Macrons Sieg und der Triumph des Geldsozialismus

Von | 27. April 2017

(ANDREAS TÖGEL) Der erste Wahldurchgang ist geschlagen. Der Ex-Investmentbanker und Ex-Wirtschaftsminister, Emmanuel Macron, geht als klarer Favorit in die zweite Runde. An seinem Erfolg in der Stichwahl im Mai bestehen nur geringe Zweifel. In der Alten Welt gehen die Uhren eben anders als in der Neuen, wo die Wähler mit der Wahl eines Außenseiters ins Präsidentenamt ein Experiment gewagt haben. Diesseits des Atlantiks scheint es den Kräften der Beharrung, wie zuvor in Österreich und in den Niederlanden, zu gelingen, auch die Grande Nation von der Wahl einer systemkritischen Alternative abzuhalten. Die Chancen dafür stehen gut. Untrügliches Symptom: Kaum wird Macrons Sieg proklamiert, da ziehen auch schon die europäischen Aktienkurse an und der wie ein Seismograph für wirtschaftliche Erwartungen fungierende Goldpreis fällt über Nacht so dramatisch wie schon lange nicht. Der linke Macron – ein Hoffnungsträger für die Börsianer. Welche Ironie!

Von Winston Churchill ist (als Replik auf die Kritik an seiner Politik gegenüber den Sowjets am Beginn des Zweiten Weltkrieges) die Aussage überliefert, wonach er, falls Hitler in die Hölle einmarschieren sollte, selbst dem Teufel Avancen machen würde. Ähnlich scheint es sich nun mit der nicht nur vom ORF taxfei zur „Rechtsradikalen“ erklärten Marine Le Pen (der nun die Rolle Hitlers im laufenden Drama zufällt) und deren Kontrahenten zu verhalten. Kaum ist klar, dass der „linksliberale“ Garant einer Fortsetzung der von den europäischen Eliten gewünschten Politik gegen eine erklärte EU-Skeptikerin antreten wird, kann der sich auch schon über serienweise Unterstützungserklärungen seiner unterlegenen Gegner und sämtlicher Systemschranzen freuen. Auch „Konservative“ anderer Länder (wie zum Beispiel der in solchen Fällen leider unvermeidliche Othmar Karas von der ÖVP) sind voller Zuversicht, dass der „unabhängige“ Sozi einen europakritischen Kurs Frankeichs verhindern und dafür sorgen wird, dass der europäische Dampfer weiterhin mit voller Kraft auf den dräuenden Eisberg zuhält.

Sicher ist, dass mit der allfälligen Wahl Macrons das Brüsseler Trauerspiel der Zentralisierung unverändert fortgesetzt, ja vielleicht sogar noch weiter intensiviert werden wird. Das verheißt, insbesondere für die Deutschen als Zahlmeister der Union, nichts Gutes. Sie leisten jetzt schon unbedankte und – siehe Targetsaldenbilanz – auch unbezahlte Frondienste für das Syndikat der europiden Minderleister. Denn Macron – als Wirtschaftsminister einst eine Kreatur des Linkssozialisten Hollande – ist nicht nur aus parteipolitischer Sicht ein Roter, sondern – in seiner Eigenschaft als ehemaliger Investmentbanker – auch ein Protagonist einer Politik des „billigen Geldes“ – des „Geldsozialismus“, wie der liberale Bestsellerautor Roland Baader es nannte. Wer nicht nur um die Methode weiß, Geld und Kredit aus dem Nichts zu schaffen und gegen Zinsen zu verleihen, sondern zudem noch über die politische Macht verfügt, sie durchzusetzen, der wird auch nicht zögern, es zu tun. Junkies lieben es bekantlich, wenn die Versorgung mit „Stoff“ gesichert ist – besonders dann, wenn andere dafür bezahlen müssen.

