Laurens Tod und Europas Ende

Von | 8. April 2016

(von WERNER REICHEL) Am 26. Januar wird die 25-jährige Germanistikstudentin Lauren Mann tot in ihrer kleinen Wohnung im vierten Bezirk in Wien entdeckt. Sie ist nackt, ihr Gesicht in die Matratze gedrückt. Vor ihrem gewaltsamen Ende hatte sie noch Geschlechtsverkehr. Freiwillig oder nicht, man weiß es nicht. Die tragische Geschichte von Lauren Mann scheint ein Spiegelbild des Schicksals von Europa zu sein. Sie liest sich wie das Drehbuch zu den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Lauren Mann wächst in Boulder, Colorado, in gut situierten Kreisen auf. Eine behütete Kindheit und Jugend. 2013 übersiedelt sie nach Wien, studiert Germanistik und arbeitet nebenbei als Kindermädchen. In ihrem ganzen Leben ist ihr nie etwas Schlimmes widerfahren. Ihr Umfeld beschreibt sie als einen Menschen, der in den anderen immer nur das Gute sieht. So wie viele andere junge Menschen aus dem linken universitären Umfeld ist auch sie in der „Flüchtlings“-Hilfe engagiert. Die 25-Jährige unterrichtet in Flüchtlingsunterkünften Englisch und Deutsch, sie versorgt die Bewohner mit Kleidung und Essen. „Lauren hatte ein großes Herz für vom Schicksal benachteiligte Menschen“, so eine gute Freundin in der „Kronen-Zeitung“. Und sie war, so scheint es, sehr naiv. Man hatte sie offenbar nicht gut genug auf das Leben außerhalb ihres geschützten und behüteten Bereichs vorbereitet, sie nicht mit den Untiefen und Gefahren der realen Welt vertraut gemacht. Nicht in der Schule, nicht auf der Universität und auch nicht ihr soziales Umfeld. Im Gegenteil. Lauren Mann wurde von Politik, Medien, Schulen, Universitäten, Kunst und Kultur zu dem gemacht, was sie war. Man fütterte sie mit falschen Feindbildern, falschen Werten, falschen Vorstellungen, falschen Ideen, vermittelte ihr eine realitätsferne Lebenseinstellung. Man lehrte sie nicht, wie die Welt ist, sondern wie die Welt sein soll, linke Utopien, die in den vergangenen Jahrzehnten Millionen von Menschen das Leben gekostet haben. Trotzdem wird diese stets totbringende Ideologie und Denkweise im „fortschrittlichen“ Europa überall praktiziert, gelehrt, gefördert und eingemahnt. Anders zu denken und zu handeln wird sanktioniert, geahndet und mit der Höchststrafe, dem Nazi- und Rassismusvorwurf, bestraft.

Diesem westeuropäischen linken Milieu, das nach dem Marsch durch die Institutionen fast alle wichtigen Machtpositionen besetzt hat, ist es gelungen, seine abstrusen gesellschaftpolitischen Utopien zum Maßstab und zur Richtschnur des politischen Handelns zu machen. Das ging, als Europa im Kalten Krieg noch gut von den Amerikanern behütet und somit nicht für seine eigene Sicherheit verantwortlich war, ganz gut. Beschützt vor den äußeren Feinden, ethnisch, kulturell und religiös weitgehend homogen, lebte man in Frieden und Wohlstand. In dieser historisch einmaligen Situation trieb der Neosozialismus die seltsamsten Blüten. In dieser Ära entstanden auf dem linken ideologischen Misthaufen verschiedenste Irrlehren, die die europäischen Staaten, ihre Politik, Gesetze und Gesellschaften massiv beeinflusst haben. Man denke an den Genderismus, die Multikulti-Ideologie, die politische Korrektheit, den Öko- und den pervertierten „Anti“-Faschismus, die selbstzerstörerische Umverteilungspolitik oder das ahistorische Diversitätsgefasel. Manche davon sind genuin europäische Produkte, andere wurden von den USA übernommen und weitergetrieben.

