Linke sind niemals gewalttätig! Echt jetzt?

(ANDREAS TÖGEL)  Die Rauchschwaden nach den beispiellosen Ausschreitungen in Hamburg hatten sich noch nicht so recht verzogen, da brachen auch schon Erklärbären beiderlei Geschlechts durchs Unterholz, um jede Verwicklung linker Kräfte in die Gewaltorgie zu bestreiten. Allen voran Geistesathleten vom Kaliber eines Martin Schulz, einer Jutta Ditfurth oder eines Ralf Stegner. Letzter ließ via Internet wissen: „Gewalt von Rechts ist die Regel“ und „Demokratische Linke habe überhaupt nix mit kriminellen Gewalttätern gemein.“

Wir lernen daraus: Alle bisherigen Erkenntnisse zum Phänomen des roten Totalitarismus, bedürfen einer gründlichen Revision. Karl Marx, der in seinen Schriften zwar nie explizit zur Gewalt aufgerufen, diese sicherheitshalber aber auch niemals ausgeschlossen hat, wenn es um die Schaffung seines roten Utopia ging, war demnach schon einmal kein Linker. Wladimir Lenin, der sich an die Verwirklichung der Diktatur des Proletariats machte, natürlich auch nicht. Der Mann entfesselte ja bekanntlich – Hand in Hand mit Männern von Schlage eines Lew Bronstein -, gnadenlose Gewaltorgien. Da Gewalt aber, siehe oben, stets von rechts kommt, waren er und seine mörderische Bolschewikenbande also keine Linken. Vermutlich wurden sie, gut verdeckt, im Auftrag amerikanischer Plutokraten tätig. Und Josef Stalin, Mao Zedong, Pol Pot oder Ernesto Che Guevara (letzterer fungiert interessanterweise bis in unsere Tage als einer der Säulenheiligen junger und alter linker Irrläufer), hatte mit einer linken Gesinnung sowieso nix zu tun. Diese Männer waren lediglich Symptome bedauerlicher historischer Irrtümer und vermeidbarer Fehlentwicklungen. Mit echter linker Gesinnung hatten sie jedenfalls nicht die Bohne zu tun.

Das gilt natürlich auch für die Nationalsozialisten, die zwar rote Fahnen schwenkten, den Begriff „sozialistisch“ im Namen führten, sich als strikt egalitär-kollektivistische Arbeiterpartei betätigten, antikapitalistische, antiklerikale und antiliberale Politik betrieben und deren Protagonisten sich durch die Bank selbst als Linke sahen, aber in Wahrheit natürlich niemals welche waren! Schließlich griffen sie ja zu Gewalt als Mittel zum Zweck und konnten schon allein deshalb keine sein (über die Zirkularität dieser Argumentation hat Michael Klein kürzlich einen hervorragenden Beitrag auf ef-online veröffentlicht).

Die Parallelen sind unübersehbar: Wenn Moslems Hochhäuser zum Einsturz bringen, Züge in die Luft sprengen oder auf andere Weise Massaker an harmlosen Mitbürgern verüben, hat das mit dem Islam rein gar nix zu tun. Wenn linke Organisationen zu Höllenspektakeln aufrufen, diese vorbereiten und – unter dem wohlwollenden Beifall anderer linker Organisation – dann tatsächlich auch verwirklichen, hat das mit linker Gesinnung nix zu tun. Die Schuld liegt in beiden Fällen immer ganz woanders, als da wären: Kulturrassismus, Ethnozentrismus, Kapitalismus, Neoliberalismus, Globalisierung, Sexismus und die heteronormative Kraft des Faktischen. Allesamt ultrarechts fundierte Phänomene, denn, siehe oben – Gewalt kommt niemals von links.

Abgesehen von der empirisch-historischen Evidenz, die den Irrwitz all dieser flügellahmen Versuche zum Freispruch linker Gewalttäter offenbart (schlag nach im „Schwarzbuch des Kommunismus“), lässt sich auch auf theoretischer Ebene leicht der Beweis führen, dass linke Politik niemals ohne Gewalt auskommen kann – in keinem Fall, wiewohl nicht unbedingt Blut fließen muss. Jedenfalls nicht immer und nicht sofort.

