Lawinengefahr in Europa

Von | 6. April 2016

“,,,,,,Neben der Flüchtlingslawine droht EU-Europa eine weitere Lawine mit zumindest ebenso großen Schäden. Beide Lawinen zusammen könnten Europa in eine lange Periode des Chaos und der Verarmung stürzen, die scheinbar längst vergangen geglaubten Zeiten ähnelt, wie den dunklen Jahrhunderten der Völkerwanderung oder den noch dunkleren Jahrzehnten des Dreißigjährigen Krieges. Solche Schreckensperioden waren beklemmenderweise jeweils auf sehr positive historische Erfolgsepochen gefolgt, wie es ja auch die letzten 70 Jahre gewesen sind.

Die zweite Lawine dürfte durch einen britischen EU-Austritt, einen Brexit, ausgelöst werden. Denn nach einem Abgang der Briten würde auch in anderen Ländern eine ähnliche Austrittsbewegung an Dynamik gewinnen. Die EU-Länder könnten dann wie hintereinander stehende Dominosteine umfallen.

Ein Zerfall der EU würde momentan rein emotional vielen Europäern taugen. Sie sind empört ob der Fehlentwicklung der letzten zehn, zwanzig Jahre, als sich die EU von einer historischen Erfolgsstory zu einem gouvernantenhaften, von Political Correctness besessenen Überregulierungsmonster zu verwandeln begonnen hat. Ein solcher Zerfall würde aber, rational analysiert, zu schweren wirtschaftlichen Schäden mit katastrophalen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und auf das jetzt schon an der Kippe zur Unfinanzierbarkeit stehende Wohlfahrtssystem führen….. (weiter hier)

 

17 Gedanken zu „Lawinengefahr in Europa

  1. mariuslupus

    Irrtum, Europa ist nicht die EU, und de EU wird es nicht mehr geben, aber Europa wird noch immer existieren. Die EU war angeblich ein Friedensprojekt, aber Projekte müssen aus dem Projektstadium herauswachsen, um Realtät zu werden. Die EU hat Europa mehr geschadet als genutzt, Die meisten sogenannten Errungenschaften der EU hätte man auch bilateral verhandeln können. Bei bilateralen Verhandlungen wäre niemand auf die Idee gekommen den Euro einzuführen.
    Apropos, warum sollte Cameron nicht verlieren. Welche vernünftige Argumente kann er seinen Landsleuten anbieten um sie zu überzeugen, aus der EU nicht auszutreten. Im Vergleich, Nigel Farage hat die besseren und sinnvollere Argumnete.

  2. Gerald Steinbach

    Über Frankreich ist die Lawine bereits übergerollt, entstehend durch einen hohen Migrationszuzug, besonders hier in Frankreich durch die Maghrebstaaten und daraus resultierenden Belastungen in Form von Arbeitslosigkeit, Soziale Probleme usw. die sich einfach nicht mehr finanzieren lassen.
    Ein gut ausgebildeter Franzose schaut das er beim Staat unterkommt, der im Gegensatz zur Privatwirtschaft noch sehr gut zahlt und einen sicheren Job gibt und sich eine Wohnung fernab von den Migranten leisten kann
    Wenn man so will ist Frankreich ein Schulbeispiel der gescheiterten falschen(!) Zuwanderung
    Frankreich ist ein großes Problem, dies ist aber keine neue Erkenntnis!!

  3. Selbstdenker

    Der angeblich unsinkbare EU-Supertanker ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Mit der “Euro-Rettung” wurde der Point of No Return bereits überschritten und es wird Zeit in die einzelstaatlichen Rettungsboote zu steigen, bevor uns der sinkende Gigant mit in die Tiefe zieht.

    Die EU ist zu einer Zone der Kapitalaufzehrung verkommen, mit allen Konsequenzen nach innen und außen. Wer dauerhaft über seine Verhältnisse lebt, wird auf kurz oder lang zu einem Sklaven seiner Geldgeber; insbesondere solche, die aus Katar und Saudi Arabien sind. Und wer seine Schulden nicht mehr bedienen kann, ist recht schnell sein Eigentum los.

