Liebesgrüße aus Gaza

Von | 26. Februar 2013

Nahe der südisraelischen Stadt Ashkelon sind Dienstag morgen Raketen aus dem Gazastreifen eingeschlagen. Ein weiterer Beweis für die dringende Sehnsucht der Palästinenser nach Frieden und Aussöhnung mit ihren israelischen Nachbarn.

12 Gedanken zu „Liebesgrüße aus Gaza

  1. Thomas Holzer

    Die EU ist dringend gefordert, ihre Hilfszahlungen zu erhöhen, damit die Palästinenser diese zusätzlichen Gelder in “Sinnvolleres” investieren; z.B. Raketen mit größerer Reichweite 😉

  2. Samtpfote

    die Antwort wird nicht lange auf sich warten lassen…
    Und dann …
    Es gibt derzeit so viele geschlossene Schiffsfonds, da wird sich doch ein günstiges Schiffanakel finden… und die Süddeutsche wird das Reporterteam stellen…
    So ein Manöver ist doch für die Vereinigte Linke in Europa ein Klacks…

  3. Gerhard

    Natürlich sind die laufenden Gemetzel von beiden Seiten unangebracht. Ich möchte hier nicht die Palästinenser in Schutz nehmen, aber gebe folgendes zu bedenken:
    Die Einwohner des Gazastreifens leben seit zig-Jahren in einem etwas größeren Gefängnis und sind völlig auf Gedeih und Verderb von den Israelis abhängig. Zusätzlich gibt es viele Sympathisanten in anderen Ländern, welche durch Geld und Waffenlieferungen die angespannte Situation verstärken. Schließlich sind viele Leute – vor allem Jugendliche – arbeitslos, sehen keinerlei Zukunftsperspektiven und werden daher von manchen radikalen Kräften als “nützliche Idioten” missbraucht.

  4. wollecarlos

    @Gerhard
    “Die Einwohner des Gazastreifens leben seit zig-Jahren in einem etwas größeren Gefängnis …”

    In solch einem Gefängnis würde ich auch gerne wohnen!

  5. herbert manninger

    @Gerhard
    Arbeitslose Jugendliche? Da unten ist noch nie gearbeitet worden.
    Sieht man einmal vom Fahnen verbrennen und Steine werfen ab….

  6. Mona Rieboldt

    @Gerhard
    In Gaza lebt es sich nicht beengter als z. B. in München, was Einwohnerzahl pro qm angeht. Sie bekommen alles täglich, die Märkte sind voll. Gäbe es keinen Terror aus Gaza, die Grenze zu Israel wäre nicht geschlossen.

    Im übrigen hat Gaza eine Grenze zu Ägypten. Warum öffnet Ägypten seine Grenze zu Gaza nicht dauerhaft? Dreimal darfst du raten.

  7. Reinhard

    @Mona Rieboldt
    Das ist die richtige Frage!
    Nicht einmal ein Präsident von Gnaden der Muslimbrüder öffnet die Grenze zu seinen armen unterdrückten Glaubensbrüdern! Warum wohl?

    Die israelische Knechtschaft sieht übrigens so aus, dass bei den Geplänkeln verletzte Israelis von den Palästinensern verhöhnt werden; sollten sie in deren Hände geraten, brauchen sie sich keine Sorgen mehr um ihre Zukunft machen, während verletzte Palästinenser sofort und kostenlos in israelischen Krankenhäusern versorgt und geheilt werden. Stirbt ein Israeli, tanzen die Palästinenser Freudentänze, stirbt ein Palästinenser, zahlen die Israelis Entschädigungen an die Familie. Aber mit solchen Kleinigkeiten wollen unsere Medien den latent antisemitischen linken Mainstream natürlich nicht durchbrechen.

  8. Gerhard

    @wollecarlos
    @herbert manninger
    @Mona Rieboldt
    Alle genannten Einwände sind berechtigt. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass die im Gazastreifen wohnenden Menschen rundherum (auch zu Ägypten und zum Mittelmeer) abgeschottet sind. Nur einige wenige Leute mit besonderen Beziehungen können dort ungehindert ein und ausreisen. Bis heute hat niemand einen Weg gefunden, wo diese beiden Völker friedlich und gleichberechtigt nebeneinander leben können. Vielleicht gibt es auch gar keine realistische und friedliche Möglichkeit?

  9. wollecarlos

    @Gerhard
    “Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass die im Gazastreifen wohnenden Menschen rundherum (auch zu Ägypten und zum Mittelmeer) abgeschottet sind.”

    Lieber Gerhard,
    setzen wir mal den Fall, Sie haben ein nettes Einfamilienhaus in einer freundlichen Wohnsiedlung.

    Aber:
    “Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es den bösen Nachbarn nicht gefällt!”

    Ständig werden von Bewohnern des Nachbargrundstückes Steine zu Ihnen rüber geschmissen. Sie mussten schon einige Fensterscheiben ersetzen.

    Einer von den Nachbarn schickt seinen Hund immer rüber in Ihren Garten, damit er dort seine Notdurft erledigt und die frisch umgegrabenen Gemüsebeete aufwühlt. Wenn Sie ihn zurücktreiben wollen, greift er Sie an, Sie mussten schon mehrmals Bisswunden behandeln lassen.

    Bloß WELCHER von den 14 dort lebenden Nachbarsleuten macht das, ist dafür verantwortlich ?

    Anzeigen bei der Polizei bringen nichts, der, oder die Täter sind nicht festzustellen.

    Also:
    Was machen Sie dann, nachdem Sie jahrelang terrorisiert wurden?

    ICH würde einen hohen Zaun errichten lassen.

  10. Gerhard

    @wollecarlos
    Ich nehme an, Sie vergleichen dies mit einem Israeli, welcher Steine und Hund aus dem Gazastreifen bekommt (könnte aber auch umgekehrt sein). Natürlich ist es unangenehm, ein hoher Zaun oder eine Mauer sind aber auch nicht die beste Lösung. Vielleicht wird der steinewerfende Nachbar aber ständig gereizt und in seiner sonstigen Freiheit eingeschränkt?

    Ich bin ein Freund Israels, aber dieses bisherige “Nebeneinanderleben” funktioniert nicht, daher muss eine andere Lösung gefunden werden. Vielleicht gibt es in Saudiarabien noch freie Flächen, welche sich (mit Milliardenaufwand) in ein fruchtbares Land verwandeln lassen, um dort die Palästinenser anzusiedeln?

  11. wollecarlos

    @Gerhard
    ” Vielleicht wird der steinewerfende Nachbar aber ständig gereizt und in seiner sonstigen Freiheit eingeschränkt?”

    Unter zivilisierten Menschen gibt es dafür Gerichte.

    Unter zivilisierten Staaten gibt es dafür -letztendlich- die UNO.

  12. Mona Rieboldt

    @Reinhard
    Ich erinnere mal daran, dass vor ein paar Jahren die libanesische Armee ein sogenanntes palästinensisches “Flüchtlingslager” in Grund und Boden geschossen haben, weil dort militante Paläst. einen Aufstand machten. Da stand jedenfalls kein Haus mehr. Das wurde zwar kurzfristig in der Presse erwähnt, die Politik des Libanon aber nicht kritisiert.

    Vielleicht sollte man Gerhard mal ein paar Bilder aus Gaza zeigen, wie gut es da aussieht. Er scheint die Bilder nicht zu kennen.

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