Kultur und Konflikt

(MARCUS FRANZ) Jede Kultur braucht für ihr dauerhaftes Bestehen nicht nur Menschen, die sie ideell leben, sondern auch einen entsprechenden Raum, der
je nach Größe der Population eine Region, eines oder mehrere Länder oder
sogar einen Kontinent umfassten kann. Man nennt das heute üblicherweise Kulturkreis.

Kultur ist definitiv nicht (nur) das, was man fallweise im Museum oder
Theater auslebt. Kulturelle Ereignisse sind nur Emanationen von etwas
Größerem, Fundamentalen: Kultur be- und entsteht grundsätzlich aus
Lebensweise, Wertehaltung, Sozialverhalten, Gesellschaftsstruktur,
Rechtssystem, bildender Kunst, Musik und Literatur. Diese Entitäten erzeugen
die Kultur und im Gegenzug befestigt diese wiederum die genannten
Fundamente.

Kultur ist also nichts statisches, sondern im Sinne ihrer eigentlichen
Wortbedeutung etwas lebendiges und daher auch stetigen Änderungen und
Entwicklungen unterworfen. Und doch ist sie für ihren jeweiligen Raum über
lange Zeitabschnitte immer charakteristisch und beständig, da ihre
Metamorphosen meist langsam passieren. Ausnahmen stellen Eroberungskriege,
Revolutionen und große Migrationsbewegungen dar.

Eine solche Migrationsbewegung erleben wir gerade, besser gesagt: den
Beginn derselben. Die Hintergründe der aktuellen Migration, der noch immer herrschende
haarsträubende Mangel in der Unterscheidung zwischen Kriegsflüchtlingen und
Wirtschaftsmigranten, die einseitige Berichterstattung darüber, die Fragen des
Bleiberechts, das Faktum der rechtsstaatlichen Mankos bei Grenzsicherung und
Personenkontrolle sowie die generelle Fragwürdigkeit vor allem der deutschen
Migrationspolitik sollen hier nicht Thema sein. Es geht ja um die Kultur.
Die zentralen kulturellen Fragen sind: was werden Millionen Menschen, die binnen kurzer Zeit aus einem völlig anderen Kulturkreis nach Europa kommen, mit ihrer in vieler Hinsicht konträren Kultur hier anfangen? Und was könnte dieser massive und konfliktträchtige Input von gegensätzlichen Haltungen mit den europäischen Werten und mit unseren vielen für ihre Toleranz fast schon verschrieenen Europäern machen?

Für die Migranten gilt zweifellos dasselbe wie für alle Menschen, die in
einer kulturellen Gemeinschaft leben: Kultur braucht Raum und den wird sie
sich nehmen wollen.

Dazu gibt es drei Szenarien:

1. Die weitere und massive Zunahme von Parallelgesellschaften. Auf diese
Weise können sich hermetisch abgeschlossene Communities vor allem in Städten entwickeln, mit allen negativen sozialen Folgen. Die in Deutschland bereits da und dort existenten No-Go-Areas, die laut der deutschen Autorin und Polizistin Tania Kambouri selbst die Polizei nur
höchst ungern betritt, sind da nur der üble Anfang, ähnlich den berüchtigten
Banlieus in Paris.

Es ist übrigens dem bekannten Migrationsforscher Paul Collier zufolge eine
Tatsache, dass der Trend zur Parallelgesellschaft umso stärker wird, je
größer eine Auslandsgemeinde ist. Die im Namen einer falsch verstandenen
Humanität und Toleranz geduldete, ja sogar gewollte unkontrollierte Zuwanderung ohne
Grenzen befördert also genau jene Situation, die alle vermeiden wollen. Von
der durch die unkritische und einladungsmanische Migrationspolitik
ermöglichten und völlig unnötigen Einreise jener Vielen, die a priori gar
kein Recht dazu haben, ganz zu schweigen. “Humanität ohne Vernunft führt in
die Hölle”, sagte der tschechische Kardinal Duka in stark überspitzter Formulierung dazu. Aber im Kern hat er recht: Die Vernunft muss auch in der Migrationskrise regieren.

2. Der offene Verdrängungskampf. In den rasch wachsenden
Parallelgesellschaften wird vermutlich das Konfliktpotenzial steigen. Und da
geht es nicht um Terror und Anschläge, sondern ganz simpel um den Anspruch
der kulturellen Hegemonie, wenigstens in der eigenen Community. Zumindest
eigene Areale der Gerichtsbarkeit (Scharia) sind ja schon da und dort
gefordert worden. Prominentester Förderer der Scharia in Europa war noch vor
der Migrationskrise paradoxerweise der ehemalige Erzbischof von Canterbury,
Rowan Williams. In England ist diese Debatte im vergangenen Dezember wieder
voll entbrannt: Frauenrechtlerinnen aller Lager wollen, dass Premierminister Cameron einen
“ban” der schon länger existierenden privaten Scharia-Gerichte ausspricht. Sie sehen in diesen als Beratungsstellen geführten Einrichtungen ein Instrument zur Unterdrückung von Frauen.

