Märkte spekulieren wieder auf Euro-Zerfall

“…An den Finanzmärkten macht sich Skepsis breit, viele Investoren spekulieren sogar auf einen Zerfall der Währungsunion. Und die Kapitalflucht aus der Euro-Zone erreicht besorgniserregende Dimensionen….” (hier)

3 comments

  1. FDominicus

    Oh bei 2 Monaten mehr Abfluß befindet man sich schon im Euro Zerfall. Was war dann mit den anderen Monaten als es Zuflüsse gab. Wenn wir mal ein Jahr lang nur Abflüsse könnte man vielleicht langsam mal über Zerfall nachdenken. Aber bis dahin braucht es “nur” noch 10 Monate. Der EZB wird sicherlich noch etwas einfallen oder aber Sie ist ganz glücklich mit dem Verfall des Außenwertes. Denn es gilt die Dummheit: nur eine schwache Währung ist eine gute Währung. Von wegen des Exports oder so….

  2. Erich Bauer

    Solange 10 Billionen Euro an Vermögen der Deutschen da sind… Solange wird es den Euro geben! Das kann sich für einige hier noch für einen halbwegs versorgten Lebensabend ausgehen. Die Unwägbarkeit der Geschichte ist halt ein “Unsicherheitsfaktor”…

  3. Leitwolf

    Bei solchen Zeitungsartikeln fällt mir immer wieder die Kinnlade runter. Das darf doch bitte nicht wahr sein!

    “Normalerweise verzeichnet die Euro-Zone Kapitalzuflüsse, da sie enorme Exportüberschüsse erwirtschaftet”, erklärt Thomas Harjes, Ökonom bei Barclays in Frankfurt. “Nur in akuten Euro-Krisen, wenn Anleger mit einem Zerfall der Währungsunion rechneten, kam es zu dem Phänomen, dass die immensen Handelsüberschüsse durch Kapitalflucht überkompensiert wurden.”

    “Tatsächlich exportieren die 18 Länder der Währungsunion deutlich mehr Waren und Dienstleistungen, als sie einführen. Monat für Monat fließen so der Euro-Zone rund 18 Milliarden Euro an frischem Kapital zu.”

    Wie wird man bitte Ökonom bei Barclays? Oder Wirtschaftsredakteur bei der “Welt”? Grundkenntnisse in Sachen Wirtschaft scheinen da eher überflüssig zu sein. Etwa das Wissen darüber was Kapital ist.

    1. Ist die Zahlungsbilanz IMMER ausgeglichen.
    2. Zählen die Erlöse aus Exportüberschüssen zum Volkseinkommen. Einkommen sind aber eben kein Kapital. Sie könnten zu welchem werden, was aber von der Mittelverwendung abhängt.
    3. Wegen 1. bedeuten Export-, bzw. präziser Leistungsbilanzüberschüsse stets Kapitalbilanzdefizite. Das ist eines der unabänderbaren Gesetze der Ökonomie.
    4. Sind deshalb die oben zitierten Passagen ein unglaubliches Rumstochern im Trüben, völlig unbehelligt von jeglichem Sachverstand.
    5. Und das ist das Beste: scheint das gar niemanden aufzufallen ;)))

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