In Mario Draghis Amtssitz werden vor lauter Vorfreude vermutlich bereits die Champagnerkorken knallen, denn ein Sieg Marine Le Pens wäre aus Sicht von Geldalchemisten seines Schlages wohl der Super-GAU schlechthin. Immerhin hat sie bereits die Absicht geäußert, aus dem Eurosystem aussteigen zu wollen, was das abrupte Ende des Traums vom Europäischen Bundesstaat bedeuten würde.

Man kann den sozial-nationalistischen Kurs des Front National zu Recht kritisieren. Allerdings sollte man dabei nicht übersehen, dass der maximale Schaden, den Nationalisten stiften können, verhältnismäßig klein ist, gemessen an dem, den (International-)Sozialisten regelmäßig anrichten. Außerdem würde eine Wahl Le Pens kaum das Ende der Europäischen Union bedeuten. Frankreich ist immerhin einer deren Hauptprofiteure, was auch ihr klar ist. Daher wäre – unter ihrer Präsidentschaft – eher ein Kurswechsel unter Rückbesinnung auf den Geist der Römischen Verträge zu erwarten. Was wäre daran so schlecht? Nur zur Erinnerung, falls darauf vergessen worden sein sollte: Im Gründungsdokument der EWG ging es primär um wirtschaftliche Belange, besonders um den Freihandel, und der war und ist für alle Beteiligten vorteilhaft.

Gewinnt indes, was angesichts der konzertierten Stimmungsmache gegen Le Pen wesentlich realistischer erscheint, Macron, gibt’s noch mehr vom selben. Dann geht die politische Integration hurtig voran und die Geldpolitik der EZB ungebremst weiter. Daraus werden eine weitere Schaffung falscher Anreize, Leistungsbestrafung, Intensivierung des Brain-Drains nach Übersee, Kapitalaufzehrung, zunehmende Preisinflation, wirtschaftliche Stagnation und langfristig der kollektive Niedergang resultieren. Den Wettbewerb mit den USA und Fernost unter diesen Umständen erfolgreich bestehen zu können, glauben wohl nur die allergrößten Optimisten. Euroland unter einer Achse Merkel-Macron, hat vermutlich endgültig fertig.

37 Gedanken zu „Macrons Sieg und der Triumph des Geldsozialismus

  1. Thomas Holzer

    Von wegen “systemkritischen Alternative”.

    Das, worin sich die FN mit Le Pen, also die Linksnationalisten, von Macron und seinen Anhängern/Wählern, also (zumindest) EU-Supranationalsozialisten unterscheidet ist, wie schon die Bezeichnungen richtiger Weise implizieren: FN steht für Etatismus und Sozialismus in den Grenzen Frankreichs, En marche steht für Etatismus und Sozialismus in den Grenzen der EU.

    “Man kann den sozial-nationalistischen Kurs des Front National……..”
    Wohl eine leichte Untertreibung: Warum “das Ding” nicht beim Namen nennen?! Weil dann das selbst erbaute Trugbild entlarvt wird?!
    Korrekt wäre, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach: “Man kann den nationalistisch/völkisch sozialistischen Kurs………..”

  2. sokrates9

    Die EU – Nomenklatura kann beruhigt weiterschlafen und zentralisieren.Eine Renationalisierug wird nurmehr durch Gewalt moeglich sein! Da ist man ja mit der Todestrafe mit Erdogan einig! Der Anteil islamischer Waehler die sich den Futtertrog nicht nehmen lassen wollen ist schon so gross dass ein “Rechtsruck nicht mehr moeglich ist! Europe -a failed area!

  3. KTMTreiber

    @sokrates

    … und nachfolgende Generationen werden sich verwundert fragen, wie “wir” so etwas haben “zulassen” können; – Parallelen aus längst vergangen Zeiten drängen sich unweigerlich auf. Der Unterschied zu den sich aufdrängenden Parallelen zu heute wird nur der sein, dass in einer nicht so weit entfernten Zukunft, heute als “rechte Hetzer” stigmatisierte, die sich erdreisteten die Wahrheit auszusprechen, keinerlei Reputation erfahren werden, wie dereinst der deutsche Widerstand, oder die sog. Resitance.