Der Kalte Krieg ist lange zu Ende, die politischen Machtverhältnisse haben sich verschoben. Und zwar gen Osten. Die USA verlieren immer mehr ihr Interesse an Europa, der pazifische Raum ist das neue Zentrum. Die europäischen 68er-Pazifisten und ihre grünlichen Epigonen haben nie kapiert, dass sie ihre Verteidigung und ihre Sicherheit nur ausgelagert haben. Nun, auf sich alleine gestellt, steht Europa verloren da, wie ein Kind im großen Wald. Da hilft auch das laute Pfeifen nichts. Bis vor wenigen Monaten haben noch viele europäische Politiker aus dem linksgrünen Lager die Abschaffung der Heere gefordert. Angesichts der aktuellen Entwicklungen halten sie sich derzeit zurück, aber ihr Ziel, die Demilitarisierung Europas, haben sie ohnehin de facto erreicht. Die Armeen existieren zwar noch, sind aber, dank dieses politischen Klimas, kaum noch einsatzbereit. Sie wurden zu Tode gespart.

Europa steht plötzlich mit seiner verzogenen und verweichlichten Bevölkerung, seinen maroden Sicherheitsapparaten, seinen überforderten, feigen und hilflosen Politikern, die noch immer an ihren abstrusen Utopien festhalten, ziemlich verloren da. So verloren, dass man sich selbst dubiosen Figuren wie Herrn Erdoğan für ein paar ungenießbare Bonbons an den Hals wirft. Umgeben von Staaten, die uns alles anders als wohlgesonnen sind. Staaten, die unsere Schwächen und unseren Reichtum sehr gut kennen. Der türkische Despot Erdoğan führt Europa in der aktuellen Einwanderungskrise am Nasenring durch die politische Arena, und die EU und Berlin sind auch noch dankbar dafür.

Nicht nur für die Türken sind wir vor allem ein naives, wehrloses Opfer, das man vor seinem Todesstoß noch kräftig ausnimmt.

Wie die junge Lauren, fernab von ihrem amerikanischen Elternhaus. Sie lernte ihren mutmaßlichen Mörder, den 24-jährigen Abdou I., im Herbst vergangenen Jahres kennen. Der 24-Jährige aus Gambia erzählt ihr von seinem abgelehnten Asylantrag, seine bunte kriminelle Vergangenheit, die von Diebstählen bis hin zu einem Vergewaltigungsdelikt reicht, dürfte er der Germanistikstudentin hingegen verschwiegen haben. Sie nimmt ihn jedenfalls in ihrer Wohnung auf, kocht für ihn, wäscht seine Wäsche. Als Dank dafür kritisiert der strenggläubige Moslem die 25-Jährige für ihren „ausschweifenden“ Lebenswandel. Eine Freundin: „Sie fühlte sich von ihm genervt.“ Trotzdem lässt Lauren Abdou weiter bei sich wohnen. Integration erfordert eben vor allem Anstrengungen und Einschränkungen vom Gastgeber. Das hört man zumindest in Dauerschleife von den politisch korrekten Politikern, NGOs und anderen meinungsbildenden Gutmenschen.

Am 24. Januar veranstaltet die junge Frau in ihrer Wohnung eine Flüchtlingsparty. Sieben Männer aus Asylheimen sind eingeladen. Sie kommen aus dem Iran, aus Gambia und aus Afghanistan. Auch Abdou I. feiert mit, verlässt aber irgendwann die Party. Als er wieder zurückkommt, sieht er Lauren im Bett mit zwei Iranern liegen. Als die beiden am Morgen gehen, ist sie mit Abdou alleine. Zwei Tage später findet man ihre Leiche. Abdou I. sitzt in Untersuchungshaft. Er streitet alles ab.

Auch Europa feiert gerade eine Flüchtlingsparty. Auch Europa hat sich die Menschen, die es eingeladen hat, nicht genau angesehen. Die Vorgeschichten und Hintergründe derer, die zu Hunderttausenden unkontrolliert aus Afrika und dem Orient hereinströmen, spielen keine Rolle. Auch Europa ist völlig unvorbereitet auf das, was man sich gerade an Konflikten, Hass, Gewalt und Kriminalität importiert. Auch Europa glaubt bedingungslos an das Gute im Menschen, jeder, der da kommt, ist schließlich ein „Schutzsuchender“. An Laurens Tod und Europas Ende tragen viele eine Mitschuld. Tragische Geschichten, die man hätte verhindern können.

