Laßt unser Bargeld in Ruhe!

“….In einer Welt bloss noch digitaler Währungen träte «Access» an die Stelle von Geldbesitz. Mit dem Aus fürs Bargeld schwänden Freiheitsrechte und das an Münzen und Scheine gebundene Vertrauen…..” (hier)

12 comments

  1. Fragolin

    Ein Hackerangriff oder ein gezielt gesetzter EMP können Milliarden Datensätze ins virtuelle Nirvana transferieren.
    So könnte man die Konten eines ganzen Volkes mit einem gezielten Angriff löschen.
    Alle Münzen und Lappen einzusammeln wäre weit mühseliger.
    Also, wem nutzt das jetzt wirklich, wenn es nur noch virtuelles Geld gibt? Cyber-Kriminellen und -Terroristen oder dem anständigen Bürger?

  2. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Dieser Hacker-Angriff würde sicherlich durch “unsere” Politikerdarsteller erfolgen; wem sie die Tat dann in die Schuhe schieben werden, kann man sich ausmalen 😉

  3. Fragolin

    @Thomas Holzer
    “Politiker” sind nur eine Untergruppe der “Kriminellen”, so gesehen gebe ich Ihnen vollkommen recht!

  4. Herr Karl

    Dazu ein – nur auf den ersten Blick witziges – Erlebnis: vor kurzem geriet ein Kollege von mir einem Anderen in Streit. Dieser Streit wurde schließlich recht lautstark und schließlich wurde der eine Kollege vom Anderen beschimpft. Und zwar nicht als Trottel oder Idiot, sondern als “Politiker”. Das Wort Politiker wurde tatsächlich in derselben Art und Weise benutzt, wie man sonst die üblichen Schimpfworte benutzt.
    Weit haben sie es gebracht, unsere “Politiker”…

  5. sokrates9

    sind doch trolle Vorschläge! Wir sind dann alle in einer Taschengeldgesellschaft und Mutti bestimmt was wir zu tun und zu lassen haben! Interessant auch die Diskussion ob wir Geldverpflichtung in die Verfassung schreiben sollen! Juristen erklären sofort dies sei sinnlos da EU – Recht die österreichische Verfassung in jedem Punkt overruled! Somit totale Verfassungsänderung! Kann mich nicht erinnern abgestimmt zu haben unsere Verfassung total außer Kraft zu setzen!

  6. Gerhard

    Nach der Zeit des Tauschhandels wurden Münzen aus Edelmetall eingeführt, wo auch das verwendete “Material” einen Wert darstellte. Später kamen die Schuldscheine und Banknoten dazu. Auf letzteren war lange Zeit vermerkt, dass man jederzeit bei den Zeenztralbanaken das Papiergeld in Gold umtauschen konnte. Sogar noch nach dem zweiten Weltkrieg gab es einen “Goldstandard”, d.h. die von den Zentralbanken ausgegebene Geldmenge musste den in den Tresoren vorhandenen Goldmenge sowie der vorhandenen Devisenreserven (ebenfalls “goldunterlegt”) entsprechen. Durch die laufende Geldentwertung lohnt es sich z.B. gar nicht mehr, kleine Münzen zu prägen und auszugeben, da die Material- und Produktionskosten vielfach schon über dem “Nennwert” liegen.
    Wenn die Oberen tatsächlich alles über Bankkonten laufen lasssen wollen, dann wird eben der Tauschhandel mit Naturalien wieder zunehmen.

  7. Thomas Holzer

    “Recht” auf ein Bankkonto EU-weit, laut Richtlinie, so ich mich recht entsinne.
    Entfachen einer Diskussion, daß die Cent-Münzen abgeschafft werden sollen, nach dem Motto: “Braucht keiner, liegen nur im Börserl, sind so schwer etc.”
    Parallel dazu: Diskussion über Abschaffung des 500er
    Parallel dazu: Limits für Barzahlungen, größtenteils schon umgesetzt, national, nunmehr der Ruf nach Einheitlichkeit EU-weit.
    Das tumbe Volk bemerkt gar nicht, daß die Abschaffung des Bargeldes sowohl “von unten” als auch “von oben” in Angriff genommen wird, und es selbst den Wünschen der Politikerdarsteller durch dumme Aussagen und Forderungen Vorschub leistet.
    Ich befürchte, daß in spätestens 5 Jahren Bargeld in der EU abgeschafft sein wird.

