Legalize it!

(C.O.) Würde ein Unternehmen jahrelang an einem unbrauchbaren Geschäftsmodell festhalten, das außer Verlusten nichts produziert, landeten dessen Eigentümer und Manager wohl entweder vor dem Konkursrichter oder dem Sachwalter. Doch genau diesem absurden Geschäftsmodell folgt seit Jahrzehnten die Drogenpolitik der meisten Staaten: Sie kostet enorm viel Geld, bewirkt genau nichts – und wird unverdrossen weitergeführt.

Seit allerdings in einigen wenigen, aber immer zahlreicher werdenden Ländern Drogen legalisiert werden, ohne dass darob Kiffen, Koksen & Co zum Massensport geworden wären, scheint sich eine grundlegende Wende in der Drogenpolitik anzubahnen. In dieser Woche hat eine Gruppe globaler Promis – darunter Khofi Annan, Mario Vargas Llosa , Ex-EU-Außenbeauftragter Javier Solana und viele andere – dazu aufgerufen, Drogen zu entkriminalisieren. Selbst im diesbezüglich eher skeptischen Deutschland fragte jüngst der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, ob “eine strafrechtliche Verfolgung von Drogenkonsumenten der richtige Weg” sei. Nein, ist es natürlich nicht, und es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis auch in Österreich eine ernsthafte politische Diskussion darüber beginnt.

Dem Einzelnen freizustellen, ob er sich lieber mit Grünem Veltliner oder mit Rotem Afghanen zudröhnt, wenn ihm gerade danach ist, ist sowohl aus grundsätzlichen als auch als praktischen Gründen wünschenswert. Aus grundsätzlichen, weil den Staat Derartiges so wenig wie möglich anzugehen hat, solange dabei nicht Dritte zu schaden kommen.

Die Legalisierung von Drogen ist aber auch aus rein pragmatischen Gründen überfällig. Denn die Einzigen, die von der jetzt noch vorherrschenden Prohibition profitieren, sind die Drogenbarone dieser Welt. Würden Drogen global entkriminalisiert, verschwänden die irren Profite, die heute in Form von Risikoprämien von den Endverbrauchern finanziert werden, schlagartig. Damit wäre dieses Geschäft natürlich für Mafia, Camorra & Co völlig uninteressant.

Entschärft würden mit einer liberalen Drogenpolitik auch die Gesundheitsprobleme, die heute mit dem Konsum illegaler Drogen verbunden sind. Denn das Elend vieler User kommt ja nicht nur vom Gebrauch der verbotenen Substanzen, sondern oft von Problemen mit der Dosierung, beigefügten Schadstoffen und anderen lebensbedrohenden Faktoren, die mit dem Konsum illegaler Drogen gemeinhin verbunden sind.

Ob sich für das durch und durch vernünftige Projekt der Entkriminalisierung von Drogen in Österreich freilich eine demokratische Mehrheit organisieren lässt, erscheint eher fragwürdig. SPÖ wie ÖVP ist das, wohl aus eher opportunistischen Erwägungen, nicht eben ein Anliegen, aber auch die Grünen und die Neos sind mit der Causa bisher eher mutloser umgegangen, als es ihrer politischen DNA eigentlich entsprechen würde. Und von der FPÖ ist diesbezüglich höchstens zu erwarten, dass sie einen Ausländerwahlkampf gegen alle fremdländischen Rauschmittel führte, so nach dem Motto “Wien darf nicht Amsterdam werden”.

Die Debatte um die Drogen wäre nach vielen Jahrzehnten wieder einmal eine, die sehr grundsätzliche Fragen betrifft. Schon allein deswegen wäre sie es wert, geführt zu werden. (WZ)

37 comments

  1. Thomas Holzer

    Ja, eh nett!
    Aber: Die “Liberalisierung” der Drogenpolitik ist nur eine Pseudoliberalisierung, weil in allen anderen Bereichen des menschlichen, “gesellschaftlichen” Lebens genau das Gegenteil stattfindet; da wird jeder einzelne immer mehr bevormundet, eingeschränkt, durch die Obrigkeit drangsaliert. Es wird halt jetzt die “Legalisierung” des Konsums von bestimmten Drogen als “neue Sau” durchs Dorf gejagt, um gleichzeitig, natürlich ohne mediales Getöse, alle anderen Freiheitsrechte einzuschränken!
    Ein Schelm, wer Böses denkt 😉

  2. Christian Peter

    ‘Drogen liberalisieren’

    man sollte wissen, wovon man spricht, denn Drogen wurden in keinem Land der Erde liberalisiert, sondern lediglich in einzelnen Ländern der Konsum von Marihuana.

