Lasst die Leute doch einfach kiffen!

“….Wir fragen uns: Bringt ein Drogenverbot etwas? Sind Drogenkonsumenten wirklich Kriminelle? Muss man sie mit dem Strafrecht verfolgen? Oder sind das Bereiche, die nicht strafbar sein sollten und um die man sich zwar kümmern muss, auch unter dem Aspekt des Kinder- und Jugendschutzes. Aber wo das Strafrecht außen vor bleiben sollte. Wir fragen uns, ob eine komplette Prohibition sinnvoll ist….” (André Schulz,Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, hier )

9 comments

  1. Riso

    Für Jugendliche ist ein Verbot auf alle Fälle sinnvoll:
    http://www.independent.co.uk/life-style/health-and-families/health-news/heavy-cannabis-use-makes-teenagers-more-likely-to-quit-school-9721694.html

    Teenagers who smoke cannabis are 60 per cent less likely to finish school or obtain a degree compared to those who have never used the drug, according to new research.

    The Lancet psychiatry study also found that daily users of marijuana are seven times more likely to attempt suicide, are eight times as likely to go on and use other illegal drugs, and 18 times more likely to develop a cannabis dependence.

  2. FDominicus

    @Riso. Nur das ich das richtig auf die Reihe bekomme, weil etwas für Jugendliche sinnvoll ist, ist es das auch für Erwachsene? Ok, ich weiß, das war wohl böser interpretiert, nur warum sich auf etwas konzentrieren um was es nicht wirklich ging.

    Ich persönlich kann dem Kampf gegen (was auch immer, Drogen, Dickheit, soziale Gerechtigket) nichts abgewinnen. Ich halte speziell diesen Drogenkram für ein Ausbund an Blödheit und Arroganz. Mir im Grunde völlig egal ob sich die Leute totsaufen oder totkiffen wollen oder wie auch immer in’s Jenseits gelangen wollen. Was mich richtig ankotzt, ist das es aber sozusagen Strafminderung gib wenn man dieses oder jenes im belämmerten Zustand macht. Ich sehe nicht ein warum ein Besoffener nicht genauso so hart bestraft wird wie ein Bekiffter. Diese ganze Idee der eingeschränkten Schuldfähigkeit finde ich erbärmlich grottig.

  3. cmh

    Da wären noch einige andere Themen die man phrasendreschermäßig mit dem gleichen Tiefgang abhandeln kann:

    z.B.:

    Lasst die Leute doch einfach Bestechen!
    Lasst die Leute doch einfach Betrügen!
    Lasst die Leute doch einfach Frauen in der Ehe schlagen!

    und mein Favorit mit dem ich bei den ISIS-Tschetschenen ziemlich gut liegen dürfte:

    Lasst die Leute doch einfach Versklaven! Morden! Köpfen!

    Warum soll man denn diese Tätigkeiten kriminalisieren? Das bringt doch nichts. Immer mehr Leute wollen das und tun es auch schon.

    Also: Trau dich doch! (die Sau rauslassen)

  4. FDominicus

    @cmh. Ihnen fällt der Unterschied nicht auf?
    Ok kleiner Tipp: Zum Bestechen braucht es wie viele?
    Zum Betrügen braucht es wie viele?
    Zum Frau schlagen braucht es wie viele?

    Sie können noch nicht einmal eins oder zwei unterscheiden und greifen mit dieser Unwissenheit an?

  5. Thomas Holzer

    @cmh
    “Immer mehr Leute wollen das und tun es auch schon.”

    Ich möchte wirklich nichts verniedlichen; aber es leben ca. 8 Milliarden auf dieser Erde, und davon ziehen ca. 50.000 (hoch geschätzt) mordend und vergewaltigend und Köpfe abschneidend durch den vorderen Orient………….

    Natürlich: jeder Einzelne ist einer zu viel; aber man sollte schon die Relationen nicht aus den Augen verlieren

  6. Riso

    Junkies zerstören nicht nur ihr eigenes Leben, sondern ruiniern auch Familien und Freundschaften.
    Ganz unwichtige Dinge also, die kaum angesprochen werden von Befürwortern von Legalisierung.

    Wenn, dann das portugiesische Modell: entkriminalisiert, aber trotzdem Verboten und das Geld/Menschen wird in Entzug gesteckt.

  7. Christian Weiss

    Beim Drogenkonsum handelt es sich letztendlich um die freie Entscheidung, um des Rausches Willen gewisse gesundheitliche Beeinträchtigungen in Kauf zu nehmen. Diese Entscheidung trifft in erster Linie mal jeder für sich selber und sie muss noch lange nicht zum Schaden Dritter sein. Es werden oft mögliche Folgekosten als Argument ins Feld geführt, weshalb es die Allgemeinheit eben doch etwas angehe. Nur:
    1. Drogenkonsum führt nicht per se zu gesundheitlichen Schäden und zu Folgekosten für die Allgemeinheit.
    2. Wer mit seinem Drogenkonsum trotzdem die eigene Gesundheit ruiniert, stirbt für gewöhnlich früher und belastet eine Vielzahl von Institutionen weniger: Pflegeheime, Renten.
    3. Die Kosten des per Gesetz kriminalisierten Drogenkonsums dürften deutlich höher sein. a) Beamte, die sich mit Geldwäscherei herumschlagen, die andernfalls keine Wäscherei wäre, weil die Einkünfte aus dem Drogenhandel legal wären und so auch ordentlich versteuert werden könnten. b) Beamte, die Produzenten aufspüren und mit Grossaufgeboten von ihrem Tun abhalten wollen, das ohne die Kriminalisierung auch zu einem ordentlichen Gewerbe mit Mehrwertsteuerertrag für den Staat würde. c) Weil Drogenverkauf und -Produktion kriminell ist, tummeln sich in diesem Milieu skrupellose organisierte Kriminelle, die auch andere Geschäftszweige wie Menschenhandel, Schutzgelderpressung und Erschleichung öffentlicher Mittel durch Unterwandern der Submissionsverfahren betreiben, was erstens zum unfreiwilligen Schaden Dritter ist und volkswirtschaftlich katastrophal ist. d) Und weil die skrupellosen Drogenbanden ihren Kunden, die bei diesem kriminalisierten Produkt nicht an den Konsumentenschutz appellieren können, noch zusätzliche Probleme verschaffen, die gesundheitlichem Schaden und Beschaffungskriminalität enden.

  8. Thomas Holzer

    @Riso
    Sie haben recht!
    Aber es sind nicht nur junkies; Sie haben vergessen zu erwähnen:
    Spielsüchtige
    Alkoholsüchtige
    Sexsüchtige
    Arbeitssüchtige
    Nichtarbeitssüchtige
    Fettsüchtige
    Magersüchtige
    Religionssüchtige
    Atheistensüchtige
    extrapolierend
    ad infinitum

    Ihrer “Idee” folgend muss alles verboten werden, weil jegliches Handeln des Menschen zu einer Sucht führen kann!

    Schon mal daran gedacht?!

    p.s.: in 3SAT wird heute eine Dokumentation gesendet, in welcher behauptet wird, daß Dicke länger leben als Menschen, welche dem BMI entsprechen…………..

    Jede Statistik findet ihre “Gläubigen” 🙂

  9. FDominicus

    @Alle die Argument von Herrn Weiss sind stichhaltig. Man könnte es sich fragen – man könnte
    @Riso Der Unterschied zu Alkoholikern wäre?
    Auch die können Familien zerstören – warum da so tolerant aber nicht bei Drogen?

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