Im Mittelpunkt linker Ideologie steht der Egalitarismus. Jede linke Politik ist daher notwendigerweise auf Gleichmacherei gerichtet, die kontrafaktisch gerne als „Gerechtigkeit“ und „Fairness“ verkauft wird. Gleichgültig, ob es um Ergebnisgleichheit, das Ziel orthodoxer Sozialisten geht, oder um den etwas moderneren Schmäh der Chancengleichheit, die von Bobos und anderen zeitgeistigen Linken beschworen wird: beide sind ohne Gewalt oder jedenfalls deren Androhung nicht zu erreichen.

Soll jeder gleich viel haben, liegt auf der Hand, dass das ohne (staatlich) erzwungene Umverteilung nicht zu machen ist. Schließlich gibt es eben gescheite und blöde, fleißige und faule Zeitgenossen, die es im Leben unterschiedlich weit bringen. Daher muss dem Tüchtigen genommen werden, um es dem Verlierer  zu geben – und um die Umverteilungsbürokratie zu finanzieren. Dass aber jedermann die Früchte seiner Arbeit mit Typen teilen teilen soll, die selbst nichts dazu beigetragen haben, werden – in Abwesenheit hoheitlicher Zwangsmittel – nicht alle einsehen. Nicht wenige werden ihr rechtmäßig erworbenes Eigentum behalten, um es für sich und ihre Angehörigen zu verwenden. Also müssen die Erfüllungsgehilfen des sozialistischen Umverteilungsstaates Gewalt gegen diese Menschen anwenden oder ihnen zumindest androhen, um sie zur Herausgabe ihres Eigentums zu nötigen. Ergebnisgleichheit ohne Gewaltanwendung herzustellen, ist ausgeschlossen.

Wie steht es mit den Schalmeienklängen von der Herstellung gleicher Chancen für alle? Auch die muss an der naturgegebenen Verschiedenartigkeit der Menschen scheitern. Einer ist gesund, intelligent, gutaussehend und Spross einer wohlhabenden, bildungsaffinen Familie, ein anderer dagegen behindert, dumm, hässlich und Sohn einer crackabhängigen Nutte und eines ungelernten Alkoholikers. Das ist bedauerlich für letzteren und wird dessen Aussichten, in seinem Leben etwas zu erreichen, nicht begünstigen. Welche Register müssen also gezogen werden, um ihm „Chancengleichheit“ mit der feschen Intelligenzbestie zu garantieren? Selbst durch den Einsatz modernster Medizin, bester Schulen, unter unentwegter Gabe hirnleistungssteigernder Medikamente und dem Einsatz modernster Kosmetika, würde in diesem Fall kein Wunder geschehen und Gleichstand zwischen beiden erreicht werden. Und selbst wenn, verbliebe immer noch das Problem des „schlechten Stalls“, dem einer der beiden entstammt.

Fassen wir also zusammen: Da man aus manchen eben keine schönen Nobelpreisträger machen kann, muss an der Gegenseite angesetzt werden. Nivellieren lässt sich bekanntlich nur nach unten, niemals nach oben. Chancengleichheit zwischen den beiden Genannten könnte nur bestehen, wenn man dem Schönling das Gesicht zerschlägt, einen Arm amputiert, ihn einer Lobotomie unterzieht und ihn dem (positiven) Einfluss seiner Eltern entzieht. Nur dann könnte der andere mit ihm gleichziehen. Es gibt übrigens tatsächlich (linke) Phantasien, wonach das Glück der Minderbemittelten durch systematische Benachteiligung der Bessergestellten zu befördern sei. Wie auch immer das wissenschaftlich verbrämt daherkommt (z. B. „Gerechtigkeit als Fairness“ / John Rawls oder „Sphären der Gerechtigkeit“ / Michael Walzer) – ohne den Staat als Gewalt- und Zwangsanwender klappt´s nicht. Zumindest nicht, solange es Gentechnologen und Fortpflanzungsmedizinern noch nicht gelungen ist, endlich den „Neuen Menschen“ zu züchten, auf den die Linke seit jeher wartet.

Wer daher behauptet, Gewalt könne nicht von Linken mit einem reinen Herzen kommen, hat entweder keine Ahnung, oder lügt wie gedruckt. Denn linke Ideologie ist aus offensichtlichen Gründen ohne Gewaltanwendung schlicht nicht umzusetzen.