    Verträge werden nur mehr abgeschlossen um Zeit zu gewinnen; eine nachhaltige Betrachtung der Implikationen findet nicht mehr statt. De facto hat man längst den Überblick an Verpflichtungen bzw. Versprechen, die man eingegangen ist, verloren. Der “Haushalt” eines Messies ist ähnlich “aufgeräumt”.

    Bereits die Kenntnis der Grundzüge der politischen Ökonomie reicht aus, um zu erkennen, dass die EU durch und durch dysfunktional strukturiert ist. So gut wie alle Gelegenheiten für Reformen hat man ungenutzt verstreichen lassen. Und jene Reformen, die es in einzelnen Ländern tatsächlich gab, wurden mittlerweile wieder rückgängig gemacht.

    Die EU ist ein Konkursfall, der nicht mehr zu retten ist. Besser heute geordnet abwickeln als morgen in Chaos und Bürgerkrieg zu schlittern. Es ist in der EU nicht einmal ein Lichtblick vorhanden. Das gesamte Personal der EU Institutionen verdient es an die “frische Luft” gesetzt zu werden.

    Was wird uns eigentlich fehlen, wenn die EU weg ist? Der radikale Staatsfeminismus? Die gezielt vorangetriebene Islamisierung? Der radikale Migrantismus? Die Political Correctness? Die Gängelung jedes Lebensbereiches durch die Brüssler Bürokraten? Die sozialistische Währungs- und Wirtschaftspolitik?

    Es reicht ganz einfach!

  4. sokrates9

    Selbstdenker@ Unterschätzen sie nicht die Kraft der Beamtenhybris! Da sind 30.000 Beamte die so viel wie Merkel verdienen! Die kämpfen bis zum Letzten um ihre “wohlerworbenen Rechte und denen ist völlig egal wenn das totale Chaos ausbricht!

  5. Gerald Steinbach

    Wie viele von denen(EU Beamte) haben eigentlich eine Wohnung in Molenbeek?

  6. Selbstdenker

    @sokrates9:
    Wenn das Chaos ausbricht, werden die auch ihren Teil abbekommen.

  7. Selbstdenker

    Roger Köppel bringt es auf den Punkt:

    “[…] Mr. Köppel remarked on Europe’s growing instability: ‘The German refugee policy could trigger a new world war’.”

    “Comparing the ‘megalomaniac, we can do it’ mentality of Angela Merkel and others to Europe on the eve of the First World War, the editorial foresaw a situation where millions of ordinary Europeans would pay dearly for a situation manufactured by their leaders.”

    “Calling the EU-Turkey deal ‘bankruptcy’, Mr. Köppel remarked the EU was merely outsourcing their responsibilities eastward to “the autocrat Erdogan”, saying: ‘This is not a deal, but a submission’.”

    http://www.breitbart.com/london/2016/04/05/member-parliament-europe-merkel-abolish/

  8. Christian Peter

    Für den Zerfall der EU bedarf es keines Austritts des UK – dieser ist schon längst im Gange.

  9. Christian Peter

    Ein Ausscheiden des UK aus der EU würde diesen Prozess bloß beschleunigen.

  10. Mona Rieboldt

    Gerald Steinbach
    Frankreich erstickt an seinen rigiden Arbeitsgesetzen und an den Gewerkschaften. Hollande versucht gerade das aufzulockern, dass die Beschäftigten mit dem Betrieb vereinbaren können, wie lange sie arbeiten wollen. Gewerkschaften, die um ihre Macht fürchten, Studenten und Schüler demonstrieren gegen das kommende Gesetz, da wird Hollande sicher zurück rudern, wie damals auch Sarkozy. Zu hohe Löhne, 35-Stunden-Woche, machen die Lohnstückkosten so hoch, dass Frankreichs Industrie schon länger nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Frankreich ist heute mehr ein Agrarland und wird nach Griechenland das zweite Schuldenland werden.

