Medien: Radio DDR ist wieder auf Sendung

Kleines Quiz für die Leser von OrtnerOnline: Wenn der marxistische Politagitator Jean Ziegler im Radion eine Stunde Propaganda machen darf, dabei von der Ex-Grünenpolitikerin Mercedes Echerer devot Stichworte serviert bekommt (“Ich bin ja auch ganz dieser Meinung, Herr Ziegler”) , dazwischen musikalische Ergebenheitsadressen an Che Guevara ertönen, Herr Ziegler die südamerikanischen Tropensozialisten Morales und Chavez umschwärmt, ein Text von Armin Turnher über die Schrecknisse des innerschweizerischen Steuerwettbewerbs vorgetragen wird, Herr Ziegler den Massenmörder Che Guevara preist, die Frage erörtert wird, was Jesus Christus und Commandante Che gemeinsam haben – und das Ganze keine Kabarett-Sendung ist, dann hören Sie am Sonntag, dem 20.Jänner 2013 von 9 bis 10 Uhr   a) Radio Havanna International, b) Stimme der DDR , oder c) Ö1 ?

37 comments

  1. Super_Mario

    Meine Mutter arbeitet bei Ö1. Wie kann es bloß sein das der eindeutig beste und intellektuellste Radiosender Österreichs sich so einen Schwachsinn erlaubt?

  2. Gerhard

    @Super_Mario
    Hat Ihnen Ihre Mutter nicht berichtet, dass es den neuen ORF-Radiodirektor Karl Amon gibt?

    Wer diesen Quatsch noch hören will, er ist noch eine Woche im Internet abrufbar.
    -> http://oe1.orf.at/, dann oben “7 Tage Ö1” anklicken, weiters “heute” sowie dann den rechten Pfeil bei “9,05 Cafe Sonntag” anklicken. Mit den oberen Schieber kann schliesslich überspringen bzw. zurückgehen, um sich nicht alle 55 Minuten anzuhören.

  3. Roms

    Bei Ö1 ist derariges bei weitem kein Einzelfall. Ö1 ist der Selbstbefriedigungssender der österreichen Extremlinken Landschaft und das nicht erst seit heute.

  4. Behaimb

    @Roms
    Na die Bedeutung der Linken sieht man dann ja an der Reichweite von Ö1 🙂 ganz abgesehen davon, dass viele nach der Musik wegschalten, um die Politinhalte zu vermeiden. Was bleibt, sind gewiss weniger als die Summe der Leser der “Wiener Zeitung”. So what?

  5. Christian Weiss

    Wir Schweizer werden wohl eines Tages an halb Afrika, an Kuba und Venezuela Reparationszahlungen leisten müssen, weil wir diesem selbstgefälligen Diktatoren-Freund Ziegler nicht das Maul gestopft haben. Aber so sind nun mal unsere eigenen Ansprüche an die Meinungsfreiheit.
    Die Schrecknisse des Schweizer Steuerwettbewerbs? Wohl die übliche Volksverhetzung und Propaganda der Sozialisten und Etatisten. Immer wieder versuchen sie uns das Märchen einzubläuen, der Steuerwettbewerb sei schädlich. Belege bleiben sie bis heute schuldig.

  6. Christian Weiss

    Armin Turnher? Das ist der?
    http://oe1.orf.at/artikel/328696
    Bemerkenswert wenig Ahnung der Herr. Die 26 Kantonsverwaltungen sind Kraft ihrer Finanz- und Steuerautonomie doch recht effizient und schlagkräftig, was man ja von zentralistischen Systemen wie Frankreich oder pseudo-föderalen wie Deutschland und Österreich, wo man mit besagter Steuerautonomie das wichtigste Element eines funktionierenden Föderalismus vergessen hat, nicht behaupten kann.
    Nicht mal was Kantönligeist ist, kann er richtig wiedergeben. Das ist viel mehr als die vermeintliche Isolation und Borniertheit. Es ist das Bewusstsein um die kulturelle Identität. Während sich die Basler an ihrer Fasnacht erfreuen, sind die Zürcher stolz auf Sechseläuten und Räbeliechtliumzug, essen die Bündner mit Leidenschaft Pizokkel und feiern Tschalanda Mars und die Nidwaldner ihre Älplerchilbi und die Waadtländer die Fête des Vignerons. Die kulturellen Eigenheiten sind das Eine, das andere ist der Wettbewerb der Ideen. Während Kantone wie Glarus und Appenzell Innerrhoden mit ihren kleinen Einwohnerzahlen die direkte Versammlungsdemokratie auch auf Kantonsebene zelebrieren, beschränkt sich der bevölkerungsreiche Kanton Zürich damit auf die Gemeindeebene und hat dafür auf Kantonsebene ausgedehnte und niederschwellige Referendums- und Initiativrechte, während die Republik Genf für Schweizer Verhältnisse eine Demokratie von eher repräsentativem Charakter ist und nur eine eingeschränkte Gemeindeautonomie kennt.