    ‘Drogenpolitik der Staaten kosten viel Geld und bringen nichts’

    Die Durchsetzung strafrechtlicher Normen ist immer mit Kosten verbunden, dennoch wird kein vernünftiger Mensch deren Abschaffung fordern. Sicherlich bringen Verbote etwas, ohne Verbote würde der Drogensumpf ausufern und noch weit höhere Kosten als heute für die Allgemeinheit nach sich ziehen.

    ‘Seit einige Länder Drogen liberalisierten bahnt sich ein grundlegender Wandel in der Drogenpolitik an’

    stimmt nicht. Länder wie etwa Holland oder etwa die Schweiz machten vor einigen Jahren äußerst schlechte Erfahrungen mit einer allzu liberalen Drogenpolitik. Daher wurden in diesen Ländern die Drogenpolitik wieder deutlich verschärft.

    ‘Cannabis ist ähnlich harmlos wie Alkohol und sollte daher legalisiert werden’

    Irrtum. Alkohol ist eine natürliche Substanz, die auch im menschlichen Körper vorkommt und von diesem innerhalb weniger Stunden abgebaut wird. Marihuana hingegen besteht aus mehr als 400 körperfremden Substanzen, die sich wegen ihrer Fettlösigkeit im ganzen Körpern ansammeln (vor allem im Gehirn und den Fortpflanzungsorganen), erhebliche Schäden bewirken (deutlich erhöhtes Krebsrisiko, Schädigung des Immunsystems, Schädigung der Hirnzellen, Hervorbringen von Chromosomen- und Erbschäden, die mitunter über Generationen vererbt werden, erhöhte Gefahr von Missbildungen bei Neugeborenen, Hervorrufen von Depressionen, Wahnvorstellungen und sonstigen Geisteskrankheiten, etc. etc) und vom Körper erst nach 1 Monat abgebaut werden können. Es gibt keine Droge, die länger im Körper bleibt, als Cannabis. Die einzig bekannte Substanz, die vergleichbar lang im Körper bleibt, ist das Insektenvernichtungsmittel DDT, das aus diesem Grund verboten wurde.

    diesem erst nach etwa 1 Monat abgebaut werden : Keine Drogen verbleibt länger im Körper, als Cannabis.

  3. Herbert Manninger

    Und wohin vermittelt das AMS die Drogenhändler? Welche Geschäftsfelder beackern zukünftig die Drogenbarone?

  4. Karl

    Aus welchem Grund wartet man 2 Stunden, dass ein Kommentar freigeschaltet wird? Ich stelle ihn hiermit nochmals herein.

    Und: @Herr Peter, Sie haben natürlich vollinhaltlich recht.

    Koksbrieferln in der Apotheke, neben dem Parkemed für´s Kopfweh nach dem Wodkarausch, noch ein bissl Canabis, damit man nicht gleich das “Langsame” (Heroin) braucht um runter zu kommen. Ein paar E´s und mindestens eine 1,5 Liter Mineralwasserflasche dazu, vielleicht hintennach ein LSD Trip, damit man auch schön drauf hängen bleiben kann….
    Das ist von Herrn Ortner nicht zu Ende gedacht.

    Um welchen Preis darf ich denn dann das Gramm Koks kaufen? Wie rein darf es, soll es sein? Wie steht es dann mit dem Auto, Radfahren. Was wenn ein “wacher” Fußgänger von einem Auto niedergeschoben wird? Versicherung?

    Und nur nebenher, es sind schon genug Canabiskonsumenten zu Psytchotikern geworden. Wir haben einige davon in Behandlung.
    Jedoch keine Frage, zur Schmerzlinderung soll THC durchaus angewendet werden, unter Ärztlicher Aufsicht.

    P.s. Selbst Personen die seit Jahren kein Gramm Heroin angerührt haben, jedoch substituiert sind (und seien es nur 200mg/Tag) kommen sehr, sehr schwer davon weg.
    Christiane F. ist auch heute noch, fast 30 Jahre später, ein warnendes Beispiel.

    – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=31042#comments

  5. Christian Peter

    @Herbert Manninger

    ‘welches Geschäftsfeld sollen zukünftig die Drogenbarone beackern ?’

    in Österreich bietet sich vor allem die Politik an : Tarner, Täuscher und Verbrecher haben in Bananenrepubliken hervorragende Berufsaussichten.

  6. gms

    Herbert Manninger,

    “Und wohin vermittelt das AMS die Drogenhändler? Welche Geschäftsfelder beackern zukünftig die Drogenbarone?”

    Deren Skill-Profile macht sie zu perfekten Politikern im Wohlfahrtsstaat. Im Anfixen neuer Klienten sind sie genauso unschlagbar, wie im Erwecken des Eindruckes, sie würden ihren Kunden Gutes tun. Wie die aktuelle politische Dressur-Elite können Drogenbarone perfekt Kartelle bilden, Konkurrenz ausschalten, per Bestechung die Gewaltenteilung aushebeln und zwecks Steigerung des eigenen Einkommens sukzessive neue Geschäftsfelder erschließen.