34 Gedanken zu „Laurens Tod und Europas Ende

  1. Kluftinger

    Soweit ihr Befund, Herr Reichel, und ich halt ihn für sehr treffend.
    Was mir aber fehlt ist die Perspektive, wie wir aus dieser Situation – wenn auch nur schrittweise – herauskommen können?
    Ich denke da an unseren Justizminister, der nach drängenden Flehen der Polizei, das Strafrecht über den Handel von Drogen im öffentlichen Raum wieder “anpasst”.
    Die Rechtssprechung in Österreich in diesem Zusammenhang scheint auch nicht dazu angetan, Konsequenzen des Fehlverhaltens sichtbar zu machen?
    usw…

  2. mariuslupus

    Eine ausgezeichnete Darstellung der Tragödie der jungen Frau. Zu erwähnen wäre noch , dass auch in diesen Fall sich die Polizei und die Medien , vorbildlich politisch korrekt verhalten haben. Sie haben, so weit wie möglich, geschwiegen. Der Täter, eigentlich ein bekannter Rechtsbrecher, konnte ohne Probleme herumreisen, wurde erst in der Schweiz verhaftet. Wie geht es weiter ? Das übliche Procedere, die Version der Gutmenschen steht schon fest, keine Feministin wird sich über diesen schrecklichen Mord empören.
    @Kluftiger
    Es gibt keine Perspektive und sollte es eine geben ist es keine positive.

  3. Dickschädel

    was soll der der Begriff “politisch korrektes Verhalten” – das Schweigen der Polizei und Politiker verdanken wir dem ihnen verpassten Maulkorb und dem ORF, der ja nix negatives über Flüchtlinge sagen darf

  4. Gerald Steinbach

    Lauren(x) ist ein linker Kollateralschaden über den man kaum mehr spricht und vor allem nicht mehr versprechen wird, genau so wenig über den 10 Jährigen den sein Leben zerstört wurde, oder einer von den anderen http://wien.orf.at/news/stories/2767333/
    In ein paar Jahren, vielleicht darauf angesprochen, wird man lapidar feststellen, das hats schon immer……

  5. Thomas Holzer

    @Kluftinger
    Würden “unsere” Politikerdarsteller ihr- so vorhanden- Hirn verwenden und ab und zu nachdenken, bevor sie aufstehen, um ein Gesetz zu beschließen, wären derlei Reparaturarbeiten nicht notwendig.
    Jeder Student des 1.Semester Jus, jeder halbwegs interessierte Bürger wusste, daß dieser Paragraph de facto einen Freibrief für Drogenhändler darstellt.

  6. astuga

    Gut zusammengefasst, nur ein kleiner Einwand.
    Dieses Milieu und diese Ideologie stammen (so wie das Opfer) mehr aus den USA als dass sie genuin europäisch wären.
    Wie auch bei anderen, aber eher banalen kulturellen Re-Importen, wurde erst über den Umweg der USA ein gesellschaftlich wirkmächtiges Phänomen daraus.

    Präsident Obamas Mutter ist ja ein vergleichbares Beispiel.

  7. astuga

    Ich erinnere mich an einen ähnlichen Fall vor einigen Jahren (Berichterstattung gab es in nur in Form von Kurzmeldungen).
    Afrikaner (arbeitslos, bereits verheiratet mit Österreicherin, mehrere Kinder) gibt sich in Innenstadtlokal als Student aus und reißt dort junge Frauen auf.
    Eine Wiener Studentin wird von ihm schwanger, und entdeckt nach einiger Zeit sein Lügengebäude.
    Er lockt sie zu einer Aussprache auf die Donauinsel, wo er sie anschließend erwürgt und in der Donau versenkt.