  7. Lodur

    Der “Massenmörder” Che Guevara kämpfte in den 60er Jahren mit der “bösen” ELN gegen die “guten” paramilitärischen Einheiten, die im Dienste der “wohltätigen” und “menschenfreundlichen” Großgrundbesitzeroligarchie Boliviens standen.

    Das nennt man Faktenverzerrung der liberalen Märchenstunde, die von Fans von Faschistenverstehern (Ludwig von Mises) und Diktatorenfreunden (Chicago Boys und Milton Friedman) abgehalten wird.

  8. Rennziege

    @Lodur

    Wie viele Kränze haben Sie schon am wunderschönen Wiener Denkmal dieses mildtätigen Heilands niedergelegt? 🙂

  9. wollecarlos

    @Lodur
    @Rennziege

    MEINUNGEN sind gut!
    FAKTEN sind besser!

    “Dieser Mythos bedeckt noch immer warm und wohlig das wahre Leben des Ernesto Rafael Guevara de la Serna, den die Kubaner und nach ihnen alle den Che nannten.

    …dass er Zentralbankpräsident von Kuba war, obwohl er Geld hasste; und dass er später in Bolivien noch einmal eine Revolution anzetteln wollte und dabei gefangen genommen und erschossen wurde. Aber wer weiß schon, dass Guevara eine Rolex am Handgelenk trug, als er vor 40 Jahren, am 9. Oktober 1967 in La Higuera starb?

    …Ernesto Guevara war kein angenehmer Mensch. Er war – neben allen Verdiensten als Guerillero – eitel, launisch und autoritär. Ein ungepflegter Macho, der sich nur sehr selten wusch. Er konnte ungerecht sein und brutal und hatte bisweilen rassistische Ausfälle.

    …dass ich die Barrikaden und Schützengräben mit dem Geheul eines Besessenen stürmen, meine Waffen in Blut tauchen und rasend vor Wut jedem Besiegten den Hals durchschneiden werde.

    … Am liebsten scharte er die jüngsten der Truppe um sich – heute würde man sagen: Kindersoldaten. “Er sagte, sie wären verrückter als ältere, würden mehr aufs Spiel setzen und nicht lange nachdenken

    …Seine 18-jährige Freundin aber durfte nicht kämpfen, obwohl sie das wollte. Comandante Guevara ordnete an, dass sie im Lager bleiben müsse, um dort sein Maultier Armando zu pflegen. Er hat sie ein paar Monate später verlassen, so wie er alle Frauen verlassen hat. Seine erste Frau Hilda Gadea drängte er in die Ehe, zeugte ein Kind und hatte sie dann über

    “Ich hatte mein Gewehr dabei. Aber dann zog plötzlich Che einen 22er Colt und jagte ihm – bumm – eine Kugel in den Kopf.”

    …dass er nach der Eroberung der Stadt Santa Clara als Erstes zwölf Polizisten an die Wand stellen ließ. Erschießungen, schrieb er, seien “eine Notwendigkeit für das kubanische Volk”. Später richtete er das erste Arbeitslager Kubas ein…

    Lodur, Sie haben Recht: Guevara war wahrscheinlich kein “Massenmörder”, jedenfalls nicht persönlich.

    Das Wort “Mörder” reicht für ihn aus.