 

14 comments

  1. Fragolin

    Tausende im Namen des Islam mordende Muslime sind keine Muslime.
    Tausende im Namen ihrer Ideologie brandschatzende Linke sind keine Linken.
    Aber ein gezeigter Pappgalgen bei einer Pegida-Demo oder ein lautes „Hau ab!“ zu einer primitiv-rotzig anstänkernden Grünen-Politikerin sind der Beweis für die radikalisierte und gewaltaffine Ideologie der „Rechten“, die durch ihr Auftreten muslimische und linke Ausraster erst provozieren.

    In was für einem kranken Weltbild wir doch leben. Das als „postfaktisch“ zu bezeichnen ist noch Verharmlosung. Es ist die fokussierte Idiotie, die wir aus den Argumentationslinien eines Herrn Goebbels kennen. Wohin das geführt hat, wissen wir und lässt nichts Gutes erahnen.

  2. eeeeee

    «Nivellierung nach unten» scheint auch bei der Ergebnisgerechtigkeit das Mittel der Wahl zu sein, oder warum zerstört man Fahrzeuge und Geschäfte anderer Leute (die weder mit dem Staat noch mit den G20-Gästen etwas zu tun haben)?

  3. stiller Mitleser

    Ein bißchen arg polemisch und daher für wohlwollend Interessierte nicht arg informativ.

    Wollte man so denken wie hier vorgeschlagen, verböte sich jede Hilfe, jedes Mitgefühl: freie Bahn dem Stärkeren, der auch nix herzugeben braucht (was schon im Sinne des sozialen Friedens doch ein klein wenig dumm wäre, oder?)

    Wie eigentlich beginnt eine liberale Idealgesellschaft? Wir lassen jetzt Manchester und alles Historische mal weg, dann bleibt nur noch die Neugründung einer gated community. Wie denkt man sich Transformationsprozesse in bestehenden Gesellschaften? Es braucht keine Revolte, keinen Umsturz, keine Gewalt – das Argument des Eigeninteresses wird alle friedlich überzeugen und motivieren, ja?

    Was mich am meisten wundert: die Verachtung der Armut, das Übersehen, daß auch Arme schöne und begabte Kinder haben können, das Vergessen, daß die eigenen Aufstiegschancen oft mit den Errungenschaften durch die Sozialdemokratie verbunden waren, die Illusion alles allein geschafft zu haben.

    But anyhow: Marginalisierte haben ein Recht auf etwas kompensatorische Polemik, ein Movens und ein Mittel, Dinge in Fluß zu bringen ist sie aber nicht.

  4. Andreas Tögel

    An den stillen Mitleser: Um einen Aufruf zum Ende der Barmherzigkeit ist es mir nicht zu tun. Ich halte, ganz im Gegenteil, sehr viel von privater Mildtätigkeit. Wovon ich aber ganz und gar nichts halte, sind staatlich orchestrierte Raubzüge gegen die Leistungsträger und die Schaffung – ebenfalls staatlicher – Anreize zum Müßiggang. Was der Wohlfahrtsstaat am Ende hervorbringt, haben wir exemplarisch soeben in Hamburg vorgeführt bekommen. Während parasitär lebende Bonzen sich in der Elbphilharmonie an Beethoven ergötzen, brennt das Eigentum der kleinen Steuerzahler und werden deren Geschäfte ausgeplündert. Und zwar von Kreaturen, die seit Jahr und Tag von Sozialtransfers leben. Das halte ich für bedenklich und genau darum ging es mir in meinem Pamphlet.

  5. mariuslupus

    Die, trotz aller Bemühungen von Links, noch nicht definitiv umgebrachte bürgerliche Gesellschaft wird, strategisch vollkommen richtig, in einem Zangenangriff definitiv liquidiert. Auf der einen Seite die Despoten die an der Mach sind und für den arbeitenden Bürger nur Verachtung haben, auf der anderen Seite die zunehmend zahlreicheren Sozialabhängige auf Staatskosten, bzw. vom Steuerzahler unterstützt. Die Verbündeten, die oben links, und die unten links, haben dank dem vom Steuerzahler bezahlten Müssigang Zeit genug um die Vorbereitungen zu Errichtung des definitiven Totalitarismus zu planen und voranzutreiben.
    Nur der steuerzahlende, vom Staat schikanierte Bürger glaubt noch immer das die Leute die er doch eigenhändig gewählt hat grundsätzlich gut sind, manchmal Fehler machen, aber eigentlich sein bestes wollen.
    Der Mensch weigert sich instinktiv zu akzeptieren, dass die Dialektik des Gutseins die Existenz des Bösen auf der Welt impliziert. Nicht jedes Vorhaben das Böse geendet hat, war am Anfang gut gemeint, es gibt auch Pläne die von Beginn an, das Böse wollten. Und es auch realisiert haben.

