Linke & Islamisten, das passt schon ….

Von | 5. November 2016

“Contradictions in the alliance between radical leftists and Islamic fundamentalists only make sense when you realize both ideologies have the same short-term goal….” (weiter hier)

19 Gedanken zu „Linke & Islamisten, das passt schon ….

  1. Thomas Holzer

    Nicht nur Linke und Islamisten, auch Nationalisten et al., kurz, all jene, welche einem kollektivistischem, sprich nur mittels Zwang -wenn überhaupt- durchsetzbarem “Weltbild” das Wort schreien; von reden kann schon lange keine Rede mehr sein; halbwegs niveauvoller Diskurs, zumindest halbwegs niveauvolles Gespräch mit derlei Krakeelern……….hoffnungslos

  2. MM

    “Muslims and progressives work together not because they share ideals, but because they share enemies.”

    Und doch ist es mehr: Sie teilen den totalitären Impuls. Dadurch verstehen sie sich auf Anhieb sehr gut. Individualismus und die Menschenwürde jedes Einzelnen, der als Gottes Abbild geschaffen wurde, sind ihnen ein Gräuel. Die genauen Ausprägungen des Totalitarismus dagegen sind nicht so entscheidend. Sehr anschaulich war das während der Kulturrevolution, wo Gegner stets um eine andere falsche Äußerung verfolgt wurden. Ebenfalls heute ist das politisch Korrekte ja keine Konstante, sondern wechselt ständig. Aber wehe, wenn man davon abweicht oder auch nur z.B. das politisch Korrekte von gestern äußert.

  3. Selbstdenker

    Diese und die folgende Analyse beschreiben die Vorgänge in Westeuropa und in Nordamerika perfekt:
    https://m.thetrumpet.com/articles/14182,2

    Den Linken schwebt eine Utopie vor, von der selbst die Islamisten wissen, dass sie nicht funktionieren wird. Die Linken werden so zu Zivilisationsabwickler im Dienste der Muslimbrüder & Co: sie schiessen unsere Zivilisation sturmreif und öffnen die Burgtore sperrangelweit.

  4. Selbstdenker

    Es geht mir nicht darum irgendwem in seiner Lebensweise zu beschränken oder einem Puritanismus das Wort zu reden. Vielmehr sollte sich jeder der Interessenlagen und der langfristigen Wirkweisen bewusst werden.

    Dieses Wissen ermöglicht die Entwicklung entsprechender Schutzimpfungen, so dass die eigene Familie und man selbst nicht von der Geistespest dahingerafft wird.

  5. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Auch die Utopie der Islamisten funktioniert nicht -wie keine Utopie, maximal kurzfristig, wie jede Utopie!
    Es ging und geht niemals um ein miteinander, sondern maximal um ein halbwegs gedeihliches nebeneinander. Warum soll ich jemanden meine persönliche! Lebensweise aufzwingen; es würde vollends ausreichen, daß -zumindest fast- alle, die geschriebenen und auch und vor allem nicht! geschriebenen Gesetze des Einwanderungslandes einhalten.
    Was jemand in seinen eigenen 4 Wänden unternimmt, solange die Gesetze eingehalten werden, hat uns schlicht und einfach nicht zu interessieren.
    Integration -wie heute verstanden- ist eine Fleißaufgabe

  6. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    für “Demo für Alle” gäbe es auch in Österreich Potential, denke ich, wenn man es anti-Gender, pro-Familie
    richtig, nämlich nicht zu religiös, anginge, jedenfalls in Stuttgart http://www.freiewelt.net/reportage/ohne-grenzen-bleiben-wir-allein-10065278/ scheints zu laufen.
    Nach der Lektüre beider trumpet – Artikel empfehle ich die Lektüre von Peter L.Berger “In defense of the Bourgeois Family” und Schmökern bei Autoren der Sozialgeschichte; die amerikanische puritanische Familie
    war auch bis 1960 nicht das einzige Lebensmodell, so wie in Europa Heirat und legaler Nachwuchs nicht für alle ohne weiteres erlaubt und möglich war (Knechte, unselbständige Handwerker, Dienstboten, Arme, österr.Offiziere), gabs auch in den USA Wanderarbeiter, Marginale etc.. mit ungeordneter und ungesicherter Nachkommenschaft.
    Auch die generelle Romantisierung der Ehe ist jüngeren Datums, wie wir alle wissen, und vielleicht gefällt Ihnen ja auch etwas von F.Schirrmacher zu lesen.