  10. DailyMirror

    Naja, schon klar. Ziegler ist einer, der viel von der Welt – besonders von der dritten Welt – gesehen hat und der vom Hunger und Elend in einer kapitalistischen Welt berichtet. Was für Neoliberale natürlich eine Todsünde ist, weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf. Also gilt es, Ziegler wortgewaltig zu diffamieren: als marxistischen Agitator, der einen Massenmörder lobpreist. Allmählich könnten die Neoliberalen sich aber mal neue Beschimpfungen einfallen lassen, sonst wird’s langweilig.

  11. menschmaschine

    @DailyMirror
    ziegler muß man gar nicht groß diffamieren. der labert so viel schwachsinn, dass er das selbst besorgt.
    ihr posting ist dermaßen polemisch, es könnte von ziegler sein.”Hunger und Elend in einer kapitalistischen Welt” klingt ja schlimm und suggeriert, dass allein der kapitalismus an hunger und elend schuld sei. wahr ist das gegenteil, wie meistens bei ziegler und seinen adoranten: während es in den 30er-jahren noch üblich war, in europa für hungernde chinesen zu spenden, hat sich heute in china eine breite mittelschicht herausgebildet, gibt es zig milliardäre in china und kauft china land in afrika. klar, jeder einzelne chinese lebt immer noch nicht wie der “kaiser von china”, aber hungersnöte gehören der vergangenheit an.
    das hat der pöse kapitalismus geschafft, der kommunismus schaffte es nicht.
    aber es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.

  12. Christian Weiss

    @DailyMirror
    Die Abermilliarden an Subventionen – teilweise als Export-Stütze – welche westliche Agrarprodukte so billig machen, dass sie in der Dritten Welt landwirtschaftliche Strukturen zerstören, sind natürlich eine neoliberale Idee. Die Milliarden von Entwicklungsgeldern, die korrupte Regierungen am Leben erhalten und verhindern, dass diese bei der Rohstoff-Ausbeute ihrer Länder Mindeststandards für einen Wettbewerb setzen, bei dem jener mit dem besten Angebot zum Zug kommt und nicht jener, der am besten schmiert, sind natürlich neoliberal. Die Landenteignungsprogramme von Castro bis Mugabe, welche die Selbstversorgung vieler Staaten ins Bodenlose fallen lassen haben, sind natürlich neoliberal.
    Irgendwann sollten sich jene Leute, die sich ständig des Begriffes “neoliberal” bemächtigen, mal überlegen, ob sie den “Neoliberalen” neben der bösen, bösen Marktwirtschaft auch noch glaubwürdig das Gegenteil in die Schuhe schieben können.

    Mit Verlaub: Jean Ziegler ist eines der grössten Arschlöcher, das die Schweizerische Eidgenossenschaft je hervorgebracht hat und ich gäbe viel dafür, wäre dieser Salonsozialist bei seinen Diktatoren-Kumpels oder wenigstens im Pariser Milieu der Wasser predigenden und Wein saufenden Schönwetter-Revoluzzer geblieben und hätte nicht noch Jahrzehnte in unserem Parlament sein Unwesen getrieben. Wenn ich diesen ebenso eitlen wie verblendeten Fatzke nur schon am Fernseh sehe, kocht mein Blut.

  13. Christian Weiss

    @wollecarlos Das hängt von den Umständen ab: Wenn ein IDF-Soldat zwei Hamas-“Freiheitskämpfer” erschiesst, ist es Massenmord. Verhungern einige Millionen Menschen wegen planwirtschaftlicher Experimente eines sozialistischen Diktators, ist es dumm gelaufen.

  14. Lodur

    “während es in den 30er-jahren noch üblich war, in europa für hungernde chinesen zu spenden, hat sich heute in china eine breite mittelschicht herausgebildet, gibt es zig milliardäre in china und kauft china land in afrika.”