    Angesichts dieser Umstände kann nicht davon ausgegangen werden, die herrschende politische Klasse würde in absehbarer Zeit das Biotop ihrer größten potentiellen Konkurrenz austrocknen.

  7. Thomas Holzer

    @Karl
    Sie tun ja fast so, als würde nach einer Legalisierung des Konsums einiger weniger, bis dato verbotener Drogen, Sodom und Gomorrha über Österreich hereinbrechen.
    Der Sexualverkehr ist auch nicht verboten und trotzdessen gibt es weder einer “Kinder- noch Abtreibungs”schwemme”” 😉

  8. Thomas Holzer

    p.s.:
    Und es wird ja niemand gezwungen, zu Drogen, Zigaretten, Alkohol und anderen Rauschmitteln zu greifen.
    Schon mal was von Eigenverantwortung, Selbstbestimmung gehört, gelesen?!
    Wer Drogen konsumieren möchte, findet Zugänge, genauso, wer mit einer Waffe töten möchte, findet auch trotz Waffenverbote Zugang zu dieser

  9. Karl

    @ Herr Holzer,

    Gelegenheit macht Konsumation.

    Schon Viktor Frankl sagte: Das ureigenste aller Menschenrechte ist die Eigenverantwortung. Dieses Prinzip der Subsidiarität hat nur die ÖVP im Grundsatzprogramm, jedoch nicht einmal deren Parteigänger können es unfallfrei buchstabieren geschweige denn leben.
    Daher ist diese von Ihnen beschworene Eigenverantwortung im Fall von legalisierten Drogen völlig obsolet. Ich sehe das tagtäglich in der Praxis.
    Und vor allem geht es am Thema vorbei. Nicht alle können so stark sein die Finger davon zu lassen, der Weg in der Abgrund ist ein schmaler.
    Und daher muss man den Weg zu Drogen nicht auch noch einfacher gestalten. Gleiches gilt für Waffen.

    Denn gäbe es dies von Ihnen propagierten Freiheiten tatsächlich, völlig bar jeder Hürde, können sie mit wesentlich mehr Gewaltverbrechen inkl. Waffeneinsatz und Drogendelikten rechnen als in der Vergangenheit.

  10. Menschmaschine

    @ christian peter
    “Länder wie etwa Holland oder etwa die Schweiz machten vor einigen Jahren äußerst schlechte Erfahrungen mit einer allzu liberalen Drogenpolitik. Daher wurden in diesen Ländern die Drogenpolitik wieder deutlich verschärft.”
    in holland zumindest hat das nur deshalb nicht funktioniert, weil holland von ländern umgeben war bzw. ist, in denen cannabis streng verboten war/ist. deshalb zog holland wie ein magnet die cannabis-fans aus ganz europa an. das war aber nicht sinn der sache. ohne diese alleinstellung hätte es diesen drogentourismus nicht gegeben.
    genau genommen ist holland sogar ein argument für eine freigabe europaweit.
    nur nebenher: es soll auch alkoholkonsumenten geben, die sich wegen des übermäßigen konsums ihrer lieblingssubstanz in ärztliche behandlung begeben müssen. angeblich gar nicht so wenige.

  11. Thomas Holzer

    @Karl
    “Denn gäbe es dies von Ihnen propagierten Freiheiten tatsächlich, völlig bar jeder Hürde, können sie mit wesentlich mehr Gewaltverbrechen inkl. Waffeneinsatz und Drogendelikten rechnen als in der Vergangenheit. – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=31042#comments

    Eine “nette” These, welche von eingefleischten Etatisten, welche davon überzeugt sind, daß nur “Väterchen Staat” in seiner “weisen” Vorrausicht weiß, was für seine staatsgläubigen Bürgerlein gut und bekömmlich ist, tagtäglich kritiklos wiedergekäut wird 😉

  12. Karl

    @ Menschmaschine: Natürlich haben sie recht, es gibt genug Personen die zumindest Alkoholmissbrauch betreiben oder alkoholabhängig sind.
    Und deshalb meinen sie, sollte man sicherheitshalber auch gleich alles andere freigeben weil es ….. eh schon wurscht ist? Oder?

    @ Herr Holzer, mich als Etatisten hinstellen zu wollen, nur weil ich nicht für die Freigabe aller Drogen bin, halte ich für schwierig.
    Denn Sie übersehen dabei, dass es sich bei den meisten der Drogenkonsumenten um krankheitswertige Personen handelt. Zum eine im Sinne des ICD 10 zum anderen im Sinne von hochneurotischen Personen. Diese sind zu Eigenverantwortung nur bedingt fähig, genauso wenig wie zu einer gewissen nachhaltigen Einsicht.
    Wie also sollen die – vielleicht haben Sie ja die lange gesuchte Antwort – nun subsidiär handeln? Was könnte diese Personen dazu bringen?