  8. A.Felsberger

    Bei allem Respekt, Herr Reichel: Die Lage Europas mit der einer Vergewaltigten und Ermordeten zu vergleichen, empfinde ich geschmacklos. Auch ist es ganz und gar nicht nicht so, dass Europa wehrlos wäre. Man sehe sich das Grenzregime in Mazedonien oder Ungarn an: Die Bilder von bewaffnete Einheiten und unüberwindbaren Zäunen vermitteln nun wirklich nicht den Eindruck eines wehrlosen Opfers. Ihnen scheint die Doppelmoral der Europäer zu entgehen: einerseits das Leid der Flüchtlinge zu beklagen, andererseits die Zäune hochzuziehen. Eine Scheinheiligkeit, die, nebenbei gesagt, nur hier beheimatet ist, und in den USA auf wenig Gegenliebe stoßen würde. Man soll daher Europa niemals an seinen Worten messen, sondern immer nur an seinen Taten! Und die sprechen seit Beginn dieses Jahres eine klare Sprache. Selbst Deutschland zeigt kein Interesse mehr den in Griechenland Gestrandeten zu helfen ohne freilich die Maske des Besorgten abzulegen…..

    Und überhaupt: Solange ein Kontinent Menschen anzieht, solange er Vorbildwirkung hat, in seinem Lebensstil genauso wie in seinen Werten, kann er niemals im Niedergang begriffen sein. Ein Kontinent im Niedergang wird überstürzt verlassen, geschmäht, aber doch nicht aufgesucht! Ganz anders, wie Sie vermuten, entsteht hier in Europa erst der Lebensstil, der für die nächsten Jahrhunderte prägend sein wird. Es wird das Nebeneinander vieler Kulturen sein, die sich gegenseitig beeinflussen und auch bereichern. Es ist nur die Trauer um die “Welt von gestern”, die uns das nicht sehen läßt. Man lese Stefan Zweig und man begreift, was diese Trauer in einem anrichten kann: Man wird blind für die Zukunft, dogmatisch und verschließt sich, bis man sich aus Verzweiflung das Leben nimmt. Ich kann dieses sinnlose Herumjammern über das Ende Europas nicht mehr hören!

  9. GeBa

    SO naiv darf man aber mit 24 Jahren nicht mehr sein, auch wenn man aus einem noch so behüteten Elternhaus kommt.

  10. Wanderer

    @Felsberger
    Diese “Welt von gestern” hat uns die Meinungsfreiheit gebracht, den Mondflug, DNA Entschlüsselung, Organtransplantationen und das Internet. Wie hierzu der mittelalterliche Islam was beitragen kann, geht mir einfach nicht. Das Nebeneinander der Kulturen ist auf Wandgemälden in Pfarrheimen und Caritas Kindergärten immer recht farbenfroh dargestellt, die Realität sieht halt (leider) ganz anders aus. Von einem Miteinander ganz zu schweigen. Das Ende Europas wird nicht kommen, aber das aufgeklärte Abendland nähert sich dem Ablaufdatum. Wenn sie das Jammern darüber stört, können sie sich ja auf einer linken Webseite wieder etwas Frohsinn verschaffen. In ein paar Jahren werden wir wissen, ob die konservativen rechten Hetzer oder die toleranten zukunftsweisenden Linksintellektuellen recht hatten.

  11. Rennziege

    8. April 2016 – 15:38 Wanderer
    Traurig zu sehen, dass A. Felsberger den grandiosen Stefan Zweig gelesen, aber nicht einmal rudimentär geschnallt hat. Seinen Frohsinn wird dieser Herr, wie Sie kundig anmerken, weit eher mit Hilfe eines linken Ghettoblasters finden als bei den Zweigs. Dafür sind die heisergebrüllten Schreihals-Portale ja auch da.