  7. astuga

    Trias des Totalitarismus nenne ich das.
    Vergehen (Todeswürdig)
    Faschismus: Volksverrat
    Linksradikalismus: Reaktionär, Konterrevolution, Klassenfeind
    Islam: Apostasie, Islamophobie, Ridda/Takfir/Mohareb (Verrat am Islam), Religionsschande (Heirat mit männlichem Nichtmuslim)
    ___________________________________
    Feindbilder
    Faschismus: USA, Juden/jüd. Verschwörung, Demokratie, Moderne
    Linksradikalismus: USA, Finanz-Juden, DAS internationale Kapital, Imperialismus, Schweinesystem-Demokratie
    Islam: USA, Juden/Zionistische Weltverschwörung, Dämonkratie/Demokratismus, Moderne
    ____________________________________
    Selbstbild
    Faschismus: Opferrolle – Selbstverteidigung
    Linksradikalismus: Opferrolle – Selbstverteidigung
    Islam: Opferrolle – Selbstverteidigung
    ____________________________________
    Die beste Gemeinschaft
    Faschismus: Volksgemeinschaft
    Linksradikalismus: Diktatur des Proletariats
    Islam: Umma

    Der einzig große Unterschied ist, dass der Linksradikalismus keine vermeintlich glorreiche Vergangenheit heraufbeschwört, die es gilt wieder herzustellen. Er beschwört nur ein zukünftiges Utopia.
    Deshalb gehört die Moderne auch nicht schon grundsätzlich zu seinem Feindbild.
    Allen drei Totalitarismen gemeinsam ist dann aber wiederum die Vorstellung, dass der “Neue Mensch” geschaffen werden muss, als Träger einer neuen Ordnung.
    Wie bei allen Ideologien geht es letztlich darum die Realität der Weltanschauung anzupassen (zB: die legitime Macht ist fehlerlos und kontrolliert sich selbst).
    Oder in Kürze: „Nach dem Nazismus und dem Kommunismus ist der Islam die dritte totalitäre Ideologie, welche die Menschheit bedroht.“ György Konrád, Holocaustüberlebender

  8. astuga

    Alle drei passen auch schön in die sog. Faschismus-Skala (auch F-Skala, Autoritäre Persönlichkeit).
    Siehe Wikipedia.

  9. Selbstdenker

    @stiller Mitleser
    Vielen herzlichen Dank für den ausgezeichneten verlinkten Artikel!

    Wie gesagt: was zwei oder mehrere Erwachsene freiwillig im privaten Rahmen miteinander machen oder zu sich nehmen, ist mir grundsätzlich völlig egal. Daran geht unsere Gesellschaft nicht zugrunde.

    Mit Gender sieht die Sache völlig anders aus:

    Es geht ihr nicht um die freiwillige sexuelle Entfaltung von Erwachsenen, sondern um die zwangsweise verabreichte sexualisierte Selbstidentifikation von Kindern lange bevor diese überhaupt in der Lange sind Sexualität zu begreifen.

    Es ist selbstredend, dass ein politisches Penetrieren der privatesten und intimsten Bereiche der Menschen zu einer Unterwerfung sämtlicher Lebensbereiche unter die Politik bedeutet.

    Gender ist keine Wissenschaft, sondern eine durch und durch totalitäre politische Ideologie, die sich als “Wissenschaft” verkleidet. Es ist auch keine Idee, die von der Bevölkerung getragen oder zumindest akzeptiert wird.

    Gender Mainstreaming ist ein Projekt der “Eliten”, bei dem sich die Wege zur Verfolgung (unterschiedlicher) langfristiger Interessen bei der Implementierung der Gender-Ideologie im Westen gekreuzt haben.

    Mit der mehr als klar erkennbaren schrittweisen Kriminalisierung der Hetero-Sexualität sowie einer umfassenden Werteumkehr kann es diesen linken Spinnern tatsächlich gelingen die westlichen Gesellschaften grundlegend zu ruinieren. Den Rest erledigen die Islamisten, die schon seit Jahrhunderten auf diese Gelegenheit gewartet haben.

