Marine Le Pen, ein Bobo bei den Faschos?

Von | 4. April 2017

“Die wahre Marine Le Pen ist für den Journalisten Renaud Dély eine Bobo (bourgeoise bohémienne). Ihr Aufstieg zur Führerin des Front national ist nur erklärbar aus der Prägung durch ihre Familie….” (Portrait hier)

14 Gedanken zu „Marine Le Pen, ein Bobo bei den Faschos?

  1. waldsee

    Leider nur (psycholog.ausschauende) Rederei eines Wichtigmachers.Die politisch-psycholog. Weltsicht
    schafft keine wirksamen hilfreichen Erkenntnisse,oder kennt jemand solche?
    Ethnologie,Psychiatrie und assoziierte Modelle
    sind nur Unterdrückungsinstrumente.In diesem Bereich sind sie aber erfolgreich.

  2. stiller Mitleser

    Nein, sie ist keine Bobo, auch wenn sie was geerbt hat und in Neuilly zur Schule ging. Eine der vielen, vielen Vater-Töchter in der Politik, das braucht man gar nicht weiter thematisieren und man braucht sie nur zu sehen und zu hören (Intonation, gar nicht der Text) um zu wissen: keine Bobo, als solche hätte sie auch keinen Erfolg in der Provinz.
    Einzig interessant: die Erwähnung Boulangers.

  3. nattl

    Bobo ist prinzipiell nicht schlecht. Ich würde sogar sagen, dass der Großteil hier auch Bobos sind, außer ihr seid total erzkonservative Spießbürger mit Hauskapelle, die jeden Tag viermal Rosenkranz beten…

    Der Artikel ist wieder mal ein Versuch, eine aussichtsreiche Politikerin von der falschen Seite für ihre Wählerschaft unmöglich zu machen.

  4. Fragolin

    Erstens: Putzig, wie sich profilierungssüchtige Hobbypsychologen mit kruden Theorien auf die politisch Aussätzigen werfen. Welches Licht das auf diese Leute selbst wirft, begreifen sie nicht, was beweist, dass sie als Psychologen Totalversager sind aber es genießen, im Lichtkreis der selbstreferenzierenden PC-Blase zu sonnen. Früher nannte man sowas einfach Wichtigtuer und ignorierte es gekonnt, heute leiten Dampfplauderer den gesamten politischen Diskurs. Wir leben nicht nur im Zeitalter des Posatfaktischen sondern auch im Zeitalter des Postniveaus.
    Zweitens: Der Autor stellt klar, dass es ein verlogenes Unding sein müsse, wenn LePen die politischen Filterblasen der Bobos angreift, wo sie doch selbst eine ist. Gleichzeitig positioniert er sich klar gegen das Patriarchat, obwohl er ein Mann ist. Na, merkt das jemand? Der Hobbypsychologe aud der intellektuell anspruchsvollen Filterblase jedenfalls nicht. Und seine hochintelligenten Claqueure auch nicht. Was viel darüber aussagt, wo Intelligenz postfaktisch gefühlt daheim ist und wo real.
    Drittens: “Le Pen ist eine Wölfin, die, wenn es brenzlig wird, auch Tiere des eigenen Rudels reisst” ist der Satz aus dem Munde eines Menschen, der überall Menschenverachtung wittert, aber keinen Genierer hat, eine Politikerin mit nicht mehr und nicht weniger intrigantem Machtbewusstsein wie alle anderen Parteiführer auch, als Tier, als mordende Bestie darzustellen, zu entmenschen und damit der Menschenrechte zu berauben. Dass der einzig reale Versuch, ihre Familie detonativ zu ermorden, durch genau jene traditionelle linke Hetze gegen den politischen Gegner aufgestachelt wurde und aus der politischen Ecke dieses Schreiberlings kommt, wird dabei geflissentlich ignoriert. Dass die Frau, die als Kind bereits miterleben musste, wie Linke Andersdenkende aus der Welt zu schaffen gedenken, jetzt erleben muss, als tierische Bestie dargestellt zu werden, woraus der extremistische Rand ja erfahrungsgemäß die Legitimation schöpft, Menschen umzubringen, wirft ein bezeichnendes Licht auf die linke Agitation. Es ist Menschenverachtung in Reinkultur, Meinungsdiktatur und Terrorismus als legitimes Mittel anzusehen, um seine Ziele durchzusetzen. Und egal ob Sowjetunion oder China, Nordkorea oder Kuba, DDR oder venezuele, es läuft immer, absolut immer, auf das Gleiche hinaus.
    Man merkt, den Ultralinken geht die Muffe, ihnen ist nichts mehr zu tief um panisch um sich schlagend zu versuchen, LePen zu verhindern. Ehrlich gesagt ist es mir egal, ob sie gewinnt oder nicht, weil das Verderben, in das wir gerutscht sind, nicht mehr wird aufzuhalten sein. Die Frage ist nicht mehr, ob es gewaltsam enden wird, sondern nur noch, wann die Gewalt ausbricht. LePen könnte das Ganze sogar noch beschleunigen, weil ihre Gegner selbst vor keiner Gewalt, egal ob physisch pder psychisch, zurückschrecken werden. Der Verdacht keimt auf, dass die Bombe, die sie als Achtjährige erleben und überleben durfte, nicht die letzte war, die man ihr zugedenkt. Pamphlete wie die vorliegende Hetzschrift bereiten den ideologischen Weg der Linksterroristen.

