Lieber Terroristen als verschluckte Fischgräten?

(Von Alex Feuerherdt) Ist der blutige Terror in Europa wirklich ein Monster für die Phantasie, aber eine Mikrobe für die Statistik, wie es uns nun verharmlosend erklärt wird? Diese scheinbare Entwarnung ist im Netz und den sozialen Medien populär, basiert aber auf einem fundamentalen Irrtum….. (weiter hier)

13 comments

  1. sokrates9

    Möchte mal wissen wie wir alle täglich von der Friedensreligion des Islam bedroht sind!Passagierkontrollen auf Flughäfen – Millionen Stunden täglich! haben wir doch nur den Moslems zu derdanken!

  2. Fragolin

    Eine kurze Ankündigung genügt:
    Wenn der erste Deutsche bei einem Terroranschlag durch radikale Muslime in Deutschland getötet wird, wird dem Islam mit sofortiger Wirkung die Anerkennung einer Religion entzogen und das Bekenntnis zum Islam als Unterstützung einer terroristischen Vereinigung gewertet.
    Wenn die angeblichen Massen von Millionen friedfertigen Muslimen nicht in Geiiselhaft ihrer angeblich verschwindenden Minderheit durchgeknallter Fanatiker genommen werden wollen, müssen sie diese kaltstellen und ausliefern, bevor sie Mist bauen. Dass ihnen die Identität und das Wirken der Terroristen bekannnt ist, hat unlängst vor laufender Kamera ein Imam zugegeben, so nach dem Motto: Ja, wir wissen, wer bei uns in der Moscheegemeinde eher radikal eingestellt ist und wir reden mit denen auch, aber wir als brave Muslime können ja keinen Bruder an die Behörden der Ungläubigen verraten, ohne unseren Glauben zu verraten. Alles klar?
    Also hilft nur eines: die Verantwortung zum Ausräuchern der Terrornester bekommt das Biotop, aus dem der Terror hervorwuchert. Ist es nicht gewillt, seine Radikalen an die Kandare zu nehmen, wird es sämtlicher Sonderrechte (und derer sind es viele) entkleidet und als kriminelle Vereinigung behandelt.
    Und jetzt sind genau jene Muslime am Zug, die angeblich die große friedfertige Masse armer Opfer darstellen. Oder sollte sich deren Existenz etwa als Lüge herausstellen und die Masse der Muslime (wie man gelegentlich bei Jubelfeiern über die Toten von Terroranschlägen bemerkt) selbst fanatisch und radikal sein?
    Dann wäre es höchste Zeit, die Religionsrechte in unseren säkularen Staaten generell auf den Prüfstand zu stellen.

  3. Falke

    @Falke
    Das klingt ja sehr schön, ist aber natürlich völlig illusorisch, das wissen Sie ja sicher. Es gilt ja praktisch überall der in Stein gemeißelte Grundsatz: Das sind alles nur Einzelfälle, es darf keinen Generalverdacht geben. Und Mitwisserschaft – die ja an sich strafbar wäre – kann man wohl kaum beweisen.

  4. Fragolin

    @Falke
    Ich weiß, aber manchmal möchte ich aufzeigen, dass es sehr wohl Lösungen gäbe, nur sind die allesamt von vornherein nicht umsetzbar – nicht, weil es am Können mangelt, sondern weil es kein Wollen gibt. Deshalb können uns die terroristischen Vorkämpfer einer als Religion getarnten Unterwerfungsideologie mit den stumm jubelnden Massen im Rücken auch verächtlich lächelnd in der Pfeife rauchen.

  5. Lara

    Da lob ich mir den Bürgermeister von Hollabrunn, der hat nicht lange gefackelt und ist nach dem Motto: “Mitgefangen – mitgehangen” vorgegangen bevor noch etwas passiert.

  6. gms

    Wo Constantin Seibt zwecks Terror und Vergleichs von Letalitäten noch allgemein verschluckte Fremdkörper strapaziert [0], operiert mit identer Absicht Jan Fleischhauer methapherhaft enger gezirkel vier Tage später sogar mit Kugelschreiberkugeln [1].