    Aufgrund fortschreitender Islamisierung, überbordender, unglaublich schwachsinniger “political correctness” und dem ungeheuerlichen Kniefall der verantwortlichen “Elite” gegenüber der USA u. EU, werden die, “die schon länger hier leben”, schlicht und einfach “hinweggefegt” worden sein. – Ich sehe das wie Sie,- Europa “hat fertig” und alles läuft nach Plan.

  4. Gerald Steinbach

    Leider glauben immer noch die meisten den Schwachsinn von Rechtsruck in Europa und den damit verbundenen Jobverlust und Niedergang, Europa hat seine Chancen gehabt, in Zukunft bekommt der Islam seine Chancen in Europa, mal sehen was der daraus macht

  5. KTMTreiber

    @Gerald Steinbach

    Ein Blick auf Katar, Saudi Arabien, Libyen, Ägypten, Afghanistan, Syrien, Nigeria, Tschetschenien u.v.a. genügt mir fürs erste – ich denke wir gehen “aufregenden” Zeiten entgegen. Nun vielleicht täusche ich mich auch und wir (Europäer) sind aufgrund der massenhaften Zuwanderung exklusiver Fachkräfte, in 10 – 15 Jahren, ob des immensen Schubes, geballter “Brainpower”, die ersten Menschen die den Mars betreten …

  6. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Korrekt.

    Der FN in Frankreich, die PVV in den Niederlanden sowie die FPÖ in Österreich sind de facto neue nationalistisch-sozialistische Strömungen. Die AfD in Deutschland nimmt eine Sondersituation ein, da es in einigen Fragen Flügelkämpfe gibt.

    Die Ähnlichkeiten mit der Situation vor rund hundert Jahren sind geradezu verblüffend:

    Die extreme Linke (früher: Kommunisten, heute: Neoprogressives) fördert die (weitere) Destabilisierung um im allgemeinen Chaos einen globalen Umsturz durchzuziehen. Die Ideologie wird im akdademischen Milieu von Leuten vorangetrieben, die eine radikale, weltweite Utopie errichten wollen. Dabei stehen ihnen wohlhabende Förderer zur Seite.

    Die Sache scheitert an den bürgerlichen Resten der Gesellschaft – insbesondere auch den Arbeitern (siehe USA). Aus dem gescheiterten Umsturz gehen zwei radikale Gruppen mit ähnlichen ideoligschen Wurzeln hervor, die zunächst die freie Gesellschaft und dann sich gegenseitig bis aufs Messer bekämpfen.

    Beide Seiten sind Sozialisten, nur das Kollektiv ist unterschiedlich abgegrenzt.

  7. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Gerade ist mir das Büchlein “Linke & Rechte” von Rahim Taghizadegan ins Haus geflattert. Ein echter Leckerbissen!

    Zur Untermauerung meiner obigen Einschätzung verweise ich auf eine Reihe von Videos, die ich auf meinem Blog verlinkt habe:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/

    Meine Tipps:
    Cult Behaviour: An Analysis
    Heavily Armed Antifa March at Phoenix, Arizona
    Joe Rogan Experience #877 – Jordan Peterson
    Yuri Bezmenov (T. Schuman) – Subversion, Media Manipulation 1984

  8. Selbstdenker

    “Le Pens wäre aus Sicht von Geldalchemisten seines Schlages wohl der Super-GAU schlechthin. Immerhin hat sie bereits die Absicht geäußert, aus dem Eurosystem aussteigen zu wollen, was das abrupte Ende des Traums vom Europäischen Bundesstaat bedeuten würde.”