Aber natürlich möchten die strenggläubigen Moslems nach der Scharia leben.
Und man mag das goutieren oder nicht, aus deren Weltsicht heraus, in der
Staat und Religion (noch) nicht getrennt sind, ist das für sich betrachtet sogar legitim. Auch
scheint das scheibchenweise Einführen der Scharia bis jetzt mangels klarer
Haltung vor allem in Deutschland zu funktionieren: In Berlin leben nach
Schätzungen der Polizei bis zu 30% der Araber in Polygamie: die eine Ehe
schließt der Staat, die andere der Imam. Der Staat erfährt davon nichts. Und
finanziert wird die meist bald kinderreiche Familie dann über Hartz IV.

Die Frage brennt also, aber die im Humanitäts- und Toleranz-Modus schwurbelnden Teile
Europas wissen noch keine klare Antwort auf die grundlegenden kulturellen
Unterschiede und die daraus hervorgehenden Ansprüche. Dabei kann die Antwort
nur Ja oder Nein lauten, mit jeweils allen Konsequenzen. Tertium non datur.

Szenario Nummer 3 kann daher nur heißen: Explizit die Anpassung der Migranten durch forcierte Integrationsmaßnahmen anstreben.Das ist die einzige Möglichkeit, die drohenden kulturellen Konflikte zu verhindern. Da die Multi-Kulti-Gesellschaft nicht funktioniert (das geben
mittlerweile auch schon viele linksideologische frühere Verfechter derselben
zu), muss nach einem klaren Codex die Integration jener, die ein dauerhaftes Bleiberecht
bekommen haben, zum prioritären Ziel werden.

Dazu ist es aus kultureller Sicht nötig, dass vor allem diejenigen, die den schon existierenden
europäisch orientierten Islam weiterentwickeln wollen, massiv unterstützt werden (so wie das jetzt im 50-Punkte-Programm von Außenminister Kurz vorgesehen ist). Europa darf und muss den Islam und seine europäischen Vertreter auffordern, durch rasche Evolution eine Einpassung ins europäische Gefüge zustande zu bringen. Der Göttinger Professor Bassam Tibi begann schon in den 90ern, hier eine führende Position einzunehmen. In Österreich ist wohl der Wiener muslimische Religionspädagoge Ednan Aslan die aktuelle Autorität für die Etablierung eines europäischen Islam.

Wir brauchen den intellektuellen Diskurs über den Islam in Europa und natürlich die Reduktion der da und dort geäußerten religiös-kulturellen gesamthaften Ansprüche auf die persönlichen und privaten Bereiche. Das lässt die freie Religionsausübung natürlich zu und erlaubt selbstverständlich auch das sichtbare Bekenntnis zum Islam. Aber die Hegemonie der europäischen Werte, die Hoheit des säkularen Rechtsstaats, die Tradition der Aufklärung und des Christentums dürfen dadurch weder in Frage gestellt noch politisch, kulturell oder sonstwie angegriffen werden.

Man möge jetzt bitte nicht behaupten, dass damit eine Diskriminierung
stattfinden würde. Im Gegenteil, dies ist eine Gleichstellung: Keine
Religions- oder Kulturgemeinschaft darf sich über den Rechtsstaat und über die zivilisatorischen Errungenschaften Europas erheben. Wer dies will, kann nicht bleiben.

Und wer bleiben will, der muss sich in den grundsätzlichen Bereichen
anpassen, das ist eine Bringschuld. Dazu ist es aber auch nötig, dass jene,
die kein Bleiberecht erhalten, so rasch wie möglich wieder in ihr
Herkunftsland zurück geschickt werden. Und um eine machbare, geordnete und nachhaltige Integration zu erreichen, ist es absolut indiziert, Obergrenzen der Aufnahmekapazitäten festzusetzen.

32 comments

  1. Marcus Franz

    Korrektur in eigener Sache: der Migrationsforscher heisst nich Paul Collins, sondern natürlich Paul Collier. Sein Buch “Exodus” ist übrigens jedem zu empfehlen, der auch nur irgendwie an den Fragen der Migration interessiert ist.

  2. Der leiwaunde Johnny

    Ich denke, es ist viel einfacher. Die europäische Stammbevölkerung ereilt dasselbe Schicksal wie die Ureinwohner Amerikas. Die Frage ob wir das wollen, stellt sich längst nicht mehr. Die Arithmetik der Geburtenraten weist den Weg. Auch die österr. Neujahrsbabys waren – einmal mehr – ein klarer Beweis wohin die Reise geht.

    Das Wiener Straßenbild von heute (die Menschen der Stadt betreffend) hätte sich noch vor 20 Jahren kaum jemand vorstellen können. Und diejenigen, die es taten, wurden mit der Nazikeule
    erschlagen. Die Masseneinwanderung nimmt aber erst jetzt so richtig Fahrt auf.

  3. Falke

    Das alles ist ja gut und schön, ja sogar völlig richtig. Ich frage mich nur, warum der Herr Franz das nicht genauso seinem Parteichef sagt bzw. sich im Nationalrat entsprechend verhält. Wieso ist er von einer Partei, die das etwa genauso sieht wie er, zu einer Partei übergewechselt, die sich voll und ganz der “Willkommenskultur” der Linken angepasst hat und im Parlament bei allen entsprechenden Maßnahmen und Gesetzesbrüchen brav und folgsam mitstimmt. Das gleiche gilt übrigens auch für die Frau Kathrin Nachbaur.

