Lebenslänglich für die Fakten?

Von | 4. November 2016

“Der Fall von Andreas Georgiou, des Präsidenten der griechischen Statistikagentur Elstat in den Jahren 2010 bis 2015, sollte in allen europäischen Hauptstädten die Alarmglocken schrillen lassen. Georgiou wird vom griechischen politischen Establishment auf kafkaeske Weise verfolgt: Weil er rückwirkend die nachweislich falschen Haushaltszahlen des Jahres 2009 korrigierte, soll er laut Anklageschrift Griechenland einen Schaden von 210 Milliarden Euro zugefügt haben. Er soll ferner seine Dienstpflicht verletzt haben, weil er sich dem Begehren politischer Funktionäre widersetzte, über die Haushaltszahlen abstimmen zu lassen. Und er soll eine Rufschädigung seines Vorgängers begangen haben, weil er öffentlich darauf hinwies, dass die Budgetzahlen dieses Mannes betrügerisch waren – was die Europäische Kommission am 12. Jänner 2010 in einem 30-seitigen Sonderbericht ebenso angeprangert hatte. Seit Jahren kämpft sich Georgiou durch eine Barrage an Anklagen. Im schlimmsten Fall droht ihm eine lebenslange Gefängnisstrafe; der finanzielle Ruin könnte dem vorangehen….” (hier)

Ein Gedanke zu „Lebenslänglich für die Fakten?

  1. Falke

    Warum sollte Griechenland ausnahmsweise der EU plötzlich reelle Zahlen liefern? Haben sie ja noch nie gemacht, und die Brüsseler Bürokraten haben immer alles ungeprüft geschluckt.

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