    Irrtum. Le Pen hat angekündigt, dass Frankreich aus dem Eurosystem aussteigen würde, wenn die EZB nicht die von Frankreich angestrebte Geldpolitik übernimmt.

    De facto betreibt die EZB aber schon ein Stück weit das französische Modell der Geldpolitik.

    Derartige Ankündigungen sind etwas für sehr einfach gestrickte Zeitgenossen. Aber Frau Le Pen wird schon wissen, woraus ihre Wählerschaft besteht.

  9. Christian Peter

    ‘Daher wäre unter Le Pen eher ein Kurswechsel unter Rückbesinnung auf die Römer Verträge zu erwarten’

    Nicht wirklich, denn Le Pen hat im Falle des Wahlsieges ein Referendum zur Frage des EU – Austrittes angekündigt, und das würde mit hoher Wahrscheinlichkeit den Austritt Frankreichs aus der EU zur Folge haben. Die Franzosen sind übrigens weit EU – kritischer als die Briten, nur ein Drittel der Franzosen möchte in der EU bleiben (!!!). Was logisch ist, denn kaum ein Land leidet mehr unter dem EU – Binnenmarkt und Euro wie die Franzosen.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/europawahl-2014/noch-kritischer-als-die-briten-nur-ein-drittel-der-franzosen-will-in-der-eu-bleiben_id_3836016.html

  10. waldsee

    @Selbstdenker
    ich erlaube mir zu wiederholen:
    in den 20- und 30-er Jahren standen sich internationale und nationale Sozialisten gegenüber.

  11. waldsee

    @Selbstdenker
    Wenn man also auf der falschen Seite stand war es nicht gut.
    Wie war die gegenseitige Hilfe in der unterlegenen Gruppe? Ich vermute, heutzutage in der Erinnerung sind es wesentlich mehr und sie sind auch deutlich entschlossener.
    wie 1917 ,aber mit anderer Zusammensetzung und anderer Vergesslichkeit gab es auch hier Bolsche-und Menschewiki,(Mehrheit/Minderheit) aber das Schlachten war vergleichbar.

  12. Geheimrat

    Zitat von Johann Gottfried Seume (1763 – 1810)

    Das Schild
    der Humanität ist
    die beste, sicherste Decke
    der niederträchtigsten,
    öffentlichen
    Gaunerei.

  13. Kristian

    Wenn ein Volk mehrheitlich für oder gegen eine Sache ist , aber immer die wählt, die Abstimmungen fürchten und daher nicht zulassen, aber nie die wählt, die Abstimmungen fordern und zuließen – dann ist das entweder die Wirkung einer unglaublichen Werbemaschinerie oder schlicht Dummheit. Oder ?

  14. Christian Peter

    @Kristian

    Von Dummen lebt die Repräsentativ – Demokratie, schließlich wird sich kein vernunftbegabter Bürger durch Abgabe einer Stimme bei Wahlen von politischen Parteien freiwillig totalentmündigen lassen, ganz egal, um welche Partei es sich handelt.

  15. Wanderer

    @Holzer, Selbstdenker
    Wie stellen Sie sich eigentlich die nächsten beiden Jahrzehnte europäischer Gesellschaftsentwicklung vor bzw. auf welchen Politiker setzen Sie hier Ihre Hoffnungen? Nachdem die Oppositionellen bei FN, FP und AfD für Sie Quasinazis sind, bleibt ja keine realistische Alternative, die eine Änderung herbeiführen könnte.