  4. Marcus Franz

    @Falke
    Genauso sagt das der Herr Franz innerhalb des ÖVP Klubs. Und Frau Nachbaur ebenso. Und, Last not least, even first: Minister Kurz auch.
    Es ist halt ein kleinschrittiger Prozess, weil die Verquickungen und Bremsklötze innerhalb einer Koalition ja auch durch einen Pakt bestehen- und solche Pakte “sunt servanda”.
    Bei genauer Beobachtung wird Ihnen aber auffallen: die VP steuert stetig gegen die unkritische Willkommenspolitik.

  5. Selbstdenker

    Die Alternative 3 kommt mindestens 15 Jahre zu spät.

    Ausserdem möchte ich zu bedenken geben, dass es in der Vergangenheit zahlreiche Fälle (z.B. in UK) gab, bei denen man glaubte moderate Moslems zu unterstützen und in Wahrheit getarnte radikal-islamistische Gruppierungen mit Geld überhäufte.

    Appeasement und (offen gesagt) Korruption ziehen nicht. Sowohl die vom Westen hofierten Muslim-Brüder als auch der von den vermeintlichen Partnern des Westens unterstützte IS verfolgen dieselben Ziele.

    Es macht absolut keinen Sinn einerseits den IS zu bekämpfen und anderseits mit den Muslim-Brüdern bestimmte Deals einzufädeln, da beide lediglich unterschiedliche Seiten der selben Medaille sind. Sie unterscheiden sich nur in der Offenheit mit der sie ihre Ziele verfolgen, in der Zeitpräferenz und in der Wahl der eingesetzten Mittel.

    Eine Unterscheidung zwischen moderaten und radikalen Islam, wie sie sich die Biedermänner im Westen erhoffen, gibt es so nicht. Das Unterscheidungsmerkmal spielt sich auf der menschlichen Ebene ab: praktizierende und nicht-praktizierende Moslems. Wobei es auch hier – wie meistens in der Realität – verschiedene Abstufungen gibt.

    Das Christentum hat sich auch erst reformiert, nachdem halb Europa in Schutt und Asche lag. Und wenn man sich die Taktik der europäischen christlichen Kirchen in der Migrationsfrage näher ansieht, dürften die im Mittelalter und in der Apokalypse durchwegs einen Zufluchtsort sehen.

  6. caruso

    Das wäre dann einer der äußerst seltenen Fälle, wo ich mit der Richtung der VP, zumindest mit ihrer erwähnten Vertreter sehr einverstanden wäre.
    lg
    caruso

  7. Falke

    @Marcus Franz
    Das ist noch keine Antwort auf die Frage nach dem Parteiwechsel. Ich persönlich könnte mir z.B. durchaus vorstellen, das TS zu wählen, allerdings – u.a. aus den oben angefüherten Gründen – nie und nimmer die ÖVP.

  8. Falke

    @Marcus Franz
    Und noch etwas: welche “Pakte” sind denn das? Steht im Koalitionspakt etwa, dass Migranten (oder euphemistisch “Schutzsuchende”) in jeder Menge ins Land gelassen und hier auf Kosten der Steuerzahler unbegrenzt versorgt müssen? Wohl kaum. Oder, dass der Rechtsstaat in gewissen Situationen aufgehoben werden kann? Glaube ich auch nicht. D.h. die ÖVP könnte, ohne irgendwelche “Pakte” zu brechen, klar sagen: “Nein, mit uns nicht!” Tut sie aber nicht. Die paar Aussagen von Kurz hörte ich wohl, aber irgendwelche Konsequenzen haben sie nicht. Und letztlich: warum sagen das – angeblich – die Abgeordneten Franz und Nachbaur im ÖVP-Club und nicht auch im Nationalrats-Plenum, bzw. stimmen dort entsprechend ab? Mandatare sind ja angeblich ihrem Gewissen und ihren Wählern verpflichtet, oder?

  9. mariuslupus

    Ein kluger Artikel, aber bereits post festum. Habe mir gedacht Menschen werden Politiker weil sie neugierig sind, sich Informationen besorgen und vorausschauend handeln. Nachträglich das Kind im Brunnen, hier die europäische Kultur zu beweinen, ist sinn- und zwecklos. Die VP gefällt sich in der Rolle des Papiertigers dem auch noch Zähne gezogen wurden. Immer brav im Schlepptau der Roten. Warum ergreift die VP nicht die historische Chance zu überprüfen wie viele Wähler sie gewinnt, sollte sie Profil zeigen, und in Opposition zum roten Diktat der sogenannten Willkommenskultur, gehen.Vielleicht würde die VP mehr gewinnen als sich diese Partei aktuell zutraut. Aber die Granden haben Angst. Angst, warum ? Die VP ist dem Untegang geweiht. Warum nicht noch ein letzter Versuch sich aus dem Würgegriff der grüroten Boa Constrictor zu lösen. Dazu braucht es aber Mut. No risk, no fun. Sonst gibt es nur ein Begräbnis 3.Klasse, arrangiert von den roten Pomfinebern. Nicht einmal a scheene Laich schaut dabei heraus.

