Luxuspfarrer im Penthouse, näher bei Gott

Von | 12. Mai 2014

“…..Der Wiener Dompfarrer Anton Faber sorgt für Aufregung – der Grund: eine Homestory über sein Luxuspenthouse. Die Erzdiözese reagiert mit einer Klarstellung und sieht das Penthouse nicht als Luxus.……” (hier)

24 Gedanken zu „Luxuspfarrer im Penthouse, näher bei Gott

  1. rubens

    Sind 100 m2 Luxus? Eine echte Neiddebatte, das ist mehr als peinlich für die Neider.

  2. Sabine Schöffthaler

    Warum ist das eine Erwähnung auf Ihrer Seite wert, Herr Ortner? Toni Faber hat eine Luxuswohnung. Aha. Dass derartige “Kirchenskandale” zu wenig Beachtung in andren Medien finden kann man ja wohl nicht sagen. Außerdem ist er Priester und kein Mönch, er hat also auch nicht Armut gelobt. Ob seine diesbezüglichen Aussagen geschickt waren ist natürlich fraglich und es ist auch unwahrscheinlich, dass er sich dadurch sonderlich beliebt macht. Aber was ist Ihr Problem damit?

  3. Reinhard

    100qm Dienstwohnung mit freiem Blick auf den Arbeitsplatz – wow, was für ein Luxus! Hat er auch noch einen Firmen-Laptop jenseits der Preisgrenze von Medion? Uiuiui.
    Ist eigentlich schon Sommer, dass man die Löcher wieder mit Unwichtigkeiten füllen muss, oder will man nur von anderen Dingen ablenken? Von den hunderten privaten US-Söldnern der wegen der Brutalität gegen Zivilisten im Irak-Krieg verschrieenen Blackwater-Einheit etwa, die gerade in der Ost-Ukraine in einem Konflikt aufmischen, zu dessen “Deeskalation” ihr friedensnobelpreisbehangener Kriegsherr immer vollmundig einen gewissen Herrn P. aus Moskau auffordert…?

  4. rubens

    Reinhard
    Ich denke eher, dass man von den Vertiefungsplänen der EU ablenken möchte, immerhin ist Wahlkampf. Vielleicht sind die Kirchenherren inzwischen draufgekommen, dass eine Vertiefung der EU auch nicht das Gelbe vom Ei ist und man will ihren Predigtgeist dämpfen.

    Gibt es für die Blackwater-Einheit in der Ukraine stichfeste Beweise?

  5. menschmaschine

    ich finde nicht, dass das eine neiddebatte ist, es ist eher eine verarschungsdebatte. wäre ich katholisch und würde kirchensteuer bezahlen, würde ich mich von einem mediengeilen pfarrer, der im penthouse wohnt, verarscht fühlen.
    andererseits: wäre ich katholisch und würde kirchensteuer bezahlen, wäre dieses gefühl für mich nicht neu.

  6. Reinhard

    @menschmaschine
    Auch das stimmt nur bedingt. Aus der Stellungnahme der Kirche geht nämlich hervor, dass die Kosten für die gesamte Immobilie vollständig durch die Vermietung an Andere gedeckt werden. Somit kostet es auch den Kirchensteuerzahler nix sondern trägt sich eigentlich selbst. Es gibt also weder ein Problem noch einen Grund für diesen ganzen Artikel.

    P.S. Ich bin weder r-k noch zahle ich Kirchensteuer. Wer dies tut, macht es absolut freiwillig (im Gegensatz zu uns Staatssteuerschafen) und muss sich sowieso nicht aufregen, wenn sein freiwillig abgedrücktes Geld verjubelt würde. Wird es im konkreten Fall aber nicht mal. Also typisches Ablenken vom Wichtigen durch aufgeputschte Empörung über Nichtigkeiten.
    Wen stört schon die Milliardenverbrennung in ÖBB und Förderdschungel, wenn ein Weaner Pfaffe gratis in seiner Dienstwohnung sitzt? Wer schert sich da noch um SPÖ- und Gewerkschaftsbonzen mit fünfstelligen Monatsbezügen in billigen Gemeindewohnungen? Oder gar die auf Jahre garantierte Weiterversorgung politischer Günstlinge in Pleitebanken? Alles Peanuts gegen einen Pfarrer, der keine Miete zahlt sondern von seinem Arbeitgeber eine Dienstwohnung gestellt bekommt!
    Herr, schau oba und lass Hirn regnen!

  7. Reinhard

    @menschmaschine
    Damit kein Missverständnis aufkommt: Auch wenn es deutlich sein sollte, mein letzter Satz bezieht sich selbstverständlich nicht auf Sie!