    Menschmaschine, der “Wirtschaftsspezialist” hat gesprochen. Er käut gedankenlos den wirtschaftsliberalen Mythos vom Entstehen einer chinesischen Mittelschicht wieder. Dabei vergisst dieser liberale Kleingeist, dass es in einer so großen Volkswirtschaft wie China äußerst schwierig ist, seriöse Volkszählungen und Einkommensstatistiken zu erstellen, die die sozioökonomische Relaität wiederspiegeln (wegen des enormen Verwaltungsaufwandes auf Grund der Größe und Bevölkerungszahl des Staates). Abgesehen davon, ist in den Zahlen auch einiges an propagandistischer Beschönigung des staatskapitalistischen Regimes vorhanden. Und die Bilder der sogenannten “chinesischen Mittelschicht”, die uns in den meisten westlichen Medien verkauft werden, entpuppen sich bei genauerer Betrachtung als Repräsentanten der ökonomischen Elite. Und dass chinesische Kapitalisten Grund und Boden in anderen Staaten erwerben, sagt nur etwas über deren Vermögen, nichts jedoch über den Lebensstandard des sogenannten “Durchschnittschinesen” aus, der auch nur eine statistische Konstruktion ist. Seriöse Printmedien wie “Profil” haben diese Propagandalügen der chinesischen Regierung schon längst durchschaut. Aber blauäugige Liberale wollen halt nicht wahrhaben, dass der chinesische Wohlstand einiger weniger auf Kosten der ausgebeuteten Wanderarbeitermassen geschaffen wurde bzw. wird.

    http://www.profil.at/articles/1215/560/324824/china-china-armut-streiks-wachstumsschmerzen

  15. Lodur

    Die liberalistische Rationalisierung der Wirtschaftsführung
    (wie überhaupt der gesellschaftlichen Organisation)
    ist wesentlich eine private: sie ist gebunden an die
    rationale Praxis des einzelnen Wirtschaftssubjektes
    bzw. einer Vielheit einzelner Wirtschaftssubjekte. Zwar
    soll sich am Ende die Rationalität der liberalistischen
    Praxis im Ganzen und am Ganzen erweisen, aber dieses
    Ganze selbst bleibt der Rationalisierung entzogen.
    Der Einklang von Allgemein- und Privatinteresse soll
    sich im ungestörten Ablauf der privaten Praxis von
    selbst ergeben; er wird prinzipiell nicht in die Kritik
    genommen, er gehört prinzipiell nicht mehr zum rationalen
    Entwurf der Praxis.
    Durch diese Privatisierung der Ratio wird der vernunftgemäße
    Aufbau der Gesellschaft um sein zielgebendes
    Ende gebracht (wie beim Irrationalismus durch
    die Funktionalisierung der Ratio um seinen richtunggebenden
    Anfang). Gerade die rationale Bestimmung und
    Bedingung jener »Allgemeinheit«, bei der schließlich
    das »Glück« des Einzelnen aufgehoben sein soll, fehlt.
    Insofern (und nur insofern) wirft man dem Liberalismus
    mit Recht vor, daß seine Rede von der Allgemeinheit,
    der Menschheit usw., in puren Abstraktionen stecken
    bleibt. Struktur und Ordnung des Ganzen bleiben letztlich
    irrationalen Kräften überlassen: einer zufälligen
    »Harmonie«, einem »natürlichen Gleichgewicht«. Die
    Tragfähigkeit des liberalistischen Rationalismus hört
    daher sofort auf, wenn mit der Verschärfung der gesellschaftlichen
    Gegensätze und der ökonomischen Krisen
    die allgemeine »Harmonie« immer unwahrscheinlicher
    wird; an diesem Punkt muß auch die liberalistische
    Theorie zu irrationalen Rechtfertigungen greifen. Die
    rationale Kritik gibt sich selbst auf; sie ist allzu leicht
    bereit, »natürliche« Vorrechte und Begnadungen anzuerkennen.
    Der charismatisch-autoritäre Führergedanke
    ist schon präformiert in der liberalistischen Feier des
    genialen Wirtschaftsführers, des »geborenen« Chefs.
    Die rohe Skizze der liberalistischen Gesellschaftstheorie
    hat gezeigt, wie viele Elemente der totalitären
    Staatsauffassung in ihr schon angelegt sind. Von der
    ökonomischen Struktur aus enthüllt sich eine fast lückenlose
    Kontinuität in der Entwicklung der theoretischen
    Interpretation der Gesellschaft. Die ökonomischen
    Grundlagen dieser Entwicklung von der liberalistischen
    zur totalitären Theorie müssen hier vorausgesetzt
    werden: sie liegen im wesentlichen alle auf der
    Linie der Wandlung der kapitalistischen Gesellschaft
    von dem auf der freien Konkurrenz der selbständigen
    Einzelunternehmer aufgebauten Handels- und Industriekapitalismus
    zum modernen Monopolkapitalismus,
    in dem die veränderten Produktionsverhältnisse (und
    besonders die großen »Einheiten« der Kartelle, Trusts
    etc.) eine alle Machtmittel mobilisierende starke Staatsgewalt
    fordern. (Herbert Marcuse, Kultur und Gesellschaft 1, 7. Aufl., Frankfurt am Main 1965, S. 40 ff.)