    Mit der Gleichberechtigung von Frauen und Toleranz gegenüber homo- und transsexuelle Menschen wird es dann endgültig vorbei sein. Auch die Sklaverei – immerhin von den Westlern abgeschafft – wird eine neue Blütezeit erfahren.

    Anbei noch ein Youtube-Tipp vor dem Schlafengehen:

  10. astuga

    Hervorragendes Video, danke.
    Bereits die Nobelpreisträgerin Doris Lessing sprach einmal kritisch davon, dass die Political Correctness die bloße Weiterführung der kommunistischen Parteilinie sei.

  11. Selbstdenker

    @astuga:
    “Trias des Totalitarismus nenne ich das.”

    “Wie bei allen Ideologien geht es letztlich darum die Realität der Weltanschauung anzupassen (zB: die legitime Macht ist fehlerlos und kontrolliert sich selbst).”

    Genau das trifft es.

    Sehen Sie sich dazu folgendes Interview mit Dr. Jordan B. Peterson an:

  12. Herzberg

    @Selbstdenker

    Vielmehr sollte sich jeder der Interessenlagen und der langfristigen Wirkweisen bewusst werden. Dieses Wissen ermöglicht die Entwicklung entsprechender Schutzimpfungen, so dass die eigene Familie und man selbst nicht von der Geistespest dahingerafft wird.

    Was Sie hier schreiben verdient Dank und Anerkennung, Ihre Beiträge sind fundiert, die von Ihnen referenzierten Artikel und Videos von ausgesuchter Qualität. So es also eine mögliche Kritik gibt, dann einzig jene, daß die Analyse zwar sehr tief, aber eben noch nicht tief genug reicht.

    Sie konzedieren, mit der Bitte um Korrektur, falls dem nicht so ist, eine langfristig angelegte Transformation der Gesellschaft durch linke Kräfte. Korrekt? Parallel dazu beschreiben Sie eine nicht minder langfristig angelegte Agenda islamistischer Kräfte. Nachdem beide Pläne bestenfalls kurz- und mittelfristig kohärent sind, beschreiben Sie ein aktuelles Zweckbündnis, aus dem die Linke final als Verlierer hervorgehen wird. Richtig so?

    In der Vorwegnahme möglicher Antworten: Wie an anderer Stelle bereits aufgeführt, sind jene Geldgeber, die grosso modo als Finanziers der weltweiten Islamismus agieren, selbst nur Statthalter im eigenen Territorium. Was auch immer die sogenannten Muslimbrüder auf die Beine stellen könnten, so wären sie doch schneller weg vom Fenster, als es zum Zählen bis drei bedarf, falls es den tatsächlich Mächtigen auf diesem Globus in den Kram paßt.

    Wenn Herrscher vom Schlage Gadaffis oder Assads in ihren Ländern nahezu säkulare Zustände herbeiführen konnten, spricht das nun für oder gegen die Schlagkraft der Islamisten? Wenn Linke durch die Bank sich in brotlosen Berufen aufhalten, was meinen Sie, wer ihnen die für die Umtriebe nötigen Mittel zur Verfügung stellt? Wer besitzt die Medien, wer finanziert Lehrstühle, Stipendien, Studien, Echokammern und was sonst noch nötig ist, der breiten Masse den Sozialismus ins Hirn zu treiben?

    Falsch ist die Antwort, die Saudis seien die Geldgeber der hyperaktiven Neorepressiven, egal wieviele Millionen Mdm Clinton aus dem mittleren Osten an Spenden bezieht. Ebenso falsch ist die These, Linke könnten weltweit für ihre Umtriebe vollständig den Steuerzahler zur Kasse bitten. Linke und Islamisten fügen sich mit deren Wirken einzig dann friktionsfrei ins Puzzle, wenn man beide Gruppen als von denselben Kräften instrumentalisiert erkennt. Beide Armeen sind nützliche Idioten, beide Gruppen sind im anvisierten Endzustand Teil der pulverisierten Masse.

    Wenn man schon zwei konspirativ agierende Kräfte wider die Gesellschaften der Erde erkennt, was angesichts der omnipräsenten Verschwörungstheorie-Anschüttungen ein gerütteltes Maß an Überwindung und Standfestigkeit erfordert, dann sollte man auch den Mut zur Vervollständigung der These aufbringen.