  8. Thomas Holzer

    @all + Herrn Ortner
    Das Land hat wirklich wesentlich größere Probleme, als einen sich dem Boulevard anbiedernden “Pseudo”Dompfarrer!
    Hätten wir irgendwo eine einsame Insel mit einer Kirche darauf, wäre der Herr Faber -hoffentlich- schon längst dorthin versetzte worden (frei nach dem von Heinz Rühmann gespielten Pfarrer Braun) 🙂

  9. menschmaschine

    @ Reinhard
    das sehe ich nicht so, dass diese bleibe nichts kostet. denn man könnte sie um mindestens 2.500 euro im monat vermieten, steht im verlinkten artikel. das ist so viel wie über den daumen gerechnet 10 leute monatlich kirchensteuer bezahlen. das ist also nicht nichts.
    und ganz grundsätzlich ist es einfach unglaubwürdig, wenn eine kirche, die sich angeblich der hilfe der armen verschrieben hat, solche dinge leistet. vor allem, weil das ja keine einzelfälle sind.
    was die ablenkung von anderen themen angeht: sehe ich auch nicht so, sonst wäre jeder bericht über irgendetwas ablenkung von allem anderen.

  10. Thomas Holzer

    @menschmaschine
    Ohne indiskret sein zu wollen, erlaube ich mir doch die Frage: “Zahlen Sie Kirchensteuer”?

  11. herbert manninger

    Ich zahle FREIWILLIG Kirchensteuer, es ist für mich ein Investment für´s Jenseits – und so eine Ewigkeit kann nämlich verdammt lange dauern.
    Ich MUSS GIS-Gebühren bezahlen und bekomme im kurzen Diesseits Ekel erregende Hanswürste geboten.
    Fabers nette Wohnung? Ich gönne sie ihm.

  12. Thomas Holzer

    @Herbert manninger
    Wo Sie recht haben, haben Sie recht!
    Ein Mann von Welt! 🙂

  13. Thomas Holzer

    Nachtrag!
    Jeder! zahlt freiwillig Kirchensteuer, niemand! wird gezwungen!
    Aber: jeder wird gezwungen! die Politikerdarsteller und deren Adepten in diesem Lande per Zwangsabgaben zu finanzieren, und (fast) niemand regt sich darob auf!

  14. menschmaschine

    @ thomas holzer
    nein, ich bezahle an die katholische kirche keine kirchensteuer. das habe ich in meinem ersten posting bereits erwähnt.
    die kath. kirche bekommt aber vom staat hunderte millionen jedes jahr, wenn ich mich recht erinnere über 400 mio. plus steuervergünstigungen. deshalb kann dieses thema auch andere als nur kirchensteuerzahler interessieren.
    die tausenden anderen sauereien in österreich sind deshalb ja nicht vergessen. selbst wenn, was natürlich leicht möglich ist, die sache nur hochgekocht wird, um von anderem abzulenken, wird sie dadurch nicht weniger ungustiös oder gar unwahr.

  15. rubens

    An alle Neidhammeln!
    Es hat jeder die Möglichkeit Priester bzw. Pfarrer zu werden, mit Aussicht auf eine Wohnung in sehr zentraler Lage. Betriebskosten und Einrichtung müssen selbstverständlich getragen werden, Glockengeläut darf nicht stören. Von der Sünde wie Neid und andere sollte man Abstand nehmen und zöllibatär leben können. Pension gibt es erst ab 75, Gehalt ist auch eher schmal, aber dafür wohnt man ja ganz zentral.

    Kürzlich erst regte sich ein Nachbar auf, dass der Pfarrer schon mit 75 in Pension geht, der kann ja noch bleiben. Selbst war dieser Herr bereits seit seinem 58. Lebensjahr in Pension. So viel zum Zuerstdenken und dann Reden.

  16. Thomas Holzer

    @menschmaschine
    Verzeihung, das habe ich überlesen!
    Ich habe keine Ahnung, wie viele Millionen die röm.kath. Kirche vom Staat erhält, denke aber, daß dieses Geld vornehmlich in den Erhalt der Kulturgüter fällt.
    Mir ist jeder Cent, welcher in ein erhaltungswürdiges Bauwerk -welches einen Teil unserer Geschichte darstellt- lieber als jeder Cent, der in Tschänderastentum, Hosi-Initiativen und andere Schwachsinnigkeiten fließt.
    Daß der Herr Faber ein eigenartiges Verhältnis zur “Eigenprostitution” pflegt, ist ja seit Jahren bekannt

  17. menschmaschine

    @ Thomas Holzer
    meines wissens bekommt die kirche das meiste nicht für den erhalt der bauwerke, sondern für ihre tätigkeiten im rahmen der caritas. zum rest ihres postings zustimmung, nur finde ich, daß sich kritik an der gebarung der kirche und kritik an staatlichen schwachsinnigkeiten nicht ausschließt.

    @ rubens
    es hat auch jeder die möglichkeit, gewerkschaftsfunktionär zu werden, mit der möglichkeit auf einen fetteren dienstwagen als der vorstand. und da haben wir auch schon die gemeinsamkeit mancher exponenten in beiden organisationen: wasser predigen und wein trinken.
    dies zu kritisieren ist kein neid. vor allem dann nicht, wenn man sich selbst als nicht-mitglied nicht dagegen wehren kann, sie finanziell zu unterstützen.