  13. Thomas Holzer

    @Karl
    Verzeihung, ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten!
    Fakt ist aber auch, es wird immer einen gewissen (geringen) Prozentsatz an Personen geben, welche nicht in der Lage sind, derlei Abhängigkeiten zu “meistern”. Dann müsste aber alles, was gefährlich sein und zu Missbrauch führen könnte(sic!) ex lege verboten werden; weil man weiß ja nie, und die Sicherheit der und Fürsorge für die Allgemeinheit geht doch vor 😉

  14. gms

    Karl,

    vorab danke für Ihre fundierten und wohldurchdachten Ausführungen.

    “Denn gäbe es dies von Ihnen propagierten Freiheiten tatsächlich, völlig bar jeder Hürde, können sie mit wesentlich mehr Gewaltverbrechen inkl. Waffeneinsatz und Drogendelikten rechnen als in der Vergangenheit.”

    Damit sind wir bei des Pudels Kern. Jegliche Freiheit verliert ihren Wesenskern, so sie nur dann gewährt wird, wenn die Folgen zwangsweise und vorab bestimmbar unschädlich sind.

    Spinnt man den Gedanken weiter, ließe sich jedes noch so rigide und totalitäre Regime damit rechtfertigen, daß es einzig und allein jene Freiräume kappt, in denen die Gesellschaft Schaden erleiden kann oder könnte. Freiheit und Gewissheit aber sind unvereinbar.

    Ob es tatsächlich bei einer Drogenliberaliserung zu “Gewaltverbrechen inkl. Waffeneinsatz und Drogendelikten” käme, sei dahingestellt. Und falls sie tatsächlich eintreten sollten, gibt es noch jede Menge Mittel und Wegen, speziell diesen auch bei Beibehaltung besagter Liberalisierung zu begegnen, werden doch auch heute schon inadäquate Gewalt und deren Derivate verfolgt und pönalisiert.

    Ein liberaler Rechtsstaat kann und muß sich aufs Einhegen tatsächlicher Verbrechen beschränken. Die potentielle Verhinderung selbiger durch die Schaffung von ‘victimless crimes’ aber riecht streng nach Totalitarismus, nach der Verkennung liberaler Prinzipien sowieso.

    P.S. zu Ihrem “Aus welchem Grund wartet man 2 Stunden, dass ein Kommentar freigeschaltet wird?” — Mutmaßlich war Ihre Email-Adresse der Forensoftware bislang unbekannt. Zugleich hatten Sie den Familiennamen unsere Blog-Gastgebers im Text, was allein oder in Kombination die Quarantäne auslösen konnte.

  15. Christian Peter

    @Menschmaschine

    ‘genaugenommen ist Holland ein Argument für die Freigabe’

    Blödsinn, Holland und die Schweiz machten die Freigabe von Cannabis wegen schlechter Erfahrungen wieder rückgängig : Der beste Beleg, die Freigabe von weichen Drogen erst gar nicht in Betracht zu ziehen.

    ‘Alkoholkonsum’

    noch einmal : Alkohol ist eine natürliche Substanz, die im Körper vorkommt und von diesem innerhalb weniger Stunden wieder abgebaut wird. Cannabis besteht aus über 400 körperfremden Substanzen, die sich wegen ihrer Fettlösigkeit im gesamten Körper ablagern, vielfältige Schäden anrichten und erst nach 1 Monat vom Körper wieder abgebaut werden können.

    ‘es müssen sich auch Alkoholkranke in ärztliche Behandlung begeben’

    es müssen sich auch Menschen wegen Fresssucht, Spielsucht oder Sexsucht in ärztliche Behandlung begeben – gegen menschlichen Missbrauch ist kein Kraut gewachsen.

  16. Thomas Holzer

    Es muss sich (noch) niemand in ärztliche Behandlung geben, außer in der Psychatrie. aber es kann und darf sich jeder, der meint, in ärztliche Behandlung geben.
    Und alles! kann in eine Sucht ausarten; ergo müsste alles vorbeugend verboten werden……….

  17. Christian Peter

    ‘ergo müsste alles verboten werden’

    eben nicht, sondern nur Substanzen, die selbst bei gewöhnlichem, nicht missbräuchlichen Gebrauch Schäden verursachen, wie etwa Cannabis.

  18. Karl

    @ Herr Holzer, keine Sorge, sie treten mir mit “Etatisten” nicht zu nahe 😉 Ich bin ein großer Gegner von Etatismus und Egalitarismus.