    Herbert Marcuse hat schon in den 30er Jahren erkannt, dass die autoritär-totalitäre Staatsauffassung in der liberalistischen Gesellschaftstheorie selbst angelegt ist. Das erklärt auch das Faible vieler Liberaler für marktwirtschaftlich-kapitalistische Diktaturen und Autokratien (z. B. Pinochet- oder Batistaregime und China).

  16. wollecarlos

    @Christian Weiss
    Henryk M. Broder schreibt am 24.12.2012

    Das Pack schweigt

    Stellen Sie sich einmal vor, in Gaza stehen Menschen vor einer Bäckerei an und warten auf eine Brotlieferung. Denn Brot ist knapp in Gaza, wie damals im Warschauer Ghetto.
    Da kommen israelische Kampfjets angeflogen und bombardieren die Bäckerei und die Menschen, die davor stehen.
    Es gibt viele Tote, 60, 90 oder noch mehr und Dutzende von Verletzten. Natürlich ist kein Kamerateam der ARD oder des ZDF zur Stelle, denn die Kollegen sind bereits im Weihnachtsurlaub.
    So müssen die Nachrichtenagenturen auf verwackelte Bilder zurückgreifen, die offenbar mit Mobiltelefonen aufgenommen wurden. Aber auch diese sind schrecklich genug. Überall Tote auf den Straßen, Menschen, die versuchen, Verletzte zu bergen, ein Mann schleppt eine Frau auf seinem Rücken vom Platz.

    Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, was daraufhin in Deutschland los wäre.
    Sondersendungen in ARD, ZDF, RTL, SAT1,n-tv, n24.
    Aufgebrachte Kommentatoren, die sich vor Empörung und Entsetzen nicht mehr einkriegen.

    Diesmal sei Israel zu weit gegangen, habe die rote Linie überschritten, das sei keine Selbstverteidigung sondern Massenmord.
    Das könne man, bei allen Sympathien, dem jüdischen Staat nicht durchgehen lassen. Jetzt müsse endlich etwas passieren, um das Blutvergießen zu beenden, die Spirale der Gewalt müsse endlich angehalten werden.
    Der Bundestag würde zu einer Sondersitzung zusammentreten, die Bundesregierung den israelischen Botschafter einbestellen, die EKD und die Deutsche Bischofskonferenz würden sich “bestürzt” zeigen und zu Gebeten aufrufen.

    Nun sind bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe auf eine Bäckerei in der Stadt Halfaja in der Provinz Hama Dutzende von Menschen getötet und verstümmelt worden.
    Kleinkram, könnte man sagen, angesichts von mittlerweile über 40.000 Toten im syrischen Bürgerkrieg.
    Aber für eine kleine Laola-Welle der deutschen Friedensbewegung müsste es reichen, handelte es sich doch bei den Opfern des Angriffs eindeutig um Zivilisten.

    Aber nix da.
    Das links-reaktionäre Gutmenschenpack (LRGMP) schweigt beharrlich und vernehmlich, so wie es immer schweigt, wenn Araber andere Araber massakrieren.

