Lob der Kleinstaaterei

Von | 26. August 2017

“Wenn sich die Enttäuschung über die Verträge von Maastricht erst einmal breitgemacht haben wird, dann wird man sicherlich erkennen, dass es höchst naiv ist zu glauben, ein Superstaat könne ein Gegengewicht zum Nationalismus seines größten Mitgliedes sein. Die Hoffnung des 21. Jahrhunderts gründet sich auf ein völlig anderes Modell, ein Modell, das im kleinsten Maßstab Universalität herzustellen sucht; ein Modell, das auf der Erkenntnis beruht, dass die ganze Fülle der Existenz auf kleinstem Raum enthalten ist….” (hier)

10 Gedanken zu „Lob der Kleinstaaterei

  1. Thomas Holzer

    Das Problem ist nur, daß “unsere” Politiker alles daran setzen werden, jegliche Änderung in diese Richtung mit allen Mitteln zu verhindern, egal was es kostet.

  2. Christian Peter

    ‘Kleinstaaterei’ hatte in Europa jahrzehntelang hervorragend funktioniert. Die Probleme begannen erst, als man begann, politische Entscheidungen zu zentralisieren und auf EU – Ebene zu übertragen.

  3. stiller Mitleser

    Kohr war in den Endsiebzigern im Öko-Milieu, bevor die Zentralisten sich durchsetzten, sehr en vogue.
    Stoff für Master-Thesen oder – warum nicht? – eine “Kleine Geschichte von Grün” oder so ähnlich…

  4. mariuslupus

    Die EU soll ein Friedensprojekt sein ? Eine moralisch verpackte Rechtfertigung für den Aufstieg zu Macht der EUrokraten. Die EU als Wirtschaftsgemeinschaft, unter anderen Bedingungen durchaus denkbar. Die EU als Wertegemeinschaft, bereits jetzt ein Fiasko. In der Zukunft eine Katastrophe.

  5. Falke

    Ein Gebilde wie die derzeitige EU berücksichtigt nicht, dass jedes Volk – neben der eigenen Sprache – natürlich auch seine Eigenheiten hat, eigene Sitten und Gebäuche und, oft auch historisch bedingt, sozusagen anders “tickt” als die anderen Völker. Die EU will alle über einen Kamm scheren, was spektakulär gescheitert ist. Daher wird nun versucht, die einzelnen Völker sozusagen “aufzulösen” bzw. abzuschaffen. Merkel geht hier mit “gutem” Beispiel voran, die “Umvolkung” (pfui, Nazi-Begriff, passt aber) ist im vollen Gang, schon der Begriff “deutsches Volk” ist bereits verpönt; es heißt nun: “Menschen, die schon länger hier leben”.

  6. Christian Peter

    @Falke

    Europas Stärke liegt in der Vielfalt, nicht in der Einheitlichkeit. Selbst in den USA genießen die Bundesstaaten mehr Souveränität und Freiheit als die Mitgliedsstaaten der EU, obwohl es sich um einen Bundesstaat mit einheitlicher Kultur und Sprache handelt. Der Versuch, mit Gewalt zu vereinen, was nicht vereint gehört, muss scheitern.

  7. Christian Peter

    @Falke

    Zum Vergleich : In den USA veranlasst die US – Bundesregierung etwa 20 % der Gesetze, die EU hingegen ca. 60 – 70 % (genaue Zahlen gibt es nicht, mitunter wird von 80 % gesprochen).

  8. mariuslupus

    Die EU Granden haben sich zwei Vorbilder ausgesucht. In beiden Fällen voll daneben. Die Imperien, USA und Russland. Diese Dummheit konnte nur in die Tat umgesetzt werden, weil die Eurokraten und Eurokratinen keine relevante Schule besucht haben, deswegen keine Ahnung von Geschichte haben.
    USA und Russland haben ihre Imperien aus einem Zentrum aufgebaut. Auf Kosten der Autochthonen Bevölkerung. Deswegen präsentiert sich das russische, wie auch das amerikanische Imperium, monolithisch.
    Europa war nie monolithisch. Wer versucht Europa in ein einheitliches Korset zu zwingen, vernichtet Europa

  9. Johannes

    Extrem vorausschauend der Mann, noch wird von Merkel, Junker und Co. heftig in die Blase gepumpt aber es wird immer offensichtlicher die Menschen werden mit dieser Art der Führung unzufrieden.
    Zu viele merken das es auf eine Führung hinausläuft die nur mehr auf Einschüchterung und Bedrohung mit den üblichen Verfahren wie Vertragsverletzung, dem europäischen Geist widersprechend, den Menschenrechten widersprechend, dem europäischen Höchstgericht widersprechend usw und so fort, hinausläuft.
    Gerade Polen wirft man vor die Bestellung der Richter nicht objektiv zu gestalten.
    Wenn man sich anschaut welche Erkenntnisse oft in europäischen Gerichten vertreten werden kann man sich dem Gefühl nicht widersetzen das da auch Menschen am Werk sind die eine Ideologie haben die sie nicht vom Amt trennen mögen. Wie sonst könnte es sonst sein das abgelehnte Asylwerber Jahre nach ihrer Ablehnung noch immer im Land sind und Terroranschläge verüben können wo sie doch schon längst nicht mehr im Land sein dürften, natürlich nur nach meiner bescheidenen Logik.
    Die Politischen Führer der einzelnen EU Mitgliedsländer merken immer öfter wie die EU-Führung ihnen die Agenden aus der Hand nimmt. Das ganze läuft, nach meiner Beobachtung, sehr zielstrebig und nach einem ausgeklügelten Plan ab.

    Subsidiarität das war einmal, das war der Köder, hat man ihn erst einmal geschluckt wird die Angelschnur eingezogen und der Spielraum des freien schwimmens immer kleiner bis man im Casher landet.

    Auch Ungarn und Polen sind an der Angel sie wehren sich heftig aber wenn sie die Schnur nicht kappen werden sie früher oder später vor der EU kapitulieren müssen.

    Die EU ist für mich Brüssel mit den Kommissaren und einem Heer von Beamten sie wollen Europa führen und das halte ich für außerordentlich zentralistisch und undemokratisch.

    Der europäische Gedanke von freiem Warenhandel, von offenen Grenzen und einem prosperierenden Wirtschaftsraum hat mit diesen Leuten, meiner Meinung nach nicht mehr viel zu tun.
    Offene Grenzen in der EU bedingen eine gesicherte Außengrenze, da die EU nicht gewillt schein das durchzusetzen bilden die Länder der EU wieder ihre eigenen Grenzen, das ist reiner Selbstschutz, nach meiner Meinung.

  10. Wolfgang Brunbauer

    Van der Bellen bellt, wenn andere auch bellen. Beissen tut er nicht. Kann er gar nicht. Grinst brav & unwichtig.

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