  16. Gerald Steinbach

    Christian Peter

    Wer aber auf keine Partei setzt, sprich den regierenden politischen Eliten das Feld überlässt der hat auch schon verloren, die Frage von user Wanderer ist durchaus berechtigt
    Die AfD in Deutschland mit einer Alice Weidel an der Spitze hat durchaus einen gewissen Charme so eine Partei zu wählen

  17. mariuslupus

    Die sozial-nationalistische, etatistische usw. Ausrichtung der FN, die jetzt kritisiert wird, ist unbedeutend im Vergleich zu dem was eintreten wird, wen Macron an die Macht kommt. Bedeutet, Fortsetzung der Merkelschen Doktrin der fortschreitenden Machtübername des Linken Blocks in Europa. Gleichzeitig, die weitere Förderung der unkontrollierten und illegalen Überflutung vom Europa durch Islamisten.
    Macron wird keine andere Wahl haben, nur sich als Merkel`s Statthalter dem Diktat aus Berlin und Brüssel, zu unterwerfen. Aber die Wähler haben es so gewollt.

  18. Selbstdenker

    @Wanderer:
    Die AfD werfe ich nicht in den gleichen Topf wie die FPÖ und den FN.

    Man sollte sich schon bewusst sein, dass die FPÖ von “Ehemaligen” gegründet wurde. Sie war nie eine liberale, sondern stets eine nationalistische Partei. Unter Jörg Haider gab man sich gelegentlich einen wirtschaftsfreundlichen Anstrich, wobei das stets Fassade war und es nie eine entsprechende Basis innerhalb der Partei gab.

    Man sollte auch die Begriffe Patriotismus, Nationalismus und National-Sozialismus nicht vermengen. Ähnlich wie die Linke aus der SED hervorgegangen ist und nie ernsthaft mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat, ist die FPÖ aus der eh-schon-wissen Baddei hervorgeangen und hat auch nie ernsthaft mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen.

    Spätestens die Annäherung zwischen Kern und Strache sollte klar gezeigt haben, dass hier zusammenwächst, was ideologisch zusammengehört. Noch untergriffiger als diejenigen, die sich “Linke” nennen, gehen aktuell jene, die sich “Rechte” nennen (aber Linke sind) gegen konservative bzw. klassisch-liberale Hoffnungsträger vor.

    In Deutschland haben die nationalistischen Sozialisten in einer auf den ersten Blick bizarren Koalition mit den chronisch linken Medien die FDP aus dem Bundestag befördert; nun machen sie sich dran liberale Kräfte aus der AfD zu mobben.

    Diejenigen, die sich “Rechte” nennen (aber Linke sind), sind für mich unglaubwürdig, da sie zusammen mit den anderen “Spitzbuben”, die sich “Linke” nenen das Haus anzünden und die anrückende Feuerwehr mit Steinen bewerfen.

    Fillon ist der einzige, den ich zugetraut hätte, den Saustall in Frankreich aufzuräumen. Die Strafjustiz ist an sich weitgehend untätig, wenn es gegen Politiker geht. Aber wenn es gegen die “Richtigen” geht, ist keine Kleinigkeit zu klein und kein Aufwand zu groß, um diese Leute anzupatzen und politisch zu erledigen.

    Obama lies seine Gegner nicht nur bespitzeln, sondern skandalisierte sie systematisch über die US-Steuerbehörde IRS. Leute, die Merkel zu gefährlich wurden, mussten wegen Lächerlichkeiten zurücktreten. Den zahlreichen Sitzungsgeldbetrügern in der EU macht niemand den Prozess. Manche kanditieren sogar wieder auf nationaler Ebene.

    Die vernünftigste Lösung um diese verfahrene Situation noch zu entschärfen, wäre ein koordinierter Rückbau der EU mit dem mittel- bis langfristigen Ziel einer völligen Dezentralisierung der politischen Einflusssphären (Vorbild Schweiz).

    Es sollte nicht nur auf Ebene der EU, sondern auch auf einzelstaatlicher Ebene die Möglichkeit geben per Volksentscheid den Austritt einzureichen und ein geregeltes Scheidungsverfahren durchzuziehen. Jeder Versuch das amorphe Gefüge Europas zu vereinheitlichen und zu zentralisieren hat stets zu einer Katastrophe geführt.

