Leserreaktionen

Ein gewisser M.K.Oberleitner aus Villach hat mein Buch “Hört auf zu Heulen” gelesen, findet Parallelen zu Thilo Sarrazin und schreibt: “Die geschwätzigen Apostel eines reichlich schlichten “Man wird doch noch die Wahrheit sagen dürfen”-Liberalismus haben ihre Marktnische gefunden, in die sie regelmäßig ihre schlichten Pamphlete werfen. Wahrscheinlich lachen sie über die Armleuchter, die für diese Machwerke, die nach ein paar Monaten im hintersten Regal verstauben, Geld lockermachen. Und mit jedem neuen Büchlein ist die Argumentation noch schriller und einfältiger als beim letzten Bändchen; sonst wäre man ja bald nicht mehr im Gespräch. Mich erinnern solche Autoren immer ein wenig an Kinder, die komplett verdreckt zur Familienfeier erscheinen und dann ganz stolz sind, wenn die Erwachsenen böse sind und sehr beleidigt und verwundert, wenn die Erwachsenen das einzig vernünftige tun – den Unsinn einfach ignorieren.”

11 comments

  1. Mourawetz

    Ich hab das Buch auch gelesen, konnte jedoch nichts Unvernünftiges darin finden. Wird wohl eher an M.K. Oberleitner selbst liegen, wenn er seltsame Assoziationen kriegt.

  2. Reinhard

    Wer also mal die Wahrheit sagen können möchte, ist ein eher schlichtes Schmuddelkind der Gesellschaft – Bravo, Genosse Oberleitner! Danke für diesen Einblick in die Geisteswelt der intellektuellen Realitätsverweigerer.

  3. Manuel Leitgeb

    Ich habe noch keines der erwähnten Bücher gelesen (bitte nicht hauen, hab einen großen Bücher-“Backlog” :), aber viel lustiger finde ich die Meinung “die nach ein paar Monaten im hintersten Regal verstauben”. Da ist wohl jemand neidisch und gibt sich Wunschdenken hin, weil die Bücher bei der Bevölkerung so gut ankommen (vergleich auch Akif Pirincci).

  4. Ehrenmitglied der ÖBB

    Der Rat eines Univ. Prof.
    Ein bereits (leider) verstorbener Professor hatte in einer Vorlesung ein anschauliches Beispiel gebracht, das mir wieder einfällt, wenn ich die Meinung des Herrn M.K. Oberleitner lese:
    ” Wenn ein Pfarrer nach der Sonntagspredigt von zwei Weiblein – hat er wirklich so gesagt – gestellt wird und die eine sagt ‘gut haben sie gepredigt Herr Pfarrer’ und die andere ‘ schlecht haben sie heute gepredigt’, so ist das nicht das Problem des Pfarrers!”
    Jede beurteilt den Inhalt der Predigt aus dem Zusammenhang seines geistigen Horizontes.
    Da ich vermeine, dies gilt auch für Autoren, kann Herr Ortner beruhigt schlafen. Urteile wie die von Herrn M.K.O. werden ihn sicher nicht berühren?

  5. herbert manninger

    Ein strammer PCler halt, der Oberleitner, er weiß, was innerhalb seiner Glaubensgemeinschaft gesagt werden muss. Und vielleicht glaubt er es auch wirklich.
    Deswegen sollten wir ihm diesbezüglich, so wie allen Strenggläubigen, Respekt zollen.

  6. oberösi

    @ herbert manninger trifft es auf den Punkt. Bedauerlich nur, daß jene PCler die Ober- und Deutungshoheit in relevanten und gleichzeitig öffentlich finanzierten Medienkanälen und von öffentlichen Inseraten abhängigen “Qualitätsmedien” haben. Und es sind nicht nur die ärarischen Inserate: Welcher große Konsumgüterkonzern kann einem möglichen shit-storm riskieren, weil er in einer Zeitung inseriert, die Schwule oder Migranten nicht automatisch als Opfer begreift?
    Umso wichtiger werden Provokateure wie C.O, Sarrazin und Pirincci, die weitgehend abseits aller wirtschaftlichen Erpressbarkeit schreiben können, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Und dabei auch noch eine ordentliche Reichweite erzielen.
    Aber wie sagte schon Hölderlin: “Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch”.

  7. Heinrich Elsigan

    Die Abneigung gegen schwule und Migranten ist hier so hoch, dass keine schwulen oder migrantischen Investoren erwünscht sind. Es sind nicht einmal christliche hetero-sexuelle erwünscht oder Burschenschaftler.
    Nein, niemand ist hier erwünscht!
    Machen Schwule die Loveparade, dann stört das Rechte. Machen Burschenschaftler einen Ball, dann stört das Linke. Will ein deutscher Investor hier einen Windräderpark bauen, dann stört das die Heimatfreunde. Will die VÖEST die Hochöfen ausbauen, dann stört das die GrünInnen.
    Die Österreicher sind einfach stroh dumm und wenn der letzte Industriebetrieb abwanderte und das letzte KMU zusperrte, dann wird der Neugebauer kannibalisch verzehrt.

  8. Heinrich Elsigan

    Österreich ist das Land der beamteten Verhinderungskultur.
    Man ist stolz darauf, wenn man einen Burschenschaftlerball, die Loveparade, die Investition einer deutschen WindparkAG oder den Ausbau der heimischen Industrie im Land verhindern konnte!

  9. Sybille Stoa

    Noch stolzer ist die Politik, wenn sie nachhaltige Struktur-, Pensions- und Föderalismusreformen verhinderte.

    Wieso haben wir noch immer keine 15A-Vereinbarung zum Spekulationsverbot der Länder?

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