  18. Reinhard

    @menschmaschine
    Das ist eine Milchmädchenrechnung die Ihrer nicht würdig ist; da der Pfarrer sein Geld von der Kirche bekommt würde die Kirche einen Mietzuschuss geben und sich dann ihre Miete selbst bezahlen.
    Und bitte verwechseln Sie Kostendeckung nicht mit Einnahmenausfall. Weniger Gewinn als maximal möglich ist nicht automatisch ein Verlust, auch wenn wir in heutigen Zeiten die Relationen komplett verloren haben.

  19. michelle

    warum schreibt grad der standard über dieses sache? weil’s halt usus ist, die kirche zu verunglimpfen. vor allem die linken können das ja toll.
    dass der faber da mitgemacht hat, ist halt schon unglücklich, er bereut’s eh !? hoffentlich war er schon beichten….

  20. menschmaschine

    @ reinhard
    nicht unbedingt, weil der herr faber ja nicht unbedingt genau dort wohnen muß. es gibt in wien auch billigere wohnungen.
    und nein, ich erwähne das nicht aus neid, sondern weil man in buchgeschäften unweigerlich über stapel von büchern mit titeln wie “franziskus, papst der armen” stoplert, weil der kardinal höchstselbst in der kronenzeitung allsonntäglich das hohe lied der bescheidenheit anstimmt und die caritas ununterbrochen auf riesigen plakaten mit armen afrikanern zu spenden aufruft. das gegenständliche penthouse paßt da für mich nicht ins bild, sorry.

    zu den kosten: ich würde diese 2.500 euro, die man erlösen könnte, würde faber woanders wohnen, opportunitätskosten nennen.

  21. Reinhard

    @menschmaschine
    Wasser predigen und Wein saufen gehört in der RKK dazu wie das Amen im Gebet, das weiß aber jeder freiwillige Kirchensteuerzahler.
    Der staatliche Zuschuss ist eine bis heute nachwirkende Folge der Enteignung der Kirche: Bundesforste, Bundesgewässer, Bundesländereien hat der Staat von einem rotzbremsenmöblierten Diktator übernommen, der diese als Volkseigentum von der Kirche konfisziert hat. Wie diese Kirche das Entschädigungsgeld jetzt verplempert kann ihr keiner vorschreiben.
    Besonders teuer kommen uns nur die millionenteuren Super-Apartements über den Dächern von Wien, die Banken, Kammern und Parteien ihren Managern und Funktionären von Geldern bezahlen, die sie als dringende Hilfe oder Förderung vom Staat kassiert haben. Die könnten auch woanders wohnen. Tun sie aber nicht. Aber da findet keiner was dabei; der kleine Pfaffe ist doch ein Kleckserl gegen die steuergeldgemästeten Günstlinge unseres Parteienfilzes. Die sich von der Kirche nicht selbst bezahlte theoretische Miete von dem Prediger kommt im Jahr nicht auf das, was wir diesen Schranzen wöchentlich in den After blasen.
    Und das soll keine Ablenkung sein? Da wird einer an den Pranger gestellt, der einen kleinen Wind hat fahren lassen, damit keiner merkt, wie tief andere in der Sch*** waten.

  22. Rennziege

    Was den ach so fortschrittlichen Priester Faber betrifft: Um das “Kommunistische Manifest” von Marx & Engels in Ruhe zu studieren, braucht man mindestens 100 m², um durch Kreuz- (nicht sic!) und Querwandern am Sprung aus dem Fenster gehindert zu werden. Seiner Bibel, die er auf diesem Weg längst entsorgt hat, wird er also, dem Herrn sei Dank, nicht folgen. Er bleibt uns erhalten als Exempel, wie tief ein Mann Gottes sinken kann, wenn er sich dem Zeitgeist anbiedert.
    Er solltelieber Graham Greenes “The Power and the Glory” (deutsch: “Die Kraft und die Herrlichkeit”) lesen, um zu erfahren, wie auch ein an seinem Glauben zweifelnder Hirte* für seine Schutzbefohlenen ein Felsen in der Brandung sein kann.

    *Greenes Pfarrer ist auch alkoholisch und sexuell recht aktiv. Hier endet mein Vergleich, da ich Herrn Faber absoulut nichts dergleichen unterstellen will.

  23. menschmaschine

    @ reinhard
    alles wahr, was sie über diverse parasitäre lebensformen im staatlichen und halbstaatlichen bereich schreiben. trotzdem sehe ich nicht, wie das die faber-causa besser machen soll. eine sauerei können sie nicht mit einer anderen ungeschehen machen. eine sauerei und noch eine sauerei sind einfach nur zwei sauereien.

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