  13. Selbstdenker

    @Herzberg:
    Vielen Dank für Ihr Lob und die konstruktive Kritik!

    Dass zwischen den USA und den Saudis ein wenig mehr läuft, war mir schon länger bekannt. Eine Idee vom Ausmaß dieser Konspiration bekam ich durch die Soziogramme von Mark Lombardi.

    Das es eine Überlagerung wirtschaftlicher und geostrategischer Interessen beider Länder gibt, dürfte noch außer Frage stehen. Sie manifestiert sich unter anderem in der Abwicklung von Ölgeschäften in US-Dollar.

    Meiner Meinung nach sind es zwei Partner, die derzeit zwar auf einander angewiesen sind, die sich aber gegenseitig sofort aufs Kreuz legen würden, sobald der Grund ihrer Kooperation wegfällt.

    Die Überlegung:

    Der globalistisch-säkularen Machtelite in den USA steht das mit dem Wahhabismus praktisch unzertrennbar verbundene saudische Königshaus gegenüber.

    Ein säkularer Machthaber verfolgt die Ausübung und Mehrung seiner Macht als ultimatives Ziel. Ein religiöser Machthaber sieht seine irdische Macht jedoch durch seine Religion legitimiert: die Ausbreitung der Macht geht daher mit einer Ausbreitung seiner Religion einher.

    Von einer kulturellen Zerstörung des Westens und einer Islamisierung der Bevölkerung würde das saudische Königshaus erheblich mehr profitieren als die globalistische Machtelite in den USA.

  14. Fragolin

    „Faschismus kann definiert werden als eine Form des politischen Verhaltens, das gekennzeichnet ist durch eine obsessive Beschäftigung mit Niedergang, Demütigung oder Opferrolle einer Gemeinschaft und durch kompensatorische Kulte der Einheit, Stärke und Reinheit, wobei eine massenbasierte Partei von entschlossenen nationalistischen Aktivisten in unbequemer, aber effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten demokratische Freiheiten aufgibt und mittels einer als erlösend verklärten Gewalt und ohne ethische oder gesetzliche Beschränkungen Ziele der inneren Säuberung und äußeren Expansion verfolgt.“
    Man ersetze Partei in dieser Definition Paxtons durch Religionsgemeinschaft und die Schablone passt millimetergenau auf den Islam, wie wir ihn heute erleben. Oder man streiche das “nationalistisch” durch “revolutionär” und schon sind wir bei den Kommunisten.
    Egal in welcher Farbe man eine Katze anmalt, es wird einfach keine Ente draus…

  15. sokrates9

    Herzberg@ Hervorragende Analyse! Wenn man eine neue Weltordnung schaffen möchte, kann das nur funktionieren wenn man im Hintergrund ist und nicht “angepatzt” werden kann! Man braucht man 2 Vehikel: Einen Philosophischen Überbau und eine motivierbare fanatische Führungsstruktur auf 2.,3. Ebene!
    Was bietet sich da besser an als der Islam und linke fanatische Weltverbesserer??

  16. Selbstdenker

    @Herzberg:
    Ich habe Ihnen noch eine Antwort gesendet, jedoch scheint diese entweder “hängengeblieben” oder gelöscht worden zu sein.

    Die wirtschaftlichen und geostrategischen Wechselwirkungen beider Länder dürfte außer Streit stehen. Allerdings stellt sich für mich die Frage, wer wem effektiver aufs Kreuz legen wird, wenn der Grund der Kooperation wegfällt: die Amis die Saudis oder die Saudis die Amis?

    Sollte der US-Dollar irgendwann Geschichte sein, wird es bestimmte Religionen immer noch geben. Deshalb ist meine Überlegung die, dass die Saudis mittel- bis langfristig über ein robusteres Medium zur Koordination und Kommunikation ihrer Macht verfügen.

    Eine ungedeckte Währung kann ohne den Glauben an sie nicht existieren. Die betroffene Religion macht hingegen den bedingungslosen Glauben und Gehorsam ihrer Unterworfenen zur Voraussetzung ihrer Existenz.

