Leute, beisst die Hand, die euch angeblich füttert!

“……Wir sehend das ja gerade wieder in der Tragödie von Venezuela. Obwohl inzwischen ein Teil der Bevölkerung begriffen hat, dass die zunehmende Mangelwirtschaft etwas mit dem Staatssozialismus von Hugo Chávez und seinem Nachfolger zu tun hat, richtet sich doch immer noch viel Volkszorn gegen die profitgeilen Geschäfte, die entweder »zu teuer« verkaufen oder gar nichts im Regal haben. Und dann wird oft unterstellt, die Kapitalisten würden Waren aufhäufen und zurückhalten. Es hat mir nie eingeleuchtet, wie man mit Nichtverkaufen von etwas Profit machen kann. Doch selbst wenn es Zurückhaltung gibt, begreifen die wenigsten, dass das die zukünftige Versorgung, wenn die Not noch größer wird, sicherstellt. Alles Vorhandene staatlich zu beschlagnahmen und zu verteilen, führt zu einer momentanen Entlastung und zu mehr Schwierigkeiten in der Zukunft, jedenfalls wenn nicht effektiv produziert wird. Mengistu Haile Mariam in Äthiopien und Robert Mugabe in Simbabwe haben das ja vorexerziert. In der Verteidigung des Kapitalismus und damit des Wohlstands ist es also vordringlich, gerade die Armen und Schwachen zu gewinnen, indem wir ihnen klarmachen, wer in Wirklichkeit sie arm macht und ihre Schwäche ausnutzt. Ohne sie als Hauptzielgruppe hat die Freiheit keine Chance…..” (hier)

3 comments

  1. Fragolin

    Und wo genau ist jetzt der gravierende Unterschied zwischen Venezuela und Österreich?

  2. astuga

    Naja, Waren zurückhalten insofern, als in Venezuela der Schwarzmarkt blüht.
    Viele Handelsgüter werden aus den Geschäften umgeleitet und unter der Hand teurer verkauft.

    Daran sind aber nicht die bösen Kapitalisten schuld, sondern einige Angestellte dieser Geschäfte und die sozialistische Planwirtschaft.
    Das kennt man eigentlich aus dem Ostblock und der Sowjetunion, und teils auch aus Ländern wie Ägypten mit seiner verstaatlichten Wirtschaft.
    Und die normalen Konsumenten auf der Straße gleichen so den Umstand aus, dass es zu bestimmten Zeiten von manchen Gütern zu wenig und von anderen zu viel gibt.
    Das setzt natürlich einen Teufelskreis in Gang.

  3. Lisa

    “wer sie arm macht” – Dummheit und Faulheit, Feigheit und Gier machen die Leute arm und halten sie in der Armutsfalle. In Kuba wurde grosser Wert auf Bildung gelegt, auf Durchhhaltevermögen und Wertekonstanz, das ist, egal, was man vom kubanischen oder allgemein vom Kommunismus hält, eine Basis, die Menschen freier machte als jeder kubanische Emigrant in Miami sich vorstellen kann. Persönliche Kontakte mit Gebliebenen und Emigrierten haben mir das immer wieder bestätigt. Mir sind Ideologien, egal welcher Art, zuwider, aber wenn sie nicht fanatisch vertreten werden, und ihre Adepten die Welt nicht von der “einzig richtigen” Auffassung überzeugen wollen, sondern sie mit einer Art heiterer ironischer Distanz ertragen, kann ich sie akzeptieren. Jeder nach seiner Fasson selig werden eben…

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