    Inge Höger schweigt. Annette Groth schweigt. Bettina Marx schweigt. Norman Paech schweigt. Die Tochter schweigt. Rolf Verleger schweigt. Rupert Neudeck schweigt. Ruprecht Polenz schweigt. Die Free Gaza Bewegung schweigt. Ludwig Watzal gönnt sich noch einen und schweigt. Pax Christi schweigt. Der Aachener Friedenspreis schweigt. Das Netzwerk Friedenskooperative schweigt. Die Horber Initiative für den Frieden schweigt. Der Friedensladen Heidelberg schweigt. Das Bad Schussenrieder Bündnis für den Frieden schweigt. Das Friedensplenum Tübingen schweigt. Die Friedensstaat Osnabrück schweigt. Die Friedensstadt Augsburg schweigt. Die Friedensstaat Münster schweigt. Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen schweigt. Der Friedensverein “HAND IN HAND” schweigt. Jürgen Todenhöfer schweigt. Michael Lüders schweigt.
    Claudia Roth, die eben noch Israel geraten hat, mit dem “pragmatischen Teil” der Hamas zu verhandeln, hat dem Tagesspiegel kurz vor dem Fest ein Interview gegeben und sich in ihre Datsche in der Türkei verabschiedet.

    So herrscht Schweigen im Land.

    Es sind ja nur Araber unter sich.
    (Ende Broder Zitat)

    Ja, es gibt eben zweierlei Sorten von Toten… Deine und meine, Ihre und unsere….

  17. menschmaschine

    @Lodur
    schade, daß sie ohne persönliche untergriffe nicht auskommen. finden sie ihre eigenen argumente so schwach?
    ich auch.

    übrigens: wenn ihnen china nicht paßt, nehmen sie halt indien als beispiel.

  18. Weninger

    @menschmaschine
    Sie haben ein zu optimistisches Bild dieser Staaten, trotz einer wachsenden, aber sehr schmalen Mittelschicht, ist der Lebensstandard eines Großteils der Bevölkerung alles andere als akzeptabel. Und das gilt auch für jene asiatischen und südamerikanischen Länder, wo niemals der Kommunismus regierte. Diese Entwicklungen einseitig auf die herrschenden Ideologien zu reduzieren versagt angesichts der komplexen Situation. Großgrundbesitz und Futtermittelexport haben genauso schon Hungersnöte ausgelöst wie kommunistische Misswirtschaft.

  19. wollecarlos

    Weninger :
    @menschmaschine
    …ist der Lebensstandard eines Großteils der Bevölkerung alles andere als akzeptabel.

    Es passieren noch Wunder!
    Da kann ich dem Weninger mal -wenigstens grundsätzlich- in die Seite treten.

    Besser jedoch wäre, wenn der “Schlüsselsatz” gehießen hätte:
    “…ist der Lebensstandard eines Großteils der Bevölkerung für mitteleuropäische Verhältnisse alles andere als akzeptabel.”

  20. menschmaschine

    @Weninger
    wenn sie mein erstes posting zu dem thema lesen, werden sie sehen, daß ich davon ausgegangen bin, daß es in den 30er jahren für hungernde chinesen spendenaktionen gab. in österreich. das hat mir eine 85-jährige dame erzählt.
    auch wenn sich china punkto lebensstandard für die masse mit österreich bzw. mitteleuropa nicht messen kann, ist das entstehen einer mittelschicht und vor allem das ausbleiben von hungersnöten eine eindeutige verbesserung, die der kapitalismus china gebracht hat.

  21. Lodur

    @menschmaschine
    “auch wenn sich china punkto lebensstandard für die masse mit österreich bzw. mitteleuropa nicht messen kann, ist das entstehen einer mittelschicht und vor allem das ausbleiben von hungersnöten eine eindeutige verbesserung, die der kapitalismus china gebracht hat.”

    Sie glauben wohl auch jeder frisierten Statistik des totalitären staatskapitalistischen Regimes China, oder? Echt peinlich…

  22. Lodur

    @wollecarlos
    “…ist der Lebensstandard eines Großteils der Bevölkerung für mitteleuropäische Verhältnisse alles andere als akzeptabel.”

    Armut und Not müssen immer nach den Maßstäben der Gesellschaft getroffen werden, auf die sich die Aussagen darüber beziehen. Schließlich müssen z. B. arme Chinesen in China und nicht in Europa leben. Und auch für chinesische Verhältnisse sind die Lebensverhältnisse der dortigen Armen nicht akzeptabel, oder finden sie das Dahinvegetieren in Wellblechhütten oder Schlafkäfigen in Ordnung?