    Jedoch, und da antworte ich ebenfalls auf @ gms
    wenn sie nun fast täglich mit drogenabhängigen Menschen zu tun haben, kein nachhaltiges Einsehen derer erkennen können, dann ist es meines Erachtens besser einer kleinen Gruppe klare Vorgaben zu machen, damit es zu keinen kriminellen Handlungen gegenüber dritten, unbeteiligten Personen kommt.
    Freiheit endet bekanntlich dort, wo sie jemandem anderen schadet. Und was meinen Sie, was jemand der völlig zu ist anrichten kann…. Zusammenleben braucht Regeln. Genauso wie sie es wohl weniger schätzen würden von einem volltrunkenen/bekifften/zugekoksten/ auf E seienden Auto oder Radfahrer über den Haufen geführt zu werden.

    Aber ganz abgesehen davon nochmals die Frage, sonst debattieren wir um des Kaisers Bart:

    Welche Drogen genau sollen legalisiert werden? In welchem Reinheitsgrad sollen sie verfügbar sein, in welchen Mengen werden sie abgegeben, was sollen sie kosten und wer zahlt die möglichen Behandlungskosten der Probanden.
    P.s. Was da wohl die Versicherungen sagen werden 🙂

  19. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Dies gilt aber dann für alle(sic!) potenziellen Süchte; weil alles, in Überdosen “genossen”, kann schlußendlich zu einer Sucht führen; ergo muß dann alles verboten werden.

    @Karl
    den Preis sollte der Markt entscheiden 😉 ein neues Geschäftsfeld für Versicherungen würde sich u.U. erschließen; wenn es nach mir ginge, könnte alles legalisiert werden 😉

  20. Christian Peter

    @Karl

    ‘Koksbrieferl in der Apotheke und zum Drüberstreuen ein Ecstasy, als Draufgabe zum Runterkommen ein wenig Cannabis und Heroin, zur Abwechslung ebenfalls im Angebot : LSD, Crystal Meth und Opiate’

    Der Staat als Drogenlieferant – das würde gerade noch fehlen. Außerdem müssten die Drogen wegen ausufernder Beschaffungskriminalität auch noch kostenlos abgegeben werden, denn wie sollten sich die Süchtigen ihre Sucht finanzieren ?

  21. Selbstdenker

    Soweit mir bekannt ist, weicht der freie Wille nach nur wenigen Verabreichungen besonders harter Drogen – im Falle von Crystal Meth und Crack angeblich schon beim ersten mal – einem Zwang in einer Endlosschleife zu konsumieren und die Dosis zu steigern.

    Hier einer völligen Legalisierung das Wort zu reden und dabei ganz naiv den Liberalismus zu bemühen, ist genau das, was seine Gegner hören wollen.

    Ob sich Volksschüler, die ganz legal einen Hit “Tina” angeboten bekommen über die Konsequenzen im Klaren wären, wage ich zu bezweifeln.

    Diejenigen, die sich bewusst ins Unglück stürzen wollen, kann man so oder so nicht abhalten. Aber mit einer Legalisierung wäre dieses Dreckszeug plötzlich für Leute zu einen Preis verfügbar, die sonst eher nicht damit in Kontakt kommen würden.

    Chantal: “kaufen wir uns heute nach der Schule eine Tüte Cornetto oder ziehen wir etwas Tina”

    Kevin: “Ich bin für Tina. Das macht mehr Spass und ist billiger.”

  22. Menschmaschine

    @ christian peter
    sie schreiben: “Blödsinn, Holland und die Schweiz machten die Freigabe von Cannabis wegen schlechter Erfahrungen wieder rückgängig”
    wenn sie die güte hätten, mein posting noch einmal zu lesen, würden sie sehen, dass ich nicht bestritten habe, dass es schwierigkeiten gab, die zur zurücknahme des freizügigen umgangs mit gewissen drogen geführt haben. ich habe lediglich die gründe dafür erläutert. und diese sind derart, daß insbesondere die niederlande eben nicht als besipiel für eine gescheiterte drogenpolitk per se gesehen werden können.
    ich nehme mir nun meinerseits die freiheit heraus, ihr diese meine argumente ignorierendes posting als blödsinn einzustufen
    und verbleibe
    mit freundlichen grüßen

  23. Menschmaschine

    @ karl
    “weil es eh schon wurscht ist” ist eine bösartige verdrehung der tatsachen, finde ich. wenn es dem staat daran gelegen wäre, möglichst viele menschen vor schädlichen drogeneinflüssen zu bewahren, müßte er doch ohne frage alkohol verbieten und cannabis freigeben. und wenn sie jetzt einwenden “es gibt es nur deshalb weniger cannabis- als alkohol-konsumenten, weil cannabis verboten ist”, dann antworte ich darauf: ha ha. jeder 15jährige bekommt heute, wenn er unbedingt will, überall cannabis. in der großstadt genau so wie im kleinsten kaff auf dem land.

  24. Christian Peter

    @Menschmachine

    Selbstverständlich ist Holland das beste Beispiel einer gescheiterten Drogenliberalisierung – das einzige Land mit ausreichend Erfahrungen. Statt die Zeit mit sinnlosen Diskussionen über Drogenliberalisierung zu verschwenden sollte man besser über Abschreckung sprechen – in Schweden hat man mit einer Null – Toleranz – Politik in Sachen Drogen ausgezeichnete Erfahrungen gemacht.

