Linke Starökonomin: «Was kümmert mich ein Defizit?»

“….Die Ökonomin Stephanie Kelton fordert in einem ntererssanten NZZ-Interview, dass sich der Staatshaushalt nach den volkswirtschaftlichen Bedürfnissen richtet und nicht umgekehrt.” mehr hier

9 comments

  1. dna1

    Leider fragte der Interviewer nicht, wer diese neuen Schulden, i.e. neuen Staatsanleihen kaufen soll.
    Und leider fragt der Interviewer nicht, wie es zusammenpassen soll, wenn sie auf der einen Seite die immer weiter steigende Vermögensungleichheit kritisiert, andererseits aber Maßnahmen fordert, die diese erhöhen. Die Gelder, die die armen Leute zum Ausgeben bekommen, landen am Ende bei den Unternehmen, die die Produkte dieser Leute herstellen, die Leute haben hinterher wieder nichts, außer vielleicht ein Produkt, das sie u.U. gar nicht brauchen, und die Unternehmen alles. Es braucht dann also eine Steuererhöhung, und zwar in dem Ausmaß, in dem die neuen Schulden gemacht wurden und zielgerichtet auf genau jene Unternehmen, die “das Geld” auch bekommen haben. Und bitte auch darauf achten, dass diese Leute mit den neuen Schulden keine Produkte kaufen, die CO2 benötigen.
    Die Dame mag eine Starökonomin sein, aber irgendwie fehlt mir ein ausgewogenes Gesamtbild.

  2. Rizzo C.

    Goodness me! Die US-Linken sind noch einen Tick abgefahrener als die europäischen rotgrünen Geistesheroen. Fenster auf und Geld hinaus, lasst es Geld regnen! Jubel überall! Das letzte Mal, als die so Beschenkten jubelten, war, als Hugo Chavez die venezolanischen Geldfenster öffnete. The Modern Monetary Theory at Work.

  3. Selbstdenker

    Es ist sehr bezeichnend für den intellektuellen Zustand der Linken, wenn eine Sophistin als „Starökonomin“ gehandelt wird.

    „Was die Architekten des Green New Deal getan haben, ist extrem clever. Denn das Programm dreht sich nicht einfach nur darum, den Temperaturanstieg zu bremsen. Vielmehr soll das auf gerechte und inklusive Art geschehen.“

    Der sogenannte „Klimawandel“ wird vorgeschoben, um in Wahrheit massive Umverteilung und Machtzentralisierung zu betreiben. Oder um es mit den Worten von David Horowitz zu sagen:
    “The issue is never the issue. The issue is always the revolution.”

    Ähnlich verlogen ist ihr Verständnis von “Steuersenkungen”, indem sie sich darüber beschwert, dass eine Einkommensteuersenkung primär denen zugutekommt, die den Großteil der Einkommensteuer bezahlen.

    Jene, die den Karren (noch) ziehen, werden nicht nur nicht entlastet, sondern haben noch höhere Belastungen zu erwarten, damit jene, die sich bereits ziehen lassen, noch mehr konsumieren können:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/2017/08/05/wie-der-wohlfahrtsstaat-begann/

  4. Namor

    Ich kann es nicht zu Ende lesen. Der Klimawandel wird uns alle töten, deshalb ist per se jedes Mittel recht, auch Krieg, der dann immer wegen weniger geführt wurde, sogar gegen N.zi-Deutschland stand dann weniger auf dem Spiel! Trump ist Rassist und versteht nichts von Wirtschaft. Selbst Kinder sind klüger. Die Energiewende kostet nicht knapp 100 Billionen sondern finanziert sich selbst, man braucht nur das richtige Modell. Deshalb funktioniert auch Entwicklungshilfe, Arabischer Frühling, Afghanistan-Modernisierung (nach 17 Jahren Weltgemeinschaft 80% des weltweiten Opiumanbaus und mit die größte Fluchtbewegung – sic!), und Berliner-Flughafen so gut in den Modellen. Die Linken sind Kinder die das Drama des Erwachsenwerdens nicht verkraften und deshalb alles im Kopf schönreden, weil sie der Katastrophe die Leben nun mal ist, emotional nicht standhalten können. Sie werden es nie lernen. 100 Millionen Kommunismustote reichten nicht. Also reicht nichts und das nie!

