Lasst Kärnten doch pleite gehen!

(C.O.) So, liebe Kärntner Freunde, jetzt müsst ihr für ein paar Minuten ganz tapfer sein und die Zähne zusammenbeißen, aber es geht leider nicht anders. Es ist nämlich so: ich vertrete den Standpunkt, dass euer schönes Bundesland ganz einfach pleite gehen soll, wenn in den nächsten Jahren Gläubiger eurer ehemaligen Landeshypo ihr Geld zurückbekommen wollen, für dessen Rückzahlung das Land haftet, aber nicht genug Kohle hat, zu zahlen.

Das, hat euch zwar der Herr Bundekanzler vor einem Jahr versprochen, werde er nie zulassen und euch „nicht im Stich“ lassen – aber wer, weiß, wer im nächsten oder übernächsten Jahr Bundeskanzler ist.

Jetzt werdet ihr sagen: Aber das geht doch nicht, ein Bundesland einfach pleite machen lassen, dann gibt es ja kein Geld mehr, mit dem Kindergärten betrieben, Spitalsärzte bezahlt und die Müllmänner entlohnt werden.

Damit habt ihr auch vollkommen Recht: Wenn eine Stadt oder ein ganzes Land pleite gehen, dann nimmt die Servicequalität eine Zeit lang ganz schön ab, weil dann nämlich einfach nicht mehr genug Geld da ist.

Aber so geht das halt jedem Pleitier: ist auch nicht lustig, wenn der Exekutor antanzt und einem die Wohnung ausräumt, die Bilder abhängt und den Laptop mitnimmt. Deswegen machen vernünftige Zeitgenossen eben auch nicht mehr Schulden, als sie locker bedienen können – und unterschreiben vor allem keine Haftungen, die sie ins Unglück stürzen können.

Ihr findet das ungerecht? Ist es nicht, denn in einer Demokratie sind die Wähler für die Regierung verantwortlich, die sie sich zusammenwählen. Und wenn der Kärntner Wähler, wie seinerzeit geschehen, eine Bande von Einfaltspinseln, intellektuellen Leichtmatrosen und Politclowns an die Spitze ihres Landes wählen, angeführt vom größten Hütchenspieler – Talent Zentraleuropas (mittlerweile tot), dann hat der Kärntner Wähler eben auch die Konsequenzen seiner lustigen Wahlentscheidungen zu tragen.

Ihr habt euch, und das nicht nur einmal, gutgelaunt in die Pleite gewählt. Selber schuld, jetzt löffelt bitte auch aus, was ihr euch da eingebrockt habt.

Ich verstehe schon, dass ihr, angeführt von eurem Herrn Landeshauptmann, nun wollt, dass Unschuldige Dritte für euch zahlen, die Burgenländer oder die Vorarlberger und alle anderen österreichischen Steuerzahler, und all die Leute, die eurer Bank gutgläubig Geld geborgt haben. Es ist nur so, dass das ziemlich mies ist, wenn man seine Schulden nicht zahlt. In euren hübschen Landgasthöfen schätzt man es auch nicht sehr, wenn man dort als Gast schlemmt, den alten Chateau Petrus aus dem Keller holen läßt und das Bezahlen der Rechnung mit dem Hinweis darauf verweigert, dass man leider das Geld nicht habe.

Passiert ja immer wieder, dass sich die Wähler verwählen und dann eben den Schaden haben. Ganz blöd gelaufen ist das etwa, als die Deutschen Herrn Hitler ganz demokratisch zum Chef gewählt haben; hat ihnen dann wie bekannt ganz mächtig Ärger eingebracht. Ist so, wenn man unbedacht sein Kreuz an der falschen Stelle macht.

Und außerdem habt ihr doch die schönsten traurigen Lieder in Eurem Land, die man sich vorstellen kann, so melancholisch, dass man dazu herrlich heulen kann. Das hilft sicher ein wenig durch die Pleite. Lei Lei!  (fischundfleisch.at)

29 comments

  1. Urban Galler

    wenn da nicht nur die linksverseuchte Realverfassung wäre, welche die Solitarität (egal wie der Schaden angerichtet wurde, Linke sind ja immer Opfer) als oberste Staatsbürgerpflicht immer dann hervorholt, wenn die selbstverschuldete Sch……., bis zur Halskrause steht.