    Dazu kommt, dass Frankreich keinen wirtschaftlichen Mittelstand hat. Wollte sich da ein Handwerker selbständig machen, muss er so hohe Auflagen erfüllen, dass er sich das gar nicht leisten kann.

    Aber immerhin Frankreichs Agrarprodukte sind sehr gut.

  11. Thomas Holzer

    Man kann nur hoffen, daß heute eine ausreichende Zahl von Niederländern das EU-Ukraine Assozierungsabkommen ablehnt 😉

  12. gms

    Thomas Holzer,

    “Man kann nur hoffen, daß heute eine ausreichende Zahl von Niederländern das EU-Ukraine Assozierungsabkommen ablehnt”

    Die Abstimmung ist nicht verbindlich, was auch die Lahmheit der Fürsprecher des Abkommens in den den Niederlanden erklärt. Daß die Niederländer, wie auch die Franzosen, anno dazumals den EU-Verfassungsvertrag ablehnen, änderte kein Jota daran, wonach später der idente Vertrag von Lissabon dennoch durchgeboxt wurde. Ein nicht-bindendes Referendum zur Ukraine stellt somit kein relevantes Problem dar.

    Einmal mehr gilt die Binsenweisheit, wonach eine kleine Minderheit, für die individuell mehr am Spiel steht, den Kampf skrupell- und erbarmunsloser führt, als der nicht organisierte Opponent. Im Zentrum des ‘EU-Projekts’ wiederum steht Deutschland, und wo deren Wasserträger namens Merkel, Schäuble und von der Leyen hinwollen, ist ebenso bekannt, wie deren eigentümliches Demokratieverständnis. Hinauslaufen wird es also auf jede Menge Schluckhilfen für Frankreich und die Niederlande, einer politischen Zentralunion des Euroraums ohne Griechenland zuzustimmen, während deutsche Bürger oder österreichische für die ach so kleinen hierfür nötigen Zusatzprokolle als Annex zu Maastricht und Lissabon vorgeblich nicht gefragt werden müssen.

  13. Thomas Holzer

    @gms
    Mir war bewußt, daß die Abstimmung nicht verbindlich ist; man wird sehen, ob -bei entsprechendem Ausgang- es die niederländischen Politiker wagen werden, das Votum zu negieren.
    Auf jeden Fall passend, daß dieses Referendum im Ö1-Mittagsjournal (nicht nur dort) mit keinem Wort erwähnt wurde, wo doch ansonsten über (fast) jeder Abstimmung irgendwo am Ende der Welt ausführlich berichtet wird 😉

  14. gms

    Thomas Holzer,

    “Auf jeden Fall passend, daß dieses Referendum im Ö1-Mittagsjournal (nicht nur dort) mit keinem Wort erwähnt wurde, wo doch ansonsten über (fast) jeder Abstimmung irgendwo am Ende der Welt ausführlich berichtet wird”

    Besonders entzückend war im Rotfunk im Jänner der Bericht in der Einser-ZIB über eine Demonstration in Warschau, deren Teilnehmer kritisierten, wonach dort die pöhse rechte Regierung Einfluß nähme auf die Besetzung der Spitzenposten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

    Als wäre das ansich nicht idiotisch genug, ist von ORF über “Welt” bis “Zeit” von 20.000 Teilnehmern die Rede, die, beim Blick auf die mitgelieferten Bilder, wohl von zuhause aus mitdemonstrierten. Die “Wienerzeitung”, deren entsprechender Beitrag ‘aus rechtlichen Gründen’ nicht mehr einsehbar ist [2], nennt laut Google-Cache in Warschau bloß 5.000 Demonstranten und bedient sich für diese Zahl mutmaßlich der dpa, statt lokaler Behörden.

    Selbst für ein sorgfältig abgestimmtes ‘Haltet den Dieb’ sind die Volksverblöder nicht in der Lage, Hauptsache, es waren irgendwie ganz viele Leute und Polen ist des Untergangs, weil die Regierung das Fernsehen beeinflußt.