    Mit den rasant voranschreitenden technischen Möglichkeiten fällt ein Argument nach dem anderen weg, mit dem man zentralistische Moloche à la EU rechtfertigen könnte. Stichwort: Blockchain.

    Entweder kriegt man jetzt noch rasch die Kurve oder das sogenannte “Friedensprojekt” wird als europäische Wasserstoffbombe den Kontinent die Steinzeit katapultieren.

  19. Selbstdenker

    Zum Abschluss noch: das was Europa benötigen würde, wären Parteien wie die CSU, UKIP sowie klassisch liberale Parteien. Die verblendeten rot-rot-grünen Utopisten fahren den ganzen Kontinent an die Wand.

  20. raindancer

    @Selbstdenker
    und ich nehme an die einzige Paddei, der sie diesen sukzessiven Rückbau der EU zutrauen, ist die ÖVP?
    Seltsam nur, dass die einzige Partei, die EU kritisch ist und gegen den Migrationsstrom, die FPÖ ist.

  21. Selbstdenker

    @raindancer:
    Kurz hat es immerhin geschafft die Balkanroute zu schließen.

    Von der FPÖ ist in dieser Zeit nichts konstruktives gekommen.
    Warum denn auch? im Grunde genommen waren die Migranten ein willkommenes Wahlkampfgeschenk.

    Und gegen wem schießt die FPÖ? Richtig, gegen Kurz.

  22. raindancer

    Kurz will Asylzentren in Afrika. Glauben sie wirklich, dass dies funktioniert? Ich nicht, es wird ein legales Schleusertum geschaffen.

  23. Johannes

    Le Pen kann gewinnen, eine Überraschung ist durchaus möglich und dann muß die EU den Umgangston ändern denn tut sie es nicht wird alles auf eine Zuspitzung hinlaufen die lauten könnte das der Rest der EU Deutschland ist und Deutschland über die europäische Kommission und deren Administration Europa beherrschen will.
    Das ist natürlich logisch und Deutschland zahlt auch irre viel für diese Union.
    Die wichtigsten Nachkriegspartner für die Sicherheit und den Frieden in Europa für Deutschland waren England und Frankreich.
    England hat sich schon distanziert und wird gerade heute sehr rüde von Merkel auf eine deutliche Verschärfung der Beziehungen als sogenannter Drittstaat und auf eine Zahlungspflicht gegenüber der EU wie ein Vasall abgemahnt.
    Geht Frankreich verloren ist Deutschland in einer Situation wie vor dem 1. Weltkrieg, mit Russland im Klinsch, England vor den Kopf gestoßen, Frankreich als Partner verloren und man ist plötzlich allein.
    Wie zu beginn des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich enorm stark mit Nachbarländer die nicht mithalten können und
    dazu die Bestrebungen Deutschlands daraus ableitend den Führungsanspruch zu stellen.
    Aufpassen an alle kann ich nur sagen!

  24. Wanderer

    @Selbstdenker
    Die “Ehemaligen” waren zwar die VdU-Gründer, doch die Wurzeln der FP liegen gut 100 Jahre vor dem Dritten Reich. Die politischen Vorstellungen von 1848, auf welche sich die Blauen berufen, unterscheiden sich auch klar von jenen des Jahres 1933. Große Unterschiede zwischen AfD und FPÖ sehe ich nicht. Dass beiden eine Portion Liberalismus (dafür weniger Sozialismus) gut täte, ist offensichtlich.

  25. raindancer

    @Johannes
    Man darf die Pläne der sogenannten Eliten nicht verwechseln mit den Vorstellungen der Bevölkerung.
    Die Regierungen in allen Ländern egal ob rot, schwarz oder grün wollen die EU.
    Sie werden um jeden Preis versuchen die EU zu erhalten.

  26. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Sie sind gegen nationalistische Parteien und sind der Meinung, Europa benötige Parteien wie UKIP ? Es gibt kaum Parteien in Europa, welche ein nationalistischeres Parteiprogramm verfolgen als Nigel Farages UKIP.