  2. michelle

    wunderbarer Artikel – könnte fast Satire sein ! Ist aber wahr von A bis Z !!
    kann man übrigens auch auf andere Bundesländer (Wien, NÖ z.B.) und auch auf den Bund umlegen. Wenn alle auf AK,ÖGB, Grüne, seltsame NGOs und SPÖ hören (oder auch Sobotka und Pröll) und diese auch wählen, dann schaut’s so aus wie es jetzt eben aussieht. Total verfahren der Karren, eigentlich nicht mehr aus dem Dreck zu ziehen !
    Wetten, dass bei den kommenden Wahlen die nächsten unfähigen Amateure (blau womöglich?) an die Sautröge gelassen werden (müssen)? Oder sich die alten Pfründeverteidiger mit letzter Kraft koaltionär zusammenklammern werden? Dass erst dann echte Reformen gemacht werden, wenn diese uns von aussen aufgezwungen werden müssen ? Wie in Griechenland.

    Zum Kotzen. Ich wünsch uns noch viel Spass.

  3. Thomas Holzer

    Auch wenn es nur wenige Cent sein werden; aber die Politikerdarsteller, welche diese Haftungen abgesegnet hatten (sind alle auf Grund der Protokolle der Landtagssitzungen leicht zu eruieren) sollten bis auf das Existenzminimum gepfändet werden.
    Und, Herr Ortner, laptops werden schon lange keine mehr gepfändet 😉
    Und abschließend: alle 9 Bundesländer, (fast) alle Gemeinden und der Bund sowieso könnten sich dem Konkursantrag Kärntens umgehend anschließen! Denn alle(sic!) sind de facto überschuldet

  4. Herbert Manninger

    Das Korrekte am zukünftigen wirtschaftlichen Zusammenbruch wird sein:
    Er kam auf demokratische Art und

  5. Herbert Manninger

    Weise zustande. Nimmersatte Wähler ließen sich mit Versprechungen ködern, von Politikern, die wussten, dass nur so die Wahlchancen intakt blieben.

  6. Sven Lagler

    „Ist so, wenn man unbedacht sein Kreuz an der falschen Stelle macht. „

    Auf der Suche nach der richtigen Stelle für mein Kreuz verzweifle ich regelmäßig.
    Unter richtig verstehe ich die Partei welche
    EMS & CO keine Zustimmung gab
    eine Rückkehr zur Selbstverantwortung und mehr Marktwirtschaft will
    einen realen Abbau von Schulden vorantreibt
    Menschen nicht umerziehen will
    offen gegen den politisch korrekten mainstream wie Genderwahn, Energiewende und dergleichen auftritt
    die Gefahren des Islam(ismus) offen anspricht

    Habe daher das letzte Mal Team Stronach gewählt in der Hoffnung, dass dieses obige Kriterien am ehesten erfüllt. Abgesehen von Frau Nachbauer und Herrn Vetter kann ich als externe Beobachter kein Team mehr erkennen.
    Vermisse übrigens Fragolin sehr stark. Seine Beiträge sind für mich immer absolute Höhepunkte. Hoffe bald wieder von ihm zu lesen.

  7. michael mauritz

    Herr Ortner, lassen Sie nicht die anderen Bundesländer aus der Verantwortung. Auch die Vorarlberger und Burgendländer, die Sie zitieren, werden zahlen müssen, weil deren LH´s genauso über die Landeshypos haften werden. Jetzt so zu tun, als wäre denen das alles neu, ist eine Chuzpe, oder sie haben keine Ahnung. Beides ziemlich erschreckend, odr?

  8. Thomas F.

    Ohne ihn in Schutz nehmen zu wollen, aber das größten Hütchenspieler-Talent war immerhin schlau genug, das ganze Debakel rechtzeitig den Quadratschädeln in Bayern unterzujubeln und denen auch noch einen fetten Patzen Geld dafür abzuknöpfen.
    Es amüsiert, sich vorzustellen mit welchen kecken Worten er den Bayern eine Abfuhr erteilt hätte, als sie daran gingen, das Schlamassel wieder den Österreichern umzuhängen.