  25. Thomas Holzer

    Ja, ja, in Schweden; genauso wie mit dem Verbot der Prostitution; mit diesem Verbot hat man dort auch “ausgezeichnete Erfahrungen gemacht” 😉
    Wer’s glaubt, möge es; die Wahrheit jedoch schmerzt, sei sie auch ganz gerecht!

  26. Selbstdenker

    Schweden als positives Beispiel und die Niederlande als negatives Beispiel anzuführen trägt einiges an unfreiwilliger Ironie in sich 😉

    Ich war beruflich schon viel in den Niederlanden und habe dort so gut wie keine einheimischen Kiffer angetroffen. Diejenigen, die sich eine Tüte Cannabis reinziehen, kommen meist aus dem Ausland, genauer: aus Ländern mit einer restriktiveren Drogenpolitik. Aus diesem Grunde wurde in den Niederlanden ein Gesetz verabschiedet, welches den Verkauf von Cannabis an Ausländer verbietet.

    Was Schweden anlangt, lohnt es sich den Unterschied, wie sich die Schweden selbst gerne sehen und was sie tatsächlich sind, näher anzusehen. Hinter der zeitgeistigen Bobo-Fassade verbirgt sich eine Spießergesellschaft, bei der fast jeder ein nicht ganz kleines, dreckiges Geheimnis hat über das aber nicht ehrlich gesprochen wird obwohl alle so tun als wären sie offen.

    Viele Schweden pilgern zum Saufen und zum Vögeln per Fähre in die anderen Staaten der Ostseeregion. Da kann man sich zuhause schon als Biedermann und Biederfrau präsentieren. Und wer nicht so “weit” fahren kann oder will, richtet sich seine eine eigene, kleine Schnapsbrennerei mitten in der Wildnis ein.

    Süchtig werden kann man von so gut wie allem: von Drogen, von Essen, vom Fernsehen, vom Internet, von Macht, … von Religion. Im Falle von Drogen ist die eingenommene Substanz ein Mittler und – aufgrund spürbarer körerplicher Einflüsse – auch ein Verstärker eines Vorgangs in welchem das Gehirn auf die einfache Formel “je mehr desto besser” umprogrammiert wird.

    In einem Alter, in welchem viele in ihrer Persönlichkeit noch nicht gefestigt sind, besteht eine erhöhte Gefahr, dass ein Suchtverhalten im oben beschriebenen Sinne entsteht. Dass wissen auch die Drogendealer, weshalb sie ganz gezielt auf junge, potentielle Konsumenten zugehen.

    Das Suchtthema müsste meiner Meinung nach differenzierter angegangen werden. Pauschal alles zu verbieten oder zu erlauben wird hier zu keinen wünschenswerten Ergebnissen führen.

    Vielmehr sollte man mehr Einblicke gewinnen wer für welche Form der Sucht besonders anfällig ist und von welchen Substanzen die größte Gefahr einer rasch einsetzenden Abhängigkeit ausgeht.

    Einige Substanzen könnte man schon legalisieren. Dies aber nur im Gegegenzug zu einem Maßnahmenbündel mit dem der Jugendschutz ausgeweitet und intensiviert wird.

    Ich kann zum Beispiel nicht verstehen, warum man Minderjährigen hierzulande so leicht den Zugang zu Alkohol und Zigaretten ermöglicht. Auf der anderen Seite kann ich nicht verstehen, warum der Staat jemanden, der z.B. über fünfzig Jahre alt ist, vorschreiben möchte, ob dieser einen Joint raucht.

  27. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Das Drogenproblem ist am besten mit der Taubenplage und Rattenplage vergleichbar : Trifft man keine Abwehrmaßnahmen, wird man das Problem nicht in den Griff bekommen.

    In Österreich sollte man daher das völlig fehlgeleitete Konzept ‘Therapie statt Strafe’ beseitigen, welches zwar gewaltige Kosten verursacht, aber keinerlei Erfolge erzielt.

    Ich persönlich empfinde für Menschen, die in reichen westlichen Ländern Drogen konsumieren nichts als grundtiefe Abscheu angesichts der Tatsache, dass in weniger reichen Ländern jedes Jahr Millionen Menschen mangels ausreichender Ernährung den Hungertod erleiden.