  8. gms

    NZZ: “In einer Welt bloss noch digitaler Währungen träte «Access» an die Stelle von Geldbesitz.”

    Wenn Sozialisten das Links-Rechts-Schema des Mainstreams verteidigen, das Rote und Braune als verfeindete Antipoden behauptet, zwischen denen sich das gesamte politische Spektrum aufspannt, begründen sie dies damit, Kommunisten bemächtigen sich des Eigentums durch Verstaatlichung, während doch Faschisten die Produktionsmittel den Privaten überlassen.
    Der dabei gezielt evozierte Trugschluß besteht im Leugnen, wonach Eigentum ohne die gleichzeitige uneingeschränkte Verfügungsgewalt darüber, was wann wie mit Gütern, abgesehen vom Begehen evidenter Verbrechen, zu geschehen habe, keinerlei Eigentum begründet.

    Was bei Immobilien seinen Anfang nahm, das vormalig tatsächliche Eigentümer durch die Einführung diverser zyklisch zu entrichtender Steuern zu bloßen Mietern ihres Hab und Guts degradierte, die weiters bei vertraglicher Weitergabe ihres Besitzes an andere durch ergänzende Zahlungen an den Staat beraubt werden, erlebt aktuell, ganz in faschistischer Tradition, seine Übertragung aufs Monetäre.

    Nicht nur sind Guthaben bei Zahlungsabwicklern kein Eigentum, sondern bloß niedergeschriebene Forderungen, darüber hinaus unterminiert das erzwungene Angewiesensein auf die Mitwirkung des Mediärs massiv die Verfügungsgewalt des Forderungsinhabers.
    Daß Linke die Mehrheit der Bürger schon bisher ohne nennenswerte Gegenwehr zunehmend enteignen konnte, ist dem erfolgreichen Aushöhlen und Verdrehen basaler Begriffe geschuldet. Sind die Bauklötze des Denkens erstmal vergiftet, läßt sich damit auch nichts mehr als Schutz gegen totalitäre Übergriffe errichten.

    Angesichts der totalitären Tendenzen der vergangenen Jahrzehnte im Politischen und im Geldwesen, überraschen die rezenten Ambitionen zur weiteren Intensivierung keineswegs. Das Momentum wurde aufgebaut, heute will man die Ernte einfahren, nachdem man sich schon als Sieger im Kampf um die Deutung wähnt, was Eigentum ausmacht und wiederum dessen Bezug zur Freiheit. Haben die Kollektivisten diese Schlacht tatsächlich gewonnen?

    Ebenso wenig verblüfft, wenn als Menetekel des wiederkehrenden Faschismus etwa den sogenannten Identitären die Bankkonten gekündigt werden, oder Paypal dasselbe gegenüber VPN-Anbietern exekutiert. Faschisten bedürfen für ihr Treiben der Blockwarte, der Gatekeeper, und nichts läge den auf ihr eigenes ökonomische Wohl Bedachten ferner, als dabei mitzuspielen. Halb zog man sie, halb fielen sie aus eigener Kraft, wie analog auch Facebook, welches politisch vereinnahmt sich nun vermehrt ominöser Haßpostings annimmt.

    Die Großwetterlage liegt mit all ihren Details vor unseren Augen, was auch die Vorhersage des Kommenden zum Kinderspiel macht: Zum Spektakel üben sich manche Politiker im Verteidigen bürgerlicher Freiheiten, wohl wissend, daß es bloß auf ein Rückzugsgefecht hinauslauft, bei dem auf EU-Ebene eine vorgeblich legitmierte Mehrheit letztlich doch die Weichen in die Sklaverei stellen wird.

    Nun liegt es an uns, sowohl die echten Feinde der Freiheit im politischen Betrieb bloßzustellen, die unverblümt wider den vorgeblichen Souverän der Demokratie agieren, aber auch jene, die der geheuchelten Selbstbekundung nach unsere Freiheiten verteidigen wollen. Sieg oder Niederlage mißt sich sich am Resultat, und wer dieses als politischer Repräsentant nicht herbeiführen kann, wird mit dem massiven Vorwurf eines inszenierten Schauspiels zwecks Wählertäuschung leben müssen.

  9. Thomas Holzer

    @gms
    “Nun liegt es an uns, sowohl die echten Feinde der Freiheit im politischen Betrieb bloßzustellen….”