  6. Falke

    Die (heutige) Linke Ideologie geht davon aus, dass alle Menschen gleich intelligent, begabt und fleißig sind, die Unterschiede rein sozial bedingt sind. Daher muss die “soziale Ungleichheit” beseitigt werden, d.h. die “Reichen” enteignet und deren Eigentum unter den “sozial Benachteiligten” verteilt werden – und schon haben wir die ideale und gerechte Gesellschaft.
    Die ehemalige Linke (also die Kommunisten) haben durchaus akzeptiert, dass es genetisch unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten gibt, haben aber dekretiert, dass jede Arbeit gleich wertvoll und wichtig für die Geselschaft ist, daher sollte es keinerlei Einkommensunterschiede geben. Der Idealzustand wäre “jedem nach seinen Bedürfnissen”, d.h. ein Hilfsarbeiter könnte durchaus andere (und vor allem höhere) Bedürfnisse haben als ein Fabriksdirektor; diese Bedürfnisse sollte er im Kommunismus auch befriedigen können und dürfen. Im ultimativen Kommunismus sollte übrigens das Geld abgeschafft werden – kommt mir irgendwie bekannt vor 🙂

  7. waldsee

    Hayek hat schon festgehalten,daß “rechts” immer eine Folge übertriebener linker Umtriebe ist.Ich habe zeitlebens gehört,daß rechts schlecht und links richtig und gut sein soll.Alle Lebensbereiche ,auch das Klima,waren erfüllt von dieser Weisheit.(Schule,Medien,Uni). Dann kam ich als Leser zufällig
    auf die Zeit von 1917 in Russland und erfuhr auch so einiges über die Gehilfen (zb. Jagoda) des Herrn Bronfman und rechte und linke Ränder verschwammen in der Folge vollständig. Rechts und links sind für mich passè und ich werde heute nur mehr vermehrt angehalten nicht islamophob zu sein, natürlich auch nicht antisemitisch,das sowieso . Gegen Rechts muß man immer sein ,das gilt für die gesamte EU und kristallisiert sich als DAS Bindeglied heraus.
    Manchmal denke ich,daß es unter islam. Herrschaft schön sein muß,weil dort gibt es diese Sorgen nicht.Schnell ein Gebet und eine kleine Spende zum Richtigen und schon wird alles wieder gut.

  8. Christian

    Die Nivellierung nach unten beginnt in Österreich manifest schon in der Schule, wo die offenbar rechten Besseren wegen des schlechteren Fortkommens der Benachteiligten eben nicht gefördert werden, während man Unmengen von Aufmerksamkeit, Förderung und Ressourcwen für die Mäßigen verwendet.
    Hier wurde schon lange Chancengleichheit mit Begabungsgleichheit verwechselt. Und wer wird einst das Geld verdienen, das in die unverhältnismässig hohe Förderung derer gesteckt wird, die wohl zukünftig weniger Steuerleistung erbringen werden ?

  9. stiller Mitleser

    @ Andreas Tögel und mariuslupus
    danke für Ihre Erwiderung, was Hamburg aktuell betrifft, stimme ich Ihnen zu, Konsequenzen einer sozialen Klientelpolitik, des Wegschauens und des Zustandekommenlassens eines gewalttätigen Mobs. Der Mob ist auch historisch immer Instrument versteckter Interessen, wie z.B. der 4.Stand, der die Pariser Revolte für den 3. Stand erledigte. Dennoch würde ich mariuslupus Bild vom Zangenangriff von oben und unten nicht
    zustimmen wollen, vielleicht auch nur aus Abneigung gegens Explizite, denn den Haß gegen residuale kulturelle Strukturen kann man nicht übersehen.