  28. nometa

    @Christian Peter: Sie sind unfähig, auch nur auf ein Gegenargument einzugehen. Wirklich nervig, wenn man Ihren stramm totalitären Müll so liest…

    Hat sich auch nur einer der hier Postenden schon einmal mit der ökonomischen Analyse von Drogenverboten befasst? Wohl kaum, denn sonst würde nicht so ein Blödsinn unwidersprochen verzapft werden wie: “Dann würde die Gewalt steigen!” Genau das GEGENTEIL ist der Fall. Die Preise würden massiv fallen, Kriminelle durch Wettbewerb aus dem Geschäft gedrängt werden, Korruption würde sinken, etc. All das würde die Gewalt mindern.
    Nicht, dass ich ernsthaft Hoffnung hätte, einer von euch Betonköpfen würde sich mit sachlichen Argumenten befassen wollen, trotzdem anbei der Link. Es ist schon sagenhaft, wie viele sogenannte Liberale, sobald es um Sozialpolitik geht, den inneren totalitären (wenn man so will:) “Sozialisten” heraushängen lassen.

    S.: 305-325: https://mises.org/books/lessons_for_the_young_economist_murphy.pdf

    P.S.: Was den “freien Willen” angeht: Den gibt es sowieso nicht. Wie Schopenhauer klug sagte: “Man kann zwar tun, was man will, aber man kann nicht wollen, was man will.” Alles andere wäre auch absurd. Für alles, was man tut, gibt es einen inneren Antrieb, einen Willen – aber der ist nun mal so, wie er ist. Schon deshalb ist dieses “Argument” für Drogenverbote reiner Stuss.

  29. Christian Peter

    @nometa

    ‘hat sich schon einmal wer mit der ökonomischen Analyse von Drogenverboten befasst’

    sicherlich. Würde man auf Abwehrmaßnahmen verzichten, würden die volkswirtschaftlichen Kosten des Drogenkonsums explodieren.

    ‘sogenannte Liberale, die den Sozialisten heraushängen lassen’

    Völlig unsinnig in diesem Zusammenhang. Würde man Drogen liberalisieren, müsste der Staat die Versorgung mit Rauschgift übernehmen um die damit einhergehenden Probleme zu minimieren – das würde den Staat weit mehr beanspruchen, als jegliche repressiven Maßnahmen.

  30. Thomas Holzer

    Nach dieser Logik müsste der Staat auch die Versorgung mit Glücksspiel, Essen, Sex, Internet, Alkohol und allem anderen übernehmen, weil, wie schon eher erwähnt, alles! zu einer Sucht führen kann.
    Geht’s noch naiver?!

  31. gms

    nometa,

    ich teile Ihre klugen Ausführungen weitgehend, Nachfolgendes ist daher weniger als Kritik, denn als Anregung zu verstehen.

    Es ist im liberalen Sinne abträglich, mögliche Gewalt- oder sonstige Entwicklung für oder gegen Drogenliberalisierung ins Rennen zu führen — selbst dann, wenn die entsprechend negativ oder positiv skizzierte Zukunft absolut plausibel scheint. Aus libertärer Sicht ist dies die Anmaßung von Wissen und damit ebenso zu verwerfen, wie die damit verwandte utilitaristische Betrachtung zur gesteuerten Hebung irgendeines aufsummierten gesamtgesellschaftlichen Glückszustandes.

    Hier im Thread schrieb ich es bereits ansatzweise — was auch immer negative Folge einer Liberalisierung sein könnte, kann, so sie tatsächlich eintritt, gezielt adressiert werden. Kinder und Jugendliche unterliegen aktuell schon legitim diversen Einschränkungen und Erwachsene, die solche Einschränkungen umgehen, werden zu Recht kriminalisiert.

    Bleibt zu hinterfragen, weshalb ausgerechnet der Staat mündige Individuen davon abhalten soll, vermeintlich oder tatsächlich Schädliches wider die eigene Gesundheit zu praktizieren, oder ob dies nicht besser im Sinne echter Solidarität statt vom Gewaltmonopol von Familienmitgliedern, Freunden oder sonstigen freiwillig agierenden Gruppen wahrgenommen werden soll. Falls es tatsächlich Common-Sense ist, wonach Drogenkonsum den Betroffenen abträglich ist, kann berechtigt davon ausgegangen werden, es würden auch entsprechende zivilgesellschaftliche Maßnahmen getroffen werden, einhergehend mit Lerneffekten bei jenen, die latent oder faktisch mit Drogen sympathisieren.

    Gegen eine Liberalisierung von Was-auch-Immer spricht ausnahmslos die Furcht, man könne die Folgen nicht tragen. Dieser Furcht kann man nachgeben und damit eine gesellschaftliche Weiterentwicklung unterbinden. Wenn aber Freiheit eine Berechtigung hat, dann jene, Entscheidungen zu treffen und aus deren Konsequenz zu lernen. Damit widerspreche ich oberflächlich meinem Eingangsstatement, etwas als zukünftig Positives in den Raum Gestelltes dürfe kein Pro-Argument für aktuelle Veränderungen sein.