  23. Weninger

    @menschmaschine
    Haben Sie eine Ahnung wie schlecht der Lebensstandard in Österreich in den 30ern war? Hungern war auch hier keine Seltenheit. Wir waren damals nicht der Nabel der Welt und schon gar nicht das 7. reichste Land der Welt. Im Übrigen hat der kommunistisch verordnet Kapitalismus in China sicher weniger Elend hervorgebracht als in vorgeblich demokratischen Systemen in Asien und Südamerika.

  24. wollecarlos

    Lodur :
    @wollecarlos
    “…ist der Lebensstandard eines Großteils der Bevölkerung für mitteleuropäische Verhältnisse alles andere als akzeptabel.”
    Armut und Not müssen immer nach den Maßstäben der Gesellschaft getroffen werden, auf die sich die Aussagen darüber beziehen.

    Sie haben es begriffen!

    Echt prima!

    Genau das war es, was ich in #25 ausdrücken wollte.

  25. wollecarlos

    Lodur :
    Die davon Betroffenen sind nicht sonderlich glücklich darüber.

    Das mag sein. oder auch nicht. Wie so vieles, was Sie ausquellen! Eben Wischiwaschi.

    Ich war im Herbst vergangenen Jahres in Indien, Laos und Kambodscha.
    Es war keine Touri-Reise.
    Wir haben viel gesehen.
    Auch hinter den Kulissen.

    “Die” Inder sind “glücklich”. Natürlich würden sie gerne einen höheren Lebensstandart haben (wer nicht?).

    “Die” Laoten haben sich arrangiert, ebenso die Kambodschaner.
    Sie sind zufrieden, trotz 25 km Fußmarsch zur nächsten “Stadt”, wo die Kinder in die Schule gehen. Dort irgendwo übernachten (unter einem Wellblechdach, auf der Straße, bei hilfsbereiten Leuten), am Wochenende nach Hause marschieren, dort bei der Feldarbeit helfen, um am Montag gegen 3 Uhr sich wieder auf den Weg machen, damit sie pünktlich in der Schule sind!

    Alle ca.50 Menschen, die wir näher kennengelernt haben (keine von den Staatsapparaten ausgesuchte!) machten jedenfalls kleinen unglücklichen Eindruck, eher das Gegenteil!

    Denn sie hatten ja -mindestens in ihren Gedanken und Hoffnungen- eine bessere Zukunft vor sich!

    Unsere Gruppe hat zusammengelegt und EINEM das Stipendium für die nächsten 2 Jahre ermöglicht: 1.500 € !

    Und einem habe ich 100 € gegeben, damit er sich einen uralten, gebrauchten Laptop nun endlich kaufen konnte, den er sich schon hat seit Monaten reservieren lassen.

    Wenn Sie erlebt hätten, welch intensive, innige Freude, welche Unfassbarkeit das ausgelöst hat, würden Sie beschämt den Mund halten!

    Wir stehen dank -gelegentlichem- Internet in Verbindung, die Atteste der Universität sagen viel aus, vor allem, daß das Geld gut angelegt ist!

    Dies ist nur die Schilderung EINES Falles aus einer Vielzahl von Begegnungen mit “Betroffenen”.

    Es wäre also gut, wenn Sie Ihr blödes Geschreibsel einstellen würden und sich an den Realitäten orientieren würden!

    Andererseits ist es ja doch gar nicht so schlecht, daß Sie sich hier verbreiten, denn wie sonst könnte man etwas über die obskuren Gedankengänge von Marx-Engels-Lenin-Stalin-Jüngern erfahren?

  26. Lodur

    @wollecarlos
    “Unsere Gruppe hat zusammengelegt und EINEM das Stipendium für die nächsten 2 Jahre ermöglicht: 1.500 € !

    Und einem habe ich 100 € gegeben, damit er sich einen uralten, gebrauchten Laptop nun endlich kaufen konnte, den er sich schon hat seit Monaten reservieren lassen.”

