Lebensgefahr durch Homöopathie

“….Kritiker spotten gern, dass in den homöopathischen Globuli kein einziges Wirkstoffmolekül enthalten ist. Das bedeutet aber nicht, dass sie niemandem schaden…” (hier)

25 comments

  1. elfenzauberin

    Perfiderweise vergibt die öst. Ärztekammer Diplome für Homöopathie. Die im Verfassungsrang stehende Standesvertretung wirkt damit als gesetzlich legitimierte Instanz der Quacksalber.

    Es ist zwar schon länger bekannt, dass Quacksalberei nicht nur nichts nützt, sondern auch schadet, trotzdem kann man nicht genug oft darauf hinweisen. Die Fälle sind nämlich Legion. Es gibt mehr als 1 Patienten mit Krebs im Endstadium, der Haus und Hof verkauft, um damit den philippinischen Wunderheiler zu finanzieren. Hier stehen definitiv Existenzen auf dem Spiel und Menschen, die aus dem Schicksal ein Geschäft machen, gehören meiner Meinung nach hinter Schloss und Riegel.

  2. Christian Peter

    Totaler Unfug. Jeder Arzt, der mit homöopathischen Mitteln schwere Krankheiten behandeln ließe, verlöre sofort seine Zulassung und würde außerdem vor dem Strafrichter landen. Schaden nehmen Patient jedoch durch die klassische Medizin, denn mehr als 50 % aller Medikationen und etwa 1/3 aller von Ärzten vorgenommenen Behandlungen erfolgen ohne Nutzen (und häufig auch mit Schaden) für den Patienten.

  3. Christian Peter

    Was viele nicht wissen : Auch bei den Behandlungen der klassischen Schulmedizin spielt der Placebo – Effekt eine weit größere Rolle als landläufig angenommen. Besonders groß ist dieser Effekt, wenn auch der Arzt an den Erfolg glaubt. Das bewies der Versuch, bei bestimmten Behandlungen Ärzten ohne deren Wissen Placebos unterzujubeln. Das Ergebnis : Der Erfolg der Behandlung war mit Placebos etwa gleich groß, wie mit der klassischen Therapie.

  4. Rennziege

    20. September 2015 – 12:26 Christian Peter

    Warum machen Sie nicht endlich eine eigene Quacksalberei auf? Höchst profitabel, so eine Klitsche. (Ein Naturheilerdiplom ist käuflich zu erwerben, ohne besondere Schulbildung.) Die Sekten der Bachblütenverehrer, der millionenfach Verdünnenden, der Geistheiler, Ayurveda-Gaukler und Gesundbeter (Liste unvollständig) scheffeln ja Millionengewinne, oft auf medial-werblich und von halblustigen Schulmedizinern unterstützt. Alles nur untermauert durch Placebo-Heilungen im Promille-Bereich.

    Alles auf tönernen Füßen stehend wie Ihre (auch in diesen zwei Postings) stets unbelegten Behauptungen und Ihre gebetsmühlenhafte Verteufelung von Schutzimpfungen aller Art. Aber auch Sie werden leider Gläubige finden, denn “Die Mütter von Idioten sind ständig schwanger” (italienisches Sprichwort).
    Gottlob gibt’s in Christian Ortners Wohnzimmer so gut wie keine Idioten, so dass Ihre skurrilen Absonderungen nicht so bald jemanden zwei Klafter tiefer legen werden.

  5. Christian Peter

    @Rennziege

    von Ihnen bekommt man nichts als heiße Luft von hören. Homöopathie ist eine Heilmethode, die in Österreich ausschließlich von Ärzten praktiziert werden darf. Kein Arzt würde jemals eine schwere Krankheit mit Homöopathie zu heilen trachten (wie im Artikel behauptet), denn dann verlöre er binnen kurzer Zeit seine Zulassung und würde vor dem Strafrichter landen. Daher beschränkt sich der Anwendungsbereich der Homöopathie ausschließlich auf harmlose Erkrankungen (Erkältungen, etc.) und auf (chronische) Erkrankungen, wo schulmedizinische Methoden keine oder nur schlechte Erfolge erzielen als Komplementärmedizin.