    Bloß ist es weder eine unzulässige Anmaßung von Wissen noch utilitaristisch, wenn man behauptet, reale Tatsachen seien dem Erkenntnisgewinn förderlicher, als bloße Mutmaßungen und darauf aufbauende Restriktionen zur Schaffung von Tatsachen. Im worst case kann unsere Gesellschaft tatsächlich nicht mit den Folge einer Entkriminalisierung von Drogen umgehen, im noch schlimmeren Fall kann sie dann auch nicht den eventuell richtigen Schluß ziehen, die Liberalisierung müsse rückgängig gemacht werden. Und so zeigt sich auch bei diesem Thema der Gleichschritt zwischen Antiliberalismus und der Angst vor der eigenen Unfähigkeit.

  32. Rennziege

    Nur auf den ersten Blick O.T. Und ich finde, lieber soll man alle Drogen der Welt freigeben als das:
    http://www.welt.de/vermischtes/article132215526/Daenemark-debattiert-ueber-legale-Sodomie.html

    Mir steht das Hirn! Legale, gesellschaftlich a,kzeptierte Sodomie, komplett mit Tierbordellen — und diese Widerlichkeit läuft schon seit Jahren …
    Da möge man, soweit es mich betrifft, lieber alle Drogen der Welt freigeben. Aber ich möcht’ wetten, dass diese perverse Neigung [pardon: “pervers” darf man ja in unserer anything goes-Kultur gar nimmer sagen] demnächst den ~60 selbstdefinierten Geschlechtern hinzugefügt wird.
    Die armen Viecher!

  33. Karl

    @ nometa

    Nun offenbar haben sie z.B. die Sache mit der Gewalt missverstanden. Absichtlich oder aus Unvermögen tut nichts zur Sache. Drogenkonsum (wenn es sich nicht grade um was “langsames” handelt) fördert immer die Gewalt. Jene der Konsumenten.

    Einzig Sie sind derjenige welcher auf keine Argumente oder Fragen eingeht. Sehen Sie einfach oben nach, dort stehen einige Fragen von mir. Ich bin sicher Sie wissen die Antworten darauf.
    Wenn ja steht einer Liberalisierung ja quasi schon fast nichtsmehr im Wege.

  34. Karl

    P.s. @nometa

    Wenn sie schon so vollmundig Schopenhauer zitieren (ohne jedoch eine Ahnung davon zu haben wie es tatsächlich heute aussieht und nicht zwischen 1788 und 1860) sollten sie erkennen, dass es laut den Neurowissenschaften den freien Willen selbstverständlich gibt. Nicht in dem Maße in dem manche das gerne hätten, aber eben doch.

    Was sie allerdings in Ihren Ausführungen gänzlich auslassen (bzw. sich damit selbst widersprechen) ist, dass es sich bei Drogen fast immer um chemische Substanzen handelt welche die Gehirnchemie verändern und dadurch wird man selbst zur Substanz und kann nur wollen, was die Substanz hergibt.

    Kant sagte: Ich kann, weil ich will, was ich muß!

  35. Selbstdenker

    @nomeda:
    Ich kann Ihren Ausführungen viel abgewinnen. Was Ihre – angeblich “wissenschaftlich untermauerte” – Totalrealtivierung des freien Willens angeht, bin ich gänzlich anderer Ansicht.

    Offenbar sind Neurowissenschafter, die derart pauchale Behauptungen verbreiten auch nur Getriebene einer bestimmten (unbewussten) Neigung anderen den freien Willen abzusprechen um diese bevormunden zu können. Die Ergebnisse solcher Studien passen sich dann an die Motivationslage der Forscher an…

    Selbstverständlich macht es einen Unterschied, ob man sich in eine alternativlose Endlosschleife mit immerwiederkehrenden Konsum und Dosissteigerungen begibt, oder ob man nach einer getroffenen Entscheidung wieder wieder neue Alternativen hat.

  36. gms

    Selbstdenker,

    “Ich kann [den] Ausführungen viel abgewinnen. Was [die] – angeblich “wissenschaftlich untermauerte” – Totalrealtivierung des freien Willens angeht, bin ich gänzlich anderer Ansicht.”

    Können Sie das auch unterfüttern, vorzugsweise ohne Links oder sonstige Verweise, sondern mit einer verbalen Darlegung hier im Thread?

    Um meinerseits diesbezüglich in Vorleistung zu gehen: Nein, es kann keinen freien Willen geben, ginge damit doch ein Träger dieses Willens einher, der selbst Kausalitäten entzogen und dennoch zugleich Ursache ist. Auch die Quantenphysik ändert daran nichts, denn diese folgt, wo sie unkausal wirkt oder dies tatsächlich auch ist, streng der Statistik.

    Wenn, im Sinne eines ‘würfelnden’ Gottes, tatsächlich die Ursache-Wirkung-Beziehung aufgehoben ist, folgt daraus keinesfalls, der Mensch könne würfeln und dabei auch im Einzelfall die jeweilige Punktezahl vorherbestimmen.

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