  10. aneagle

    @ Marcus Franz
    Netter Artikel für nette Leute. So zivilisiert!
    Dazu eine Frage zu den etwas weniger zivilisierten Umständen der Realität:
    Was haben Sie, hat der kleinere Koalitionspartner, hat die österr. Bundesregierung für Maßnahmen für folgende bereits jetzt vorhandene Situation parat:
    1 Zuzügler,
    4fach verheiratet (1x Standesamt, 3x Imam)
    Kinder bisher : 12 (4 mit der offiziellen Frau, 8 inoffizielle, )
    Einkünfte: Arbeitseinkommen : 0,
    dafür aber: 2x Sozialhilfe (Mindestsicherung), 3x Mindestsicherung+ 3x Notstandshilfe für alleinerziehende Mütter, wenn nötig zusätzlich mannigfaltige Familienbeihilfeleistungen der Caritas vergütet durch die Gemeinde Wien

    Sie sehen, worauf ich hinaus will. Österreichs Sozialgesetzgebung ist nicht für die neue Bevölkerung geeignet. Ihre ohnehin schon laxe Missbrauchskontrolle zielt bisher nicht mal in den angegebenen Problembereich. Das war bisher auch nicht vordringlich nötig, kommt aber jetzt wie ein Tsunami unweigerlich auf Wien zu.

    Die Grüne Familienberatung hat die Imamverheirateten Zweitfrauen längst darüber aufgeklärt, dass eine Frau lediglich Vater “unbekannt” angeben muss, um den angestrebten Unterstützungszustand zugesprochen zu erhalten. Den Rest erledigten ca. 100.000 Handyanrufe nach Afrika zu den 80 Millionen kinderreichen Auswanderungswilligen.

    Und Hand aufs Herz: Wenn Sie heute in Marokko leben und nichts haben außer ein Schüppel hungriger Kinder- was hält Sie noch dort?
    Noch lebt es sich gut in Wien von der Nachwuchsförderung. Keiner der glücklichen Notstandbezieher denkt nur im Traum daran seine Tage mit steuerpflichtiger Arbeit zu verplempern.( Würde ich auch nicht – und Sie?)

    Zurück zu den vorhandenen Maßnahmen, wobei Sie bei der Aufzählung die nicht exekutierbaren Richtlinien, die unfertigen, unverhandelten Entwürfe, alle sozialen Expertenstuhlkreise, runde Tische, in Begutachtung befindliche Erstfassungen, unrealistische Maßnahmenkataloge, Sozialkommissionen samt Schwerpunktgruppen, Kompetenzzentren, Studienevaluierungsvereine, ministerielle Zumutbarkeitsdefinitionsgruppen, etc. getrost weglassen dürfen-
    WAS HAT ÖSTERREICH DAS BEREITS WIRKSAM FUNKTIONIERT ?

    Ich frage das mit Interesse, denn Deutschland hat bis jetzt gar NICHTS. Außer dem schwammigen Mantra “mehr Sachleistung” und ein mehrere Jahre altes Gerichtsurteil, das den imamverheirateten, rechtlich illegalen Zweitfrauen einen legalen Anspruch auf Unterstützung zuspricht, der mangels pfändbarem Einkommen des Mannes ohnehin vom Steuerzahler beglichen wird. Auf diese Rechtsprechung wird in letzter Zeit von den Familienberatungszentren vermehrt hingewiesen.

    Sollten Sie also ebenso wenig vorzuweisen haben, wird die sattsam weit über die Grenzen bekannte Geschwindigkeit der österreichischen Legislative, samt durchsetzungsfähigem Recht in ein anspruchsvolles Wettrennen mit den Neuankömmlingen treten. Am Ergebnis werden Sie, der Koalitionspartner und die österr. Regierung sich messen lassen müssen!Eventuell wird es Zeit statt Blogartikel zu verfassen politisch-parlamentarische Arbeit zu leisten?

    PS:Sollte Österreich, dank der vorausblickenden Tätigkeit seiner Mandatare, pragmatisch, praktisch und legistisch gut gerüstet sein, betrachten Sie bitte den Artikel als gegenstandslos 🙂

  11. gms

    Marcus Franz,

    > Es ist halt ein kleinschrittiger Prozess, weil die Verquickungen und Bremsklötze innerhalb einer Koalition
    > ja auch durch einen Pakt bestehen- und solche Pakte „sunt servanda“.

    Weder gibt es in der Sache einen solchen Pakt, noch wäre er eingedenk seiner Sittenwidrigkeit angesichts der perpetuierten Rechtsbrüche zu seiner Umsetzung beim sogenannten Flüchlingsthema gültig.
    Offensichtlich ist es also ein inoffizieller Pakt — entweder für den Zuzug oder bloß zum Machterhalt, und dergestalt exakt jenes unredliche Vorgehen, das der ÖVP zwischenzeitlich regelrecht brüllend und omnipräsent vorgeworfen wird.

    Die FDP hat als Steigbügelhalter der CDU mit deren Merkel’schen Hyperpragmatik sich selbst aus dem Bundestag katapultiert. Das liberale Wählerpotential in Deutschland ist weit größer als die nötige 5%-Hürde, bloß /diese/ FDP hatte es sich gründlich mit ihren potentiellen Wählern verscherzt.
    Daß die ÖVP jeden roten Bockmist, sei es in Sachen Steuern, Hate-crimes und last not least Immigration sklavisch (lat. ‘servus’, davon auch ‘servanda’) mitträgt, hat der nun heimatlose Wähler schon längst kapiert. Die Vorstellung ist zu absurd, eine demnächst geläuterte und all ihrer mediokren Figuren beraubte ÖVP stellte beim nächten Mal den Kanzler und würde ohne sozialistisch angekränkeltes Beiwagerl das bisher und bis dahin in Österreich Verbockte wettmachen.