  9. Thomas Holzer

    Warum es wohl um die ÖVAG und Kommunalkredit so still ist?!
    Ein Schelm, wer Böses denkt 😉

  10. Herr Karl jun.

    Da wird sich das Land Kärnten das recht teure (und bislang noch nicht reformierte) Pensionssystem der Landesbediensteten nicht mehr leisten können; auch der verhältnismäßig hohe Anteil der Beschäftigten im öffentlichen Dienst wird wohl überdacht werden müssen; und die Trachten- und Musikvereine werden wohl ohne öffentliche Subventionen auskommen müssen. Da droht eine ordentliche “humantitäre Krise” im Lei-Leistan, doch es gibt Hoffnung: In Wien leben über 70.000 Kärntner und Kärntnerinnen. Wie deren albanischen, bosnischen oder serbischen “Kollegas” werden sie halt auch ihre Daheim- und Zurückgebliebenen mit monatlichen Apanagen unterstützen. Die erste Strophe des Kärntner Heimatlandes spricht nicht umsonst vom “teuren Heimatland”…

  11. PeterT

    @Thomas F
    Leider war er nicht ‘schlau genug’ der Bayern Hypo auch gleich die Landeshaftungen mit anzudrehen, nur dann wäre Kärnten wirklich aus dem Schneider gewesen.
    Wobei fraglich ist, ob die Bayern Hypo das Geschäft dann auch noch gemacht hätte, bzw. wenn, dann sicher nicht zu dem Preis.
    Also war er gar nicht schlau, sondern gierig, sich möglichst viel Geld in seine ‘Zukunftsfond’ Wunderkasse zu spülen, das Risiko, daß die landeshaftungen an Kärnten ‘picken’ bleiben, wohl in Kauf nehmend

  12. Der Realist

    “.., denn in einer Demokratie sind die Wähler für die Regierung verantwortlich, die sie sich zusammenwählen”. Ja Herr Dr. Ortner, Sie haben völlig recht, aber lassen wir einmal die Toten ruhen, mittlerweile waren schon viele Wahlen, auf nationaler und EU-Ebene, und was wurde da nicht alles zusammengewählt, die einen zimmern gerade eine Steuerreform die wir uns nicht leisten können, und die anderen rennen den Griechen hinterher, damit sie endlich die Milliarden nehmen die auch unwiederbringlich verloren sind, ich warte bereits auf Ihren nächsten Beitrag unter dem Titel: “Lasst Griechenland doch pleite gehen”, dies habe ich schon vor Jahren gefordert und ich bin mir sicher, Griechenland würde heute besser dastehen.

  13. Peter Graf

    Mehr als die Hälfte der Kärtner Bevölkerung hat Haider übringes nicht gewählt. Sowie auch mehr als die Hälfte der Östereicherinnen und Österreicher die aktuelle Regierung nicht gewählt hat. Wie schon oben angeführt sitzen wir alle im gleichen Boot, überschuldet bis über alle Ohren. Spott und Häme sind daher nicht angesagt.

  14. Herr Karl jun.

    @Peter Graf
    Einspruch! Natürlich ist Spott und Häme “erlaubt”; wahrscheinlich sogar bestätigend für diejenigen, die bisher nicht im “gleichen Boot saßen”, weil sie nicht zur Gruppe der (geschützten und parteipolitisch gehätschelten) Nutznießer und Benefiziare gehörten. Immer wenn solche “Boote” leck werden, appellieren die Gefährdeten und Absaufenden gerne an die Solidarität derjenigen, die bisher aus eigener Kraft immer nebenher zu schwimmen hatten. Die Verluste bedrohen vor allem die “Bootsinsassen” soweit sie Nettotransfer-Empfänger
    sind und gar nicht so sehr den Nettotransfer-Leistern; dort ist eine Steigerung der nachhaltig tragbaren Last gar nicht mehr so leicht möglich. Ein Bankrott würde ja nicht “Kärnten” oder die dortige Bevölkerung untergehen lassen, sondern in erster Linie die dortige Regierung und Bürokratie treffen.

  15. A.Felsberger

    Ich habe ja keine Ahnung, ob dieser Beitrag vom Autor ernst gemeint ist oder nur ein schlechter Villacher Faschingsscherz. Ich zumindest möchte nicht in einem Land leben, wo Bundesländer und Städte in Konkurs geschickt werden, als ob es es sich um dahergelaufene Strolche handelte. Die ganze Gleichsetzung von Privat und Staat, als ob man mit einer gesetzgebenden Körperschaft so verfahren könnte als mit einem privaten, im Leben gestrauchelten Schuldner, zeigt wenig Verständnis für die grundlegende Identität unseres Geldsystems, die da lautet: “Forderungen der Privaten = Verbindlichkeiten der Staaten”. Wir machen uns selbst geldärmer, wenn wir Staaten, Bundesländer oder Städte in Konkurs schicken, die Abschreibungsverluste tragen ganz alleine wir. Man ist ja von Liberalen so einige Dummheiten gewohnt, aber dieser Beitrag schlägt nun wirklich dem Fass den Boden aus. Er zeigt einfach, dass diese Art von Liberalen nicht gewillt ist: den Staat und seine Besonderheit im kapitalistischen Gefüge zur Kenntnis zu nehmen. Man kann allen, die das für richtig halten, nur empfehlen: Beamt Euch auf den staatenlosen Mond, in der kapitalistischen Wirklichkeit habt ihr nichts verloren!

  16. Rennziege

    11. März 2015 – 12:41 Der Realist
    11. März 2015 – 14:26 Peter Graf
    Seien Sie bedankt, Gentlemen! Unser ew. Herr Hausherr hat seine Schrotflinte allzu sarkastisch auf Kärnten gerichtet. Ungewohnter Tunnelblick, um ein paar geschenkte Pointen abzufeuern.
    Zweifellos wurde Kärnten von nicht ganz unbestechlichen Parteien und Trickbetrügern ins Jammertal bugsiert, doch dieses Bundesland ist nicht einmal die Spitze des Eisbergs im Ozean der gesamteuropäischen, ungehemmt wachsenden Verschuldung. Wenn Häupls Wien um ein paar Prozenterln besser erscheint, liegt das an den üblichen Bilanz- und Statistiktricks.)
    Es wäre in der Tat intelligenter, würde Herr Ortner nach einer Staatspleite Griechenlands lechzen. Denn die Hellenen haben mehrfache Erfahrung damit: seit ~1830 stets auf Pump gelebt, Kredite niemals bedient, Korruption und Nepotismus zuhauf.
    Man mag über uns Lei-Leis blöde Witze machen, stundenlang. Aber wir werden die Republik weit weniger kosten als die schon jetzt an Griechenland verschenkten Milliarden.

    Musikalisches P.S. an den Hausherrn: Und außerdem habt ihr doch die schönsten traurigen Lieder in Eurem Land, die man sich vorstellen kann, so melancholisch, dass man dazu herrlich heulen kann, schreiben Sie.
    Fangen Sie an zu heulen! Kann nix schaden. Natürlich fließt das Kärntnerlied aus drei Quellen: keltisch, slawisch, bajuwarisch. Die ersten zwei sorgen für Melodie und Melancholie, das bajuwarische Element für eine Klangfarbe des Dialekts.
    Mehr an Trauer haben wir nicht zu bieten, aber es ist meist das, was die Italiener (die ich in den Quellen zu erwähnen vergaß) la bella tristezza nennen. Traurigkeit, die glücklich macht. Eng verwandt mit der spontanen Live-Musik in einem irischen Wirtshaus.

  17. Thomas Holzer

    @A.Felsberger
    Warum wollen Sie “dem Staat” eine “Besonderheit im kapitalistischen Gefüge” zugestehen?!
    Und wo sehen Sie -mit Verlaub- in unseren Breiten ein “kapitalistisches Gefüge”?

  18. A.Felsberger

    @Holzer: Schaffen Sie den Staat ab, wenn er Ihnen nicht passt! Dann werden wir sehen, in welcher Welt sie dann landen. Leicht möglich, dass Sie sich dann im Kongo wiederfinden. Dann können Sie endlich ihre “reinen Kapitalismusstudien” betreiben…..

  19. A.Felsberger

    Ich plädiere längst dafür: allen Liberalen dieser Welt eine Insel im Pazifik zuzuweisen, wo sie ohne Staat und dessen Gewaltmittel ihre Robinsonade mit dem Einheimischen “Freitag” in die Tat umsetzen lernen. Dann heisst`s Kokosnüsse knacken, ein paar Fische fangen und Netze basteln. Und viel frische Luft ins Hirn, um sich vom Sozialismus dieser Welt zu erholen. Hat doch was Reizvolles, oder? Und der Rest der Welt wäre endlich von diesen Quälgeistern erlöst.-)

  20. Thomas Holzer

    Ihre Tiraden sind -wie zu erwarten?!- keine Antwort auf meine konkreten Fragen 😉
    Aber, wahrscheinlich zu viel verlangt von einem Etatisten 🙂
    just take it easy………….

  21. A.Felsberger

    Tiraden? Sie übertreiben. Und noch etwas: Ich bin kein Etatist, sondern Realist. Ich weiss schon: Schwer zu verstehen für jemanden, der sich in andere Welten beamt.