    Darf man Hingetipptes, das bei der ersten kritischen Berührung einsinkt wie ein Kartenhaus aus naß gewordenem Löschpapier, in eine Meinungskolumne quetschen? Gewiß. Man darf dabei auch evident seiner eigenen vorigen Botschaft widersprechen, wonach Instituionen gegen den Terror endlich mehr Rechte und Mittel zugestanden werden sollten [2] oder einzig mitlitärisches Eingreifen Europas in Syrien diversen Selbst- und Fremdsprengungen in Deutschland Einhalt gebieten würde [3].

    Verstehen läßt sich diese schizophrene mediale Kakophonie durch die Besinnung darauf, wie politische PR sich im ‘manufacturing of consent’ übt und dabei, wie im Anlaßfall, mehrfach eine These in den Raum stellt, die nicht nur “FAZ” und “Zeit”, sondern sogar Volksschüler lustvoll abräumen können. Konsequenz des vergifteten Köders jedoch ist der vom Bürger selbst gezogene Schluß, Terror sei ganz und garnicht harmlos und es müsse dagegen entschieden vorgegangen werden. Mission accomplished.

    Die zweite Erklärung dieses kalt-warmen medialen Wechselbads findet sich in der Gegnerschaft, die es aktuell kleinzuhalten gilt. Kein Hehl darüber macht Fleischhauer, wie tapfer er und seine journalistischen Mitstreiter gegen die AfD anschrieben — in dieselbe Kerbe schlug der nicht minder schluckvergleichende Constantin Scheibt, der behauptet: ‘Die Verteidiger des Abendlands sind heikler als die Terroristen’.

    Das zu züchendende Narrativ: Terror ist omnipräsent und böse, aber allein die Regierung kennt Abhilfen. So Fleischhauer oder Seibt sich für diesen guten Zweck erkennbar zum Trottel machen, wird es bestimmt nicht zu deren Nachteil sein.

    [0] tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Fuerchte-dich-nicht/story/15538222
    [1] spiegel.de/politik/deutschland/statistiken-helfen-gegen-terrorangst-kolumne-von-fleischhauer-a-1084424.html
    [2] spiegel.de/politik/ausland/jan-fleischhauer-ueber-den-dschihad-in-europa-a-1018853.html
    [3] preussische-allgemeine.de/mobil/einzelansicht/artikel/die-stunde-der-tastatur-generaele.html

  7. Rennziege

    Ich finde kein Thema, zu dem Folgendes heute passt, also strictly OT, aber um so erschütternder:
    http://www.telegraph.co.uk/women/politics/the-vile-sex-abuse-by-un-peacekeepers-is-leaving-the-united-nati/
    Was schon seit Jahren hinter vorgehaltener Hand erzählt wird, ist noch schlimmer als wahr. UN-Soldaten und Entwicklungshelfer, darunter zahlreiche Päderasten, halten sich Kinder und Minderjährige als Sexsklaven.
    Und tragen ihre gutmenschlichen Blauhelme vor die Kameras, als hätten sie die Gutmenschlichkeit erfunden.
    Und der UN-Mann im Video bricht in Tränen aus, ehrliche Tränen.

  8. mariuslupus

    Dieser Vergleich und die verharmlosende Besserwisserei, einfach widerlich. Aber die Leser, die Bürger kaufen solche Zeitungen und leisten dem Terrorismus damit Vorschub.