    Wir kennen sie ja alle! Ich frage mich nur, will die Mehrheit (und die ist doch in der ach so hochgelobten Demokratie entscheidend) dies überhaupt wissen, und -vor allem- entsprechend handeln?!

    Da habe ich so meine Zweifel

  10. gms

    Gerhard,

    “Sogar noch nach dem zweiten Weltkrieg gab es einen „Goldstandard“, d.h. die von den Zentralbanken ausgegebene Geldmenge musste den in den Tresoren vorhandenen Goldmenge sowie der vorhandenen Devisenreserven (ebenfalls „goldunterlegt“) entsprechen.”

    Falsch. Behauptet wurde einzig eine Eintauschbarkeit der Noten gegen Gold, doch selbst dieses Verhältnis wurde laufend per Dekret verschlechtert, zeitweise wurde der Tausch ganz ausgesetzt bzw. Gold für schlechte und unmittelbar danach angehobene Raten eingezogen. Daneben erlaubten konsequent verringerte Reserve-Anforderungen die Ausgabe ungedeckter Scheine zunehmend, was mit dem gleichzeitigen Vorrecht der Zentralbanken auf Leitzinsen das Betrugsschema perfektionierte.

    Der bloß mittelbare Bezug zu Gold limierte einzig und allein kurzfristige Exzesse, auf mittlere oder lange Sicht schützte er niemals den Geldhalter, sondern bloß die Profiteure der Ausweitung.
    Zweimal scheiterte der Versuch der dauerhaften Errichtung eines zentralen Geldregimes in den USA, erst nachdem man Woodrow Wilson, der seinen Fehler nachher bitter bereute, erfolgreich einkochen konnte, nahm das Schicksal seinen Lauf. (Zum raschen Einstieg in die Materie seien jedem die Arbeiten von G. Edward Griffin ans Herz gelegt, zum leichten Konsum auch dessen Videos.)

    1971 wurde die Eintauschbarkeit in Gold, nachdem das System nun für jedermann erkennbar Bullshit war, vollends fallengelassen, die kurz davor und hernach nochmals weltweit galoppierende Geldentwertung wurde von der Propagande dem ominösen ‘Ölpreisschock’ zugeschieben — ein Phantasma, das mit genauem Blick auf die damaligen Teuerungsraten ebenso entlarvbar ist, wie mit dem Blick auf den Goldpreis selbst.

  11. gms

    Thomas Holzer,

    “Ich frage mich nur, will die Mehrheit (und die ist doch in der ach so hochgelobten Demokratie entscheidend) dies überhaupt wissen, und -vor allem- entsprechend handeln?!”

    Die Mehrheit versteht die Natur des Geldes nicht. Darüber hinaus hat sie keinen Tau, mit welcher Skrupellosigkeit jene agierten und heute immer noch handeln, die innerhalb der niedergeschriebenen Gesetze das Geldwesen ursupierten und damals wie heute für ihre Zwecke instrumentalisieren.

    Sogar die Protagonisten der US-Verfassung, die das Wort ‘democracy’ nicht einmal enthält, weil die Ersteller sich des Unterschieds zwischen ‘rule of law’ und ‘rule of men’ wohl bewußt waren, verabsäumten es, das Geldwesen zu schützen, obwohl sie nachweisbar darüber debattierten.
    Fehler rächen sich, insbesondere jene, bestimmte Gewalten in die Hände weniger Player zu legen. Zentralbanken sind dabei der Gipfel des vermeidbaren Übels und noch schwerwiegender, als alle anderen politische Verfehlungen.

    Vor dem Beschluß der US-Constitution durch die Parlamente der Staaten zirkulierten kleine Bücher, adressiert wurden damit einfache Bürger, Bauern, Handwerker — sie sollten die kommende Verfassung verstehen. Die darin niedergelegten Gedanken, die sich teilweise in langen Sätzen über halbe Seiten erstreckten, würden heutige College-Studenten maßlos überfordern.

    Das schändliche Treiben, dessen Drehbuch im Kommunistischen Manifest angelegt ist und von Plutokraten mit Reichtümern jenseits von Gut und Böse exekutiert wird, verlangt die Verblödung der Massen, die mit der Herrschaft über Bildung und Medien gleichermassen vorangetrieben wurde, aufdaß die nötigen Schritte /innerhalb/ des gleichzeitig propagierten demokratischen Systems erfolgen.

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