  12. A.Felsberger

    Herr Wanderer: Ich bin kein Linker, es wundert mich wie sie auf diese Idee kommen. Und überhaupt: Was würde es zur Sache tragen? Das Bild vom Islam, das wir Europäer im Kopf haben, ist verkürzt. Wir assozieren Mittelalter selbst dort, wo Modernität herrscht. Nehmen sie den Oman als Beispiel: 4 Millionen Menschen leben in einem reichen und gut verwalteten Land, der Herrscher ist aufgeschlossen und traditionsbewußt zugleich. Nirgends findet man dort Radikalität oder Intoleranz, die Alphatisierung liegt bei 90%. Und außerdem wird nicht der Islam die europäische Kultur beeinflußen, sondern umgekehrt: Wir Europäer werden sie beinflußen.

    PS: Man kann die Zeit nicht zurückdrehen, man kann zu jeder Zeit nur das Beste aus der Lage machen. Und es ist auch nicht die Aufgabe der älteren Generation den Jungen “ihre Welt” schlecht zu machen. Immerhin: Sie kennen nichts anderes. Niemals war das Leben der älteren Generation schön, immer war es frustrierend die Gegenwart mit dem Früher vergleichen zu müssen. Bilden Sie sich ja nicht ein, dass Sie hier etwas substanziell Neues erleben….

  13. A.Felsberger

    Naja, Frau Rennziege. Ich würde mal postulieren: dass der Herr Zweig mit mir mehr Freude hätte als mit Ihnen.-)

  14. Gert Cok

    @ Felsenberger

    “Nehmen sie den Oman als Beispiel: 4 Millionen Menschen leben in einem reichen und gut verwalteten Land, der Herrscher ist aufgeschlossen und traditionsbewusst zugleich.”

    Der Herrscher … ich postuliere, dass Stefan Zweig mit Ihnen sehr-sehr wenig Freude hätte.

  15. Gerald Steinbach

    A:Felsberger@ Warum soll eigentlich Europa(Also Ö,D) für alles negative das in der Welt passiert einen Schuldkomplex aufladen und dann für diese Staaten dann Lösungen parat haben

    Europa hat geholfen und jetzt wurden die Grenzen dicht gemacht, wo ist das Problem oder wollen sie offene Grenzen und die Probleme in Afrika hier lösen

  16. Gerald Steinbach

    Gert Cok@ Einen aufgeschlossenen Herrscher habe ich auch noch nicht kennengelernt,
    Danke, das hätte ich sonst überlesen

  17. Thomas Holzer

    @A.Felsberger
    “Solange ein Kontinent Menschen anzieht, solange er Vorbildwirkung hat, in seinem Lebensstil genauso wie in seinen Werten………..”

    Da liegen Sie, fürchte ich, falsch. Nicht die Werte bilden eine Anziehungskraft, auch nicht der Lebensstil, würde dem so sein, würden sich die Neubürger wirklich, und zwar ohne Kurse und dergleichen, auf das Schnellste integrieren.
    Das, was Afrikaner und Araber anzieht ist die Rundumversorgung, bei gleichzeitiger Beibehaltung entsprechender archaischer Lebensweise und Ansichten. Und dies gilt interessanterweise eben hauptsächlich für die Angesprochenen, nicht aber für z.B. Asiaten

  18. chrisamar

    A.Felsenberger
    Warum ist der Oman nicht das Fluchtziel sondern Europa?
    Wo sind die finanziellen Hilfen aus dem Oman an die Türkei und für Europa zur Versorgung der Millionen von “Flüchtlingen”?
    Warum gewährt Europa “Flüchtlingen” aus dem Oman Asyl?
    Glauben Sie wirklich an das was Sie schreiben?
    Persönlich erkenne ich in dem Artikel von Herrn Reichel Wahrheit. Ihre Kommentare bezeichne ich als Wunschdenken und verbleibe
    Mit freundlichem Gruß

  19. astuga

    @A.Felsberger
    Man lese Stefan Zweig, Sternstunden der Menschheit: Die Eroberung von Byzanz

    Anm. wobei mit “Sternstunden” nicht unbedingt positive Höhepunkte gemeint sind, sondern bloß bedeutende Ereignisse als literarische Miniaturen.

  20. Gerald Steinbach

    Afghanen, Tschetschenen Co. kommen wegen unserer Werte und unseren Lebensstil, wie weltfremd muss man eigentlich sein um das anzunehmen?