  10. Iris Voss

    Sg Herr Tögel,
    Inzwischen ist völlig unstrittig, wer damals die Bolschewiken sponserte und damit die Oktoberrevolution ermöglichte. Gleiches gilt für die Nationalsozialisten und, wenn auch nicht mit selber Akribie aufgearbeitet, für die rote Revolution in China. Gut verdeckt wurde die Beihilfe amerikanischer Plutokraten speziell durch amerikanische Medien, besonders geschickt etwa bei Fidel Castro auf Cuba, jemand, den man der amerikanischen Öffentlichkeit als rote Gefahr direkt vor der Haustür präsentierte, nachdem man ihn selbst fünf Jahre zuvor gegen Batista an die Macht brachte.

    Antony Sutton, Diane West (“American Betrayal”) oder Mike Lofgren, um nur einige zu nennen, öffneten insbesondere amerikanischen Patrioten die Augen darüber, welche Kräfte tatsächlich wirkmächtig aktiv waren, immer noch sind und wie falsch die Darstellung eines Antagonismus ist zwischen global agierenden Kapitalisten und weltweit linken Umtrieben. George Soros ist heute dabei bloß ein für alle sichtbares Rinnsal aus einem gigantischen Gletscher, gespeist von unzähligen dynastischen Stiftungen und demiurgischen ‘Philantropen’.

    Wer die Geschichte schreiben darf, bestimmt das Morgen. Was 1933 in Deutschland der Reichstagsbrand war und direkt zu Hitlers Ermächtigungsgesetz führte, erlebte im September 2001 seine bombastische Neuaufführung. Wenn jemand schreibt, Moslems hätten Hochhäuser zum Einsturz gebracht, so bleibt zu hoffen, er bezöge sich damit nicht explizit auf die drei Gebäude World Trade Center 1, 2 und 7 oder das mehr breite denn hohe Pentagon.

    “The best enemy money can buy” steht heute synonym für all das, mit dem gezielt westliche Gesellschaften aus den Angeln gehoben werden. Das gilt für brandschatzende Antiglobalisten ebenso, wie für eine Religion, die wie keine andere zur Aufwiegelung taugt. Wer das leugnet, könnte für heutige Zustände auch konsequent ein “Cherchez la femme!” als Paradigma der Analyse fordern und damit vom “Follow the money!” ablenken.

    Freilich sind Linke gewalttätig, das ist eine Binsenweisheit, nur läßt sich für diese banale Feststellung nichts Zweckdienliches kaufen, solange geleugnet wird, wer die Linken tatsächlich sind und worauf ihr Wirken abzielt.

  11. Karl

    „Wir sind Sozialisten und Feinde des derzeitigen kapitalistischen Wirtschaftssystems mit seiner Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit seinen ungerechten Löhnen, mit seiner unmoralischen Bewertung von Personen nach Wohlstand und Geld anstatt nach Verantwortung und Leistung, und wir sind entschlossen, dieses System unter allen Umständen abzuschaffen!“

    Ratet mal von wem dieses Zitat stammt.

    Es soll mir noch einmal einer sagen, die Nazis wären “Rechte” gewesen.

  12. perry

    @iris voss
    das kommt mir ja sehr bekannt vor. die amerikanischen plutokraten waren doch juden, gell?

  13. Iris Voss

    @perry

    Was kommt als nächstes? Der öffentlich geäußerte Vorwurf, heutige Krititk am absurden und aktuell vorherrschenden Zerrbild echten Kapitalismus als Ausgeburt von Fiatmoney und Zentralbankkartellen sei in Wahrheit verklausulierter Anti-Amerikanismus, geschuldet tiefer Antipathie den tausenden getöteten, verwundeten, traumatisierten oder doch noch heil heimkehrenden GIs gegenüber, die 1945 den Nationalsozialsmus aus Europa tilgten?

    Das tatsächlich sattsam Bekannte sind ferndiagnostizierende Motivforscher, deren inhaltliche Unbelecktheit nur noch von ihrer infamen, rhetorischen Kurzatmigkeit übertroffen wird. Gell?

  14. mariuslupus

    @Karl
    Auf diese Ankündigung folgte eine Geschichte, die nicht nur gut bekannt ist, sondern die sogar das 21. Jahrhundert prägt.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .