er im Winter der Ukraine , die ja 3 MRD Gasschulden hat – das Gas abdreht wird die EU ein interessantes Problem zu lösen haben!

  14. gms

    Thomas Holzer,

    > Warum wehren die [Separatisten] sich nur so gegen eine Volksabstimmung [..]

    Können Sie das belegen?

    > und zwar ohne vermummten Waffenträgern(sic!) vor den Abstimmungslokalen?

    Falls Sie auf die Krim anspielen: Waffenträger /vor/ den Lokalen sind weder in der Lage, Leute von zuhause in selbige zu treiben, noch die Abstimmung /in/ den Lokalen zu beeinflussen. Die Ausführungen der westlichen Propagandamedien sind schon blöd genug, da braucht man nicht noch zusätzlich Unfug obendrauf packen.

  15. sokrates9

    @gms
    gebe Ihnen voll recht! die westliche Propaganda strotzt vor Dummheiten und unplausibilitäten! Doch es kann nichts zu dumm sein, es gibt keinen facebookeintrag den die USA – Fans nicht bedingungslos glauben!Hollywood lässt grüßen! Man sucht noch immer die Massenvernichtungswaffen des Saddam Hussein, die schrecklichen Kindermorde in Kuweit und andere Moritaten!

  16. Rado

    Wir alle sollten eigentlich aus Erfahrungen gelernt haben. Wie EU und Nato “failed States” produzieren, diese als Sprungbrett für ihre korrupten und expansiven Machenschaften nutzen und alle Lasten den europäischen Bürgern umhängen. Ein solches Lehrbeispiel ist zB. die “Unabhängigkeit” des Kosovo. Das dortige Regime besteht bekanntlich aus völlig ungebildeten Schwerkriminellen und Mördern. “Staatschef”, Mörder und Organhändler Hakim Thaci (googeln sie mal nach der Geschichte mit den abgeschnittenen Köpfen und dem Gartenzaun!) wurde bekanntlich vom österreichischen Diplomaten Wolfgang P. international eingeführt und empfohlen. Heute herrscht dort die Mafia, der Euro ist die offizielle Landeswährung, wir blechen! Nachgefragt wird dort jetzt nicht mehr.
    Nicht viel anders ist jetzt der Vorgang in der Ukraine.
    Die Biografien von Timoshenko, Jazeniuk, den Freunden der “Swoboda” Partei und Co sind übrigends auch kein Geheimnis und interessant zu lesen. Einen Überblick zu letzterem findet man zB. hier.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/23/jaz-jazenjuk-ein-gefaehrliche-netzwerker-an-der-spitze-der-ukraine/

  17. Thomas Holzer

    @gms
    “> Warum wehren die [Separatisten] sich nur so gegen eine Volksabstimmung [..] Können Sie das belegen?”

    Können Sie das Gegenteil belegen?

    Nein, ich spiele nicht auf die Krim an; aber ich erachte es als eigenartig, daß z.B. selbsternannte Bürgermeister und Präsidenten, welche lt. deren eigenen Aussagen doch eine so große Unterstützung in der Bevölkerung genießen, 24 Stunden am Tag in Kampfmontur herumlaufen und von maskierten(sic) Bewaffneten, ebenfalls in Kampfmontur, unterstützt werden. Da fehlt mir die Verhältnismäßigkeit und da könnte man durchaus zum Schluß kommen, daß es mit dieser Unterstützung nicht so weit her ist.

  18. Rado

    @gmx
    Um mit den Worten der Separatisten zu sagen, wehren sich zunächst einmal gegen eine Eroberung durch eine faschistische Putschregierung aus Kiew (deren Worte, wie gesagt). Wenn die putschen dürfen, dann dürfens die Ostukrainer auch! Wie man übrigends aus den spärlichen Informationen herauslesen kann, hat die Regierung in Kiew gegen die “Prorussen” eine militärische Niederlage apokalyptischen Ausmaßes eingefahren.
    Berichte der besiegten Armee dürften sich schon bis in die Westukraine augebreitet haben. man liest von wütenden ukrainischen Soldaten die sich von einer unfähigen ignoranten Armeeführung verheizt fühlen.
    Diese Geschichte muss Kiew erst einmal politisch überleben. Wir werden in den nächsten Wochen massive finanzielle und materielle Unterstüzung aus dem Westen erleben die, so sie nicht vorher gestohlen wird, allesamt in diesen Krieg fließen werden.
    Nochetwas zu den Ostukrainern, Putin und Russland (den Link hatte ich schon mal hier):
    Das war ein (Bürger-)Krieg mit Ansage! Diese unmissverständliche Warnung (oder Drohung?) Putins war sieben Jahre alt, als Nato und EU sich entschlossen, in die Ukraine zu gehen. Der Westen konnte diese Eskalation im Detail voraussehen, weil Putin sie explizit angekündigt hat. Das spielte in den Plänen der Leute wie Ashton, Obama oder Steinmeier aber offenbar keine Rolle. Fehleinschätzung oder Absicht?
    https://www.securityconference.de/ueber-uns/muenchner-momente/ein-hauch-von-kaltem-krieg/

  19. gms

    Rado,

    > Das war ein (Bürger-)Krieg mit Ansage!

    Aus der US-Botschaft in Moskau von 2008 — NATO enlargement, particularly to Ukraine, remains “an emotional and neuralgic” issue for Russia, but strategic policy considerations also underlie strong opposition to NATO membership for Ukraine and Georgia. In Ukraine, these include fears that the issue could potentially split the country in two, leading to violence or even, some claim, civil war, which would force Russia to decide whether to intervene. Additionally, the GOR and experts continue to claim that Ukrainian NATO membership would have a major impact on Russia’s defense industry, Russian-Ukrainian family connections, and bilateral relations generally.– [1]

    > [Rede Münchner Sicherheitskonferenz] Diese unmissverständliche Warnung (oder Drohung?) Putins
    > war sieben Jahre alt, als Nato und EU sich entschlossen, in die Ukraine zu gehen.

    Bitte vergessen Sie die verdrehte Zusammenfassung des Transatlantikers Oliver Rolofs und halten sich an den Originaltext [2], denn dieser spiegelt weniger Drohungen als die Bitte um Verständnis.

    [1] wikileaks.org/plusd/cables/08MOSCOW265_a.html
    [2] ag-friedensforschung.de/themen/Sicherheitskonferenz/2007-putin-dt.html

  20. gms

    Thomas Holzer,

    > Können Sie das Gegenteil belegen?

    Das brauche ich nicht.

    > [..] 24 Stunden am Tag in Kampfmontur herumlaufen und von maskierten(sic) Bewaffneten,
    > ebenfalls in Kampfmontur, unterstützt werden.

    Bitte lassen Sie die Kirche im Dorf, noch dazu, wo selbiges in einem Bürgerkrieg verstrickt ist.

    > [..] könnte man durchaus zum Schluß kommen, daß es mit dieser Unterstützung nicht so weit her ist.

    Christian Wehrschütz schilderte vergangenen Sonntag (“Im Zentrum”) Gegenteiliges. Die Leute in besagten Gebieten sprechen nahezu ausschließlich russisch und fühlen sich von Kiev nicht vertreten.

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