  21. Wanderer

    @Felsberger
    Ich habe Sie nicht als Linken bezeichnet, ich meinte nur, dass Sie auf deren Blogs weniger pessimistische Sichtweisen zum Migrationsthema zu lesen bekommen. Natürlich gibt es positive Ausnahmen, die aber statistisch nichts am Problem (manche Theologen sprechen auch von einem Geschenk ) ändern. Der Großteil der islamischen Welt ist arm, von Krieg und Koran geprägt, perspektivenlos. Die meisten Menschen wandern aber nicht aus, um westliche Lebensweisen anzunehmen, sondern um in die großzügigen Sozialsysteme in Österreich, Deutschland etc. einzuwandern. Dieses Faktum kann mit seriöser Argumentation nicht wegdiskutiert werden. In Bezug auf Wohlstandsverteilung tut linke oder rechte Grundeinstellung sehr wohl was zur Sache.
    Ihrem PS stimme ich weitgehend zu. Natürlich ist eine Völkerwanderung nichts substanziell Neues, doch man erlebt sowas auch nicht alle paar Jahre. Friedlich enden sie kaum.

  22. A.Felsberger

    @Holzer: >Und dies gilt interessanterweise eben hauptsächlich für die Angesprochenen, nicht aber für z.B. Asiaten> Mag sein. Im Moment schaut es so aus. Aber ob die gleichen Menschen, die sich heute aus diesen Gründen angezogen fühlen, auch noch in 20 Jahren so denken oder vielleicht doch unsere Werte von Leistung, Verantwortung und Pflicht verinnerlicht haben, können wir nicht wissen. So ehrlich muß man auch sein. Letztendlich ist die Völkerwanderung ein großes Experiment, und zwar nicht nur hier in Europa, sondern weltweit.

  23. A.Felsberger

    @Cok: Was haben sie gegen einen fürsorglichen Herrscher einzuwenden? Ich unterstelle mal, dass sich die Bevölkerung des Sultanats sehr wohl fühlt. Und nur das zählt……..

  24. A.Felsberger

    @Steinbach: Ich frage mich ,wer hier weltfremd ist. In Freiheit und Libaralität zu leben, das treibt die Menschen nach Europa! Es ist ja irgendwie bezeichnend, dass die Europäer von ihren eignen großen Vorzügen nichts mehr verstehen. Sie, Herr Steinbach, scheinen die Vorzüge Europas nur mehr im Geld sehen zu wollen. Wie traurig!

  25. A.Felsberger

    @Wanderer: Die weltweite Völkerwanderung ist ein Experiment mit offenem Ausgang. Die Menschheit scheint sich Richtung “Raumschiff Enterprise” bewegen zu wollen, wo viele Kulturen mit eigener Tadition und Sprache sich trotzdem harmonisieren, einem gemeinsamen Ziel verschreiben und solcherart die Welt erobern. Ich bin nicht glücklich über dieses Experiment, aber ich kann`s nicht ändern. Wenn ich die jungen Menschen in meinem Umfeld sehe, dann habe ich trotzdem die Hoffnung, dass ihr Optimismus letztendlich die Oberhand gewinnt……

  26. gms

    A.Felsberger,

    “Die Lage Europas mit der einer Vergewaltigten und Ermordeten zu vergleichen, empfinde ich geschmacklos.”

    War es nicht Zeus, dessen Vergewaltigung Heras wir erst Europa verdanken? Man muß das Ganze schon ideologiefrei sehen, völlig pragmatisch, nicht wahr? Unrecht ist ja nicht immer Unrecht, und wer zum juste Milieu gehört, der darf das auch thematisieren und so oder anders beantworten. Bei anderen ist’s geschmacklos.

    “Ihnen scheint die Doppelmoral der Europäer zu entgehen: einerseits das Leid der Flüchtlinge zu beklagen, andererseits die Zäune hochzuziehen.”

    Nicht so eilig mit den schielenden rhetorischen Pferden, entgeht Ihnen doch erkennbar die Frontstellung der Wellkamanten vs. Zaunkönige.

