Kultur: Weg mit den Subventionen!

“Die Streichung sämtlicher Subventionen für die Bühnen dieser Republik würde zwar die Kultur des Landes nicht fördern, aber ihre weitere Demolierung stoppen, als eine Art Gnadenschuss, welcher bekanntlich ein Gebot tugendhaften Mitleids ist. Es wäre weit besser, die Werke der Klassiker würden überhaupt nicht mehr gespielt als täglich dem Konformismus gemütsverrotteter sogenannter Regisseure ausgeliefert, denen die Beschmutzung jeder Schönheit und die Denunzierung jeder edlen Regung zur zweiten Natur geworden ist, wie ja überhaupt, seit die Liebe zur Menschheit in den Künsten Einzug hielt, alle Schönheit und alle Achtung vor der Einzelseele aus ihnen verschwand….” (Hier)

6 comments

  1. Marianne

    Ob ein Streichen der Kultursubventionen tatsächlich der Qualität abträglich wäre sei dahingestellt. Jedenfalls würden Produktionen, die lediglich der Beschäftigung von Mainstream Journalisten dienen, in Zukunft wegfallen.

  2. Rennziege

    22. August 2014 – 11:12 Marianne
    Ein Streichen der Kultursubventionen ist (wie auch Sie zwischen den Zeilen andeuten) der Kultur eher zu- als abträglich. Denn dann könnten die Herren und Damen nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit öffentlich kopulieren, onanieren und Werke der Weltliteratur schänden, von einer ebenfalls subventionierten Journaille für Geschmacklosigkeit gefeiert.
    Die Culturati müssten dann, vermutlich zum ersten Mal in ihrem Leben, in die Hände spucken, um ein zahlendes Publikum in ihre Häuser zu locken. Das funktioniert nur mit Qualität der Inszenierung und Respekt vor den Autoren, nicht aber mit Pornographie und altkommunistischer Propaganda.

  3. Thomas F.

    Aber, aber! Österreich ist doch eine Kulturnation!
    Es handelt sich hier um Förderung! Wer wird denn so eiskalt rechnend von “Subventionen” sprechen? Eine Respektlosigkeit vor den Kulturschaffenden!
    Kunst und Kultur kann man in Geld doch überhaupt nicht bewerten. Und überhaupt, wer nicht zehn Jahre Theaterwissenschaft studiert hat, versteht nichts von Kultur und kann hier gar nicht mitreden.
    Das gemeine Volk soll dankbar sein für die selbstlose Hingabe all der begnadeten Künstler, ohne die das Land in die Barbarei versinken würde.

  4. Rennziege

    22. August 2014 – 15:54 Thomas F.
    Wie recht Sie haben!

    Nur wer zehn Jahre Theaterwissenschaft,
    in den Nebenfächern Genderwissenschaften, Marxismustehorie, Religionsgeschichte des Islams, Austrokommunismus, NGO-Wissenschaft, Förderung regierungsfreundlicher Medien,
    studiert hat, Magister- oder Masterarbeit unter dem Titel “Shakespeare und Goethe: Steigbügelhalter des Faschismus” zumindest begonnen hat (drei unvollendete Seiten genügen für die zusatzliche Ausfertigung des Sandlerdiploms) ….

    …der oder die darf sich einreihen in die selbstlosen Reihen der begnadeten (ist das nicht ein zu schwaches Adjektiv?) Künstler, ohne die das Land in die Barbarei versinken würde ein Müllproblem weniger, mehr Penunzen für Wichtiges und tagtäglich volle Theater, Opern- und Konzerthäuser hätte.

  5. oeconomicus

    Wir wissen alle, dass Subventionen schädlich sind, auch für die Kunst. Ich habe gestern zufällig eine Diskussion (in Hangar 7) gesehen, mit Peter Haselsteiner und Jürgen Flimm. Es ist schon überraschend, mit welcher Chupze Subventionsempfänger diese auch fordern.

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