  5. Rennziege

    4. April 2017 – 08:40 — Fragolin
    Marine Le Pen hat ihre Partei so gut wie geschlossen hinter sich, während Frauke Petry ihre AfD mühsam zusammenhalten und die paar Altrechten im Zaum halten muss.
    Ich widerspreche Ihrem Satz “Ehrlich gesagt ist es mir egal, ob sie [Le Pen] gewinnt oder nicht, weil das Verderben, in das wir gerutscht sind, nicht mehr wird aufzuhalten sein. Die Frage ist nicht mehr, ob es gewaltsam enden wird, sondern nur noch, wann die Gewalt ausbricht.”
    Ein Wahlerfolg Le Pens wäre ein weiterer Nagel im Sargdeckel der EU, was mich freuen würde, und ich wage zu bezweifeln, dass die Gewalt der Linkradikalen über ein Dutzend abgefackelter Autos hinausgehen würde. Immerhin hätte sie eine Mehrheit der Franzosen im Rücken, die einen verstärkten Einsatz der Polizei nicht ablehnen, sondern heftig begrüßen würden — sofern die Flics dann nicht in den Banlieues fehlen.
    Ois a wengerl kompliziert und unwegsam heutzutag’. Herzliche Grüße, Fragolin!

  6. mariuslupus

    Typisch NZZ , immer schön brav links und staatstragend. Wie kann eine Zeitung die von sich behauptet, seriös zu sein so einen Beitrag abdrucken. Ist doch nur Primitivpsychologie, oder, was sich ein linker unter Psychologie so zusammenreimt. Immer wieder diese lächerlichen Versuche Menschen die nicht linkskonform mitmarschieren lächerlich zu machen.

  7. raindancer

    es ist doch gleich wie mit Trump, Petry, Orban ….die linken Medien versuchen die runter zu machen in allen Variationen …mich wundert dass die Umsätze der Zeitungen noch nicht komplett eingebrochen sind,
    mich wundert dass noch so viele links und die roten/schwarzen wählen in D und Österreich.
    Bis jetzt scheinen nur die Briten munter geworden zu sein.
    Die Länder sind eindeutig gespalten und zwar über die Ozeane hinaus, nicht nur in Europa.

  8. raindancer

    Es ist ebenso eindeutig, dass das Kernthema in allen Ländern die Zuwanderung ist .
    In den USA gehts um Muslime und in Europa um Muslime und bald auch afrik. Muslime
    Ein einziger Horror diese Einwanderungspolitik.
    Aber scheinbar glauben viele tatsächlich viele dieses Flüchtlings, Schutzbefohlenen Märchen, das uns aufgetischt wird, genauso wie die Klimakatastrophe auf Grund von C02 geglaubt wurde.
    Wir werden von Idioten regiert.

  9. Karl

    @Fragolin: 100%ig Zustimmung.
    Der Drops ist gelutscht, der Point of no return überschritten.

    Apropos: “… ist eine Wölfin, die, wenn es brenzlig wird, auch Tiere des eigenen Rudels reisst“
    Hat nicht unlängst eine Politikerin bei uns ihr “Jungen” gebissen?

    Ich denke eher, dass es eine Selbstreflexion des Autors war, als eine “psychologische Diagnose”

  10. mariuslupus

    @Gerald Steinbach
    War doch zu erwarten. Sollten die Umfrage Werte von Le Pen weiter hoch bleiben, kommen noch weitere “Enthüllungen”

  11. Tom

    @Raindancer:

    Wir werden de facto von Idioten regiert. Ergänzend,- massenmedial indoktriniert und sediert und es funktioniert beim überwiegenden Großteil der Bevölkerung. – Genial.

  12. Tom

    Nachtrag:

    Um das alles noch zu “packen”, müsste jeder arbeitende und steurergenerierende Staatsbürger, vor Arbeitsantritt von seinem Arbeitgeber seine persönliche Dosis an Benzodiazepinen gereicht werden (ähnlich wie die Fluortabletten in der Volksschule (die 70er Generation wird sich noch an dies kleinen Dinger erinnern, die von der Frau Lehrerin, oder dem Herrn Lehrer ausgeteilt wurden)

  13. Wanderer

    @Rennziege
    Natürlich wäre ein FN-Sieg absolut wünschenswert, doch mittelfristig ist Fragolins Zukunftsperspektive absolut realistisch. Das Verderben Europas muss nicht durch Krieg und Gewalt kommen, aber es kommt demographisch, wenn keine 180 Grad Wende erfolgt. Ich weiss, man hat das 1000mal gehört, doch zu wenige realisieren das bzw. führen sich entsprechende Statistiken zu Gemüte.

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