  12. Zaungast

    @ Dr. Franz
    >>> Pakte „sunt servanda“.

    Danke, ganz lieb. “Verarschen können wir uns selber” (c Christian Ortner)

  13. astuga

    Alles schön und gut, die Analyse ist ja nicht so schlecht – Aber.
    “Dazu ist es aus kultureller Sicht nötig, dass vor allem diejenigen, die den schon existierenden
    europäisch orientierten Islam weiterentwickeln wollen…”

    Wo bitte schön existiert ein europäischer Islam?
    Das vernachlässigbare bisschen das es an Verbindung von Islam und europäischer Lebensart gab (etwa in Bosnien, und dort in Wahrheit auch erst weniger als 100 Jahre alt) steht längst unter dem Einfluss von Saudi Arabien, dem türkischen Religionsministerium oder von Salafisten und den Muslim Brüdern.
    Der ohnehin überwiegende Großteil an Islam in Europa ist ein reines Importphänomen (verstärkt durch eine permanente Zuwanderung).
    Was wir sehen ist deshalb keine Europäisierung des Islam, sondern eine Islamisierung Europas (übrigens auch eine der internationalen Politik, etwa in EU, UNO und vielen NGO`s).

    http://philippika.blogspot.co.at/2006/03/die-probleme-muslimischer-minoritten.html

  14. Marcus Franz

    @falke und @gms
    Pacta sunt servanda heißt: ein Koalitionspakt ist dazu da, eingehalten zu werden.
    Im übrigen glaube ich, dass trotz aller hier geäußerten Kritik die VP diejenige Fraktion ist, die eine vernünftige Lösung der Migrationskrise erreichen wird. Dass es auch in der VP Personen gibt, die zugunsten eines schon leicht rötlich gefärbten Weltbilds die bürgerlichen Werte nicht mehr so hoch halten wie früher, ist ein Fakt, das man in vielen konservativen Parteien Europas erlebt (CDU!). Ich für meinen Teil bin (wie viele andere in der VP) im internationalen Setting sicher der CSU am nächsten und kann auch der Fidesz sehr viel abgewinnen, das ist aber eh
    bekannt. Grundsätzlich steh ich für eine wirtschaftsliberale und wertkonservative Politik und in der aktuellen Frage für den umfassenden Grenzschutz, sollte nicht binnen kurzem die Aussengrenze und die Hotspots Realität werden. Obergrenzen der Migration sind sowieso basale Voraussetzung, wie schon im Text oben festgehalten.
    Überdies ist es für eine politische Bewegung rechts der Mitte aber gut, wenn unterschiedliche Meinungen unter einem Dach intensiv diskutiert werden (diese diskursiven Interna sind nicht für Publikationen bestimmt, ich ersuche um Verständnis) und am Ende eine klare Entscheidung gerade in dieser so gewichtigen Frage kommuniziert wird. Für mich galt und wird immer gelten: ich stehe zu meiner Meinung und vertrete sie intern wie extern.

  15. astuga

    Die Möglichkeit einer Islamisierung Europas (statt des Euro-Islam) hat übrigens auch schon der genannte Bassam Tibi vor Jahrzehnten bereits angesprochen.
    Allerdings konnte er damals noch nicht ahnen, dass Europa seine Tore weit öffnen würde.
    Was also damals bloß eine von zwei Möglichkeiten war, ist heute (bei Beibehaltung des politischen Kurses der EU) eine absehbare Realität.

    Und ÖVP wie europäische Christdemokraten sind hierbei Täter und Helfershelfer.

  16. Gerhard

    Neuerlich:
    Gratulation an Dr.Marcus Franz für diesen Beitrag.

    Ich finde es großartig, dass Herr Franz – da es im Team Stronach nicht funktionierte – seine UNVERÄNDERTEN Prinzipien und Ideen nun in der Volkspartei einbringt. Dort hat er es sicher nicht leicht, genügend Verbündete zu finden, aber auch die Parteiführung erkennt nun, dass sich etwas ändern muss. Und es ist auch der einzige realistische Weg, dass sich in unserem land etwas zum Positiven verändern wird. Es ist aber ein sehr mühsamer und langwieriger Prozess und nur Idealisten – wie Franz einer ist – tun sich so etwas an. Chapeau! Dies auch mit dem Risiko, dass er bei der nächsten NR-Wahl auf keinen “sicheren Listeneplatz” gereiht wird.

    Mitteilung und Tipp an Reinhold Mitterlehner aus meinem derzeitigen Aufenthaltsort im Ausland:
    Better an end with terror than terror without an end.
    (Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende).

  17. gms

    Anerkennt man Deutschland und Österreich abseits von Blut- und Bodenpatriotismus als Kulturnationen, offenbaren sich eklatant die dicken Haarbüschel in der argumentativen Suppe derer, welche Konfliktlinien zwischen einer christlich-jüdischen Kultur und einer islamisch geprägten mit dem Espressolöffel begegnen.