  9. Fragolin

    @Rennziege
    Der Mensch ist ein Heuchler.
    Da stellt sich eine ältere Dame hin und mokiert sich über die “Fleischfresser”, die “gequälte Kreaturen” in sich hineinstopfen; das könne sie nie, dafür liebe sie Tiere viel zu sehr. Also steht eine “gequälte” Kuh weniger auf der Almweide oder abends unter der Massagerolle.
    Dafür röchelt auf ihrem Plüschsofa eine von Bewegungslosigkeit und Leckerlis verfettete, rachitische kastrierte Katze vor sich hin, deren Revier 3 Zimmer und einen kleinen vergitterten Balkon umfasst, auf dem sie im Freigang ihre tägliche Portion innenstädtischen Feinstaub inhalieren darf, während sie in extra saugfähige Mineralkügelchen kackt was von den Resten der Lebensmitelindustrie bei der Steakherstellung (also doch eine Kuh auf der Alm…) so übrigbleibt, wenn es durch einen Katzendarm wandert. Dort (also am Balkon, nicht im Katzendarm, auch wenn die fette Katze wohl davon träumt) hängt auch gelegentlich der Käfig von der Größe eines aus Drahtgeflecht nachgebildeten Billa-Orangeneimers, der mit einem Stöckchen und einer Schaukel verziert den ganzen Urwald eines Schwarms von zwei Kanarienvögeln darstellt, die stundenlang am Holz festgeklammert verzweifelt krakeelend mit den Flügeln rudern, weil irgend etwas in ihren stecknadelkopfkleinen Vogelhirnen ihnen immer noch die Ahnung vermittelt, sie wären Lebewesen, die fliegen können. Sollte irgend ein Peta-Aktivist diese Tier-Hölle heimsuchen (was aber nur deren Keiler tun, weil sie wissen, dass Oma immer brav die Brieftasche zückt) und die “geliebten und verwöhnten” Tiere in die Natur entlassen, täten diese in Minutenschnelle auf sehr unappetitliche Weise das Leben verlieren.
    Menschen sind so.
    Sie quälen andere und glauben dabei noch, ihnen einen besonderen Gefallen zu tun, ja, fordern sogar aktive Dankbarkeit ein. Sie möchten Sklavenhalter sein, und wo sie das können, tun sie das auch und brüsten sich dann noch damit, besonders mild und gütig zu ihren Sklaven zu sein. Auch die Schwachen und Impotenten finden noch Schwächere. und dann ist es egal, ob Kinder oder Tiere. Da landen dann die Schutzbefohlenen schon mal im eigenen Bett oder auch im ausgebauten Keller. Sie sollen es doch gut haben, die Liebe spüren und eine Chance bekommen, ihre Dankbarkeit zu zeigen.
    Manchmal fragt man sich, ob man als rationeller Mensch abnormal ist.

  10. Fragolin

    @gms
    Dass viele verzweifelte Schreiberlinge selbst schon nicht mehr wissen, wie sie halbwegs glaubwürdig die Grätsche zwischen der Gunst der Leser und der Gnade der Obertanen hinbekommen sollen, wird immer offensichtlicher.
    Einerseits soll die Bevölkerung nicht auf die Idee kommen, den wahren Hintergrund des Terrors, nämlich die (durch Merkels Invasionsbewegung beschleunigte) Unterwanderung unserer Gesellschaft durch radikale Vertreter des politischen Islam, genauer zu hinterfragen und eventuell Taten gegen diese heimlichen Verbündeten der Systemherrscher zu fordern. Unsere Obertanenn wollen sich ja nicht ihre neuen Waffen im Kampf gegen die eigenen Untertanen kaputt machen lassen.
    Zweitens soll die Bedrohung durch muslimischen Terror als Begründung für den Aufbau eines gegen die gesamte Bevölkerung gerichteten Überwachungs- und Knebelapparates dienen. Weil hier eingefallene Kämpfer Allahs in unbekannter Menge eingesickert sind, sollen EU-Bürger an den Grenzen stärker kontrolliert werden. Daher wird ja auch krampfhaft vermieden, Terror und Islam überhaupt in Verbindung zu bringen; einmal indem Merkel bei ihrem Statement zu Brüssel jeden Bezug vermied und ausschließlich von “Terror” sprach aber nicht einmal das Wort “Islam” benutzte und zum anderen, indem jeder, der dies doch tut, immer stärker in die Zange genommen und inzwischen sogar von der Justiz verfolgt werden kann.
    Natürlich, ist ja logisch, wenn Abdullah aus Raqqa als Mahmud aus Aleppo verkleidet irgendwo in NRW beim Imam seines Vertrauens abgetaucht darauf wartet, wann der Einsatzbefehl für die 3 Kilo Sprengstoff kommt, die er mühsam per Bus und Bahn im Rucksack über den Balkan zu seinem neuen Einsatzgebiet geschleppt hat, muss der Dacia Logan der Familie Meier bei der Rückfahrt aus dem Urlaub am Balaton ordentlich gefilzt werden. Jede Bewegung der Untertanen oder ihres Geldes muss lückenlos überwacht werden. Mit dem Hinweis auf den Terror sollen vor Allem seine potentiellen Opfer für die totale Unterwerfung unter den Überwachungsstaat begeistert werden.
    Wie verklickert man das den Menschen? Vor Allem denen, die noch ein Resthirn über die jahrelange Verblödungsarbeit haben retten können?
    Gar nicht so einfach…