  22. Thomas Holzer

    Sind Sie in der Lage, wahrlich einfache Fragen zu beantworten, oder nicht?
    Oder weder in der Lage, geschweige denn, noch Willens?
    Ich hoffe denn doch, diese meine zwei Fragen sind nicht zu kompliziert.
    Ich erlaube mir, Sie weniger als Realist zu “bezeichnen” -auch wenn Sie diese Bezeichnung für sich selbst in Anspruch nehmen- sondern vielmehr als Defätist 😉

  23. Leitwolf

    Da wurde aber auf ein paar unbedeutende Nebensächlichkeiten vergessen. Die “unschuldigen” Vorarlberger und Burgenländer haben die Bundesregierung wohl nicht minder zu verantworten, wie die Kärntner ihren jeweiligen Landeshauptmann.

    Und als Verschwörungstheoretiker möchte ich da auf eine gewisse Griss Kommission hinweisen, die doch allen ernstes eben der Bundesregierung die Verantwortung von 6 Mrd Euro am Gesamtschaden zusprach. WIr werden leider nicht erfahren, ob die Zahl angesichts der neuesten “Wertberichtigung” gehalten hätte.

    Ich sags mal so: nachdem der Bund in aller Kontrollverantwortung versagt hat, nachdem die Bayern um die kaum tragbare Peinlichkeit ihre eigene Bank pleite gehen zu lassen befreit wurden, sie dafür auch noch einige Milliarden privilegiert heimholen durften, der Bund weiter jahrelang herumgemurkst und den Schaden maximiert hat, ist die Behauptung Kärnten ist schuld und sonst niemand etwas gewagt.

  24. A.Felsberger

    Schauen Sie, Herr Holzer: Ihre zwei Fragen sind ja in Wahrheit zwei Antworten. sie lauten: a) “Wir leben nicht im Kapitalismus, sondern im Sozialismus”, und b) “Das sollte nicht so sein”. Zu a) Kann ich Ihnen nur sagen, dass ich Ihnen Ihre Weltsicht nicht rauben will, und zu b) dass Sie Ihre Beschwerde beim lieben Gott abgegeben sollten.

  25. H.Trickler

    Falls das Bundesland Kärnten wirklich Bankrott macht, stellen sich ungeahnt schwierige Rechtsfragen.

    Zuerst müsste das Vermögen des Bundeslandes gepfändet und verwertet werden. Wie bringt man z.B. so viele Liegenschaften innert nützlicher Frist an den Mann? Es ist dann wie in Griechenland, wo der Verkauf staatlichen Eigentums keine werthaltigen Erträge eingebracht hat.

    Anschliessend: Nach welcher Formel sollen z.B. diese Bewohner gepfändet werden, wenn die Verwertung des entbehrlichen Landesbesitzes nicht genug eingebracht hat?

    Meine Vermutung: Das Bundesland erhält vom übrigen Österreich niedrig verzinsliche Darlehen, um den Schaden über ein paar Jahrzehnte abstottern zu können. Das lässt sich einfacher durchführen, für den Finanzhaushalt und die Bürger ist es aber auch kein Honiglecken!

    PS: Vor Jahrzehnten hat der Kanton Bern mit seiner Kantonalbank mehr als das ganze Steueraufkommen eine Jahres verplempert. Eine lächerlich kleine Summe im Vergleich zu Kärnten.

  26. dieter

    Die libertäre Position: Schulden ersatzlos streichen, Kärntner sind Opfer

    Herr Ortner, sie sind hier aus libertärer Sicht auf dem ideologischen und taktischen Holzweg. Die Krise eignet sich bestens dazu, die Legitimität und Kreditwürdigkeit des Staates zu kritisieren.

    “Landeshaftung” = Raubabsicht.: Der Kärnter Staat sagte den Gläubigern: “Gebt der Hypo Geld. Falls sie nicht zurückzahlen kann, dann stehle ich es eben von den Kärntnern.”

    Davon, dass das Land hier im Namen der Kärtner gehandelt hat, kann aus libertärer Sicht keine Rede sein. Auch jene, die den Haider wählten, hatten keine Ahnung. Ein Vertrag, der mit Irreführung und Täuschung zustande kam, ist ungültig.

    Die Kärntner haben nicht profitiert: Im Gegensatz zur Situation bei regulären Staatsschulden kann man hier auch nicht kollektivistisch argumentieren, dass die Kärtner ja profitiert hätten und nun eben Rechnungen für ihren Konsum begleichen müssen. Profitiert haben die Schuldner und Betrüger vom Balkan. Wenn man schon auf Zechpreller zornig ist, dann sollte man das dort deponieren. Der Hypo-Verkauf brachte Kärnten nur 500 Mio. Und die liegen noch immer im Zukunftsfonds.