    Sprache, Wissenschaft, Kunst, Recht und Religion bilden die gemeinsamen fünf Säulen jeder menschlichen Kultur, weshalb sich auch schon rumgesprochen hat, daß Mulikulti ein Pfahlbau mit aberwitzig vielen unterschiedlich langen Stehern ist, der nichtmal seine Errichtung am Reißbrett übersteht.
    Als Konsequenz dessen auferlegt der gesellschaftschmiedende Demiurg heute seinen Schutzbefohlenen eine Kräfteresultierende, indem er der vorherrschenden und allen hinzuzufügenden Kulturen eine wechselseitige Integrationsleistung abverlangt, welche alle Unterschiede so weit nivelliert, daß was Tragfähiges darauf entstehen kann. Na dann deklinieren wir das mal durch:

    Sprache — Das soll Deutsch sein, bloß wer sich vorstellt, umgekeht ausreichend erwachsen den Flüchtlingstriathlon zu überleben und danach am Zielort Arabisch inklusive dessen Schrift zu erlernen, hat schon mal die erste Steilwand vor Augen. Als Aufstiegshilfe im afghanischen Fernsehen die Silvesteransprache mit deutschen Untertiteln wird vermutlich nicht ausreichend sein.

    Wissenschaft — Wo die einzig gültige Erkenntnis von oben kommt und mit prophetischen Worten in Originalspache in Einklang zu stehen hat, zieht unser Verständnis von Forschung und Lehre im Zweifel den Kürzeren. Zum Glück suchen wir nur händeringend nach handwerklich geschickten Fachkräften als Kompensation für den regierungsseitig befeuerten Brain-Drain, wird doch Industrie 3.0 total verkannt. Den passenden Avatar zur Gebärdensprache schnitzt der Profi in Echzeit. Wir schaffen das!

    Kunst — Optisch und akkustisch ähneln einander diverse Kunstverständnisse wie die Alpen der Sahara, basierend auf antagonistischen Vorstellungen betreffend Freude und Ergötzung respektive hierfür adäquater Mittel. Der vielgehätschelte Panda ‘Irritation der Wahrnehmungsgewohnheiten’ wird für jede Menge Spaß im öffentlichen Zoo sorgen, so er nicht kollitisch porräkt ausgestopft im neu zu schaffenden ‘Museum des Reaktionären’ entsorgt wird, da er andernfalls Daueropferabonnementen auf der Nase rumsteppt.

    Recht — Der zu findende Kompromiß zwischen unterbliebender Anklage und dem Baumeln am Galgen wird so manchen Integrationsbeauftragten schlaflose Nächte kosten. Unsere Verfassungen taugen zur Antwortfindung ebenso nicht, wie Fliegenklatschen zur Bärenjagd. Gewiß ist bei uns alles irgendwie wasserdicht verbrieft, jedoch nur solange, bis der Gesetzgeber andere Vorstellungen von Inhalt und Dichtheit hat. Politische Wahlen sind vorgezogene Versteigerungen der späteren Beute, und für ‘Rechtspositivismus’ gibt es garantiert einen entsprechenden arabischen Begriff.

    Religion — Da diese kulturübergreifend sowieso Privatsache ist und zugleich mit anderen kulturellen Säulen nicht wechselwirkt, ist Merkels explizite Aufforderung an phobische Bedenkenträger zu vermehrtem Gebet und Kirchgang nicht hilfreich. Macht aber nichts, weil wir schaffen das. Zur Not wie Samurais, nachdem das Schwert und die Anleitung zum korrekten Aufknöpfen des eigenen Hemdes beim Bauch frei Haus geliefert werden.

  18. sokrates9

    Markus Franz@ Ich finde es auch gut wenn ein ÖVP – Politiker sich mal Blogs bedient und Kommunikation (zumindest externe) offensichtlich auch versteht!
    Ihr klammern an Außengrenze und Hotspots ist allerdings ein gewisser Rückschlag! Mir hat noch keiner plausibel erklären können. nach welchen Kriterien wer hier effektiv beurteilt ( Ungar oder Schwede) ob ein Asylgrund vorliegt, und dann wie die Quotenverteilung erfolgen soll wenn 80% der EU – Staaten – 90% der Bürger–:) dies ablehnen und selbst bei grünem Licht der Flüchtling bis Lebensende im ostungarischen
    ” Niridschahza bleibt und nicht in die Länder wo noch Manna vom Himmel fällt , weiterreist .Darüber hinaus kann so ein System nur funktionieren wenn es nicht ” ausgetrixt” werden kann! Das heißt de facto dass alle bisher illegale Eingereisten genau so wie die Leute die die Hotspots umgehen, unverzüglich zu den Hotspots zurückgebracht werden müssen. Das sind hunderttausende und ein lustiges logistisches Problem!
    Ich verstehe nicht wieso man glaubt die blöde Bevölkerung mit solchen Wolkenkuckucksheimkonstrukten sedieren will!
    Auch der ” Kurzsche Kuschelislamansatz, den vor allem einige Konvertitinnen` goutieren, die im Orient wortlos aus jeder Moschee rausgeprügelt würden sobald sie nur den Mund öffnen, ist so ein origineller Ansatz! Der Islam darf nicht hinterfragt werden und man wird als Häretiker schnell geschächtet, wie man das ja täglich übt!
    Dass natürlich die afghanischen Atomwissenschaftler und Herzchirurgen, die es leider ein bisschen mit dem Alphabet haben, schnell Parellelkulturen bilden werden (müssen) wobei deren einziger Vorteil im unbedingtem Glauben an den Koran liegt, lässt sich auch ganz leicht prognostizieren, und schließt eine Integration in die österreichische Gesellschaft aus!