    Wer steht hinter den Protesten? => Das “Komitee zur Verteidigung der Demokratie” (Komitet_Obrony_Demokracji) [3], das neben notorischen Linken auch Radoslaw Sikorski eine aktivistische Heimat bietet, jenem ehemaligen Außenminister, der mit seinem Blowjob-Sager das US-polnische Verhältnis trefflich beschrieb. Zugleich ist das “Komitee zur Verteidigung der Demokratie” natürlich auch sonst über jeden Verdacht erhaben, etwas anderes zu sein, als eine genuin lokale Graswurzelung [4] [5]

    [1] orf.at/stories/2317988/2317989/
    In Warschau versammelten sich nach Angaben der städtischen Behörden etwa 20.000 Demonstranten.
    [2] wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europaeische_union/794654_Demo-fuer-freie-Medien-und-gegen-Regierung-in-Polen.html
    Demo für freie Medien und gegen Regierung in Polen. … In Warschau versammelten sich schätzungsweise 5.000 Demonstranten. … Es sieht vor, dass die Führungspositionen in den öffentlich-rechtlichen Medien künftig von
    [3] de.wikipedia.org/wiki/Komitet_Obrony_Demokracji
    [4] meetup.com/de-DE/KOD_Seattle/ meetup.com/de-DE/KOD_LA/ meetup.com/de-DE/KOD_SF/
    [5] tagesspiegel.de/politik/polen-landesweite-proteste-gegen-eigene-regierung/12871204.html
    In mehreren Städten organisierten Anhänger der Nationalkonservativen Gegenkundgebungen oder posteten in sozialen Medien Bilder, auf denen die KOD-Demonstranten als Marionetten der EU dargestellt wurden. Unterstützung für KOD gab es dagegen in mehreren europäischen Städten. Auch im australischen Melbourne und in den USA war zu Kundgebungen aufgerufen worden. (dpa)

  15. Fragolin

    Was für ein Blödsinn. Der EU droht gar nichts. Die Staaten fallen wie Dominosteine, das stimmt. Aber die EU ist die BAnk, die sie alle aufsammelt.
    Aktuell der Vorstoß der Kommission, eine zentrale EU-Behörde mit Ämtern in jedem Mitgliedsstaat, wo über Asylstatus und Versorgungsansprüche entschieden wird. Wie angekündigt wird die krankgeschriebene EU in Wirklichkeit mit jedem Tag der Krise stärker, denn sie führt die Scheinkrankheit erst herbei, um sich dann selbst als Wunderheiler aus dem Hut zu zaubern.
    Was uns eine Zeit des Verderbens bringen wird ist nicht der Zerfall der EU sondern der verzweifelte Kampf der (zu spät) erwachenden Völker gegen diesen Kerker. Das Märchen von der Alternativlosigkeit der EU glaubt keiner mehr.

  16. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Würde die EU etwas Sinnvolles im Asylwesen erreichen wollen, wäre meiner Meinung nach eine Vereinheitlichung des Prozedere und der Gründe, welche zu Asyl berechtigen, der effizientere Weg als wieder einer Behörde noch mehr Macht durch noch kompliziertere Regeln zu geben.

  17. FDominicus

    ” Ein solcher Zerfall würde aber, rational analysiert, zu schweren wirtschaftlichen Schäden mit katastrophalen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und auf das jetzt schon an der Kippe zur Unfinanzierbarkeit stehende Wohlfahrtssystem führen…

    Und die Begründung dafür wäre? Wieso stehen wir nur an der Kippe zur Unfinanzierbarkeit. Wenn wie in Griechenland jeder 3. arbeitslos ist oder mehr es in andren Ländern auch nicht besser aussieht und Deutschland derzeit nur so gut dasteht weil wir mehr Arbeitende haben als je zuvor, mit absehbar weniger Arbeitenden allein durch die Erreichung des Rentenalters der 1960 er.

    Wie und warum sollte das eine EU einen Unterschied machen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.