  6. astuga

    @Christian Peter
    Die große Bedeutung der Psyche wird ja gerade “neu entdeckt” und wissenschaftlich erforscht.
    Wie weit sich das im medizinischen Regelbetrieb umsetzen lässt ist aber auch noch fraglich.
    Aber vernachlässigen darf man das sicher nicht.

    Und leider gibt es sehr wohl gefährliche Absurditäten wie etwa Homöopathie gegen Aids.
    Das problematische bei der wissenschaftlichen Auswertung ist eben auch, dass homöopathische Präparate selbst keine Nebenwirkungen haben.
    Anders als manch wirksame Medikation, wo man eben Wirkung und Nebenwirkung abwägen muss.
    Extrembeispiel:
    Jemand der dann vielleicht im Einzelfall eine nutzlose aber unangenehme Chemotherapie bekommen hat wäre mit der ebenso nutzlosen aber nebenwirkungsfreien Homöopathie besser gefahren.

  7. Rennziege

    20. September 2015 – 15:24 Christian Peter
    Meister aller Klassen: Ich bezog mich auf den hier zitierten Artikel von Prof. Dr. Edzard Ernst, der alles andere denn “heiße Luft”, sondern wissenschaftlich fundiert — und in welchem von Österreich keine Rede ist. Also konnte ich mir eigene Argumente sparen.
    Mit Verlaub, Euer Gnaden: Die heiße Luft entfleucht Ihrer Kehle, nicht meiner.

  8. H.Trickler

    Fakt ist: Bei Doppelblind-Studien neuer Medikamente treten regelmässig auch beim Placebo viele Heil- und Nebenwirkungen auf. Damit ist bewiesen, dass auch das Placebo Wirkung haben kann, allein Kraft der Überzeugung von Patient und Arzt.

    Der reisserische Titel Lebensgefahr durch Homöopathie stimmt grenzwertig. Das bedeutet aber nicht, dass sie [Globuli] niemandem schaden ist schlicht und ergreifend falsch.

    Wenn jemand bei schwerer Erkrankung nur Globuli nimmt, so schaden diese garantiert rein gar nichts. Der Schaden entsteht durch den dummen Verzicht auf eine wirksamere Therapie.

    Ich würde mir wünschen, dass die “Fremden Federn” hier auf die zunehmende Häufung reisserischer Titel verzichten könnte.

  9. Rennziege

    20. September 2015 – 16:10 H.Trickler
    Nichts anderes sagte ich. Sie: “Der Schaden entsteht durch den dummen Verzicht auf eine wirksamere Therapie.” Der Titel des von C.O. verlinkten GEO-Artikels lautet: “Homöopathie kann lebensgefährlich sein” und drückt folglich dasselbe aus.
    Daran ist nichts reißerisch, wenn Sie gestatten, gell?
    Herzliche Grüße!

  10. Christian Peter

    Selbst wenn es stimmen würde : Jeder Patient hat das Recht der freien Arztwahl und auch das Recht, die Art der Behandlung zu wählen, auch wenn dies zum eigenen Nachteil gereichen würde.

  11. Rennziege

    20. September 2015 – 18:39 Christian Peter
    Sie schreiben: “Jeder Patient hat das Recht der freien Arztwahl und auch das Recht, die Art der Behandlung zu wählen, auch wenn dies zum eigenen Nachteil gereichen würde.”
    Wer hat das je bestritten oder auch nur in Frage gestellt? Wie man sich bettet, so liegt man. Oder: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. (Letzteres entbehrt nicht einen pikanten Doppelsinn.)

  12. Christian Peter

    @Rennziege

    eben, daher handelt es sich um eine nutzlose Diskussion. Warum sollte es nicht auch im Bereich des Gesundheitswesens ein wenig Wettbewerb geben ?