  19. Rennziege

    Dazu ein famoser Christopher Booker im “Telegraph”:
    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/china/12078365/Our-spoiled-emasculated-despiritualised-societies-in-the-Westare-in-terminal-decline.html
    Fazit: Oswald Spengler (“Der Untergang des Abendlandes”) hatte recht, schon vor 90 Jahren.
    Ich wage zu bezweifeln, dass auch nur ein einziger mitteleuropäischer Minister oder Abgeordneter dieses Buch gelesen hat. In meinem Gymnasium war’s ein wichtiger Abschnitt im Geschichtsunterricht.

  20. Marcus Franz

    @rennziege
    Ich darf Sie beruhigen, Spengler hab ich gelesen. Und zwar das ganze dicke Buch. Mit Faszination ob seiner luziden Theorien.

  21. gms

    sokrates9,

    ” [Außengrenze und Hotspots] Mir hat noch keiner plausibel erklären können. nach welchen Kriterien wer hier effektiv beurteilt”

    Es ist irrelvant, nach welchen Kritierien, entscheidend für die plutokratische Strategie ist die /Vereinheitlichung/, dem sich nach Etablierung betreffend Zuzug kein Mitgliedland entziehen kann, wenn die Schleusen hernach EU-konform offen sind. Ziel ist immer der Abbau nationaler Souveränität.

    Daß die meisten Zuwanderer irgendwie nach Deutschland oder sonstwo weiterziehen, wo die Honigtöpfe niedriger hängen, ist auch allen klar und auch erwünscht, zumal Deutschland geopolitisch im europäischen Kontext das wichtigste Feld darstellt. Last not least wird es sowieso noch bis knapp vor den St.Nimmerleinstag dauern, bis das gesamte Werkel rundläuft, müssen flankierend doch auch Sozialsysteme umgebaut werden.

  22. Rennziege

    3. Januar 2016 – 17:14 Marcus Franz
    Danke für Ihre Replik, Dottore! Sie sind offenbar eine erfreuliche Ausnahme in den Reihen heutiger Politiker, besonders der österreichischen. Mein Posting zu Ihrem Artikel wurde auch mit dem Wörtchen “dazu” eingeleitet, Sie also sic et simpliciter bestätigend.

  23. gms

    Rennziege

    > Dazu ein famoser Christopher Booker im „Telegraph

    Nachdem der Artikel u.a. den Niedergang von GB thematisiert — wer hat Nachfolgendes 2006 gesagt?:

    To me, the most remarkable thing about reading the Koran is to understand how progressive it is. I speak with great diffidence and humility as a member of another faith.
    I am not qualified to make any judgements. But as an outsider, the Koran strikes me as a reforming book, trying to return Judaism and Christianity to their origins, rather as reformers attempted with the Christian Church centuries later. It is inclusive. It extols science and knowledge and abhors superstition. It is practical and way ahead of its time in attitudes to marriage, women and governance.
    Under its guidance, the spread of Islam and its dominance over previously Christian or Pagan lands was breathtaking. Over centuries it founded an Empire, leading the world in discovery, art and culture. The standard bearers of tolerance in the early Middle Ages were far more likely to be found in Muslim lands than in Christian.
    [..]
    Finally, today’s world is a world on the move. Immigration is the toughest political issue in Europe and the USA right now. People get scared of it for understandable reasons. It needs to be controlled. There have to be rules. But, properly managed, immigrants give a country dynamism, drive, new ideas as well as new blood.
    We need rules to ensure migration is fair. But mature nations are those which have overcome the fear that different ethnic groups damage our identity or put our cohesion at risk. Today we take pride in our diversity. We know tolerance, respect for others, and a basic way of life founded on democratic freedoms are held in common by the vast majority of our people, whatever their race or creed.

    Auflösung: fpc.org.uk/fsblob/798.pdf

  24. Rennziege

    3.Januar 2016 – 18:20 gms
    Danke! Ich hab’s einigermaßen erraten, aber dann doch Ihren Link ang’schaut: Tony Blair war’s, der übelste aller UK-PMs seit Menschengedenken … dank unglaublicher Kungeleien, im und nach dem Amt, heute einer der reichsten Männer Großbritanniens. Gegen ihn ist Gerhard Schröder, ebenfalls gutgeölt, ein Waserl.
    Staunende Grüße.

  25. Der Realist

    für die verschiedensten Kulturkreise wird halt in Zukunft nicht genug Raum vorhanden sein, das wird daher unweigerlich zu Konflikten führen und gewinnen werden jene Kreise, die am rücksichtslosesten agieren und auch eine entsprechende Stärke besitzen. Das heutige Straßenbild in Wien gibt darauf eine eindeutige Antwort, und da es die Superfötation offensichtlich nicht nur im Tierreich gibt, kann sich jeder, der mit offenen Augen durch die Stadt geht, die Situation in zehn oder zwanzig Jahren ausmalen.