    “Was haben sie gegen einen fürsorglichen Herrscher einzuwenden? Ich unterstelle mal, dass sich die Bevölkerung des Sultanats sehr wohl fühlt. Und nur das zählt……”

    Abgesehen von Ihren permanent mit Punkten austropfendenen Sätzen, die allein schon zu validen Indikatoren mentaler Inkontinenz zählen: Dämokratur europäischer Machart ist das beste Werkzeug zur wohlwollenden Vergewaltigung der Völker. Einen fürsorglichen Sultan könnte man bei Verhaltensauffälligkeiten noch meucheln, in unseren Breiten liefe das der Propaganda nach auf Suizid hinaus und habe deshalb zu unterbleiben.

    “Die weltweite Völkerwanderung ist ein Experiment mit offenem Ausgang.”

    Falsch. Experimentell ist einzig die Handhabe durch aktuelle Machhaber, dessen erwartbare Folgen alles andere als offen sind: Verarmung, Chaos, Polizeistaat und ein Paradies für die Psychopathen an der Spitze.

  27. astuga

    A.Felsberger
    Hm, also eigentlich sind von den gewachsenen Kulturen die (West-) Europäer die einzigen die auf Selbstauslöschung… pardon, Wandel durch Massenmigration setzen.

    Das macht weltweit sonst niemand.
    Und selbst sog. Einwanderungsländer (USA, Kanda, Australien, NZ) suchen sich ihre Migranten genauer aus.
    Und nach Südamerika will ohnehin keiner der Interesse an Sozialleistungen hat.

  28. A.Felsberger

    >Abgesehen von Ihren permanent mit Punkten austropfendenen Sätzen, die allein schon zu validen Indikatoren mentaler Inkontinenz zählen> Ihrer Sprache nach zu schließen, scheinen Sie, Herr Gms, die ganze Welt zu hassen. Ich kann Ihnen dabei nicht behilflich sein…….

  29. A.Felsberger

    Herr Astuga: Sie glauben also im Ernst, dass sich die USA ihre Einwanderer aussucht? Warum sind dann so viele Illegale im Land, und warum verspüren die Amerikaner so viel Lust einen Trump zu wählen? Das sind doch alles Märchen, die man hierzulande auftischt, um sich als Europäer besonders schlecht zu fühlen. Tatsache ist, dass die geographische Lage Europas prekärer ist als die der USA. Aber über ein (effizientes) Grenzregime verfügen weder die einen noch die anderen…..

  30. A.Felsberger

    Migration entspringt dem Wunsch des Einzelnen nach einem besseren Leben. Sie wird umso stärker sein, desto (a) niedriger die Transportkosten, desto (b) effizienter die Kommunikationsmittel und desto (c) mehr Netzwerke und Anlaufpunkte in den Zielländern bereits existieren. Mit einem Wort: sie wird in diesem Jahrhundert explodieren. Wer sich staatliche Macht wünscht, um Migration zu verhindern, wird die Transformation der Gesellschaft Richtung eines “DDR-Grenzregime” in Kauf nehmen müssen. Einen anderen Weg wird`s nicht geben……

  31. gms

    A.Felsberger,

    “Sie glauben also im Ernst, dass sich die USA ihre Einwanderer aussucht?”

    Ja, zumal der aktuelle Kontext zweifelsfrei legale Einwanderung ist.

    “Warum sind dann so viele Illegale im Land”

    Warum pardoniert Obama wie Merkel per Federstrich illegale Einwanderer und weshalb üben Globalisten mit denselben rührigen Kinderphotos in den USA politischen Drück aus gegen Abschiebungen, die hierzulande an Grenzzäunen mit identer Absicht geschossen und verbreitet werden? (kugl: usa stop deportation)
    Glauben Sie “im Ernst”, es stünden in den USA andere Kräfte hinter der Volksvermantschung, denn in Europa?

    ” .. und warum verspüren die Amerikaner so viel Lust einen Trump zu wählen?”