    Anstatt (zufälligen) Einzelfällen zu helfen, wäre es gerechter, die Gesamtgesellschaft zu reformieren, damit es ALLEN und nicht nur EINZELNEN besser geht. Was Sie so schwärmerisch schildern, sind nur individuelle Gnadenakte, die jedoch keine gesamtgesellschaftliche Verbesserung der sozioökonomischen Lage dieser Volkswirtschaften bewirken.

    “Andererseits ist es ja doch gar nicht so schlecht, daß Sie sich hier verbreiten, denn wie sonst könnte man etwas über die obskuren Gedankengänge von Marx-Engels-Lenin-Stalin-Jüngern erfahren?”

    Wenn Sie meine Postings aufmerksam lesen würden, dann wüssten Sie, dass ich den Kapitalismus genauso verachte wie den Stalinismus. Lenin kann ich nur partiell zustimmen, Marx, Engels voll und ganz. Trotzki, Ernest Mandel, Ted Grant, Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg oder Anton Pannekoek ebenso.

  27. wollecarlos

    @Lodur
    Sie kleiner, dummer Junge schreiben:
    “Anstatt (zufälligen) Einzelfällen zu helfen, wäre es gerechter, die Gesamtgesellschaft zu reformieren, damit es ALLEN und nicht nur EINZELNEN besser geht.”

    Naja, dann hätten wir -statt EINEM Laoten zu helfen- eben den 6 Millionen Laoten helfen können. Dann hätten wir eben mal so “schwärmerisch”, “die Gesamtgesellschaft” reformiert.

    Nach dem vielleicht auch Ihnen bekannten Herr Adam Riese berechnet sich dann wie folgt:

    1.500 € geteilt durch 6 Millionen ergibt: 0,003 € !

    Also nicht mal einen EuroCENT pro Person.

    Zufrieden?

    Das könnte ich mir jedenfalls gut vorstellen, denn dies wäre ja angewandter Marxismus-Kommunismus:

    Gebt Allen lieber gar nichts, als einigen wenigstens etwas!

    Besser kann man sich nicht bloßstellen, als Sie das immer wieder machen.

    Sie sind eben …, und Sie bleiben eben…
    …. na, ja, ein dummer Junge!

  28. Lodur

    @wollecarlos
    “Das könnte ich mir jedenfalls gut vorstellen, denn dies wäre ja angewandter Marxismus-Kommunismus:”

    Marxismus ist KEINE Anleitung zur Gesellschaftsreform, sondern primär eine historisch-materialistische Analyse vergangener und gegenwärtiger Gesellschaften, verbunden mit einer Prognose ihrer zukünftigen Entwicklung.

    Was Sie meinen ist Sozialismus (so wie ihn z. B. Marx und Engels ansatzweise, der frühe Lenin, Trotzki, Luxemburg etc. detaillierter beschrieben haben), und der sieht so aus:

    1.) Vergesellschaftung (keine Verstaatlichung) von Produktionsmitteln
    sowie Grund und Boden

    2.) Kontrolle und Verfügungsgewalt über die Unternehmen und des in
    ihnen produzierten Mehrwerts durch die Arbeiterschaft und die
    Konsumenten

    3.) Damit verbunden ist eine DEMOKRATISCHE Planung der Gesamtwirtschaft
    und Mehrwertverteilung (z. B. durch ein Rätesystem).

    4.) Verteilung von Arbeit nicht nach individuellen Profitbedürfnissen,
    sondern nach gesamtgesellschaftlichen Erfordernissen

    5.) Zerschlagung der großen Vermögen und deren Vergesellschaftung

    6.) Verabschiedung von Maßnahmen zur Überwindung der Klassengegensätze

    7.) Vergesellschaftung des gesamten Finanzwesens

    8.) Installation einer gebrauchswertorientierten Produktion, um
    tatsächlich Bedürfnisse und nicht Profitinteressen zu befriedigen.

    Das alles ist zielführender und wohlstandssteigernder als individuelle Gnadenakte gegenüber einzelnen.

  29. wollecarlos

    @Lodur
    Kann man den Menschen-verachtenden konformistischen Charakter des Marxismus und seiner Vor-Stufen besser beschreiben, als Sie es eben hier getan haben?

    NEIN! Kann man wohl nicht!
    Sie sind ein Meister im sich-selbst-demaskieren.

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