  26. gms

    Nachdem Paul Collier hier bereits als verdienstvoller Profi seines Faches genannt wurde, anbei der Verweis auf ein lesenswertes Interview mit ihm [1]. Interessant ist sein Vorschlag der Errichtung kleiner Fabriken in Camps, eine Idee, die eine Stufe größer als Charter Cities [2] schon länger in liberalen Kreisen kursiert.

    [1] zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/interview-collier-zuwanderung-fluechtlinge/komplettansicht
    [2] ted.com/talks/paul_romer
    ‘Why the world needs charter cities’

  27. gms

    Selbstdenker,

    danke für den Link auf den Gatstone-Artikel. Das Wissen um diese Sachverhalte ist nötiger denn je, ist doch aktuell gerade wieder ein neuer Giftbrocken des europäischen Rates for Toleranz und Versöhnung in der EU-Pipeline. (Orwell, schau runter!)

    Zum Glück ist Cameron aus einem anderen Holz als Blair geschnitzt (‘But the biggest threat that we face comes from terrorist attacks, some of which are, sadly, carried out by our own citizens. [..] [We] should acknowledge that this threat comes in Europe overwhelmingly from young men who follow a completely perverse, warped interpretation of Islam, and who are prepared to blow themselves up and kill their fellow citizens. [moderate muslim vs. extremist -] Move along the spectrum, and you find people who may reject violence, but who accept various parts of the extremist worldview, including real hostility towards Western democracy and liberal values.’ 1)

    Das ist übrigens der Grund, weshalb die USA dankend auf muslimische Zuwanderer verzichten. Das führt in Deutschland schon mal indirekt zu bemerkenswerten Pressekonferenzen [2].

    Ganz so weit wie die Amerikaner ist Cameron noch nicht, denn er meint, man könne das in Dosen schon verkraften, so es gelingt, “[to] build stronger societies and stronger identities at home. Frankly, we need a lot less of the passive tolerance of recent years and a much more active, muscular liberalism. A passively tolerant society says to its citizens, as long as you obey the law we will just leave you alone. It stands neutral between different values. But I believe a genuinely liberal country does much more; it believes in certain values and actively promotes them.”

    [1] gov.uk/government/speeches/pms-speech-at-munich-security-conference
    [2] youtube.com/watch?v=qFAIy0ksPuQ
    ‘Flüchtlinge: Warum wird die USA nicht aufgefordert zu helfen?’

  28. Mourawetz

    Wie lange möchte man noch zuwarten?
    Die FPÖ ist bereits die stimmenstärkste Partei.
    Möchte man so lange warten bis sie die Absolute hat?
    Wann gibt’s endlich Neuwahlen.

  29. Mourawetz

    Wie lange möchte man noch zuwarten?
    Die FPÖ ist bereits die stimmenstärkste Partei.
    Möchte man so lange warten bis sie die Absolute hat?
    Wann gibt’s endlich Neuwahlen.

  30. Lisa

    In einer freiheitlichen GEsellschaft kann sich ein Moslem, dem man die Hand wegen Diebstahls abhacken will, immer noch an die Richter des “Ungläubigen” wenden, wenn ihm seine Hand lieb ist… Das Dauerlamento über den Niedergang der europäischen, westlichen Kultur mag seine Gründe haben, aber die Migrasylanten sind ein willkommener Sündenbock, um darüber hinwegsehen zu können, dass der Westen schon lange keine Wertegemeinschaft mehr ist (war er das je?!), sondern in Tausende und Abertausende immer individuellerer Wertegruppen zersplittert. Beginnen wir doch mal bei uns selbst, wenn wir „das D, A oder CH “Volk“ sagen: Mögen wir denn unseren autochthonen Mitbürger, nur weil er den gleichen Pass hat? Mag nicht jeder den eingebürgerten oder auch ausländischen Freund, Kollegen oder Nachbar , der ähnliche Werte vertritt, mehr als etwa den einheimischen Drögeler, Sandler, Alki, Krakeeler, Querulanten etc. etc, Ich mag keinen Ladendieb oder Mörder oder Vergewaltiger, egal, ob einheimisch oder zugewandert. Die vom Staat subventionierte Kultur betrifft vor allem diejenige, deren Konsumenten (Oper, Schauspiel, Kunstmuseen, organisiertes Innovatives) eine staatliche Verbilligung gar nicht nötig hätten und die fernab der real existierenden jungen Leute agiert. Da wächst eine einheimische Jugend heran, die ohne Bildungsballast mit dem smartphone umgehen kann und bei Klassenreisen nach Paris, Wien, Rom oder London vor allem shoppen geht, wenn sie nicht gezwungen wird, Baudenkmäler und Museen zu besuchen. Mit Entsetzen beobachtete ich einmal eine Schulklasse in Auschwitz – die Lehrperson schien das Verhalten nicht zu stören… Kultur verlangt Pflege (auch Verhalten und Bildung gehören zur Kultur!). Die Taliban sprengten in Nullkommanichts tausendjährige Buddha-Statuen – wir tun das leiser und langsamer , mit dem fortschreitenden Entzug des Kulturerbes. Ich hab mit muslimischen Kindern “Stille Nacht” gesungen – weil das zu unserer Kultur gehört., nicht weil ich missionieren will.

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