    Die säkulare – um Christen handelt es sich hier wohl eher nicht -, kulturvergessene Machtelite in den USA hat in dieser Hinsicht einen strategischen Nachteil. Es sei denn, sie haben ihren eigenen Kult, der noch hemmungsloser als jener der Erdölexporteure im Mittleren Osten ist.

    Einen Kult, der sich auf die Fahnen geschrieben hat alles umzukehren, vom Ende her zu denken und den Weg dorthin derart einzuengen, dass er “alternativlos” wird.

    Darüber kann man derzeit noch spekulieren, aber wenn wir ehrlich zu uns sind, müssen wir eingestehen, dass wir es (noch) nicht wissen. Wenn dem wirklich so ist, macht Ihre Erklärung Sinn, dass sich die Wurzel in Washington und nicht in Riad befindet.

  17. Selbstdenker

    Zwei Kommentare von mir hängen noch in der Moderation.

    Das Interview mit Dr. Jordan B. Peterson (mein Kommentar vom 05.11., 23:59) möchte ich nochmals jedem empfehlen. Insbesondere seine Einschätzung betreffend den dramatischen Zuständen bestimmter Fakultäten westlicher Unis trifft mitten ins Schwarze.

  18. mariuslupus

    Zu Überschrift, Linke&Islamisten ist eine redundanter Pleonasmus. Diese Kohabitation wird nicht nur verständnisvoll unterstützt, sondern durch andere Ideologen, Feministen, Genderisten, Übergutmenschen, Egalitaristen, Islamophiliker massiv gefördert. Das Endprodukt dieser Kohabitation dürfte so menschefreundlich ausfallen, wie ein Kreuzung von Frankenstein mit Graf Dracula.

  19. Herzberg

    @Selbstdenker

    Die wirtschaftlichen und geostrategischen Wechselwirkungen beider Länder dürfte außer Streit stehen. Allerdings stellt sich für mich die Frage, wer wem effektiver aufs Kreuz legen wird, wenn der Grund der Kooperation wegfällt: die Amis die Saudis oder die Saudis die Amis?

    Die Saudis haben gegenüber den global agierenden Machteliten kein wirksames Drohpotential, weder militärisch noch ins Sachen Propaganda. Auch kooperieren aktuell ja keine Länder, sondern bloß deren jeweiligen Machthaber. Der Unterschied mag akademisch wirken, ist aber entscheidend.

    Sollte der US-Dollar irgendwann Geschichte sein, wird es bestimmte Religionen immer noch geben.

    Langfristig soll der Dollar sogar verschwinden und durch SDRs (Special Drawing Rights) des IMF als weltweit einzige Währung ersetzt werden. Ein Währungscrash, und das ist ja der Witz daran, schädigt insbesondere jene nicht, die über Sachwerte verfügen und zugleich darüber bestimmen, wie der Crash abgewickelt wird.

    (Einschub: Laut US-Treasury halten die Saudis rund 120 Mrd Dollar an US-Bonds, laut saudischem Finanzministerium sollen es 590 Mrd sein. Egal welcher Wert stimmt — bei solchen Größenordnungen sitzt der Schuldner immer am längeren Hebel.)

    Zum Islam: Jeder Herrscher, der nicht gezielt per CIA-inszeniertem Regime-Change hinweggekickt wird, kann diese aggressive Religion in Schach halten. Daß sie in Europa einen Fuß auf den Boden brachte, ist den hilfreichen Regierungen im Täterverbund mit den Medien geschuldet, die treu im Sinne ihrer Auftraggeber agieren. Darüber, wem wir in Afrika und dem Nahen und Mittlereren Osten die Ausbreitung des IS verdanken, sollte inzwischen auch keine Unklarheit mehr bestehen.

    Im eigenen Hof aber lassen weder Democrats noch Republicans die Sprenggläubigen einmaschieren, hier bedient man sich der Hispanics zum gesellschaftlichen Umbau. Dann entdecken sogar Hardcore-Neocons ein Herz für Hispanics und macht sogar ein George W. Bush plötzlich Wahlwerbung für Clinton.

    Deshalb ist meine Überlegung die, dass die Saudis mittel- bis langfristig über ein robusteres Medium zur Koordination und Kommunikation ihrer Macht verfügen.

    Wenn’s darauf ankommt, zählen handfeste Assets und Fähigkeiten zur Einflußnahme auf die Politik.

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