  11. gms

    Fragolin,

    Gut gebrüllt. Apropos Resthirn: Wie sich rumgesprochen hat, gibt es einen Draft für ein EU-eigenes Flüchtlingsverteilschema [1], wonach basierend auf diversen Faktoren Schatzsuchende auf das Unionsgebiet verteilt werden sollen. Die offizielle Veröffentlichung ist für vierten Mai geplant. Laut Jean Asselborn ist das Dokument im Rat aber schon angenommen, wenngleich nicht einstimmig.

    Das wiederum ist, mit einem kleinen zeitlichen Buffer, jene Frist, die man Griechenland gibt, sein Grenzmanagement in den Griff zu bekommen [2]. Sollte Griechenland das nicht gebacken kriegen, gesteht die Kommission Österreich zu, Grenzkontrollen länger aufrecht zu halten, als es bisher mit sechs Monanten befristet in Ausnahmesituationen zulässig ist. Daß man es mit der Geopraphie und den Landesgrenzen von Griechenland im Schengenraum nicht so genau nimmt, hat mitterdings offenbar Methode.

    Aufgedoppelt wird der Irrsinn durch die Veröffentlichung [3], in Libyien würden sich Migrantenheere zusammenballen, diese setzten bereits jetzt schon nach Italien über, wobei ** vor Jahresende kein effektives Grenzmanagement ** dort installiert werden könne. Laut BBC waren es allein 4.000 an zwei Tagen, die man aus dem Wasser fischte [4]

    Zum lustigen Abrunden: Die EU-Kommission zürnt Österreich ob der geplanten Kontrolle am Brenner. Zugleich betont man im neuen EU-Mitgrationsregime-Draft expizit die Wichtigkeit von Zuwanderung aus demoskophischen Gründen und warnt davor, man würde ‘politisch rechten Kräften’ in die Hände spielen, wenn es mit der Kontrolle der Außengrenzen nicht klappt.

    Einmal mehr zeichnet sich ab, daß Griechenland den Schengen- und Euro-Raum verlassen muß, während Italien geflutet wird, dessen einfallende Ströme dann in der EU verteilt werden sollen. Auffallend ist die Stille in deutschsprachigen Mainstream. Man nennt zwar Tusk als Warner in der Causa Libyien-Italien, hält sich aber mit Zahlen und Fakten erkennbar zurück. Vereinzelte Blätter nennen 800tausend bis eine Million, die auf gepackten Koffern sitzen, während ‘seriöse’ Blätter bloß 200tausend anführen.

    Den Vogel schießt erneut die ARD ab [5], wo das Gesamtpotential kein Thema ist, aber der Leiter des Hotspots auf Sizilien zitiert wird, in den vergangenen zwei Monaten hätten mehr als 2000 Flüchtlinge den Hotspot durchlaufen – “und sie sind alle registriert worden”. Put simply: Alles unter Kontrolle.

    [1] euobserver.com/migration/132943
    BRUSSELS, 6. Apr, EU asylum reform to include migrant-sharing law
    It also said the EU needed young, skilled immigrants in order to offset its own ageing population and that Europe should create safe ways for people to claim protection.
    [2] euobserver.com/migration/133016
    BRUSSELS, 12. Apr. The European Commission on Tuesday (12 April) gave Greece a two-week deadline to come up with concrete plans on how to better protect the EU’s external border.
    [3] euobserver.com/migration/133037
    BRUSSELS, 13. Apr., He warned against repeating the same errors in the Mediterranean, but said a new EU border guard force would not be ready before the end of the year.
    [4] bbc.com/news/world-europe-36038217
    13 April 2016. Donald Tusk told MEPs that it would not be possible to apply the same approach used for the Balkans to unstable Libya. Italy’s coastguard says 4,000 people were rescued from the Mediterranean between Libya and Sicily on Monday and Tuesday.
    [5] tagesschau.de/ausland/italien-fluechtlinge-115.html
    12.04.2016, Mehr Flüchtlinge – aber aus Afrika

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