  27. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Ich bin für Patriotismus, Dezentralisierung und Selbstbestimmung.
    Aber ich bin gegen Kollektivismus, Volkstümelei und proletenhafte Parolen.

    Aus diesem Grunde bin ich für UKIP und gegen die FPÖ.

    Mein privater Begriff einer Nation definiert sich über ein paar unverrückbarer Prinzipien, mit denen sich alle Bürger – unabhängig von ihrer Herkunft – identifizieren. Sie ist nicht per se auf alle ausgelegt, sondern auf die decent people of good faith.

    Aus diesem Grunde, würde ich jedem Zuwanderer harte Kriterien bei der Einbürgerung abverlangen. Und jedem die Staatsbürgerschaft sofort aberkennen, der a) einem anderen Heer dient oder b) sich einer verfassungsfeindlichen Gruppe anschließt.

    Konkret: Leute, die sich dem IS anschließen, gehört die Staatsbürgerschaft aberkannt und die Einreise verweigert. Ich wüsste nicht, was solche Typen hier verloren hätten.

  28. raindancer

    @Christian Peter
    mit anderen Worten ..Herrn Selbstdenker ist alles recht was anti-sozialistisch ist ..und er würde eine moderate Migration bevorzugen , wobei das erstere vorrangig ist und nötigenfalls das zweitere vernachlässigbar, wenn das erstere damit erreicht wird. :)))

  29. Selbstdenker

    @raindancer:
    Damit Sie sich noch mehr aufregen bzw. freuen (oder beides zugleich) können: ja, ich gehöre definitiv nicht zu dem Lager, zu dem sich Sie und Christian Peter zugehörig fühlen. Ich beurteile die Menschen nämlich anhand von dem was Sie tun und nicht an dem was sie sagen oder was man ihnen in den Mund legt.

    Kurz: ich dürfte Eurem ideologischen Feindbild voll und ganz entsprechen. Mein ökonomisches Model basiert eben auf eigener Leistung und nicht auf das Aussackeln der Mitmenschen.

    Ich habe auch – wie Sie richtig sagen – mit einer moderaten Migration kein Problem. Leute, die sich selbst etwas aufbauen anstatt nedig auf das zu schielen was andere erreicht haben, sind mir tausendmal lieber.

    Genaugenommen glaube ich, dass eine vernünftige Migration – damit meine ich keinesfalls die Massenmigration und die Politik der offenen Grenzen – zusammen mit der Automatisierung Europa noch retten könnte.

    Wenn österreichische Paare nicht einmal die Hälfte an Kindern kriegen wollen wie Migranten aus dem Nahen Osten, so kann man über Migration aus dem nichtmuslimischen Ausland den Bevölkerungsanteil von Moslems niedrig halten. So lange die Moslems nicht einen gewissen Bevölkerungsanteil überschreiten, verhalten sie sich noch relativ ruhig.

    Wir brauchen den Zuzug von Leuten, die tatsächlich über wichtige Qualifikationen verfügen und auch etwas leisten wollen. Derzeit machen diese Leute einen weiten Bogen um Österreich aufgrund der hohen Steuern.

    Keinesfalls brauchen wir politische oder religiöse Fanatiker, Grundsicherungsempfänger oder neidzerfressene Minderleister – von denen haben wir bereits genug hier. Und viele von ihnen wählen die FPÖ.

  30. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Sie irren, die Bevölkerungsgruppe mit dem niedrigsten Bildungsgrad (und somit die Unterschicht) wählt vor allem die Christdemokraten, während Wähler der FPÖ eher in urbanen Gegenden leben und einen höheren Bildungsgrad aufweisen.

  31. mariuslupus

    @Christian Peter
    Na und, der Trend geht in eine andere Richtung, ungebildet, einfältig, autoritätsglaubig.

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