Margaret Thatcher, 1925 – 2013

Von | 8. April 2013

“… Margaret Thatcher, the former British prime minister who became one of the most influential global leaders of the postwar period, died on Monday, three decades after her championing of free-market economics and individual choice transformed Britain’s economy and her vigorous foreign policy played a key role in the end of the Cold War…” (WSJ)

17 Gedanken zu „Margaret Thatcher, 1925 – 2013

  1. Thomas Holzer

    @ortner
    Herr Ortner, der “link” funktioniert leider nicht

  2. Rennziege

    Baroness Margaret Thatcher. Als Greißlertochter aufgewachsen in einem Haus ohne Warmwasser, Klo im Hof … Lieblingslektüre Hayek und Friedman, erfolgreiches Chemiestudium in Oxford — schon allein mit dieser Herkunft damals dort akzeptiert zu werden, ist sensationell.

    In Österreich schreien maximal halbalphabetisierte Greißlertöchter “Her mit der Marie!” und dürfen Taxler den dauergrinsenden Kanzler spielen. Der alte Spruch “Tu felix Austria” gefriert mir auf der Zunge.

    R.I.P., Iron Lady!

  3. PP

    Vor allem hatte sie eine klare und unkorrumpierbare Haltung gegen Kommunismus.
    Diese Klarheit vermisst man heute tagtäglich!

  4. Thomas F.

    Ein noch größeres Phänomen als Thatcher selbst ist eigentlich der britische Wähler. Bei uns hätte sie wohl keine Chance gehabt. Denn da hat man damals Kreisky und Sinowatz gewählt.

  5. Samtpfote

    @Thomas F.
    und in Deutschland Kohl….
    wie Thatcher ein Zeitenwender

    Kreisky und Sinoschwatz = höchstens Parteibuchseitenwender …r…

  6. Lodur

    Gescheiterte und teilweise zurückgenommene Privatisierungen von Staatsunternehmen und der Daseinsversorgung; Abbau von Arbeitnehmerrechten; massiver Abbau des öffentlichen Gesundheits- und Sozialwesens; blutiger, todbringender Imperialismus (Falklandkrieg); radikaler Marktfundamentalismus; Verbot der „Förderung von Homosexualität“ für Gemeinden, Schulen und Kommunalbehörden, was zur Konsequenz hatte, dass in allen Bereichen des öffentlichen Lebens nur noch negativ über Homosexualität berichtet werden durfte; Hang zu soziopathischen Verhaltensweisen (Zitat: “And, you know, there is no such thing as society.”)…die traurige politische Bilanz einer Greißlertochter, die den falschen Propheten (Hayek und Friedman) vertraute.

  7. Rennziege

    @Lodur
    Auch ich bedaure zutiefst, dass Margaret Thatcher sooo wenig Rücksicht auf Ihre Wünsche genommen hat. Wie konnte sie nur! Ich weine mit Ihnen. Bitterlich, Genosse! 🙂

  8. Mourawetz

    Hätte Deutschland Politiker vom Format einer Margaret Thatcher, hätten wir uns den Euro und das von ihm verursachte Debakel erspart. “Wäre ich Deutsche, ich hätte die Bundesbank und die D-Mark auf jeden Fall behalten wollen”, sagte sie vor 20 Jahren.

  9. Lodur

    Thatcher öffnete die Schleusen für eine Politik, die sozioökonomische Eliten, sprich Wohlhabende, begünstigt (Senkung des Spitzensteuersatzes der Einkommenssteuer etc.) und bei öffentlichen Ausgaben für Gesundheit, Soziales und Bildung einspart. Eine Politik, die Arbeitnehmerrechte mit Füßen tritt, Gewerkschaften kriminalisiert, für Lohndumping und Sozialabbau zu Gunsten des Kapitals eintritt.

    “Hätte Deutschland Politiker vom Format einer Margaret Thatcher, hätten wir uns den Euro und das von ihm verursachte Debakel erspart.”