  13. mario wolf

    Eine überflüssige Diskussion. Es handelt sich eine reine Glaubensfrage. Über Glaubensfrage kann man nicht diskutieren. Die Homöopathie-Jünger haben ihren Glauben. Amen
    PS. Über dieses Thema habe ich in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgehört zu diskutieren

  14. Christian Weiss

    “Kein Arzt würde jemals eine schwere Krankheit mit Homöopathie zu heilen trachten.”

    Ein Arzt sicher nicht, aber ein “Arzt” tut das sehr wohl. Und dann steht da die andere Frage im Raum: Wenn Homöopathie so super toll funktioniert, warum kann man damit keine schweren Krankheiten heilen?
    Tatsächlich essen die meisten Anwender von Homöopathie die “Chügeli”, wie wir in der Schweiz die in unserem Land wirtschaftlich ordentlich erfolgreich und in industriellem Massstab hergestellten (http://www.similasan.ch) “Pillen” gerne nennen, in einem Bereich, wo das menschliche Immunsystem ganz ordentlich funktioniert. Denn wo kommt das ganze Quacksalberzoigs vermeintlich erfolgreich zur Anwendung?: Bei eigentlich gesunden, wohlgenährten Menschen mit einwandfreier Trinkwasserversorgung. Ich überstehe jeden Schnupfen, jede Erkältung und jeden Durchfall ganz ohne medikamentöse Hilfe, weil mein Körper dank Leukozyten und Lymphozyten alles andere als wehrlos ist. Kopfschmerzen, meistens eh nur Folge einer leichten Dehydrierung, bekämpfe ich mit Wasser. Aber bösartige Tumore muss man bestrahlen oder ihnen mit Chemotherapie den Garaus machen. Und Malaria, HIV, Cholera und Hepatitis bekämpft man auch nicht mit Handauflegen.
    Wenn Menschen mit harmlosen Wehwechen und Bobos sich leicht zuckerhaltige, aber ansonsten völlig wirkstofffreie Arnika-Globuli reinpfeifen, so mag das noch eine harmlose Angelegenheit sein, aber wenn sie glauben, der ganze Schrott helfe eben genau gegen schwere Krankheiten, dann wird es gefährlich, und somit liegt der Artikel auch völlig richtig.
    Denn, um noch mal ein geflügeltes Schweizer Wort zu verwenden, “nützt’s nüt, so schadt’s nüt” stimmt beim Beten, aber nicht bei Alternativmedizin. (Und bei Gesetzen auch nicht – by the way)

  15. elfenzauberin

    Nach wie vor warte ich auf ein homöopathisches Empfängnisverhütungsmittel. Nach dem zentralen Dogma der Homöopathie, wonach eine Krankheit durch deren Agens geheilt wird, vorausgesetzt man appliziert das Agens in ausreichender Verdünnung, müsste ein Empfängnisverhütung durch stark verdünntes Sperma möglich sein.

    Das ist natürlich Unsinn – wie eben die gesamte Homöopathie.

  16. Christian Weiss

    “Nach dem zentralen Dogma der Homöopathie, wonach eine Krankheit durch deren Agens geheilt wird, vorausgesetzt man appliziert das Agens in ausreichender Verdünnung, müsste ein Empfängnisverhütung durch stark verdünntes Sperma möglich sein.”

    Und nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima müsste eigentlich Pazifikwasser gegen die Strahlenkrankheit helfen. Pazifikwasser müsste eigentlich überhaupt gegen fast alles nützen.

  17. Christian Peter

    Weit mehr Sorgen als die Homöopathie bereitet mir die klassische Medizin und Pharmazie. Nach seriösen Schätzungen erfolgen mehr als 50 % aller Medikationen ohne Nutzen für den Patienten. Damit ließen sich in Österreich jährlich etwa 1,5 Milliarden Euro (!!!) Ausgaben für Medikamente sparen, deren Kosten fast ausschließlich die öffentlichen Kassen tragen – damit ließe sich eine Steuerreform finanzieren.

  18. Christian Peter

    Nachtrag : Homöopathische Behandlungen werden von den Patienten aus der eigenen Tasche bezahlt, während der staatlich legitimierte Drogenhandel (Medikamente) als Kassenleistung die öffentlichen Kassen belastet.