    Siehe oben. Was aber erkennbar an Ihrem Argumeentationsstil saugt wie Vorwerks Heinzelmännchen, ist Ihr hütchenspielerisches Verwürfeln von Gruppierungen, wonach etwa schwarze Schwäne belegen würden, daß diese Tierart nicht weiß wäre. AfD oder CDU? — Who cares, werden doch beide Parteien gewählt, was bei entsprechender geistiger Verfaßtheit alles beweist und zugleich dessen Gegenteil.

    “Migration entspringt dem Wunsch des Einzelnen nach einem besseren Leben.”

    Tell news. Nun elaborieren Sie das Thema noch mit der Fußnote ‘staatliche Wohlfahrt’. Viel Spaß.

    “Wer sich staatliche Macht wünscht, um Migration zu verhindern, wird die Transformation der Gesellschaft Richtung eines „DDR-Grenzregime“ in Kauf nehmen müssen.”

    Vorhersagbar, wie braunes Wasser bei Öffnung eines jahrelang nicht verwendeten Wasserhahns hervortritt, verklickern Sie uns hier eine verhinderte Ausreise ala DDR als Analogie zu einer unterbundenen Einreise. Leute wie Sie würden einem wohl auch einen Akkusauger fürs Auto als Laubbläser für den herbstlichen Gartenputz andrehen wollen und hoffen, daß man Ihnen den abkauft.

  32. A.Felsberger

    Der Anstoß zur Migration, Herr gms, kommt von unten, nicht von oben. Aber es steht Ihnen natürlich frei das Gegenteil zu behaupten. Das ist das Schöne an der heutigen Welt: Man braucht sich an Logik nicht mehr zu halten, es interessiert schlichtweg niemanden mehr. Aber bei mir sind Sie da an der falschen Adresse….

  33. gms

    A.Felsberger,

    “Der Anstoß zur Migration, Herr gms, kommt von unten, nicht von oben.”

    Betrachten wir’s mal historisch: Syrien hat seit fünf Jahren Krieg, Irak seit mehr als zehn und Afghanistan kommt seit über drei Jahrzehnten nicht zur Ruhe, und trotz dieses gewaltigen zeitlichen Vorlaufs bricht die Völkerwanderung sintflutartig ausgerechnet im September 2015 los, als Mutti offiziell das Buffet eröffnet und das vorige Schippern in Richtung Lampedusa und Co mirakulös aus den Schlagzeilen verschwindet.

    Haben Sie, Herr Felsberger, eigentlich ein schlechtes Gewissen, daß Sie die Hilfzahlungen an die Lager in den Krisengebieten gekürzt haben und daraufhin die Zustände dort unterträglich wurden? Wie, das waren nicht Sie? Na vielleicht haben Sie dort militärisch interveniert wegen Demokratie-Herbeibombung oder der bösen Massenvernichtungswaffen, die den Weltfrieden bedrohten? Was, das waren Sie ebenfalls nicht? Sie haben auch nicht Islamisten finanziert, ausgebildet und mit Waffen versorgt, sei’s die Muslimbrüder, Al-Kaida, ‘moderate’ Rebellen oder den IS?

    Was die einen als Anstoß zur Völkerwanderung von unten behaupten, entlockt anderen in Kenntnis von Zahlen und Fakten bloß ein müdes Lächeln. Grasgewurzelt ist im nahen und mittleren Osten rein garnichts.

    “Man braucht sich an Logik nicht mehr zu halten, es interessiert schlichtweg niemanden mehr.”

    Tic-Tac-Toe ist trivial, sobald man ein X von einem O unterscheiden kann. Wer aber bloß konstant Tatsachen verwürfelt, taugt in der Tat nur noch als schlichter Stickwortgeber.

    Worauf wir uns sofort Friedenspfeife rauchend einigen können, ist ein prinzipiell steigender Migrationsdruck basierend auf verbreiterer Wahrnehmung eines Wohlstandgefälles infolge des Informantionszeitalters. Die These jedoch hat einige Lücken, nennenswerte Menschenmassen würden Unsummen auf den Tisch von Schleppern legen und tausende Meilen pilgern, um in unseren Breiten mangels Wohlsfahrtsstaat unter Brücken zu vegitieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.