    Die Nichteinhaltung von Raub-Absichtserklärungen wird zukünftigen Gläubigern (Komplizen) eine Lehre sein. Das geringe Zinsniveau von Staatsschulden erklärt sich ausschließlich damit, dass sich der Staat bei seinen Untertanen und zukünftigen Generationen bedienen kann. Wer den Staat in seiner Macht einschränken will, der kann ein Absinken der Kreditwürdigkeit nur begrüßen.

  27. Johann Peter FÜREDER

    Um klarzustellen:
    die Käntner Haftung wurde von einem, ehedem in die polititsche Laufbahn geschobenen
    Vizekanzler auf die Republik -auf den Steuerzahler ausgedehnt.
    Die Raika putzt sich ab, die Hypo wurde illegal dazu benutzt, uns, das Volk als Sklaven wieder einmal
    zu missbrauchen, wir wurden niemals gefragt…es fand kein Volksentscheid statt.
    Stattdessen werden über Hunde-Exkremente Volksabstimmungen getätigt, wir leben ja in einem Staat, der
    von nahezu geistesgestörten Individuen in punkto Finanzen seit Kreisky gelenkt wird.
    ..Zitat: Mir sind ein paar Milliarden an Schulden (jetzt EURO) weniger wichtig, als Arbeitsplätze…
    beides haben wir: mehr Schulden und ungesicherte Arbeitsplätze…..schizophrene Massnahmen am laufenden Band….seit Kreisky….alle anderen Regierungen haben die Schulden ver-x-facht…..
    die Bandbreite der Verwaltung(sowieso für die Würste) wurde vergrössert, mich wundert es nicht, falls
    eines Tages Bürgerbefragungen über den Toiletten-Papier-Verbrauch ins Haus flattert.
    Anstatt auch den Schülern und Studenten ein Mehr an Eigen-Initiativen anzubieten, werden völlig veraltete
    Prüfungs-Modalitäten seit Jahrzehnten durchgespielt……das idiotische “ß” gibt es nur mehr an den Schulen,
    längst nicht mehr in der weltweiten EDV, weder in der Schweiz, noch in Gesamt-Deutschland als Zwang
    bei der Rechtschreibung….
    in einigen europäischen Staaten sind ungleiche PISA-Modalitäten, aber dies ist ja Österreich egal.
    Die Hauptsache , unsere Schüler müssen Nachhilfe-Unterricht -sehr oft UNVERSTEUERT in der Abrechnung, nehmen, ich habe meine Kinder selbst unterrichtet, alle mit Vorzug abgeschlossen.
    Der Sohn hat jetzt eine leitende Position in einer Weltbank in London, die Tochter ist selbständige
    Akademikerin und war ehedem die erste österreichische Akademikerin , welche in CHina an einer
    Uni unterrichtet hat.
    Fazit: unser Schulsystem ist deswegen falsch, weil die Lehrinhalte n i e m a l s gestrafft werden….
    und dem Schüler kein Mehr an Eigenständigkeit eingeräumt wird..
    Österreich, der Beamtenstaat, gelenkt von entbehrlichen Individuen…..
    Oh, Du verdummtes Österreich, schade.
    .

  28. Dobratsch

    Schickt unser Bundesland bitte in die Pleite.
    Das wäre die einzige Chance für einen wahren Neubeginn des Landes. Es würde dann eine angemessene Verwaltungsreform geben MÜSSEN, Kürzungen bei Polit-Gehältern, Förderungen etc. Anschließend kompletter Austausch der Landespolitiker mit neuen, jungen, gescheiten Kärnten (gibt genug davon).
    Auch wenn dies alles zu einer Auswanderungswelle, Arbeitslosigkeit und Verschlechterung der Infrastruktur führt (ist ja unbestritten), so gibt es dann dennoch die Chance mit neuen Gesichtern bei NULL zu beginnen und mit der Zeit die Infrastruktur wieder “aufzubauen” und wieder neue Arbeitsplätze zu schaffen.
    Wenn keine Pleite eintritt, dümpelt man ewig auf denselben Schulden herum, muss immer um Geld betteln gehen (beim Bund z.B.), es werden dieselben Politik-Versager in Amt und Würden bleiben. Die oben genannten Negativ-Punkte einer Insolvenz würden sowieso eintreten, vielleicht etwas abgemildert.

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