    Hartz IV-System, 1 €-Jobs, Leiharbeitssystem, Flexibilisierung des Arbeitsmarkts (=Abbau von Arbeitnehmerrechten), Reallohnverluste der unteren und mittleren unteren Einkommensschichten, Senkung des Spitzensteuersatzes in der Einkommensteuer und steuerrechtliche Entlastung von Unternehmen, Senkung der Körperschaftssteuer auf 15% und Steuerbefreiung von Gewinnen aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften durch Kapitalgesellschaften würden bei ihr ein fröhliches Jauchzen verursachen.

  10. Super_Mario

    Habt ihr euch den ORF-Artikel durchgelesen? Ich glaubs ja nicht, der ist großteils positiv! Welcher ORF-Journalist wagt so etwas? Vermutlich ein Spion unsererseits 😉

  11. Nietzsche

    Lodur :Gescheiterte und teilweise zurückgenommene Privatisierungen von Staatsunternehmen und der Daseinsversorgung; Abbau von Arbeitnehmerrechten; massiver Abbau des öffentlichen Gesundheits- und Sozialwesens; blutiger, todbringender Imperialismus (Falklandkrieg); radikaler Marktfundamentalismus; Verbot der „Förderung von Homosexualität“ für Gemeinden, Schulen und Kommunalbehörden, was zur Konsequenz hatte, dass in allen Bereichen des öffentlichen Lebens nur noch negativ über Homosexualität berichtet werden durfte; Hang zu soziopathischen Verhaltensweisen (Zitat: “And, you know, there is no such thing as society.”)…die traurige politische Bilanz einer Greißlertochter, die den falschen Propheten (Hayek und Friedman) vertraute.

    Bitte vollständig zitieren:
    “There’s no such thing as society, rather a tapestry of individuals than an abstract, homogenuous entity where no-one ist responsible for anything.” Aber ich weiß, es ist gar zu verlockend, den zweiten Teil wegzulassen 😉

  12. Rennziege

    @Nietzsche
    Bei diesen Museal-Marxisten, so amüsant sie sich stets blamieren, ist der Eiserne Vorhang vorm Hirn intakt geblieben. Ich greife nur heraus:
    “blutiger, todbringender Imperialismus (Falklandkrieg)”.
    Ausgeblendet wird, dass die blutige, imperialistische Aggression von argentinischen Diktatoren ausging, die damit von ihrer innenpolitischen Katastrophe ablenken wollten — und dass die Einwohner der Falklands damals wie heute zu 99% für einen Verbleib im Commonwealth gestimmt haben.
    Die soziopathischen Verhaltensweisen werden just von denen geübt, die sie anderen völlig grundlos in die Schuhe schieben. Die primitive Verstümmelung von Zitaten gehört dazu.
    Aber was wären wir ohne unser halblustiges Kummerl-Panoptikum? 🙂

  13. Lodur

    “Ausgeblendet wird, dass die blutige, imperialistische Aggression von argentinischen Diktatoren ausging, die damit von ihrer innenpolitischen Katastrophe ablenken wollten — und dass die Einwohner der Falklands damals wie heute zu 99% für einen Verbleib im Commonwealth gestimmt haben.”

    Ja, und? Legitimiert die Aggression des Einen die des Anderen? Faktum ist auch, dass GB sich von Argentinien provozieren ließ. Außerdem sind die Falklands KEIN Mitglied im Commonwealth of Nations, einer losen Verbindung von souveränen Staaten, welche in erster Linie vom Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland und dessen ehemaligen Kolonien gebildet wird und dessen Gründung auf das Jahr 1931 zurückgeht, sondern ein britisches Überseegebiet, also britisches Hoheitsgebiet. Rennziege beweist wieder einmal ihre Universalinkompetenz auf Basis von Halb- und Unwissen. Da bin ich lieber ein “Museal-Marxist” als eine ständestaatliche Katholiban, die Marktfundamentalismus, gepaart mit reaktionären Moralvorstellungen aus dem 19. Jh., als Liberalismus definiert.

    “There’s no such thing as society, rather a tapestry of individuals than an abstract, homogenuous entity where no-one ist responsible for anything.”

    Das vollständige Zitat ist noch erschreckender. Entblößt es doch das totale Missverständnis des Begriffs “Gesellschaft” auf Basis eines radikalen, individualistischen Atomismus mit Hang zu soziopathischen Verhaltensweisen.

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