  19. Reini

    die Pharmakonzerne wissen eben das die Menschheit krank ist,… nur für den Hausverstand gibt’s noch nix!

  20. elfenzauberin

    @Christian Peter

    Wunder vollbringen kann die klassische Medizin natürlich nicht. Es gibt aber schon einen erheblichen Unterschied zu den Homöopathen, der darin besteht, dass man evidenzbasiert vorgeht. Man verabreicht dem Patienten ein Medikament, das vorher ausprobiert und wo eine Wirkung beobachtet wurde. Die darauf basierende Studie kann natürlich falsch sein, was immer wieder passiert und was dann Behandlungskorrekturen zur Folge hat. Nur sollte man nicht vergessen, dass die herkömmliche Medizin trotz all dieser immanenten Fehler und Schwierigkeiten Erfolge aufzuweisen hat.

    Ist vor 25 Jahren ein Patient an akuter myeloischer Leukämie todsicher an seiner Krankheit gestorben, kann man diese Erkrankung heutzutage gut behandeln. Ähnlich sieht es mit HIV aus. Man kann die HIV-Infektion zwar noch nicht beseitigen, doch haben die HIV-positiven, die unter antiretroviraler Therapie stehen eine identische Lebenserwartung wie die Normalbevölkerung, abgesehen davon, dass von diesen so behandelten Menschen kaum mehr ein Infektionsrisiko ausgeht. Das sind doch Erfolge, die man trotz aller Fehler der herkömmlichen Medizin zugestehen sollte.

    Oder denken Sie an die Ebola-Impfung. Es sieht so aus, als ob diese Impfung gut wirkt und die damit immunisierten Menschen wirksam schützt. Was will man bitte mehr?

  21. astuga

    @mario wolf
    Sehe ich anders, immerhin versuchen Homöopathen mit der Naturwissenschaft und wissenschaftlichen Studien zu argumentieren.
    Dann kann man sie auch kritisieren, wenn das unglaubwürdig ist.

    Ich kann vergleichsweise zwar auch nicht gegen einen reinen Gottesglauben argumentieren (ist eben Glaubenssache), aber wenn solche Gläubigen versuchen pseudowissenschaftliche Ansichten zu etablieren (wie Intelligent Design), dann sieht das schon anders aus.

  22. Gutartiges Geschwulst

    Ihr könnt mich treten, Leute, aber ich glaube an die Wirkung der Homöopathie!
    Ist doch logisch! Wir haben es mit minimalen Substanzen zu tun, die durch jeweilige Verdünnung einen immer höheren Wirkungsgrad entfalten; d. h. Patienten nehmen homöopathische Mittel ein und scheiden diese aus, wodurch sich die Wirkung bereits verstärkt. Doch damit nicht genug. Die Verdünnung setzt sich fort, in der Kanalisation, den Flüssen, den Ozeanen und wird stärker und STÄRKER. Damit sind wir beim Thema.
    Habt Ihr Euch eigentlich jemals gefragt, woher all diese Umweltprobleme kommen, die Erderwärmung, die Wirbelstürme, das Abschmelzen der Polkappen, das Ozonloch, das Waldsterben, das Hirnsterben u.s.w.? Welche Ursache, außer einer, deren Wirkung durch stete Verdünnung verstärkt wird, könnte diese infernalisch Kraft entfalten? Die Industrialisierung? Schwachsinn! Wer sowas glaubt, soll Greenpeace beitreten.
    Die globale Klimakatastrophe wurde durch die Homöopathie verursacht!

  23. Christian Peter

    @Gutartiges Geschwulst

    die meisten haben wenig Ahnung von der Homöopathie. Homöopathische Medikamente sind nicht immer hochpotenziert, sondern basieren mitunter auf äußerst wirksamen pflanzlichen Wirkstoffen, die im Verhältnis 1/10 – 3/10 verdünnt werden.

  24. Christian Peter

    @Gutartiges Geschwulst

    mitunter werden in der Homöopathie auch unverdünnte Urtinkturen verwendet.

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