“Manager-Höchstlohn würde die Schweiz arm machen”

Von | 21. Mai 2013

“Ein Manager soll pro Monat höchstens so viel verdienen wie der schlechtbezahlteste Angestellte in einem Jahr. Was eine Initiative in der Schweiz fordert, würde das Land zugrunde richten.” (“Welt”)

6 Gedanken zu „“Manager-Höchstlohn würde die Schweiz arm machen”

  1. Mourawetz

    Hier wird mal wieder der demokratische Bogen überspannt. Wie kann es sein, dass man über das Salär anderer abstimmen darf? Wo bleibt die persönliche (Vertrags-)Freiheit, wenn Dritte, die sich per Abstimmung selbst dazu ermächtigen, in den Vertrag einmischen?

  2. herbert manninger

    Will man zur Milch auch das Steak, muss die Kuh geschlachtet werden, klar. Das ist dann allerdings das letzte Abendmahl der sich rasant vergrößernden Neidgesellschaft.
    Der kann man nur mehr guten Appetit wünschen.

  3. Rennziege

    Die Schweizer werden den Teufel tun und diese Initiative befürworten, die, für Eidgenossen unvorstellbar, die verbriefte Vertragsfreiheit jeder noch halbwegs bei Sinnen befindlichen Nation aushebelt. Ebensogut könnte man den Appenzeller Käs’ verbieten.

  4. Christian Weiss

    Dass solche Initiativen, die völlig irrwitzige Forderungen zum Nachteil aller stellen, regelmässig die 100’000-Unterschriften-Schwelle schaffen, zeigt nur, dass es auch in der Schweiz endlich an der Zeit wäre für ein paar Lektionen Volkswirtschaft in der Volksschule.

  5. Ehrenmitglied der ÖBB

    @Christian Weiss
    die Schweizer sehen das gelassener. Eine Initiative zu starten darf jeder. aber es braucht für eine solch ernste Angelegenheit (Vertragsfreiheit) eine Volksmehrheit als auch ein Ständemehr.
    Da werden die Schweizer halt so reagieren wie bei der Initiative für weitere 2 Wochen Urlaub: sie wird abgelehnt.

  6. Christian Weiss

    @Ehrenmitglied der ÖBB
    Es ist zu hoffen und auch sehr wahrscheinlich, dass diese Initiative abgelehnt wird.
    Ich bin aber gerade als Schweizer bisweilen erstaunt, wie gewisse Kreise (Medien, Sozialdemokraten, Grüne) bei Initiativen wie jener gegen den Bau von Minaretten oder für die Ausschaffung (schwer) straffälliger Ausländer unisono “Hilfe, die Menschenrechte!” schreien (obwohl beide Initiativen nicht mal Grundrechte tangiert haben), aber nicht mal mit der Wimper zucken, wenn es gegen verfassungsmässige Grundrechte wie Vertragsfreiheit und Wirtschaftsfreiheit geht.

    Aus der Ferne besehen, ist alles schön. Doch auch in der Schweiz sind liberale Positionen nicht mehr so unbestritten wie auch schon.

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