  5. astuga

    “Es gibt kein Gratis-Mittagessen”
    Stimmt, das kann jeder Venezolaner bestätigen…

  6. Falke

    Der Staat als Garant für Jobs: das versucht der Sozialismus/Kommunismus seit 100 Jahren und ist damit ebenso lange spektakulär gescheitert.

  7. aneagle

    Mit dem Green New Deal läuten die Demokraten nicht nur den Umbau der bisher freiheitlich strukturierten Vereinigten Staaten Amerikas (USA) zur nur noch zentralistisch geprägten american democratic republic(ADR) ein. Mit ihrem Wahlsieg und B.Sanders Präsidentschaft wird der Green New Deal der würdige Projektnachfolger des bisher weltgrößten sinnlosen Vernichtungsprogrammes von Wirtschaftspotential – dem Turmbau zu Babel.

    Genügte dort für den Projektstop noch die Sprachverwirrung aller Beteiligten, wird es diesmal nicht unter einer allumfassenden Sinnesverwirrung abgehen. Die interviewte Ökonomietheoretikerin ist auf dem besten Weg dazu. Alles was ihr (und B. Sanders) fehlt, ist gesunder Menschenverstand. Bleibt die Hoffnung, dass Trump ihn hat. Auch wenn die weise Theoretikerin ihm bescheinigt, keine Ahnung vom Handel zu haben, ist er ihr in Handelspraxis und -erfahrung um Lichtjahre voraus.

    Wissenschaftler bleib in deinem Elfenbeinturm! Sogar dort wird der Zwang zur Erkenntnis, dass digitale Computermodelle nicht bindend die Zukunft voraussagen, sondern nicht mit analogen aber realen Klimabewegungen übereinstimmen müssen, schmerzlich genug.

  8. Manfred Moschner

    Es ist mir ein Rätsel, wie man Leute als “Wissenschaftler” bezeichnen kann, die Dinge behauptet, die empirisch inzwischen hundertfach widerlegt sind. Wissenschaftstheoretisch ist das nicht “Wissenschaft”, sondern “Ideologie”. Wieso wird das heute nicht mehr auseinander gehalten? Und wieso bezeichnet eine offensichtlich ökonomisch völlig ungebildete Journaillie eine solche “Wissenschaftlerin” als “Starökonomin”? Weil sie ihre Vorstellungen einer umverteilungsorientierten Ökonomie bedient? Ist den Bewunderern eigentlich bewußt, in welche Richtung umverteilt wird? Warum haben diese Leute so ein grosses Interesse daran, die Mehrheit ihrer Mitbürger im Elend versinken zu sehen? Ist es wirklich Dummheit? Oder sind es Neid und Missgunst – offensichtlich die größten Triebfedern menschlichen Handelns? Welche Ideologie steht dahinter, die USA zu einem riesigen Venezuela umfunktionieren zu wollen?

  9. Johannes

    Während der ganzen Zeit als ich den Artikel las war ein Begriff für mich gegenwärtig – Dampfplauderin –

    Die einzige Expertise die sie anführte war die ihres 9 jährigen Sohnes. Kindermund ist etwas wundervolles ich liebe es, in der Familie, wenn jedoch jemand damit hausieren geht und noch dazu glaubt damit komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge erklären zu können finde ich diesen Zugang eher bescheiden.

    Die meisten Amerikaner lehnen Sozialbemutterung von der Wiege bis zum Grabe ab. Es widerspricht ihrer Mentalität, das sauer verdientes Steuergeld im Gießkannenprinzip verteilt werden soll.

    Jeder Amerikaner könnte sich zu wesentlich günstigeren Konditionen in Amerika versichern sowohl Kranken- wie auch Pensionsversicherungen werden angeboten mit größerem Leistungsangebot und geringeren Beiträgen als in den klassischen europäischen Sozialstaaten.

    Das es dennoch nicht alle nützen liegt eben an deren persönlicher Einstellung.
    Die meisten Amerikaner wissen das ihr Land gerade deshalb stark und flexibel ist weil sie sich nicht auf ein Nanny-System eingelassen haben.

    Wenn ich die Frau richtig verstanden habe bewundert sie die Geldpolitik Griechenlands und Italiens vor dem Eurobeitritt, die deutsche DM Währungspolitik scheint ihr weniger geläufig.

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